Inhalt:
- Das Karpaltunnelsyndrom
- Synonyme
- Definition
- Geschlechtsverteilung
- Hinweis OPIS- Buch
- Zusammenfassung
- Anatomie
- Ursache
- Symptome
- Verlauf
- Risikofaktoren
- alternative Erkrankungen
- Röntgenaufnahmen / MRT
- Therapie
- Operation
- Risiken
- Rezidiv
- Nachbehandlung
- Karpaltunnelsyndrom und Schwangerschaft
- Buch bestellen
- Hinweis Buch Karpaltunnelsyndrom
- Weitere Informationen
Das Karpaltunnelsyndrom
Synonyme
Karpaltunnelsyndrom, Carpaltunnelsyndrom, Medianus- kompressionssyndrom, Brachialgia paraesthetica nocturna, Carpaltunnelsyndrom, CTS, KTS, Nervenkompressionssyndrom, Kompressionsneuropathie des Nervus medianus
Häufige Tippfehler: Kapaltunnel, Capaltunnel, Kapaltunnelsyndrom. Capaltunnelsyndrom
Definition
Durch Verletzungen Entzündungen oder degenerative Veränderungen können Schädigungen des Medianusnerves auftreten, die zu einer Rückbildung, bzw. zum Schwund der Daumenballenmuskulatur (= Atrophie) führen können. Dieses Syndrom bezeichnet man als Karpaltunnelsyndrom. Typischerweise führt dies zu nächtlichen Gefühlsstörungen im Bereich der ersten drei Finger.
Geschlechtsverteilung
Die Geschlechtsverteilung beträgt etwa 75 : 25 (weiblich : männlich), meist ist die primäre Arbeitshand betroffen. Ein Betroffensein beider Hände ist leider in der Mehrzahl der Fälle zu beobachten. Das heißt nicht, dass das Karpaltunnelsyndrom gleichzeitig auftreten muss. Oft tritt die Erkrankung in der anderen Hand erst nach Jahren auf.
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Zusammenfassung
Unter einem Karpaltunnelsyndrom versteht man eine "Nerveneinklemmung" der Hand. Betrachtet man die Hand in der Höhe des Handgelenkes, so erkennt man ein breites Band, das sich zwischen Daumen- und Kleinfingerballen ausspannt, direkt über dem Handgelenk. Dieses Band stellt sich als Dach eines Kanals (Karpaltunnels) dar. Dieser Kanal enthält u.a. einen wichtigen Handnerven - den Nervus medianus. Beim Karpaltunnelsyndrom ist genau dieser Kanal zu eng. Dadurch wird auf den Nervus medianus Druck ausgeübt.
Auf dem Bild rechts erkennt man den Medianusnerven, der unter dem Karpalband eingeklemmt wird (gekennzeichnet durch den gelben Stern). Durch diese Einklemmung ist die nervliche Versorgung hinter dem Band gestört.
Anatomie
Der Karpaltunnel stellt eine tunnelartige Röhre dar. Sie befindet sich in der Tiefe zwischen der Daumenballenmuskulatur und der Kleinfingerballenmuskulatur.
Ursache
Durch den Druck auf den Nerven entstehen Schmerzen. Die Schmerzen treten besonders stark in der Nacht auf. Das Krankheitsbild kann weiter fortschreiten und ein andauerndes Taubheitsgefühl auslösen, das sich besonders auf Daumen-, Zeige- und Mittelfinger ausdehnt. Bleibt die Erkrankung über viele Jahre hinweg unbehandelt, kann es außerdem zu einem Schwund der Daumenballenmuskulatur kommen. In diesem Fall kann der Daumen den Fingern nicht mehr kraftvoll gegenüber gestellt werden.
Man kann hier 2 prinzipielle Gründe unterscheiden:
- 1. Einengungen des Karpalkanals:’
(z.B. infolge Knochenbrüchen, Akromegalie -> siehe auch unser Thema Akromegalie, etc.)
