Erkrankungen vom Herz (Innere Medizin)

Synonyme im weiteren Sinne

Medizinisch: Cor

Cardia, Perikard, Epikard, Myokard, Endokard

Englisch: heart

Definition Herz

Das Herz (Cor) ist ein muskelstarkes Hohlorgan, dass im Mittelfell (Mediastinum) zwischen den beiden Lungenflügeln (siehe auch Lunge) eingebettet ist, nach außen geschützt durch den knöchernen Brustkorb (Thorax). Es funktioniert wie eine Pumpe, die das Blut durch den kleinen und großen Körperkreislauf transportiert.


Abbildung Anatomie Herz

Anatomie Herz

  1. Hauptschlagader (Aorta)

  2. Herzkammer

  3. Herzkranzgefäße

  4. Vorhof (Atrium)

  5. Hohlvene (Vena cava)

  6. Halsschlagader (Carotis)

Inernistische Erkrankungen vom Herz

Im Folgenden können Sie die Liste aller Themen einsehen, die bereits zu Erkrankungen vom Herz, die dem medizinischen Gebiet der Inneren Medizin zuzuordnen sind, erschienen sind:

  • Anatomie Herz

    Das Herz ist der zentrale Motor unseres Organismus. Erkrankungen vom Herz haben weitreichende Folgen. Mehr zur Anatomie und Funktion vom Herz erfahren Sie unter diesem Thema.

  • Angina Pectoris

    Die Angina Pectoris ist eine Minderversorgung des Herzens mit Sauerstoff und geht mit anfallsartigen Schmerzen einher. Die verschiedenen Formen werden hier beschrieben.

    • Angina Pectoris Therapie

      Zunächst muss die auslösende Ursache ausgeschaltet werden und differenziert werden, ob es sich um eine Angina Pectoris oder einen Herzinfarkt handelt. Die verschiedenen Therapieoptionen werden im folgenden beschrieben.

  • Aortenaneurysma

    Unter einem Aortenaneurysma versteht man eine Aussackung der Gefäßwände der Aorta.Mit dem Aneurysma verum, dem Aneurysma dissecans und dem Aneurysma spurium unterscheidet man insgesamt drei Formen.

    • Symptome Aortenaneurysma

      Die Symptome eines Aortenaneurysmas sind häufig unklar und können sich als harmlose Bauchschmerzen zeigen.

    • Therapie Aortenaneurysma

      Die Therapie des Aortenaneurysmas ist schwierig, da fast immer operative Maßnahmen zur Anwendung kommen, wenn sich das Aneurysma im Beobachtungsverlauf vergrößert.

  • Aortenisthmusstenose

    Die Aortenisthmusstenose ist eine Erkrankung bei der die Hauptschlagader (Aorta) im Breich ihres Brustkorbbogens verengt ist. Die Folge der Aortenisthmusstenose sind ein Bluthochdruck und dessen gefährliche Folgen. Die Behandlung einer schwerwiegenden Aortenisthmusstenose ist operativ.

  • Bluthochdruck

    Bluthochdruck ist ein sehr gefährliche Erkrankung, da der Bluthochdrucj gehäuft keine Symptome oder Beschwerden verursacht.

  • Bluthochdruckkrise

  • Endokarditis

    Die Entzündung der Herzklappen, die medizinisch als Endokarditis bezeichnet wird, stellt eine potenziell lebensbedrohliche, meist durch mikrobielle Erreger (d.h. Viren, Bakterien oder Pilze) ausgelöste Erkrankung dar. Nicht selten verursacht die Endokarditis eine Schädigungen der Herzklappen, die mit einem Funktionsdefekt einhergehen.

  • Fallot-Tetralogie

    Die Fallot Tetralogie ist ein angeborener Herzfehler. Sie zählt zu den häufigsten zyanotischen Herzfehlern. Zyanotisch bedeutet, dass sich der Herzfehler auf den Sauerstoffgehalt des Blutes negativ auswirkt. Das Blut, welches vom Herz zu den Organen gepumpt wird, enthält also zu wenig Sauerstoff.

  • Herz-Kreislauf-System

    Das Herz-Kreislauf-System besteht aus dem Herz und den angeschlossen Gefäßkreislaufen. Dabei unterscheidet man beim Herz-Kreislauf-System den großen Herzkreislauf und den kleinen Lungenkreislauf.

