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Schnupfen
Synonyme im weiteren Sinne
Medizinisch: akute Rhinitis (Rhinitis acuta); virale Rhinitis; mikrobielle Rhinitis, Koryza
Erkältung, Entzündungen der Nasenhaupthöhle
Englisch: Common cold
Definition Schnupfen
Der gewöhnliche Schnupfen (Rhinitis), den wir alle mindestens einmal in einer der kalten Jahreszeiten mitmachen, ist ein harmloser Infekt durch einen Virus. Meist handelt es sich um Viren aus der Gruppe der Schnupfenviren (Rhinoviren) oder Adenoviren.
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Ursachen
Schnupfenviren erreichen unsere Nasenschleimhaut über kleine Tröpfchen (Tröpfcheninfektion). Entweder hat uns jemand direkt angenießt oder angehustet oder wir haben uns über die feuchte, kalte Luft angesteckt.
Der Begriff „Erkältung“ hat seine Berechtigung: Wenn wir frieren kommt es zu einer Veränderung der Nasenschleimhautdurchblutung und die Viren haben es leichter, in die Schleimhaut einzudringen. Es kommt zur viralen Infektion (Infektion mit Viren) der Nasenschleimhaut.
Symptome / Beschwerden
„Eine Erkältung kommt drei Tage, bleibt drei Tage und geht drei Tage!“
Der Schnupfen beginnt in den ersten Tagen oft mit einem unangenehmen Kitzeln in der Nase, einem Kratzen im Nasenrachenraum und einem übermäßigen Drang zum Niesen. Nach ungefähr drei Tagen brauchen wir dann regelmäßig unser Taschentuch zur Hand, da die Nase „läuft“, d.h. ein wässriges Sekret abgibt.
Mehr und mehr haben wir die Nase „voll“. Die Nasenschleimhaut schwillt an und wir können kaum noch durch die Nase atmen. Auch unser Riechsinn (nicht aber unser Geschmacksinn!) lässt uns im Stich. Wenn unsere Nasenatmung länger behindert ist, bekommen wir Kopfschmerzen, Augentränen und das Sekret in der Nase wird zäher und schleimig-eitrig (gelblich-grünliches Sekret). Gegen Ende des Schnupfens verspürt man ein Trockenheitsgefühl der Nasenschleimhaut und ein noch dicker gewordenes Sekret in der Nase.
Manche Menschen, oftmals Kinder, bekommen zudem in den ersten Tagen Fieber und bemerken, dass sie nachts stark geschwitzt haben.
Therapie Schnupfen
Eine Impfung gegen eine Erkältung wie bei der „echten“ Grippe (Influenza) gibt es leider nicht. Mehr als 200 Viren sind bekannt, die einen banalen Schnupfen auslösen können. Darüber hinaus sind diese Viren wahre Verwandlungskünstler, was die Herstellung eines Impfstoffes unmöglich macht.
Dennoch bieten uns Naturprodukte und die Apotheke nützliche Hilfen an. Bei einer verstopften Nase helfen Nasentropfen oder –Sprays mit dem Inhaltsstoffen Xylometazolin (Otrivin®) oder Oxymetazolin (Nasivin®). Sie helfen uns vor allem in der Nacht, mit freier Nase durchzuschlafen. Nach einer Woche sollten die Nasentropfen/-sprays jedoch abgesetzt werden, da sich unsere Nasenschleimhaut sonst an die Anwendung gewöhnt und ohne diese nicht mehr abschwillt (Privinismus). Die trockene Schleimhaut kann parallel mit Nasensalben (Bepanthen®) oder Nasenölen (Coldastop®) behandelt werden. Eine entzündungshemmende und noch dazu angenehme Eigenschaft haben Inhalationen mit Kamillendampf (Kamillosan®) oder Salz (Emser-Salz®).
Nach Anwendung abschwellender Nasentropfen/-Spays kann eine Nasenspülung mit einer Salzlösung (Emser-Salz® - Lösung) die Nase reinigen, indem zähe Sekretreste herausgespült werden. Die Salzlösung hat außerdem einen desinfizierenden und abschwellenden Effekt.
Die Nasenschleimhaut produziert während einer Erkältung Unmengen an Sekret und Schleim. Um so flüssiger dieses Sekret ist, desto leichter kann es zusammen mit den Erregern abfließen.
Für einen ausreichenden Flüssigkeitsersatz (mindestens zwei Liter am Tag) sollte von daher gesorgt werden. Heiße und leicht gezuckerte Tees (oder mit Honig gesüßt) haben einerseits die Eigenschaft, vom Körper schnell aufgenommen zu werden und regen andererseits durch deren Hitze die Durchblutung der Nasenrachenschleimhaut an. Um so kräftiger diese Durchblutung ist, desto mehr herantransportierte Abwehrzellen können den Erregern den Kampf ansagen.
Homöopathie bei Schnupfen
Es gibt inzwischen viele homöopathische Arzneimittel die bei Schnupfen angewendet werden können.
Ein Liste aller anzuwendenden homöopathischen Arzneimittel finden Sie unter:
Homöopathie bei Schnupfen
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„Schlaf ist die beste Medizin“
Unser Körper hat während unserer Erkältung den Viren den Kampf angesagt und braucht dazu viel Kraft. Ruhe, Wärme und Schlaf sind daher ratsam und ziehen eine Erkältung nicht unnötig in die Länge. In der Regel ist ein banaler Schupfen nach einer Woche überstanden.
Komplikationen
Ein Schnupfen kann gelegentlich auf die Nasennebenhöhlen oder das Mittelohr übergreifen.
Bei einer Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) haben die Viren auch die Schleimhaut der Nasennebenhöhlen erreicht. Da die Nasennebenhöhlen nur durch kleine Öffnungen zur Außenluft angeschlossen sind und der Sekretabfluss erschwert ist, setzt sich auf eine banale Virusinfektion gerne eine bakterielle Infektion darauf (Superinfektion). Eine solche bakterielle Mischinfektion (Nasennebenhöhlenentzündung) erreicht v.a. bei Kindern schnell die Mittelohren (Mittelohrentzündung = Otitis media). Über einen kleinen Gang (Tuba auditiva eustachii, Tuba pharyngotympanica, Eustachsche Röhre, Ohrtrompete) sind die Mittelohren nämlich mit dem Nasenrachenraum verbunden.
Weitere Informationen
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