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Gebärmutter

Synonyme

Uterus, Metra, Hystera
Eierstock, Schwangerschaft, Regelzyklus, Eierstöcke

Englisch: uterus, womb

Anatomie

Die Gebärmutter (Uterus) gehört zu den Fortpflanzungsorganen der Frau und liegt im kleinen Becken. Sie ist ein in etwa birnenförmiges Organ von 5 cm Breite und 7 bis 8 cm Länge. Ihr Gewicht variiert zwischen 30 und 120g in Abhängigkeit davon, ob bereits eine Schwangerschaft vorlag oder nicht.


Anatomie Gebärmutter

  1. Gebärmutterhöhle
  2. Zervix / Gebärmutterhals
  3. Scheide
  4. Tube/ Eileiter
  5. Ovar/ Eierstock
  6. Korpus / Körper
  7. Portio/ Muttermund

Die Gebärmutter (Uterus) gehört zu den Fortpflanzungsorganen der Frau und liegt im kleinen Becken. Sie ist ein in etwa birnenförmiges Organ von 5 cm Breite und 7 bis 8 cm Länge. Ihr Gewicht variiert zwischen 30 und 120g in Abhängigkeit davon, ob bereits eine Schwangerschaft vorlag oder nicht.

Aufgrund ihres Aufbaus (Anatomie) teilt der Mediziner sie in verschiedene Abschnitte ein. Der untere Teil der Gebärmutter, der sich der Scheide (Vagina) anschließt, wird als Gebärmutterhals (Cervix uteri) bezeichnet. Ihn selbst teilt man in einen in die Scheide reichenden Teil (Portio vaginalis cervicis) und einen oberhalb der Scheide liegenden Teil (Portio supravaginalis cervicis) ein.
Der in die Scheide reichende Abschnitt enthält die äußere Öffnung der Gebärmutter, den sogenannten äußeren Muttermund (Ostium anatomicum uterinum externum). Der sich oberhalb der Scheide befindliche Teil des Gebärmutterhalse beinhaltet den inneren Muttermund (Ostium anatomicum uterinum internum). Eine ca. 0,8 cm lange Engstelle (Isthmus uteri) schließt sich dem Gebärmutterhals an und trennt ihn von dem Gebärmutterkörper (Corpus uteri). Innerhalb des Gebärmutterkörpers befindet sich die Gebärmutterhöhle (Cavits uteri), in welche oben die Eileiter (Tubae uterinae) münden. Oberhalb dieser Einmündungsstelle liegt der Gebärmutterfundus (Fundus uteri).

Betrachtet man die Längsachse der Scheide, so ist der Gebärmutterkörper im Vergleich dazu ab dem Isthmus nach vorne gebeugt (Anteversio uteri) und nach vorne abgeknickt (Anteflexio uteri). Die Gebärmutter kommt so hinten und oben auf der Blase (Vesica urinaria) zum Liegen. Oben grenzt die Gebärmutter zudem noch an den Dünndarm (Ileum) und an den Dickdarm (Colon sigmoideum). Hinter der Gebärmutter liegt der Enddarm (Rectum).

Die Gebärmutter hat drei Wandschichten. Innen, der Gebärmutterhöhle zugewandt, liegt die Schleimschicht (Endometrium). Diese wird außen von einer 1 bis 3 cm dicken Muskelschicht (Myometrrium) umgeben. Die Muskelschicht wird wiederum von einem Bindegewebe (Parametrium) umschlossen.

An den beiden Seiten der Gebärmutter befindet sich eine Bindegewebsplatte (Lig. latum uteri, Mesometrium), die die Gebärmutter mit den Eileitern (Tubae uterinae) und den Eierstöcken (Ovarien) verbindet und in der Beckenwand ausläuft. In dieser Bindegewebsplatte befinden sich Blut- und Lymphgefäße sowie Nerven. Auch findet man hier spezielle Bänder, die eine Haltefunktion innehaben. Dabei handelt es sich zum einen um ein Band, das vom Gebärmutterkörper genau an der Eintrittsstelle der Eileiter (Tuba uterina) zum den Eierstöcken (Ovar) zieht (Lig. ovarii proprium = Lig. uteroovaricum) und zum anderen um ein Band, das vom Gebärmutterkörper ausgehend durch den Leistenkanal (Canalis inguinalis) in das Gewebe der großen Schamlippen (Labia majora) zieht (Lig. teres uteri). Hinten seitlich in der Bindegewebsplatte findet sich zudem noch ein weiters Band (Lig. suspensorium ovarii).

