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Die Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde (HNO) stellt seit dem Mitte des 19. Jahrhunderts ein eigenständiges Teilgebiet der Medizin dar.

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Nasenbluten

Im Laufe des Lebens hat beinahe jeder Mensch einmal Nasenbluten. Hier gelangen Sie zu weiteren hilfreichen Informationen über Nasenbluten

Nasen

Die Nasennebenhöhlen- entzündung wird mit Nasensprays behandelt. Siehe Nasenneben- höhlenentzündung

 

Schnupfen

In der kalten Jahreszeit leiden viele Menschen an Schnupfen. Mehr zum Thema Ursache und Therapieformen von Schnupfen

Heuschnupfen

Durch die veränderte Lebensweise nimmt die Zahl an Heuschnupfen - Patienten stetig zu

 

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Mittelohr- entzündung

80- 90% aller Kinder leiden einmal oder mehrmals an einer Mittelohrentzündung

Schwerhörigkeit

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Morbus Meniere

Der Morbus Meniere ist eine Erkrankung des Innenohrs. Siehr Morbus Meniere

Definition

Die Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde (HNO) stellt seit dem Mitte des 19. Jahrhunderts ein eigenständiges Teilgebiet der Medizin dar. Sie beschäftigt sich mit Erkrankungen, Verletzungen, Fehlbildungen und Funktionsstörungen der oberen Luftwege (siehe auch Lunge) mit der Nasenhaupthöhle (siehe auch Nase) und den Nasennebenhöhlen, der Mundhöhle, des Rachen (Pharynx), des Kehlkopf (Larynx), der unteren Luftwege und der in Nachbarschaft liegenden Speiseröhre (Ösophagus) sowie allen Bereichen des Ohres (siehe auch Ohr).

Vorbeugung, Erkennung, Behandlung, Nachsorge und Rehabilitation von Erkrankungen, Verletzungen, Fehlbildungen, Formveränderungen und krebsbedingter Neubildungen dieser anatomischen Strukturen sind wichtige Teilaspekte, die der HNO-Arzt in seiner Tätigkeit berücksichtigen muss. Mitte des letzten Jahrhunderts hat sich ein weiterer Zweig der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde gebildet, der sich speziell mit kindlichen Stimm-, Sprech-, Sprach- und Hörstörungen befasst (Phoniatrie, Pädaudiologie).

Größere Gemeinsamkeiten gibt es mit den Fachgebieten:

Überlappung mit anderen Fachgebieten

Bei der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde handelt es sich um ein interdisziplinäres Fach. Das bedeutet, dass die HNO-Ärzte bei der Behandlung eines Patienten meist mit anderen Fachgebieten eng zusammenarbeiten müssen.
Zur Therapie z.B. von Polypen (Polyposis nasi) bei einem Kind ist es nicht nur von Bedeutung, die erkrankten Polypen operativ durch einen HNO-Arzt zu entfernen.
Ein Allergologe (Spezialist auf dem Gebiet der Allergie bedingten Krankheiten) kann Ursachen der Polypen und vorbeugende Maßnahmen herauszufinden, um neue entzündliche Prozesse im Rachen zu verhindern. Auch bei kindlichen Fehlbildungen des Gesichtes, beispielsweise einer seit der Geburt bestehenden Lippen-Kiefer-Gaumen-Spalte, wird nicht nur die Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde mit einer Wiederherstellung (Rekonstruktion) dieser Formveränderung, sondern auch ein Team aus einem Kinderchirurgen und einem Mund-Kiefer-Gesichtschirurgen beauftragt werden.
Bei Erkrankungen von Luftröhre (Trachea) und Kehlkopf (Larynx) durch Tumoren (Lungenkrebs, Bronchialkarzinom, Hypopharynxkarzinom) muss die Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde eng mit Lungenspezialisten (Pneumologen), Internisten (Innere Medizin), Radiologen und Strahlenmedizinern zusammenarbeiten.
Nicht nur bei der operativen Planung, sondern insbesondere bei der konservativen Nachbehandlung sind deren Stellungnahmen für einen erfolgreichen Verlauf einer Behandlung notwendig.

