Leberschmerzen
Synonyme
Leberschmerzen, Schmerzen an der Leber, Leberkrebs, Leberzirrhose, Fettleber
Medizinisch: hepar
Englisch: liver pain
Lesen Sie auch:
Einleitung
Unten aufgelistet erhalten Sie eine Übersicht aller Erkrankungen, die Leberschmerzen auslösen können.
Erkrankungen

- Leberschmerzen
Fettleberhepatitis
Eine zu hohe Menge an Alkohol (und anderer Gifte) überfordert die Entgiftungs- und Abbaumöglichkeiten der Leber.
Sie schwillt an, da sie zunehmend Fette einspeichert und löst Leberschmerzen aus. Schon in diesem Stadium büßt sie manche ihrer Funktionen ein; ist aber noch nicht dauerhaft geschädigt.
Setzt sich die Überforderung der Leber in chronischer Weise fort, entsteht eine Leberzirrhose. Die eigentlichen Leberzellen sind schon mehrheitlich abgestorben, weshalb die Leber zu schrumpfen beginnt und ihren Aufgaben nicht mehr gerecht werden kann. Als Reaktion kommt es zu einer bindegewebigen Vernarbung der Leber (Schrumpfleber).
Dieses Stadium der Leberzirrhose ist nicht mehr heilbar. Zusätzlich verschlechtert sich die Durchblutung der Leberläppchen. Daraus wiederum resultiert ein Rückstau des Blutes in die Pfortader (Pfortaderhochdruck), was wiederum weitere negative Auswirkungen hat.
Ikterus
Die Abbauprodukte der roten Blutkörperchen, das Bilirubin, hat in seinem ungebundenen Zustand (als indirektes Bilirubin) eine gelbliche Farbe. Wenn die Leber nicht genug Abbauprodukte weiterverarbeitet, bleiben diese Stoffe im Blut und verfärben den Patienten leicht gelblich. Diese gelbe Farbe lässt sich am besten in den Augen (Sklerenikterus) entdecken. Man spricht von einem Ikterus.
Hepatitis
Man spricht allgemein von einer Hepatitis, wenn es zu einer Entzündungsreaktion in der Leber kommt.
Diese kann durch Gifte (Alkohol, Medikamente), Viren (Hepatitisviren A-E), Bakterien (Salmonellen, Leptospiren), Pilze, genetische Defekte oder eine fehlgesteuerte Immunreaktion ausgelöst sein. Man unterscheidet eine akute von einer chronischen Verlaufsformn der Hepatitis, hat jedoch selten die Möglichkeit, heilend einzugreifen. Wichtig ist auf alle Fälle die strikte Vermeidung weiterer leberschädigender Stoffe (v.a. Alkoholabstinenz).
Weitere Informationen erhalten Sie unter unserem Thema: Hepatitis, Hepatitis A, Hepatitis B, Hepatitis C
Leberinsuffizienz
Leberschmerzen können bedingt sein durch einer Leberinsuffizienz. Man spricht von einer Leberinsuffizienz (Leberschwäche), wenn die Leber ihre Funktionen (siehe: Funktion der Leber) nicht mehr ausreichend wahrnehmen kann. Dies kann sehr verschiedene Ursachen haben, und ebenso viele Auswirkungen. Für den Arzt bedeutend ist die Funktion der Leber bei dem Abbau von Medikamenten. In den empfohlenen Dosierungen der Arzneimittel wird die Abbauleistung der Leber mit eingerechnet. Wenn diese Abbauleistung der Leber nun aufgrund einer Leberinsuffizienz abnimmt, gibt es Probleme bei der Abschätzung der richtigen Dosierung.
Pfortaderhochdruck
Man spricht von einer portalen Hypertension (Pfortaderhochdruck), wenn aufgrund krankhafter Zustände (Leberzirrhose, Leberentzündung / Hepatitis) der Blutstrom durch die Leber verschlechtert ist.
Weil das permanent nachfließende Blut nicht abfließen kann, aber ständig weiteres Blut nachströmt, staut es sich weiter in die zuführenden Gefäße zurück und erhöht auch dort den Druck.
Weitere Informationen erhalten Sie unter unserem Thema: Pfortaderhochdruck.
Stauungsleber
Wenn aufgrund einer Pumpschwäche des Herzens (Herzinsuffizienz) ein Blutrückstau ausgelöst wird, kommt es zu dem klinischen Bild der Stauungsleber. Das Blut staut sich bis in die Leberläppchen, die dadurch anschwellen und später durch den chronisch erhöhten Druck zugrunde gehen.
Hypoxie / Sauerstoffmangel
Wie in allen Geweben führt ein Mangel an Sauerstoff auch in der Leber zu einem Mangel an Energie. In der Leber finden sehr viele energieintensive Stoffwechselprozesse statt, sodass ein Mangel an Sauerstoff das Überleben der Zellen schnell bedroht.
Alpha-1-Antitrypsinmangel
Ein besonderes Bluteiweiß, das Alpha-1-Antitrypsin, ist dafür zuständig, die Aktivität von anderen Eiweißen zu hemmen, die im Rahmen einer Immunreaktion zu einer Zerstörung von Gewebe führen würden.
Wenn nun aufgrund eines genetischen Defekts dieses besondere, schützende Eiweiß fehlt, kommt es zu einer übermäßigen Schädigung vor allem des Lungengewebe (Lunge), aber auch der Leber, was letztlich zu einer nicht umkehrbaren (irreversiblen), fortschreitenden Schädigung des Gewebes führt (Chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD)).
Mehr über diese Erkrankung erfahren Sie unter: Alpha-1-Antitrypsinmangel
Ödeme, Aszites
Wenn die Leber nicht in der Lage ist, genügend Bluteiweiße herzustellen, kann der Körper die Verteilung von Flüssigkeit innerhalb und außerhalb der Blutgefäße nicht mehr regulieren.
Es kommt zum übermäßigen Austritt von Flüssigkeit aus dem Blut ins Gewebe, vor allem in den Unterschenkeln (Ödeme) oder im Bauchraum (Aszites).
Der Eiweißmangel kann mehrere Ursachen haben: Wenn der Leber nicht genügend Bausteine infolge einer Mangelernährung zur Verfügung stehen, kann sie natürlich auch nicht genug Eiweiße herstellen. Ein anderer, häufiger Grund ist die allgemein verringerte Funktionsfähigkeit der Leber (Leberinsuffizienz).
Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie auch unter unserem Thema: Ödeme.
Gallenstein
Als Gallensteine wird die Ablagerungen (Konkremente) von kristallisierten Gallenbestandteilen bezeichnet. Diese Gallensteine lagern sich entweder in der Gallenblase oder den Gallengängen ab.
Man unterscheidet 2 Hauptformen von Gallensteinen:
- cholesterinhaltige Steine (ca. 90%)
- bilirubinhaltige Steine (ca. 10%)
Weitere Informationen erhalten Sie zu Gallensteinen unter unserem Thema: Gallensteine
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Anatomiequiz online
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Weiterführende Informationen
Weitere Informationen zum Thema Leberschmerzen erhalten Sie auch unter unserem Thema:
Weitere Informationen zur Thema Anatomie finden Sie unter: Anatomie A-Z.
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