Augenheilkunde Online

 

Die Augenheilkunde, in medizinischen Fachkreisen Ophtalmologie genannt, ist eine der ältesten Disziplinen der Medizin. Wie der Name zu erahnen lässt, beschäftigt sich die Augenheilkunde mit allen Erkrankungen und Funktionsstörungen rund ums Auge

Alle Themen im Überblick Augenheilkunde

Sehen

Sehen

Erfahren Sie wie das Sehen durch das Zusammenspiel von Auge und Gehirn funktioniert. Mehr zum Thema Sehen


grauer Star

Häufigste Ursache für das Auftreten des Katarkts ist ein hohes Alter. Mehr Informationen zum Thema grauer Star

Schielen

Schielen kann vielfältige Ursachen haben. Erfahren Sie mehr zum Thema Ursache und Therapie von Schielen


grüner Star

Beim Glaukom handelt es sich um erhöhtem Augeninnendruck. Erfahren sie mehr zum Thema grüner Star


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trockene Augen

Welche Maßnahmen sind am sinnvollsten, um trockenen Augen ent- gegenzuwirken? Mehr zum Thema trockene Augen


Weitsichtigkeit

Bei der Weitsichtigkeit werden Gegenstände in der Nähe nur Unscharf wahrgenommen. Mehr zum Thema Weitsichtigkeit

Lasik

Die Lasik ist die moderne Methode Sehfehler zu korrigieren. 
Zur Lasik

Kurzsichtigkeit

Die Kurzsichtigkeit ist eine der häufigsten Ursachen für das Tragen einer Brille. Mehr zu diesem Thema:
Kurzsichtigkeit


Nachtblindheit

Bei der Nachtblindheit handelt es sich um eine Anpassungsstörung des Auges bei Dunkelheit. Erfahren Sie mehr zum Thema Nachtblindheit

Augentropfen

Hilfe bei trockenen Augen. Augentropfen können Abhilfe schaffen. Zum Thema Augentropfen

 

weitere Interessante Themen der Augenheilkunde:


Synonyme im weiteren Sinne

Medizinisch: Ophtalmologie
Augenarzt, Augenkrankheiten, Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit

Definition

Die Augenheilkunde, im medizinischen Fachkreisen Ophtalmologie genannt, ist eine der ältesten Disziplinen der Medizin. Wie der Name zu erahnen lässt, beschäftigt sich die Augenheilkunde mit allen Erkrankungen und Funktionsstörungen rund ums Auge.

Zum Auge gehört die äußere knöcherne Begrenzung, auch Augenhöhle (Orbita) genannt, das eigentliche Auge, welches in der Augenhöhle eingebettet ist und die so genannten Anhangsorgane (z.B. Tränendrüse), die sich zwar innerhalb der schützenden Orbita befinden, aber außerhalb des eigentlichen Auges.

Bei den Störungen des Auges handelt es sich entweder um angeborene Fehlbildungen / -funktionen oder erworbene Beeinträchtigungen, hervorgerufen zum Beispiel durch Verletzungen, Infektionen, Fehlentwicklungen oder anderen Erkrankungen, die den ganzen Körper betreffen und sich unter anderem schädlich auf das Auge auswirken (z.B. Diabetes mellitus).
Aber auch ein Tumorleiden kann die Funktion der Augen herabsetzen. Nicht zuletzt können altersbedingte Veränderungen Schäden am Auge verursachen.

Die Augeheilkunde beschäftigt sich mit den Erkrankungen des Auges und umgebenden Strukturen wie