Zahlreiche Erkrankungen an Schleimhäuten der Mundhöhle, der Zunge, der Nasenhöhle und des Rachens haben gleiche Verläufe wie an anderen Hautstellen. Hautärzte (Dermatologie) sind bei diesen Erkrankungen wichtige Kollegen und beraten die Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde zu deren Therapie.

Bei der Behandlung von Stimm-, Sprech-, und Sprachstörungen (Phoniatrie) sowie kindlichen Hörstörungen (Pädaudiologie) werden Nervenärzte (Facharzt für Neurologie) zu Rate gezogen, um beispielsweise Störungen der Hörbahn und der Hörzentren aufzudecken.
Auch Symptome des ADS und ADHS die auf Hörstörungen beruhen können durch den HNO - Arzt erkannt werden.

Welche Untersuchungsmethoden kennt die Hals - Nasen- Ohren - Heilkunde?

Der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde stehen zahlreiche Untersuchungsgeräte zur Verfügung, die eine jahrzehntelange Entwicklung erfuhren und heute einen sicheren, schmerzlosen und zuverlässigen Gebrauch möglich machen.

Der Ohrenspiegel (Otoskop) gibt einen Einblick in den äußeren Gehörgang und ermöglicht von dort eine Beurteilung des Trommelfells.

Flexible Endoskope (biegsame Schlauchkameras) werden heutzutage nach vorheriger lokaler Betäubung der Schleimhäute in Richtung Kehlkopf (Laryngoskopie), Luftröhre (Bronchoskopie) oder Speiseröhre (Ösophaguskopie) vorgeschoben und machen dort eine - auch für den Patienten sichtbare - Beurteilung der anatomischen Strukturen möglich.
Außerdem können damit verschluckte oder eingeatmete Fremdkörper direkt entfernt werden.

Bildgebende Verfahren wie der Ultraschall (Sonographie), das Röntgen, die Computertomographie (CT) oder die Magnetresonanztomographie (MRT) können heutzutage krankhafte Veränderungen im Hals-Nasen-Ohren-Bereich deutlich erkennen lassen. Gewebeprobeentnahmen (Biopsien) zur Beurteilung von Gewebeveränderungen und zur Abgrenzung von Tumoren werden heute unter Sicht (ultraschall-kontrolliert) und nach örtlicher Betäubung durchgeführt.

Geräte zur Überprüfung der Hörfähigkeit (Audiometrie) können dem Patienten nach wenigen Minuten Auskunft geben, ob sein Hörvermögen eingeschränkt oder normal ist.

Welche Behandlungsmethoden kennt die Hals – Nasen – Ohren - Heilkunde?

Die Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde behandelt Erkrankungen nach streng wissenschaftlichen Standards und erfährt ständig eine Aktualisierung. Jedoch kommen auch Naturheilverfahren (z.B. Inhalation von Kamille - Dampf bei Nasennebenhöhlenentzündung) als Unterstützung einer Therapie zur Anwendung.

Die Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde wendet Operationen zum Funktionserhalt, Funktionsverbesserung oder zur Wiederherstellung nach unfallbedingten Verletzungen an. Dabei gewinnen mikrochirurgische (minimal-invasive) Eingriffe immer mehr an Bedeutung. Eingriffe am Mittelohr (z.B. Rekonstruktion der Gehörknöchelchen; Trommelfelloperationen, z.B. Tympanoplastik) oder am Innenohr (z.B. Cochlea-Implantation bei Innenohrschwerhörigkeit) werden heute mit kleinsten Eingriffen, meist über Endoskope (Kamera kontrolliert), durchgeführt. Auch die Nasen-, Nasennebenhöhlen- und Kehlkopfchirurgie wird heute selten über große Zugänge, sondern über körpereigene Öffnungen durch Nase oder Rachen ermöglicht.