Funktion

Der Gebärmutterhals dient einerseits zur Passage der Spermien in die Gebärmutter (Uterus) und andererseits gewährleistet er den Verschluss der Gebärmutter (Uterus) während der Schwangerschaft. Auch schützt er vor aus der Scheide aufsteigenden Infektionen in die Gebärmutter. Für gewöhnlich ist der äußere Muttermund mit einem Schleimpfropf gefüllt. Die Menge und Konsistenz dieses Schleipfropfs ist dabei abhängig von den hormonellen Einflüssen zum jeweiligen Zeitpunkt des Menstruationszyklus.

Lokalisation der Gebärmutter im Körper

  1. Gebärmutter
  2. Scheide
  3. Gebärmutterhals
  4. Tube/ Eileiter
  5. Ovar/ Eierstock

Der Gebärmutterhals dient einerseits zur Passage der Spermien in die Gebärmutter und andererseits gewährleistet er den Verschluss der Gebärmutter während der Schwangerschaft. Auch schützt er vor aus der Scheide aufsteigenden Infektionen in die Gebärmutter. Für gewöhnlich ist der äußere Muttermund mit einem Schleimpfropf gefüllt. Die Menge und Konsistenz dieses Schleipfropfs ist dabei abhängig von den hormonellen Einflüssen zum jeweiligen Zeitpunkt des Menstruationszyklus.

Der Gebärmutterkörper beherbergt während der Schwangerschaft das Ungeborene. Im Falle einer Schwangerschaft wird der Keim in der Schleimhaut des Gebärmutterkörpers eingenistet. Die Schleimhaut der nicht-schwangeren Frau unterliegt ab der Pubertät einem für gewöhnlich 28-tägigen Menstruationszyklus und verändert sich innerhalb dieser Zeit unter den Einflüssen der Hormone stetig.

Die Muskelschicht des Gebärmutterkörpers ist sehr dick und hat spiralig angeordnete Muskelzüge. Dies ist sehr sinnvoll, da sich die Muskeln, wenn sie sich während einer Geburt zusammenziehen (kontrahieren) das Ungeborene mit rhythmischen Wellen in Richtung Scheide dirigieren und somit den Geburtsweg vorgeben.


Einflüsse des Menstruationszyklus auf die Gebärmutter

Die Schleimhaut der Gebärmutter unterliegt zyklisch bedingten Schwankungen, die durch die Hormone geregelt werden. Bei diesen Hormonen handelt es sich um Östrogen und Progesteron, die in den Eierstöcken gebildet werden.

Ein Menstruationszyklus dauert im Durchschnitt 28 Tage.
Bezogen auf die Gebärmutterschleimhaut teilt man den Zyklus in vier Phasen.
Die erste Phase, die Wachstums- bzw. Proliferationsphase beginnt mit dem dritten/vierten Tag der Regelblutung und dauert in etwa bis zum 14 Tag nach der Regelblutung an. In dieser Phase wird in den Eierstöcken ein hoher Anteil von an Östrogenen gebildet. Durch den Einfluss dieser Hormone nimmt die Schleimhaut in der Gebärmutter an Dicke und die Drüsen in der Schleimhaut an Größe zu. Es bilden sich ebenfalls neue Gefäße, die spiralig ausgerichtet sind und deshalb auch als Spiralarterien bezeichnet werden. Der Schleimpfropf im Gebärmutterhals ist zu dieser Zeit unter dem Einfluss des Östrogens dünnflüssig. Diese Dünnflüssigkeit ermöglicht es den Spermien gut durch den Gebärmutterhals in die Gebärmutter und dann in den Eileiter zu gelangen, wo dann eine Befruchtung der Eizelle stattfinden kann. Normalerweise kommt es dann am 14. Tag nach der Regelblutung zum Eisprung (Ovulation) und damit gleichzeitig auch zu einem starken Abfall von Östrogen.