  • Herzinfarkt

    Der Herzinfarkt (Myokardinfarkt) ist definiert als Untergang von Herzmuskelzellen aufgrund einer Sauerstoffmangelversorgungssituation (Ischämie) des gesamten Herzens bzw. einer umschriebenen Region. In diesem Fall sind die Herzmuskelzellen nicht mehr (ausreichend) mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt, weshalb sie absterben (Zellnekrose) und zu weiteren Verlauf zu Bindegewebszellen, die keine Herzaktion mehr durchführen können, umgebaut werden. Es entsteht somit eine funktionsunfähige Narbe am Herzen.

    • Diagnose Herzinfarkt

      Die frühzeitige Diagnose von einem Herzinfarkt ist für die Überlebenswahrscheinlichkeit, aber auch die Langzeitprognose von entscheidender Bedeutung. Hierbei gilt der Leitspruch: "Time is muscle"!

    • Therapie Herzinfarkt

      Ebenso wie die richtige und rechtzeitige Diagnose des Herzinfarkts, hat die zeitgerecht eingesetzte Therapie eine entscheidene Bedeutung für die langfristige Prognose. Welche Therapieform im Einzelfall zu Anwendung kommen sollte muß jeweils individuell entschieden werden.

    • Reanimation

      Unter einer Reanimation/ Wiederbelebung versteht man Maßnahmen die einen Atemstillstand und Kreislaufstillstand beenden sollen. Bei der Reanimation werden aufgrund der verschiedenen Arten des Kreislaufstillstandes unterschiedliche Maßnahmen unterschieden. Bei der Reanimation gibt es sog. Basismaßnahmen, „lebensrettende Sofortmaßnahmen“ bis hin zur professionellen Reanimation im Krankenhaus. Bei der Reanimation stehen mehrere Möglichkeiten zur Verfügung.

      • Reanimation beim Säugling

        Aufgrund der anatomischen Unterschiede zum Erwachsenen ist die Reanimation bei Kindern und beim Säugling anders als beim Erwachsenen Menschen. Die Reanimation bei Kindern und beim Säugling ist durch mehr Sauerstoffzufuhr und geringerem Druck ausgezeichnet. Zudem ist der Rhythmus der Reanimation beim Säugling anders.

      • Beatmung

        Die Beatmung ist ein wichtiger Teil der Reanimation bei der Wiederbelebung. Bei der Beatmung gibt es unterschiedliche Methoden. Zu den einfachsten zählen die Mund zu Mund Beatmung, sowie Mund zu Nase Beatmung. Darüber hinaus besteht bei der Beatmung die Möglichkeit einer Maskenbeatmung.

      • Herzstillstand

        Bei einem sog. Herzstillstand oder auch Kreislaufstillstand genannt unterscheidet man, ob es im Herz noch eine elektrische Aktivität gibt oder keine Elektrizität vorhanden ist. Bei der hyperdynamen Form des Herzstillstands / Kreislaufstillstands kommt es zu kreisenden elektrischen Erregungen. Eine weitere Form vom Kreislaufstillstand/ Herzstillstand ist der hypodyname Herzstillstand.

    • Rehabilitation Herzinfarkt

      Die Rehabilitation nach Herzinfarkt spielt eine wichtige Rolle, um die langfristige Prognose und Leistungsfähigkeit des Herzens zu verbessern.

    • Prognose Herzinfarkt

      Die Prognose des weiteren Verlaufs nach einem abgelaufenen Herzinfarkt hängt von vielen Faktoren ab. Wichtige Indikatoren sind Lokalisation und Größe des Infarkts, aber auch allgemeiner Zustand des Patienten, wie auch soziale Faktoren wie das häusliche Umfeld.

  • Herzmuskelentzündung (Myokarditis)

    Unter einer Myokarditis versteht man die Entzündung des Herzmuskels. Diese entsteht in den häufigsten Fällen durch Viren (50% aller Herzmuskelentzündungen). Man unterscheidet infektiöse Ursachen, von nichtinfektiöse Ursachen. Die unterschiedlichen Formen,die Symptome und die Therapie der Herzmuskelentzündung wird in diesem Thema näher erläutert.