- 2. Krankhaft vermehrter Rauminhalt im Karpalkanal:
z.B. durch einen Tumor
Die Ursache für die Erkrankung am Karpaltunnelsyndrom ist in der Regel nicht eindeutig feststellbar. Die oben genannten und somit bekannten Ursachen machen nur einen kleinen Teil aller vorkommenden Fälle aus.
Sehr häufig sind Frauen im Bereich der sogenannten „Wechseljahre“ von dieser Krankheit betroffen.
Ca. 1% aller Frauen zwischen 40 und 60 Jahren klagen zumindest vorübergehend über Symptome, die auf das Karpaltunnelsyndrom hinweisen.
Besonders der vermehrten Computereinsatz, verursacht durch die Nutzung der Tastatur und der „Maus“, verursacht eine deutliche Zunahme im Bereich diagnostizierter Karpaltunnelsyndrome. Beachten Sie hierzu insbesondere die Literaturempfehlung „Diagnose Maus-Arm“.
Auch Männer können am Karpaltunnelsyndrom erkranken, bei Kindern ist die Krankheit relativ selten.
Symptome
Die Erkrankung beginnt häufig mit dem sogenannten Einschlafen und „Ameisenlaufen“ (= Kribbeln) auf der Kuppe des Mittelfingers. Durch eine einseitige Haltung des Handgelenkes beim Telefonieren, Rad fahren, ..., werden die Beschwerden ausgelöst. Kurze Zeit später hat der Patient das Gefühl einer angeschwollenen Hand. Schmerzen werden in der ganzen Hand, unter Umständen auch im Unterarm empfunden. Die genannten Schmerzen treten bevorzugt in der Ruhe, folglich besonders häufig nachts auf.
Verlauf
Im Verlauf der Krankheit bleibt es nicht nur bei den nächtlich auftretenden Schmerzen und Missempfindungen. Zunehmend häufiger treten die Symptome auch tagsüber auf. Patienten berichten diesbezüglich häufig von „Ungeschicklichkeit“ und plötzlich auftretender „Schwäche“ der Hand. Das Feingefühl der Haut an Daumen, Zeige-, Mittel- und Ringfinger reduziert sich immer stärker.
In später folgenden Stadien kann es zum Verlust der Daumenballenmuskulatur kommen.
Der vollständige Verlust des Hautgefühls in der Hand tritt heute glücklicherweise nur noch ganz selten auf.
Risikofaktoren
Um eine detaillierte Diagnose stellen zu können, ist es wichtig, dass der Patient dem Arzt all seine Beschwerden darlegt. Auch die Fragen nach den Begleiterkrankungen, wie beispielsweise Diabetes mellitus ("Zuckerkrankheit"), Fehlfunktionen der Schilddrüse oder durchgemachte Brüche im Bereich der Handgelenke sind wichtig.
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alternative Erkrankungen
Liegt eine Kompression des Nervus medianus im Handbereich vor, so kann man dies mittels der Messung der „Nervenströme“ (= ENG / EMG) beim Neurologen (= Nervenarzt, Facharzt für Neurologie) feststellen.
Hinweis: Es besteht durchaus die Möglichkeit, dass Druckschädigung eines Nerven im Hand- Schulter und Halsbereich gleichzeitig auftreten
Röntgenaufnahmen / MRT
Obwohl mittels einer Röntgenuntersuchung das Karpaltunnelsyndrom nicht diagnostiziert werden kann, ist diese Untersuchung dennoch sinnvoll. Häufig findet man andere Erkrankungen, die mit dem Karpaltunnelsyndorm einhergehen (z.B. eine Arthrose des Daumensattelgelenkes)
Eine Magnetresonanztomographie (MRT) ist in den meisten Fällen nicht sinnvoll.
Nur im Falle eines konkreten Tumorverdachtes ist eine solch aufwendige Untersuchung sinnvoll.
Therapie
Ein Karpaltunnelsyndrom muss nicht immer operiert werden. Häufig genügt in den sogenannten Frühstadien die Gabe von Vitamin B6 Gaben. Die Therapie kann unter Umständen zusätzlich durch eine speziell angepasste nächtliche Lagerungsschiene verstärkt werden.