Die zweite Phase des Zyklus wird als Sekretionsphase bezeichnet, da in dieser die Gebärmutterdrüsen voller Schleim sind und diesen absondern (sezernieren). Diese Phase dauert bis zum 25. Tag nach der letzten Periode. Die größte Menge an Schleim wird am 21. Tag sezerniert. Der Schleimpfropf im Gebärmutterhals ist nun eingedickt und zähflüssig. Das Hormon, das in dieser Phase dominiert ist das Progesteron. Es wird im Gelbkörper in den Eierstöcken gebildet. Ab dem 25. Tag sinkt auch die Konzentration des Progesterons rapide ab.

Durch diesen Hormonentzug kommt es zum Zusammenziehen (Kontraktion) der Gefäße in der Schleimhaut (dritte Phase). Dadurch wird die Schleimhaut nicht mehr mit den für sie lebenswichtigen Nährstoffen versorgt und sie stirbt ab.

Ungefähr am 28. Tag nach der letzten Blutung weiten sich die zuvor zusammengezogenen (kontrahierten) Gefäße wieder und es kommt zum Bluteinstrom. Dies führt dazu, dass die Gefäßwände zerreißen (rupturieren). Es kommt zu Blutungen. Nun löst sich die abgestorbene Schicht der Schleimhaut ab. Diese und das Blut aus den zerrissenen Schleimhautgefäßen nimmt die Frau als Regelblutung wahr. Man spricht in diesem Stadium von der Desquamationsphase (vierte Phase). Sie dauert 1-3 Tage. Danach steigt die Östrogenkonzentration im Blut wieder an und der Zyklus beginnt wieder von vorne.

Erkrankungen

Entzündungen (Infektionen) der Gebärmutter sind meistens aufsteigende Infektionen aus der Scheide (Vagina). Die Infektionen können durch Viren, Bakterien oder Pilze verursacht werden. Ein Grund für solch eine Infektion kann zum Beispiel der ungeschützte Geschlechtsverkehr sein.

Es können Entzündungen am Gebärmutterhals (Zervizitis) oder am Gebärmutterkörper vorliegen. Am Gebärmutterkörper kann dabei nur die Schleimschicht entzündet sein (Endometritis), nur die Muskelschicht (Myometritis) oder beide Schichten (Endomyometritis).

Der Gebärmutterhals kann der Sitz eines gutartigen (benignen) oder bösartigen (malignen) Geschwulstes (Tumors) sein.

Gutartige Tumoren des Gebärmutterhalses können Genitalwarzen (Kondylome), Polypen oder Zysten sein. Ebenfalls gutartig sind einige Geschwulste der glatten Muskelwand (Leiomyome oder Myome genannt) und Veränderungen der Zellen des Gebärmutterhalses in der sogenannten Transformationszone.
Bösartige Tumoren des Gebärmutterhalses sind der Gebärmutternhalskrebs (Zervixkarzinom) und Vorstufen (Präkanzerosen) vom Gebärmutterhalskrebs  (zervikale intraepitheliale Neoplasien = CIN).

Am Gebärmutterkörper unterscheidet man ebenfalls gutartige von bösartigen Tumoren. Polypen, ein verstärktes Wachstum der Schleimhaut (Endometriumhyperplasie) und Geschwulste der Muskelschicht (Myome) sind als gutartig anzusehen. Auch können sich Anteile der Gebärmutterschleimhaut an andere Stellen wie zum Beispiel die Gebärmuttermuskelschicht oder gar die Eierstöcke ansiedeln (Endometriose) und dann dort zyklusabhängige Veränderungen durch machen. Dies wäre auch ein Beispiel für eine gutartige Geschwulst.
Mehr finden Sie auch unter unserem Thema Endometriose.

Der Gebärmutterkrebs der Schleimhaut (Endometriumkarzinom = Korpuskarzinom) und der Muskelschicht (Uterussarkom, Leiomyosarkom) stellen bösartige Tumoren dar.

Im Alter leiden einige Frauen an einer Senkung (Descensus) und Hervortreten (Prolaps) der Gebärmutter.
Ursachen sind zum Beispiel eine Bindegewebsschwäche oder vorausgegangene Geburten. Die Gebärmutter verliert hierbei ihren Halt und rutscht nach unten in Richtung Scheidenausgang.

Weiterführende Informationen

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