    • Symptome Herzmuskelentzündung

      Die Symptome einer Herzmuskelentzündung sind vielfältig und müssen früh erkannt werden, damit keine Folgeschäden bleiben.

  • Herzrhythmusstörung

    Eine Herzrhythmusstörung können sowohl harmloser Natur, wie auch ernsthafte lebensbedrohliche Konsequenzen haben. Es unterscheiden sich viele Unterformen von Herzrhythmusstörungen.

    • Adam-Stokes-Anfall

      Der Adam-Stokes-Anfall ist eine durch einen vorübergehenden Herzstillstand (Asystolie) ausgelöste Bewusstlosigkeit, aus der der Patient spontan wieder erwacht

    • AV-Block

      Der AV-Block ist eine Herzrhythmusstörung bei der die elektische Signalweiterleitung im Herzen gestört ist. Während der AV-Block Grad 1 harmlos ist, kann ein AV-Block Grad 3 tödlich enden.

    • Sick-Sinus-Syndrom

      Das Sick-Sinus-Syndrom (krankhafter Sinusknoten) betrifft vorwiegend ältere Patienten. Das Sick-Sinus-Syndrom ist nur zum Teil auf Herzerkrankungen zurückzuführen. Herzerkrankungen zurückzuführen.

    • Vorhofflattern und Vorhofflimmern

      Vorhofflattern bzw. Vorhofflimmern ist eine vorübergehende oder dauerhafte Herzrhythmusstörung mit ungeordneter Tätigkeit der Herzvorhöfe. Etwa 4 von 100 Menschen über 60 Jahre leidet an einem Vorhofflimmern. Vorhofflattern und Vorhofflimmern werden u.a. medikamentös behandelt.

    • Herzrasen (Tachykardie)

      Als Tachykardie oder Herzrasen bezeichnet man einen krankhaft schnellen Herzschlag. Beim Herzrasen (Tachykardie) besteht ein Puls von mehr als 100 Schlägen in der Minute. Herzrasen kann natürlicherweise bei körperlicher Belastung auftreten, aber auch Anzeichen einer Herzerkrankung sein.

    • Kammerflattern und Kammerflimmern

      Bei Patienten mit Kammerflimmern und Kammerflattern besteht eine lebensgefährlich gesteigerte Herzfrequenz. Bei Kammerflattern und Kammerflimmern ist das Herz nicht mehr in der Lage den Blutstrom voranzutreiben, es kommt zum Herz-Kreislaufversagen.

    • Extrasystole (Herzstolpern)

      Als Extrasystole bezeichnet man einen Herzschlag, der außerhalb der normalen Herzfrequenz in den normalen Takt einfällt. Eine Extrasystole gibt es bei vielen herzgesunden Menschen. Extrasystolen haben meistens keine krankhafte Bedeutung. Die Extrasystole wird als Herzstolpern empfunden.

    • Therapie Herzrhythmusstörungen

      Nicht jede Herzrhythmusstörung bedarf einer Therapie. Die Therapie der Herzrhythmusstörung kann im Gegenteil dazu aber auch lebensnotwendig sein. An erster Stelle bei der Behandlung von Herzrhythmusstörungen steht die kausale Therapie.

  • Herzschwäche

    Die Herzschwäche (med. Herzinsuffizienz) stellt die Unfähigkeit des Herzens dar, die Organe des Körpers ausreichend mit Sauerstoff zu versorgen. Anatomisch lässt sich weiterhin die nicht ausreichende Leistung des gesamten Herzens („Globalherzinsuffizienz“) von der vorwiegenden Leistungsminderung einer der beiden Herzkammern unterscheiden („Rechtsherzschwäche“ und „Linksherzschwäche“).

    • Therapie Herzschwäche

      Die Therapie der Herzschwäche hat eine entscheiden Bedeutung hinsichtlich der erwarteten Lebensdauer. Ein geschwächtes Herz kann durch viele Maßnahmen entlastet werden, wodurch seine Leistungsfähigkeit zunimmt und die Grenze zu "kritischen" Leistungsbereichen wieder nach oben verschoben werden kann.

