Fieber senken

Synonyme im weiteren Sinne

Erkältung, Grippe, Husten, Schnupfen
med.: Hyperthermie
englisch: fever

Lesen Sie auch:

Therapie des Fieber

Erhöhte Temperaturen (Fieber) müssen nicht zwangsläufig behandelt werden. Wichtig ist, sich klar zu machen, dass während eines grippalen Infektes beispielsweise eine erhöhte Temperatur von 38 Grad Celsius mithelfen soll, die Erreger, die das Fieber auslösen, abzutöten. Steigt das Fieber aber weiter an, bzw. sind die Begleitsymptome des Fiebers stark, sollte auf jeden Fall eine Senkung des Fiebers erreicht werden. Zunächst kann man dies mit den bekannten Wadenwickeln versuchen, die mit kaltem Wasser gedrängt für einige Zeit auf das freien Bein oder auf die Stirn gelegt werden sollten.
Des Weiteren können fiebersenkende Medikamente, wie z.B. ASS, Ibuprofen oder Paracetamol verabreicht werden. In der Apotheke erhältlich sind auch viele Kombinationspräparate, die zum einen das Fieber senken und zum anderen die Schmerzen vermindern sollen. Fiebersenkende Mittel sollten nicht über längere Zeit genommen werden, da diese Medikamente auch gleichzeitig die Magenschleimproduktion hemmen und so die Entstehung von Magengeschwüren fördern.
Auch sollte auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr geachtet werden, denn aufgrund der hohen Temperatur und des Schwitzens gehen dem Patienten viel Flüssigkeit und Mineralien verloren. Geht man davon aus, dass beim gesunden Menschen 1-3 Liter Flüssigkeit in 24 Stunden verabreicht werden sollte, sollte man pro erhöhtes Grad Celsius der Körpertemperatur die Flüssigkeitszufuhr um 0,5-1 Liter erhöhen.

Handelt es sich nicht um den saisonal bedingten  harmlosen Infekt, sondern um einen anderen fieberverursachenden Grund , wie die Immundrosselung (Chemotherapie) oder Operationen, sollte neben der Entfernung der fieberverursachenden Quelle (Katheter entfernen etc.) und der Fiebersenkung auch eine antibiotische Therapie (Antibiotika) des Infektes erfolgen. Dies sollte auch dann geschehen, wenn bei Verdacht auf einen grippalen Infekt die Symptome nach 1-2 Wochen nicht rückläufig sind.
Wichtig ist auch keine therapeutischen Maßnahmen einzuleiten, die die Diagnostik verschleiern, d.h. es sollte keine antibiotische Therapie eingeleitet werden bevor eine Blutkulturuntersuchung zur Erregeridentifizierung durchgeführt wurde. Bei unklarem Erregerspektrum sollten Breitbandantibiotika gegeben werden. Beim Fieber unklarer Genese sollten folgende Antibiotika verabreicht werden: Piperacillin/Tazobactam+Aminoglykosid oder Cephalosporin der 3. Generation+ Aminoglykosid.
Falls 72 Stunden nach Antibiotikagabe keine Besserung eintreten würde, sollte die Antibiose auf eine antibakterielle und antimykotische Therapie (Antipilzmedikamente) umgestellt werden. Dafür würden Carbapeneme (Imipenem, Meropenem)+Glykopeptid (Teicoplanin,Vancomycin)+Amphotericin B in Frage kommen. Allgemein kann man sagen, dass je schnelle aber eine Therapie begonnen wird, desto höher sind auch die Erfolgsaussichten.

Bei Patienten ohne begleitenden Symptomatiken und ohne Erniedrigung der neutrophilen Granulozyten sollte zunächst 2-3 Tage ohne Therapie abgewartet werden, um das Fieber zu objektivieren und die grundlegende Ursache herauszufinden.

Alternativmedizinische Maßnahmen bei Fieber

Während die Schulmedizin sich neben Wadenwickeln auf sogenannte NSAID  zur Fiebersenkung beruft, empfiehlt die Alternativmedizin eine Vielzahl von Maßnahmen, wie ein Patient mit einem fiebrigen Infekt noch zu behandeln ist.

Die Alternativmedizin sagt, dass fiebrigen Patienten  auf keinen Fall Nahrung aufgezwängt werden sollte. Ein fiebriger Patient wird kaum Hunger, wenn überhaupt Durst verspüren. Eine mehrtägige Fastenkur mit ausschließlich flüssiger Kost soll die Genesung unterstützen. Des Weiteren schwört die Alternativmedizin auf ausreichend Vitamin C Zufuhr während der Erkrankungsphase. Dass Vitamin C für das Immunsystem sehr wichtig ist, ist bekannt, die Schulmedizin geht jedoch davon aus, dass wenn eine Infektion eingetreten ist, auch eine hohe bis überhohe Vitamin C Zufuhr keine beschleunigte Genesung mit sich bringt.
Die Alternativmedizin empfiehlt im Krankheitsfall eine Vitamin C Dosis von 3-4 Gramm. Das entspricht etwa 3-4 Kapseln einer durchschnittlichen Vitamin C Kapsel. Das Trinken von Tees, insbesondere von Holunderblüten, Lindenblüten, Wiesenweissbartblüten und Thymiankraut soll ebenfalls zu einer schnelleren Genesung beitragen. Die allgemeine Ernährung sollte in einem Erkrankungsfall säurearm und kohlenhydratarm gestaltet werden. Wichtig ist es einen idealen pH im Körper einzustellen.
Manche Heilpraktiker empfehlen die selbstständige Überprüfung des körpereigenen pH-Wertes durch einen Teststreifen, den der Patient in seinen Morgenurin halten soll. Des Weiteren gibt es speziell für Fieber einige Empfehlungen mit Schüsslersalzen. So sollten Patienten mit Fieber bis 39 Grad Celsius Ferrum phosphoricum Nr. 3 alle 10 Minuten eine Tablette nehmen. Über 39 Grad Celsius sollte das Präparate Kalium phosphoricum Nr. 5 ebenfalls alles 10 Minuten eingenommen werden.
Neben Wadenwickeln empfehlen Heilpraktiker des Weiteren die Anwendung von Essigsocken. Dazu sollten Leinensocken in kaltes Wasser getaucht werden, in das zuvor 2-3 Esslöffel Essig eingerührt wurden. Nach dem Anziehen der getränkten Socken sollten darüber trockene Wollsocken gezogen werden. Diese Prozedur ist mindestens zweimal am Tag zu wiederholen. Bei Fieberentgleisungen, die über 41-42 Grad Celsius reichen, sollte sofort ein Arzt zurate gezogen werden. Des Weiteren kann man sich überlegen als Sofortmaßnahme den Patienten unter die kalte Dusche zu stellen, bzw in ein kaltes Bad zu legen, sollten auch schulmedizinische Medikamente, wie ASS,oder Paracetamol nicht richtig wirken.

Fieber senken durch Homöopathie

Durch homöopathische Maßnahmen kann ebenfalls Fieber gesenkt werden.
Lesen Sie hierzu auch unser Thema: Homöopathie bei Fieber


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Autor: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 15.05.2012