Für den Fall, dass es mittelfristig zu keiner Besserung der Schmerzen kommt und um irreversiblen (= nicht zu behebenden) Schäden am Nerven vorzubeugen, sollte eine Operation in Erwägung gezogen werden.
Dabei sollte die Entscheidung ob eine Operation sinnvoll ist oder nicht, reiflich abgewogen werden. Ein erfahrener Nervenarzt (Neurologe = Facharzt für Neurologie) oder Handchirurgen kann Ihnen hierbei behilflich sein.
Im Rahmen der Karpaltunnelsyndrom – Operation wird generell für eine Erweiterung des Nervenkanals gesorgt. Dies erfolgt durch einen Schnitt zwischen dem Daumen- und Kleinfingerballen (offene Technik) oder durch die Spaltung des Daches mit Hilfe des Endoskops (endoskopische Technik = Schlüssellochchirurgie). In Fällen, in denen die Krankheit schon fortgeschritten ist, erscheint es häufig notwendig, zusätzlich die verdickte Nervenwand zu „dehnen“ und die veränderten Sehnenscheiden der Beugesehnen zu entfernen.
Operation
Generell ist an dieser Stelle anzumerken, dass die Möglichkeit einer ambulanten Operation generell besteht. Es gibt allerdings Fälle, bei denen der Eingriff besser stationär erfolgen sollte. Beispiele hierfür, die unter anderem durch die „Deutsche Gesellschaft für Handchirurgie“ empfohlen werden sind:
- Der Patient hat zu Hause keine ausreichende Betreuung.
- Spezielle Komplikationen sind zu erwarten.
- Es erfolgt eine vollständige Synovialektomie (Entfernung der Sehnenscheiden).
- Es liegt eine Rezidivoperation vor.
Generell gilt zu berücksichtigen, dass ein planbarer Eingriff an der Hand stets nur auf einer Seite vorgenommen werden sollte. Selbst in Fällen, in denen auch die andere Seite betroffen ist, sollte stets genügend Zeitabstand zum Ersteingriff eingehalten werden. Genügend Zeitabstand impliziert, dass die volle Belastbarkeit der zuerst operierten Hand vollständig wiederhergestellt sein sollte.
Die große Mehrheit der Patienten erfahren nach der Operation eine Besserung der Symptome, vor allem im Hinblick auf den oft so quälenden Nachtschmerz. In Fällen, in denen der Druck auf den Nerven sehr lange bestand, bzw. besonders stark ausgebildet war, erholt sich das häufig verminderte Hautgefühl oftmals nicht vollständig. Dies gilt besonders häufig für zuckerkranke Patienten. Diese Tatsache weist auf, dass die Operation nicht zu spät durchgeführt werden sollte.
Auch wenn die Operation in den meisten Fällen ohne Komplikationen verläuft und sich der gewünschte Erfolg einstellt, muss eines festgehalten werden: Es gibt keine Operation ohne Risiko.
Patienten, die vor der Operation bereits unter Muskelschwund und sehr lange bestehender "Taubheit" litten, können von einer vollständigen Wiederherstellung nicht mehr ausgehen. In Fällen, in denen noch ein Rest der Daumenballenmuskulatur erhalten ist und bei Patienten, die noch eine Schmerzwahrnehmung in den Fingern aufweisen, kann eine Operation durchaus sinnvoll sein, um die Restfunktionen des Nerven zu erhalten.
Bei sehr weit fortgeschrittenen Fällen kommt es häufig "nur" zu einem Stopp der fortschreitenden Nervenschädigung. Eine Normalisierung des Hautgefühls kann sich – wie oben bereits beschrieben – nicht mehr einstellen.
Risiken
Wie bereits oben erwähnt gibt es keine Operation ohne Risiko. Somit kann es in Ausnahmefällen zu Störungen der Wundheilung, bzw. zu einer verschlechterten Bewegung der ganzen Hand kommen. Da manche Patienten einen kleinen Hautnerven besitzen, der senkrecht zur Schnittrichtung verläuft, ist besonders hier eine Verletzung des Hautnerven nicht auszuschließen. In solchen Fällen entsteht dann in der Narbe eine nahezu punktförmige Druckstelle, die „elektrisiert“ wirkt.