  • Herzschrittmacher

    Der Herzschrittmacher ist definiert als ein künstlicher Taktgeber für das menschliche Herz. Der Herzschrittmacher wird den Patienten eingesetzt, die ein Herz haben, das zu entweder zu langsam schlägt oder häufig Pausen macht. Der Herzschrittmacher gibt in regelmäßigen Taktesn, bzw. Abständen elektrische Impulse ab, die den Herzmuskel stimulieren.

    • Herzschrittmacher Indikation

      Der Herzschrittmacher ist definiert als ein künstlicher Taktgeber für das menschliche Herz. Die Indikation für eine vorübergehende Therapie stellen zum Beispiel der Schock oder bestimmte Vergiftungen. Darüber hinaus gibt es weitere Indikationen für eine Dauerhafte Implantation eines Herzschrittmachers.

    • Herzschrittmacher Operation

      Vor der Operation eines Herzschrittmachers ist eine Untersuchung/ Anamnese des Patienten notwendig. Die Operation um einen Herschrittmacher einzusetzen dauert meistens weniger als eine Stunde und kann in der Regel in örtlicher Betäubung durchgeführt werden, nur in wenigen Ausnahmefällen wird bei einer Operation für einen Herzschrittmacher eine Vollnarkose notwendig.

  • Kardiomyopathie

    Die Kardiomyopathie gehört in eine Gruppe von Herzerkrankungen die auf verschiedenste Art und Weise die Herzfunktion beeinträchtigt. Die Ursachen für die verschiedenen Kardiomyopathien sind nicht immer offensichtlich und benötigen meist eine intensivere klinische Untersuchung.

  • Koronare Herzkrankheit

    Beim Vorliegen einer koronaren Herzerkrankung (KHK) sind die Herzkrankgefäße (Koronararterien), über die der Herzmuskel mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt wird, verengt. Der Blutfluss in den Koronarien ist reduziert, so dass das Herz minderversorgt wird. Die häufigste Ursache für die koronare Herzerkrankung in Industrieländern ist die Atherosklerose (sog. Arterienverkalkung) der Herzkranzgefäße. Die Gefäßwände verhärten sich, das Gefäß verliert hierdurch an Elastizität und der Gefäßdurchschnitt verkleinert sich. Die Limitierung des Blutflusses führt zur Koronarinsuffizienz, d.h. die Herzkranzgefäße können den Sauerstoffbedarf des Herzens nicht mehr decken; es besteht ein Missverhältnis zwischen Sauerstoffangebot und –bedarf des Herzmuskels, weshalb eine Myocardischämie, d.h. eine Mangel- bzw. Sauerstoffminderversorgung des Herzens, auftritt.

  • Kreislaufschwäche

    Jemand der unter einer Kreislaufschwäche leidet, braucht sich im Regelfall keine großen Sorgen machen. Die Kreislaufschwäche entsteht dadurch, dass das Gehirn kurzfristig nicht genügend Blut bekommt. bei einer Kreislaufschwäche fühlt man sich schwach und benommen. Ursache für die Kreislaufschwäche ist ein zu niedriger Blutdruck.

    • Kreislaufschwäche Symptome

      Eine Kreislaufschwäche geht klassischerweise mit unterschiedlichen Symptomen einher. Die Betroffenen sehen oft „schwarz vor Augen“, sie empfinden bei einer Kreislaufschwäche ein mehr oder weniger ausgeprägtes Gefühl von Schwindel. Diese Symptomatik der Kreislaufschwäche tritt vor allem dann auf, wenn man sich aus einer liegenden in eine aufrechte Position begibt.

    • Kreislaufschwäche was tun

      Wichtig ist bei einer Kreislaufschwäche, dass man bedenkt, dass man keine Werte behandelt, sondern einen Menschen. Wenn nur die Werte der Kreislaufschwäche von der Norm abweichen, also definitionsgemäß eine Kreislaufschwäche besteht, der Betroffene allerdings keine Probleme hat, braucht man die Kreislaufschwäche nicht behandeln.

  • Mitralklappenstenose

    Die Mitralstenose gehört in die große Gruppe der Herzklappenfehler. Bei dieser Erkrankung ist die Öffnung der Mitralklappe eingeengt,Dadurch ist zwischen zwei Herzaktionen die Füllung der linken Herzkammer gestört.

  • Rheumatisches Fieber


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Autor: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 28.08.2010