Iris

Synonyme und Synonyme im weiteren Sinne

Regenbogenhaut, „Augenfarbe“

Englisch: iris

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Einleitung

Die Iris ist die Blende des optischen Apparates des Auges. Sie hat in der Mitte ein Öffnung, welches die Pupille darstellt. Die Iris besteht aus mehreren Schichten. Die Menge des in die Iris eingelagerten Pigments (Farbstoff) bestimmt die Augenfarbe. Durch Variation der Pupillengröße wird der Lichteinfall auf die Netzhaut reguliert. Dies wird durch eine komplexe Verschaltung von Nerven und mehreren Muskeln gewährleistet.

Einteilung

  1. Pigmentblatt
  2. Irisstroma
  3. Ziliarkörper

Anatomie

Anatomie Iris

Die Iris besteht aus den zwei Blättern Irisstroma und Pigmentblatt. Das Irisstroma enthält Bindegewebe und liegt vorne. Dort liegen auch Zellen (Melanozyten) und Blutgefäße. Dahinter folgt das Pigmentblatt, welches wiederum aus zwei Anteilen besteht. Hinten liegt eine Zell-Lage aus dem farbgebenden Pigmentepithel. Diese sorgt dafür, dass die Iris undurchsichtig wird. Dieser Teil ist für die Blendenfunktion der Iris verantwortlich.
Das Pigmentepithel ist um die Pupille als Pupillarsaum zu sehen. Fehlt das Pigment, erscheint die Iris rötlich (z.B. beim Albinismus), was eine Reflexion der Netzhaut darstellt, die sich rötlich darstellt. Die Farbe des Pigmentblattes ist für die Augenfarbe verantwortlich. Die vordere Zell-Lagen bilden mit ihren Ausläufern einen Muskel (Musculus dilatator pupillae), der für die Erweiterung der Pupillengröße verantwortlich ist. Daneben gibt es für die Engstellung der Pupille einen weiteren Muskel (Musculus sphincter pupillae).

Die Iriswurzel liegt außen und geht in den Ziliarkörper über. Dieses Gebilde besteht aus zwei Anteilen. Der hintere Teil (Pars plana) geht in die Aderhaut über. Der vordere Teil (Pars plicata) enthält den Ziliarmuskel. Dieser Muskel ist für die Krümmung der Linse und damit für die Brechkraft, d.h. Scharfsehen in Nähe und Ferne verantwortlich.
Die Linse ist über Fasern (Zonulafasern) am Ziliarkörper aufgehängt. Der Ziliarkörper besitzt auch Fortsätze, dessen Zellen (Epithelzellen) eine Flüssigkeit, das sog. Kammerwasser, produzieren. Die Iris trennt das vordere Auge in zwei Kammern, d.h. vordere und hintere Augenkammer. Durch das Loch in der Mitte der Iris, der Pupille, stehen beide Kammern in Verbindung.


Physiologie

Iris

Die Iris hat die Funktion einer Blende und reguliert den Lichteinfall im Auge. Sie hat in der Mitte ein Loch, welches  die Pupille darstellt. Die Pupillengröße ist zum einen von der Tageszeit bzw. Helligkeit abhängig, zum anderen von der Aktivität des vegetativen Nervensystems.
Der Lichteinfall wird von der Netzhaut wahrgenommen, in elektrochemische Informationen übersetzt und an das Gehirn geleitet. Im Gehirn werden die Lichtinformationen wahrgenommen und ausgewertet. Dort sind dann die Sehnerven mit den Nerven verschaltet, welche die Muskulatur steuern, die wiederum den Lichteinfall regulieren. Diese Verschaltung ist sehr komplex und betrifft mehrere Nerven und Muskel.
Zudem reguliert das vegetative Nervensystem die Pupillengröße. Zu den beiden wichtigsten Muskeln zur Regulation des Lichteinfalls gehören dabei der pupillenerweiternde Muskel (Musculus dilatator pupillae) und der pupillenverengende Muskel (Musculus sphincter pupillae). Der erweiternde Muskel wird durch das sympathische Nervensystem reguliert. Dieses ist vor allem aktiv bei Kampf, Flucht, Stress, Angst usw.. Der verengende Muskel ist durch das parasympathische Nervensystem gesteuert. Dieser parasympathische Anteil des vegetativen Nervensystems überwiegt bei Ruhe, Schlaf und in der Verdauungsphase. Deswegen ist die Pupillengröße bei Müdigkeit auch klein, bei Aktivität und Stress groß.
Diese Mechanismen der Regulation des Lichteinfalls werden durch die Augenlider und deren Muskulatur ergänzt. Bei sehr starken Lichteinfall, z.B. beim Blick in die Sonne, werden die Augenlider reflektorisch geschlossen.
Die Augenfarbe hängt von der Anzahl an Pigment ab. Bei einer blauen Iris ist wenig Pigment vorhanden. Da sich das Pigment erst in den ersten Monaten nach der Geburt bildet, haben Neugeborene blaue Augen.

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Autor: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 06.05.2012