In sehr seltenen Fällen kann die Feindurchblutung der Hand gestört werden, wodurch schwerwiegende Bewegungsstörungen, Handschwellungen und Schmerzen auftreten. Man spricht in diesem Fall von Morbus Sudeck (= Algodystrophy, Sudeck'schen Krankheit oder Reflexdystrophie), deren Ursache weitestgehend unbekannt ist.
Rein theoretisch ist auch die schwerwiegendere Verletzung des Nervus medianus möglich. Diese Komplikation ist allerdings bei einem erfahrenen Handchirurgen sehr selten.
Achtung: In der Regel sind die Narben nach etwa 1 - 2 Jahren kaum noch sichtbar.
Wichtig ist jedoch:
Narben an der Hand sind stets länger empfindlich als Narben an anderen Körperstellen. Dies liegt darin begründet, dass die Hand eine sehr hohe Dichte von Gefühlsnerven aufweist.
Es ist durchaus normal, wenn Sie nach 6 oder 8 Wochen die Narbe beim täglichen Einsatz der Hand unangenehm spüren. Zu diesem Zeitpunkt sind die Narben auch noch gerötet und unter Umständen etwas dicker.
Rezidiv
Leider besteht auch bei erfolgreicher Operation und bei richtiger Operationstechnik stets die Möglichkeit, dass die Krankheit, folglich die Nervenkompression erneut auftritt. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn postoperativ zu einer sogenannten „überschießenden Vernarbung“ kommt. Medizinisch gesehen spricht man von einem Rezidiv - Karpaltunnelsyndrom.
In selten Fällen wird aufgrund eines sogenannten „Rezidives“ eine Nachoperation notwendig. Dies besonders dann, wenn noch Reste des Karpaldaches intakt sind und die Nervenkompression weiterhin besteht.
Andere Ursachen für ein "Rezidiv" sind :
- starke Wucherungen der Sehnenscheiden z.B. bei Rheuma / rheumatoide Arthritis oder Dialysepatienten (künstliche Niere)
- das Wachsen eines Tumors im Karpalkanal.
Nachbehandlung
Man unterscheidet zwischen einer Nachbehandlung mit Gipsschiene und einer ohne Gipsschiene. In Fällen, in denen der Arzt sich für die Gipsschiene entscheidet, wird diese
direkt im Anschluss an die Operation angelegt. Sie muss in der Regel für etwa eine Woche getragen werden und wird speziell in der ersten Woche häufig gewechselt. Dieses ständige Wechseln liegt darin begründet, dass die Wundheilung als solches unter Beobachtung stehen muss. Nach einer Woche Gipsschienenverband wird für eine weitere Woche ein gepolsterter Verband angelegt. In beiden Fällen muss darauf geachtet werden, dass der Patient die Finger gut bewegen kann.
Die Fäden der Operation werden in der Regel am 14. postoperativen Tag entfernt.
Da die operierte Hand schrittweise an die alltägliche Belastung heran geführt werden soll, können nicht alle Tätigkeiten sofort wieder ausgeübt werden. Geschieht die Heranführung an die alltägliche Belastung zu schnell, treten Schmerzen auf und die Hand schwillt an. In der Regel gilt, dass die operierte Hand in den ersten 6 Wochen nach der Operation zwar bewegt, aber nicht belastet werden sollte. STOP
Faustregel: Eine Belastung beginnt, sobald Sie etwas heben, dass schwerer ist als eine Tasse Kaffee!
Es hat sich bewährt, die operierte Hand in den ersten Monaten mehrmals täglich mit einer fetthaltigen Creme einzureiben. In den ersten 6 bis 8 Wochen die Hand dreimal 5 Minuten täglich in lauwarmem Wasser zu baden.
In den meisten Fällen ist eine Behandlung durch den Physiotherapeuten nicht notwendig. In den meisten Fällen reichen die oben erwähnten Übungen im Wasserbad vollständig aus. Erst wenn der Patient der Auffassung ist, dass die Beweglichkeit seiner Hand nicht in angemessenem Zeitpunkt zurückkehrt, sollte er sich an den behandelnden Arzt wenden. Gemeinsam kann dann eine Bewegungstherapie angedacht werden.