Außerdem gehören plastisch chirurgische Eingriffe (Schönheitschirurgie) im Gesichtsbereich zum Arbeitsbereich der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde. Deformitäten der Nase, abstehende Ohren und andere Ohrmuscheldeformitäten können an verschiedenen Zentren für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde mit routinierten Operationsverfahren behandelt werden.

Ein weiterer großer Bereich der operativen Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde stellt die Tumorchirurgie dar. Fast alle Tumoren des Halses können heute, wenn sich dadurch ein Erfolg ergibt, operativ entfernt werden.

Wichtige Erkrankungen der HNO - Heilkunde

Hier eine Übersicht der wichtigsten Themen HNO (Hals - Nasen - Ohren - Heilkunde), die Sie bereits finden können, alle bei uns veröffentlichten Themen der HNO finden Sie unter:
HNO A-Z

  • Cholesteatom
    Als Cholesteatom, auch Perlgeschwulst genannt, bezeichnet man eine chronisch-eitrige Entzündung des Mittelohrs mit Knochenzerstörung.
    Weitere Informationen erhalten Sie unter unserem Thema: Cholesteatom

  • Diphterie
    Bei der Diphterie (Krupp) handelt sich um eine Infektion des Rachens durch das Bakterium Corynebacterium diphteriae.
    Die Diphterie kommt vorzugsweise in gemäßigten Klimazonen mit hoher Bevölkerungsdichte vor. Heute ist sie in unseren Breitengraden aufgrund des rechtzeitigen Impfschutzes eher selten geworden. Da es sich trotzdem um eine gefährliche Infektionskrankheit handelt, sollten Kinder ab dem 3. Lebensmonat gegen Diphterie immunisiert werden.
    Weitere Informationen erhalten Sie unter unserem Thema: Diphterie

  • Heiserkeit
    Eine Heiserkeit kann verschiedene Ursachen haben, auf die wir im nachfolgenden Thema detailliert eingehen möchten.
    Als Ursachen der Heiserkeit kommen Entzündung, Schwellung, Lähmung und Reizung der Stimmlippen in Frage.
    Weitere Informationen erhalten Sie unter unserem Thema: Heiserkeit

  • Mittelohrentzündung
    Bei der Mittelohrentzündung (Otitis media) handelt es sich um eine durch Bakterien oder Viren verursachte Erkrankung der innerhalb des Ohres zum Mittelohr zählenden Räume.
    Weitere Informationen zu diesem Thema erhalten Sie unter: Mittelohrentzündung

  • Morbus Menière
    Der Morbus Menière ist eine Innenohrerkrankung und wurde 1861 vom französischen Arzt Prosper Menière erstmals und eindrucksvoll beschrieben.
    Beim Morbus Menière findet sich eine vermehrte Flüssigkeitsansammlung (Hydrops) im häutigen Labyrinth des Innenohres (siehe auch Anatomie Ohr). Hieraus resultiert eine krankhafte Innenohrdruckerhöhung. Diese Druckerhöhung führt zu den typischen Krankheitszeichen (Symptomen / Beschwerden): anfallsartiger, nicht provozierbarer Drehschwindel, einseitige Ohrgeräusche (Tinnitus) und einseitiger Hörverlust bzw. Schwerhörigkeit. Zusätzlich können Übelkeit und Erbrechen auftreten.
    Weitere Informationen zu diesem Thema erhalten Sie unter: Morbus Menière
     
  • Die Nase
    Die Nase gehört zu den individuellen Merkmalen eines jeden Menschen. Je nach Kultur, Alter und Geschlecht kann die Nase lang oder stupsnasig, schmal oder breit, zierlich oder hakenförmig sein. Alle Nasen besitzen jedoch Nasenlöcher, Nasenflügel und eine Nasenscheidewand, die die Nasenhöhle in zwei Hälften aufteilt. Von außen unterscheidet man die Nasenwurzel (Nasenpyramide, Radix nasi), den Nasenrücken (Dorsum nasi), die Nasenspitze (Apex nasi) und die Nasenflügel (Alae nasi).
    Weitere Informationen erhalten Sie unter unserem Thema: Nase

