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Magnetresonanztomographie / MRT
Synonyme
MagnetResonanzTomographie, Kernspintomographie, Magnet- resonanztomografie, Kernspinuntersuchung
Englisch: NMR (nuclear magnetic resonance), MRI (magnetic resonance imaging)
Lesen Sie auch:
Definition
Die Kernspintomographie, auch Magnetresonanztomographie (MRT) genannt, ist eine diagnostische Technik zur Darstellung der inneren Organe, Gewebe und Gelenke mit Hilfe von Magnetfeldern und Radiowellen.

- Offenes MRT
Als zweiter Schritt der Magnetresonanztomographie wird diese stabile Ausrichtung verändert, indem man elektromagnetisch Hochfrequenzenergie in Form eines Radiosignals in einem bestimmten Winkel zur Ausrichtung der Wasserstoffprotonen einstrahlt. Durch das Radiosignal des MRT werden die Wasserstoffprotonen in Schwingung versetzt. Nachdem der Radioimpuls wieder abgeschaltet worden ist, kehren die Wasserstoffprotonen wieder in ihre Ausgangsstellung zurück und geben dabei die Energie, die sie durch den eingestrahlten Radioimpuls aufgenommen haben, wieder ab. Die abgegebene Energie ist im dritten Schritt durch Empfangsspulen (Prinzip von Antennen) messbar. Durch eine ausgefeilte Anordnung dieser Empfangsspulen kann man in einem dreidimensionalen Koordinatensystem genau messen, wo wann welche Energie abgegeben worden ist. Die gemessenen Informationen werden durch leistungsfähige Computer dann in Bildinformationen umgerechnet.
Oben ein Beispiel für ein offenes MRT - Gerät (Magnetresonanztomografie).
Verfahren

- MRT der Schulter
In der Kernspintomographie dient eine komplizierte Abfolge von Anregungen und Messungen (vgl. Kernspin-Technik) als Grundlage für die Erstellung von (Schnitt-)Bildern des Körperinneren. Mit Hilfe von Computerverfahren, wie sie bereits für Röntgenaufnahmen, Computertomographie und axiale Computertomographie entwickelt wurden, werden die gemessenen Signale in Bildinformationen umgewandelt.
Für das Verhalten der Wasserstoffatome ist wesentlich, ob sie in Flüssigkeiten oder in Feststoffen gebunden vorliegen, ob sie sich bewegen, wie z. B. im Blut, oder nicht. Aufgrund des unterschiedlichen Gehaltes und Vorliegens von Wasserstoffatomen kann gesundes von krankhaftem Körpergewebe sowie gesunde Gewebe voneinander wie bei keinem anderen Verfahren in der Medizin abgegrenzt werden. Durch die Veränderung der Messbedingungen lässt sich die Darstellung bestimmter Gewebearten wie beispielsweise Fettgewebe oder Knorpel verstärken oder unterdrücken.
Sollte die Abgrenzung von Geweben nicht ohne weiteres möglich sein, stehen gut verträgliche Kontrastmittel zur Verfügung, mit denen weitere Aussagen zu der untersuchten Körperregion möglich werden. Diese Kontrastmittel enthalten kein Jod sondern sind zumeist auf Basis von Gadoliniumverbindungen (Gd-DTPA, Gadolinium ist eine sog. seltene Erde) entwickelt worden.
Risiken

- MRT des Kniegelenkes
Da bei der Kernspintomographie/ Magnetresonanztomografie (MRT) nur Magnetfelder und Radiowellen zum Einsatz gelangen, ist eine gesundheitliche Gefährdung des Patienten nach heutigem Stand der Erkenntnis nicht gegeben. Mögliche Risiken sind durch metallische Fremdkörper wie z.B. Münzen oder Schlüssel gegeben, die in das Magnetfeld herein gezogen werden und durch ihre Beschleunigung zu Verletzungen des Patienten führen können.
Daher müssen alle metallischen Gegenstände vor Beginn der MRT - Untersuchung abgegeben werden. Metallische Fremdkörper innerhalb des Patienten wie z.B. feste Zahnprothesen, künstliche Gelenke oder Metallplatten , nach Frakturversorgung stellen in der Regel keine Gefährdung dar. Bei Herzschrittmachern kann es im Magnetfeld zu Fehlfunktionen kommen, so dass Patienten mit Herzschrittmachern grundsätzlich von der Untersuchung der Magnetresonanztomographie ausgeschlossen sind.
Gefäßstützen wie Stents oder Gefäßclips, künstliche Herzklappen , Insulinpumpen , Hörgeräte ect sollten stets angegeben werden.
Magnetkarten wie z.B. Scheck- oder Kreditkarten werden bei Betreten des Raumes, in dem die Kernspinanalge aufgestellt ist, gelöscht.
Ablauf der Untersuchung

- MRT der Lendenwirbelsäule
Während der Untersuchung der Magnetresonanztomographie liegen Sie auf einer beweglichen Liege, welche sich zu Beginn langsam in den Magneten hineinbewegt. Das Gerät weist an beiden Seiten 70-100 cm große Öffnungen auf. Je nach Untersuchungsregion befindet sich der Patient ganz, z.B. bei einer Untersuchung des Kopfes, oder nur teilweise, z.B. bei einer Untersuchung des Kniegelenks, im Gerät. Bei der Aufnahme der Bilder werden relativ laute, klopfende Geräusche erzeugt, die mitunter als störend empfunden werden. Um diese Geräusche zu dämpfen, erhält der Patient Ohrstöpsel oder einen geschlossenen Ohrschutz. Häufig können Sie während der Untersuchung auch Musik hören, fragen Sie einfach danach.
Es gibt Patienten, die unter sog. "Platzangst" (Klaustrophobie) leiden. Falls Sie in dieser Hinsicht Probleme haben, sollten sie dies schon vorher mit Ihrem Hausarzt oder dem Radiologen vor Ort besprechen. Generell können Sie davon ausgehen, dass der Kopf bei der Untersuchung von Körperregionen unterhalb des Nabels außerhalb des Gerätes liegt. In ganz schwierigen Fällen kann es erforderlich sein, eine Kurznarkose beim MRT durchzuführen.
Dann müssen Sie aber in Begleitung zur Untersuchung kommen, denn Sie dürfen hinterher den ganzen Tag nicht mehr Auto fahren.
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