Folgendes sollten Sie in jedem Fall beachten:
Jegliche Art der Bewegungstherapie – egal ob sie eigenständig oder durch den Krankengymnasten durchgeführt wurde, darf niemals zu Schmerzen führen. Sollten Sie Schmerzen dabei empfinden, so denken Sie immer daran: Schmerzen im Rahmen der Bewegungstherapie führen nicht schneller zurück zu einer normalen Beweglichkeit, sondern verlangsamen eher den Heilungsprozess. In Einzelfällen können durch die Schmerzen im Rahmen der Bewegungstherapie sogar bleibende Bewegungsdefizite bewirkt werden!
Karpaltunnelsyndrom und Schwangerschaft
Eine schwanger Frau lagert infolge der hormonellen Veränderungen besonders im letzten Drittel der Schwangerschaft vermehrt Flüssigkeit ein, wodurch auch ein vermehrter Flüssigkeitsgehalt im Karpalkanal festgestellt werden kann. Wenn dieser Karpalkanal aufgrund seiner individuellen Form als solches schon rechte eng gebaut ist, entsteht durch den vermehrten Flüssigkeitsanteil ein verstärkter Druck auf den Nervus medianus. Hierdurch entstehen Schmerzen in einer, bzw. in beiden Händen, die durchaus auch in den ganzen Arm ausstrahlen können. Diese Schmerzen treten – wie bereits erwähnt – besonders in der Nacht auf.
Grundsätzlich gilt, dass Dank moderne Narkoseverfahren (z.B. Plexusanästhesie = isolierte Anästhesie des Armes) kann mit einem vertretbaren Risiko für Mutter und Kind auch eine schwangere Frau am Karpaltunnelsyndrom operiert werden.
Dies gilt insbesondere dann, wenn der Eingriff im letzten Drittel der Schwangerschaft vorgenommen wird und Handchirurg und Frauenarzt eng kooperieren.
Jede werdende Mutter, die ein Karpaltunnelsyndrom aufweist, sollte sich gemeinsam mit dem behandelnden Handchirurgen unter Konsultation der Meinung des Frauenarztes (Facharzt für Gynäkologie) die entscheidende Frage stellen, ob eine solche Operation in der Schwangerschaft stattfinden sollte.
Jede werdende Mutter sollte dabei berücksichtigen, dass bei extrem quälenden Beschwerden eine solche Operation durchgeführt werden kann und – auch in der jeweiligen Situation – durchaus sinnvoll sein kann.
Anderseits sollte jedoch auch jede betroffene Frau wissen, dass nach der Entbindung (und eventuell der Stillzeit) durch die Reduktion des körpereigenen Wassergehaltes, viele Karpaltunnelsyndrome ganz ohne Therapie abklingen, insbesondere dann, wenn die Schmerzen erst im Rahmen der Schwangerschaft in Erscheinung getreten sind. Mehrere wissenschaftliche Ursachen haben dies eindeutig belegt.
Sobald eine Junge Mutter das Baby abgestillt hat, ist eine Operation zu jeder Zeit durchführbar. Bei der Planung der Operation muss allerdings berücksichtigt werden, dass postoperativ große Teile der Säuglingspflege nicht durch die Mutter selbst durchgeführt werden können. Man muss damit rechnen, dass in den ersten 2 – 3 Wochen insbesondere das Windelwechseln und das Baden des Kindes von jemand anderem durchgeführt werden muss. Dies erklärt sich schon allein durch die Tatsache, dass eine Babywindel voller Bakterien steckt und die Wunde, selbst wenn sie vernäht ist und zusätzlich durch einen Verband geschützt wird, von diesen Windeln infiziert werden kann. Wenn Bakterien in die Wunde gelangen, ist es sehr wahrscheinlich, dass ein Infekt ausgelöst wird, der sich auf die Heilung negativ auswirkt.
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