Anatomie Auge

  1. Tränendrüse
  2. Augenmuskel
  3. Augapfel
  4. Regenbogenhaut (Iris)
  5. Pupille
  6. Augenhöhle

Überlappung der Augenheilkunde mit anderen Fachgebieten

Die Augenheilkunde hat enge Verbindung mit der Nervenheilkunde (Neurologie), da das Auge entwicklungsgeschichtlich als ein Teil des Gehirns gesehen werden muss.
Mit der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde (HNO) besteht eine enge Verbindung auf Grund der unmittelbaren Nachbarschaft und den damit übergreifenden Krankheiten und Behandlungen. Ferner auch mit der Hautheilkunde (Dermatologie) wegen der Hauterkrankungen von Lidern, die im weiteren Verlauf ohne rechtzeitige Behandlung auf das Auge übergreifen können. Natürlich gibt es auch mit der Inneren Medizin Überlappungen, denn viele Krankheiten, vor allem Stoffwechselkrankheiten, wie die Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus), oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen können schon sehr früh Veränderungen am Auge hervorrufen.
Nicht selten ist der Augenarzt der Erste, der einen Diabetes mellitus feststellt.
Auch in der Kinderheilkunde (Pädiatrie) spielt die Augenheilkunde eine wichtige Rolle, denn angeborene Störungen führen unbehandelt meist zu Schwachsichtigkeit oder Erblindung. Rechtzeitig behandelt, kann oft ein nahezu unbeeinträchtigtes Sehvermögen erreicht werden.
Besonders große Gemeinsamkeiten finden sich mit den Fachgebieten:

  • Innere Medizin
  • Neurologie (Nervenheilkunde)
  • Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde (HNO)

Welche Untersuchungsmethoden gibt es in der Augenheilkunde?

Neben der allgemein üblichen Vorgehensweise mit Erhebung der Krankengeschichte (Anamnese) und dem einfachen Anschauen (Inspektion), sowie eventuell Abtasten des Auges (Palpation), stehen dem Augenarzt (Facharzt für Augenheilkunde) noch weitere Instrumente zu Verfügung, die ein sehr genaues Untersuchen möglich machen.

Basisuntersuchungen, die zum Teil auch von Ärzten anderer Fachbereiche durchgeführt werden, sind Untersuchungen mit Augenlämpchen und Lupe. Damit kann der Arzt sich zunächst ein schnelles Bild von der Beschaffung der Oberfläche des vorderen Augenabschnitts machen. Mit dem Augenspiegel wird der Augenhintergrund, also in der Regel die Netzhaut, beurteilt.

Beim Augenarzt (Facharzt für AUgenheilkunde) findet man dagegen oft mehrere Instrumente in einer modernen Untersuchungseinheit zusammengefasst. Dazu gehören ein elektrisch verstellbarer Patientenstuhl, eine verschiebbare Spaltlampe und Keratometer (s.u.) und oft auch ein so genannter Phoropter (s.u.), der wie eine große Brille vor den Kopf des Patienten geschwenkt werden kann.

Mit der Spaltlampe ist es ähnlich wie mit dem Augenlämpchen und der Lupe möglich, sich ein genaues Bild vom vorderen Augenabschnitt (der vordere Augenabschnitt bezeichnet im Allgemeinen die Strukturen Lider, Hornhaut, Bindehaut, vordere Kammer, Regenbogenhaut und Pupille) zu machen.

Abbildung Augapfel

  1. Sehnerv (Nervus opticus)
  2. Hornhaut
  3. Linse
  4. vordere Augenkammer
  5. Ziliarmuskel
  6. Glaskörper
  7. Netzhaut (Retina)

Gesichtfeldbestimmung

Das Keratometer dient der Bestimmung der Hornhautkrümmung. Mit dem Phoropter werden dem Patienten Linsen unterschiedlicher Brechkraft vor die Augen gesetzt, um so die bestmögliche Sehschärfe festzustellen. Dies ist auch mit dem sogenannten Refraktometer möglich, die automatisch die Sehschärfe feststellen können. Trotzdem ersetzt ein Refraktometer nicht den subjektiven Feinabgleich.

Eine weitere wichtige Untersuchung ist die Gesichtsfelduntersuchung. Das Gesichtsfeld ist derjenige Bereich den man ohne Kopf- und Augenbewegungen wahrnimmt. Zur Überprüfung des Gesichtsfeld wird entweder das Perimeter oder davon abgeleitet weiterentwickelte Messgeräte benutzt. Beim Perimeter schaut der Patient in eine übergroße schüsselartige Halbkugel und bekommt einzelne Lichtpunkte präsentiert, die langsam von den Grenzen der Schüssel in die Mitte wandern.
An der Stelle wo der Patient den Lichtpunkt registriert, befindet sich ein Grenzpunkt seines Gesichtsfeldes. Die Kontrolle des Gesichtsfeldes ist wichtig, da viele Augenerkrankungen mit Einschränkungen des Gesichtsfeldes einhergehen. Manchmal allerdings so langsam, dass sich das Auge praktisch „daran gewöhnt“ und der Ausfall sich dem Patienten überhaupt nicht oder erst nach sehr großem Gesichtsfeldverlust bemerkbar macht.

