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Stinknase

Synonyme im weiteren Sinne

Medizinisch: Ozaena; Rhinitis atrophicans cum foetore

Englisch: ozena

Definition Stinknase

Die Stinknase (Ozaena) ist durch eine Degeneration der Nasenschleimhaut mit Verlust des Riechvermögens (Anosmie) geprägt. In der Nase finden sich zäher, stinkender Schleim und zahlreiche Verkrustungen und Borken.


Ursachen

Die Stinknase tritt häufiger bei der Frau auf und ist oft anlagebedingt. Operationen und Verletzungen an der Nase können eine spätere Zerstörung der Nasenschleimhaut fördern.
Auch der jahrelange Missbrauch von abschwellenden Nasentropfen und –Sprays (Privinismus) kann eine Stinknase bedingen.
Wenn Patienten wegen eines Tumors im Bereich des Gesichtes mit Röntgenstrahlung behandelt wurden, kann es später zu einer Degeneration der Nasenschleimhaut mit nachfolgender Entwicklung einer Stinknase kommen.

Symptome

Patienten mit einer Stinknase haben einen großen Leidensdruck. Die Nase selbst macht ihnen eigentlich nicht mehr Probleme als ein Schnupfen. Ihre Mitmenschen können jedoch den aashaften Gestank, den ihre Nase durch die Zersetzung der Nasenschleimhaut produziert, sie selbst aber nicht riechen können (Anosmie), kaum ertragen. Solche Patienten können erhebliche gesellschaftliche und berufliche Probleme erfahren.

Therapie Stinknase

Es ist besonders wichtig, die Schleimhaut der Stinknase feucht und geschmeidig zu halten, da jede Bildung von Krusten und Borken zur Zersetzung von Geweben und damit Bildung von aashaften Gestank führt.
Ölige Nasentropfen (Coldastop®) oder Bromhexin (Lubrirhin®) und die Inhalation von Salzwasser (Emser Sole®) sowie regelmäßiges Feuchthalten mit Meerwasser-Nasensprays können dazu beitragen.
Mit Nasensalben (Bepanthen® -Nasensalbe) kann ein annähernder Heilungsversuch angestrebt werden. Eine Einnahme von Vitamin A und E soll eine fortschreitende Zerstörung der Nasenschleimhaut verhindern. In keinem Fall sollten noch einmal abschwellende Nasentropfen mit Xylometazolin oder Oxymetazolin verwendet werden, weil sie die Krankheit nur begünstigen würden.

Der Arzt (in der Regen HNO - Arzt) wird dem Patienten in schweren Fällen dabei behilflich sein, die Borken und Krusten zu entfernen.
In manchen Fällen kann eine Operation Erleichterung bringen. Dabei werden Knorpelteile verpflanzt oder ein künstlicher Gang zur Mundhöhle geschaffen, der Speichel zur Befeuchtung der Nase herbeiführen soll.


Weitere Informationen

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