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Syndaktylie der Hand
Hinweis
Sie befinden sich hier im Unterthema Operation (Therapie) der Syndaktylie. Allgemeine Informationen zum Thema finden Sie unter Syndaktylie.
Operation / Therapie
Eine Syndaktylie der Hand sollte um eine gute Funktion der Hand unter Berücksichtigung der bestehenden Risiken operativ getrennt werden. In die Operationsindikation sollte jedoch die Form und die Lokalisation (betroffene Finger) miteinbezogen werden, sodass eine generelle Aussage nicht möglich ist.
Bei gleich langen Fingern verfolgt diese Operation meist im zweiten Lebensjahr, teilweise später. Man wartet diesen Zeitrahmen ab, da durch eine ausreichende Größe der Finger die operativen Risiken sinken.
Nur bei ungleich langen Fingern erfolgt die Operation schon im ersten Lebensjahr, da bei einem späteren Operationszeitpunkt dauerhafte Wachstumsschäden zu erwarten sind.
Meistens betreffen die Veränderungen auch die Nerven und die Gefäße (Arterien und Venen). Bei der Trennungsoperation muss dieses berücksichtigt werden und Nerven, wie auch Gefäße, sorgsam getrennt werden.
Die Schwierigkeit der Operation besteht darin, die getrennten Finger wieder mit Haut zu bedecken. Insgesamt steht zu wenig Haut zur Verfügung. Es ist wichtig das die Hautenden spannungsfrei miteinander vernäht werden, damit sich keine überschießende Narben bilden können. Stellen die nicht mit Haut bedeckt werden können, müssen durch Hauttransplantate von anderen Körper stellen gedeckt werden.
Aufgrund des Komplikationsrisikos, insbesondere der Durchblutungsstörungen, können immer nur zwei Finger während einer Operation getrennt werden. Sind gleich mehrere Finger miteinander verbunden (multiple Syndaktylie), müssen die Operationen nacheinander, in einem Abstand von sechs Monaten, verfolgen.
Wegen der aufwendigen Operation beträgt die Operationszeit in der Regel mehr als 3 Stunden.
Risiken der Operation
Kann die Blutgefäßversorgung nicht vollständig getrennt werden, kann es zu Wundheilungstörung für nach der Operation kommen. In seltenen Fällen kann die Durchblutung so schlecht sein, dass der Finger abstirbt, beziehungsweise amputiert werden muss, bevor er sich entzündet.
Sind die Nerven nur einfach angelegt, kann es nach der Trennung zu einer bleibenden Taubheit der getrennten Fingerinnenseiten kommen.
Bilden sich nach der Operation überschießende Narben, kommt es im weiteren Wachstum zu einer zunehmenden Unfähigkeit die operierten Finger vollständig strecken (Beugekontraktur).
Weiterhin kann sich im Rahmen des Wachstums das Schwimmhäutchen zwischen den Fingern wieder Richtung der Fingerspitzen wachsen. Hierdurch wird die Funktion der Finger wieder eingeschränkt.
Eine erneute Operation (Rezidivoperation) muss folgen.
Allgemeine Informationen zur Syndaktylie
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