Mit einer Ultraschalluntersuchung des Auges werden Schnittbilder des Auges hergestellt. Dadurch ist es möglich die Dicke der verschiedenen Gewebeschichten auszumessen. Außerdem können verdeckte Strukturen entdeckt werden, die bei den oben genannten Methoden nicht aufgefallen wären (z.B. ein Tumor hinter der Regenbogenhaut).

Welche Behandlungsmethoden gibt es in der Augenheilkunde?

Als Behandlungsoptionen stehen dem Arzt die Beratung, eventuelle Überweisung in andere Fachbereiche, Medikamente und operative Möglichkeiten zur Verfügung.
Während die Beratung selbstverständlich immer ein wichtiger Bestandteil einer jeder Therapie ist, ist die Ursache der Erkrankung maßgeblich für die Entscheidung bei der Fragestellung, ob medikamentös oder operativ behandelt werden soll.
Zum Beispiel werden Augenhintergrundsveränderungen beim Diabetes mellitus im fortgeschrittenen Stadium operativ behandelt, in einem sehr frühen Stadium dagegen steht die korrekte medikamentöse Einstellung im Vordergrund.
Besonders hier ist interdisziplinäre Zusammenarbeit gefordert. Gegen Linsentrübungen (Katarakt / Grauer Star) gibt es derzeit keine Medikamente.
Die einzige hilfreiche und meist sehr erfolgreiche Therapie ist eine Operation. Doch auch hier muss hinterfragt werden, welche Ursache der Linsentrübung zugrunde liegt. Meist ist eine Katarakt / Grauer Star zwar altersbedingt, doch auch Medikamente (z.B. Cortison) oder Infektionen können ihn (neben vielen weiteren, aber eher seltenen Ursachen) hervorrufen. Dann ist es sinnvoll gleichzeitig auch die Ursache zu behandeln.

Erkrankungen des Auges

Eine Liste aller Themen der Augenheilkunde, die Sie bereits finden können, finden Sie unter:

Besonders wichtige Erkrankungen des Auges sind:

  • Grüner Star
    Bei der Erkrankung ´Grüner Star`, die medizinisch auch als Glaukom bezeichnet wird, handelt es sich um eine Erhöhung des Augeninnendrucks. Durch diesen erhöhten Druck kommt es zu Schädigung der Netzhaut und des Sehnerven (Nervus opticus), was bis zu Erblindung führen kann.
    Weitere Informationen erhalten Sie unter unserem Thema: Grüner Star
  • Grauer Star
    Bei der Erkrankung ´Grauer Star` handelt es sich um eine altersbedingte Trübung der Linse des Auges. Hierdurch kommt es zu einer Abnahme der Sehkraft.
    Weitere Informationen erhalten Sie unter unserem Thema: Grauer Star
  • Weitsichtigkeit
    Bei Weitsichtigkeit werden Objekte in der Nähe nur unscharf erkannt, während in der Weite alles scharf wahrgenommen wird. Der Augapfel ist für die Brechkraft von Linse und Hornhaut verhältnismäßig zu kurz.
    Weitere Informationen erhalten Sie unter unserem Thema: Weitsichtigkeit
  • Kurzsichtigkeit
    Bei Kurzsichtigkeit werden Objekte in der Ferne nur unscharf erkannt, während in der Nähe alles scharf wahrgenommen wird. Der Augapfel ist für die Brechkraft von Linse und Hornhaut verhältnismäßig zu lang.
    Weitere Informationen erhalten Sie unter unserem Thema:Kurzsichtigkeit
  • Hornhautverkrümmung
    Bei einer Hornhautverkrümmung kommt es zu einer fehlerhafter Brechung des Lichtes in der Hornhaut, wodurch das Bild nicht scharf auf der Netzhaut abgebildet wird und dadurch nicht scharf erscheint.
    Weitere Informationen erhalten Sie unter unserem Thema: Hornhautverkrümmung

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Autor: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 14.04.2014