  • Nasennebenhöhlenentzündung
    Unter einer Nasennebenhöhlenentzündung versteht man gewöhnlich die bakterielle Entzündung der Nasennebenhöhlen. Durch die meist eitrige Entzündung schwellen die Schleimhäute an, wodurch sich die Ausgänge verlegen und der eitrige Schleim nicht mehr abfließen kann.
    Weitere Informationen erhalten Sie unter unserem Thema: Nasennebenhöhlenentzündung
     
  • Das Ohr
    Das System Ohr / Hören besteht aus zwei Anteilen (peripher und zentral). Zum peripheren Anteil gehören die Ohrmuschel mit dem äußeren Gehörgang, das Mittelohr und das Innenohr (Labyrinth) sowie der 8. Hirnnerv (Nervus vestibulocochlearis), der sämtliche Informationen aus dem Ohr an das Gehirn weiterleitet.
    Weitere Informationen finden Sie auch unter unserem Thema: Ohr

  • Popypen
    Bei den volkstümlich benannten Polypen handelt es sich um geschwollene, beidseitige Vergrößerungen (Hyperplasie) der Nasenschleimhaut oder der Schleimhaut der Nasennebenhöhlen.
    Sie heißen deshalb Polypen, weil die Vergrößerung der Schleimhaut wie ein Pilz an einem Baumstamm aussieht.
    Weitere Informationen finden Sie auch unter unserem Thema: Polypen

  • Schnarchen
    Eine geruhsame Nacht kann durch das laute Atemgeräusch wie Schnarchen für alle Beteiligten zur Qual werden. Die sägenden Geräusche entstehen in den oberen Luftwegen.
    Schwingende Bewegungen des Gaumens, des Zäpfchens oder des Zungengrundes oder des tiefer gelegenen Rachens erzeugen solche Laute beim Schnarchen.

  • Schnupfen
    Der gewöhnliche Schnupfen (Rhinitis), den wir alle mindestens einmal in einer der kalten Jahreszeiten mitmachen, ist ein harmloser Infekt durch einen Virus. Meist handelt es sich um Viren aus der Gruppe der Schnupfenviren (Rhinoviren) oder Adenoviren.

  • Schwerhörigkeit
    Unter Schwerhörigkeit (Hypakusis) versteht man eine Verminderung des Hörvermögens, die von leichter Schwerhörigkeit bis zur vollständigen Gehörlosigkeit reichen kann.
    Die Schwerhörigkeit ist eine weit verbreitete Erkrankung, die sowohl bei jungen und weitaus häufiger beim alten Menschen vorkommt. In Deutschland sind ungefähr sechs Prozent der Bevölkerung von Schwerhörigkeit betroffen. Auffälligerweise nimmt das Alter, bei dem Schwerhörigkeit auftritt, immer mehr ab. Naturgemäß schreitet aber die Schwerhörigkeit erst mit zunehmenden Alter voran.
    Weitere Informationen zu diesem Thema erhalten Sie unter: Schwerhörigkeit

  • Als Schwindel bezeichnet man eine widersprüchliche Information verschiedener Sinnesorgane an das Gehirn. Daran beteiligt sind Informationen aus den Augen, dem Gleichgewichtsorgan des Ohres (Ohr) und den Stellungsfühlern (Sensoren, Propriozeptoren) der Muskulatur, der Sehnen und der Gelenke.
    Wer unter Schwindel leidet beschreibt, dass er das Gefühl des Schwankens oder Drehens habe. Nicht er selbst bewege sich sondern die Gegenstände und die Umwelt selbst bewegen sich um ihn herum.
    Weitere Informationen erhalten Sie unter unserem Thema: Schwindel

  • Stottern (Balbuties) bezeichnet eine Störung im Redefluss. Der Sprechablauf wird beim Stottern häufig durch Wiederholungen von Lauten und Wortsilben unterbrochen. Dabei dominiert eine Koordinationsstörung der Sprechmuskulatur.
    Weitere Informationen erhalten Sie unter unserem Thema: Stottern