Inhalt:
Das Auge
Synonyme im weiterem Sinne
Medizinisch: Organum visus
Sehorgan, Pupille, Netzhaut, Retina, Regenbogenhaut, Iris
Englisch: eye
Lesen Sie auch:
Definition Auge
Das Auge ist für die Vermittlung von Seheindrücken aus der Umwelt zum Gehirn zuständig.
Anatomie und Funktion Auge

- Anatomie Auge
Das Auge besteht aus dem Augapfel (lat. Bulbus oculi; dieser meint „das Auge“ im umgangssprachlichen Sinne) und den dazugehörigen Hilfseinrichtungen, z.B. Augenlider, Wimpern, Tränenorgane.
Der Augapfel hat eine annähernd kugelige Form und misst etwa 2,4 cm im Durchmesser. Im seinem vorderen Abschnitt sind die lichtbrechenden Strukturen des Auges zu finden: Linse und Hornhaut (s.u.), während der hintere Abschnitt von der für Reizverarbeitung und deren Umsetzung in elektrische Signale zuständigen Netzhaut (Retina) gebildet wird.
Hauptbestandteil des Augapfels ist der gallertig- weiche Glaskörper (lat. corpus vitreum). Er besteht zu 98% aus Wasser und einem feinen Netz aus Bindegewebe. Er dient dazu, die innere Form des Auges aufrecht zu erhalten und Linse und Netzhaut vor Lageveränderungen zu schützen.
Im Alter kommt es oft zu harmlosen, aber störenden Trübungen des Glaskörpers, die als dunkle Flecken empfunden werden („mouches Fliegen).
Abbildung Augapfel
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Augapfel

- Schädel mit Auge
Charakteristisch ist der dreischichtige Aufbau der den Augapfel bedeckenden Wand: Unterschieden werden eine äußere, eine mittlere und eine innere Augenhaut.
Die äußere Augenhaut stellt „das Weiße“ im Auge dar und wird auch als Sklera bezeichnet. Im Bereich der Augenvorderfläche geht sie in die durchsichtige Hornhaut (lat. Cornea) über.
Trübungen der Hornhaut sind krankhaft (pathologisch) (Grauer Star; Katarakt nach griech. herabstürzend) und führen zu einer Abnahme der Sehschärfe, die bis zur Erblindung reichen kann (s. Krankheiten unten).
Aufgrund ihrer starken Krümmung ist sie von herausragender Bedeutung für den Sehprozess: Mit einer Brechkraft, die jene der Linse um ein Vielfaches übersteigt, ist die Hornhaut entscheidend an der scharfen Abbildung der Umgebung auf die Netzhaut durch Bündelung auftreffender Lichtstrahlen (Fokussierung) beteiligt. Im Gegensatz zur Linse ist ihre Brechkraft aber nicht variabel. Die Hornhaut selbst ist frei von Blutgefäßen und wird daher durch Diffusion von vorne aus dem bedeckenden Tränenfilm sowie von hinten aus der sog. vorderen Augenkammer ernährt.
Letztere stellt einen („Kammer“-) flüssigkeitsgefüllten Hohlraum dar, der von der Hornhaut als Vorderwand sowie der Iris (Regenbogenhaut) als Hinterwand gebildet wird.
Der Übergang zwischen beiden bildet einen spitzen Winkel, den kleine Venen enthaltenden Kammerwinkel. Diese Blutgefäße bilden letztlich den Abfluss für das kontinuierlich erneuerte Kammerwasser. Selbiges stammt aus der hinten anliegenden, über die Regenbogenhaut mit der vorderen Kammer in Verbindung stehenden hinteren Augenkammer. Kann das Kammerwasser durch ein Abflusshindernis oder gesteigerte Bildung nicht richtig abließen, steigt der Augenbinnendruck und es drohen Schädigung von Sehnerv und Netzhaut. Diese Erkrankung wird als Glaukom bezeichnet und kann verschiedene Ursachen haben. (s. Krankheiten)
Die Durchsichtigkeit der Hornhaut stellt eine Meisterleistung der Natur dar: Sie wird durch die exakte Anordnung von 50 Schichten bindegewebiger Fasern mit genau definierter regelhafter Ausrichtung zueinander sowie einem konstanten Wassergehalt gewährleistet.
Verletzungen der oberflächlichen Hornhaut heilen schnell und ohne Narbe ab, da jederzeit schneller Nachschub durch am Übergang zur weißen Augenhaut befindliche Stammzellen gewährleistet ist. Diese ermöglichen die vollständige Erneuerung der Oberflächenzellen einmal pro Woche. Dies ist besonders wichtig, da die Hornhaut aufgrund ihrer Lage Umwelteinflüssen wie Strahlung, direkten Verletzungen, Bakterien, Viren und Pilzen ungeschützt ausgesetzt ist.
Abbildung Auge
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Anatomie Auge
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