Inhalt:
Erkrankungen der Speiseröhre (Innere Medizin)
Anatomie
Die Speiseröhre (Ösophagus) ist beim erwachsenen Menschen durchschnittlich 25-30 cm lang. Sie ist ein Muskelschlauch der die Mundhöhle und den Magen verbindet und hauptsächlich für den Nahrungstransport nach der Nahrungsaufnahme verantwortlich ist.
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Abbildung Schilddrüse
- Rachen
- Kehlkopf
- Schilddrüse
- Luftröhre
- Zwerchfell (Diaphragma)
Abbildung der Speiseröhre
vom Kehlkopf bis zum Zwerchfell / Magen
- Ringknorpelenge
- Aortenenge (Ende der Bauchschlagader)
- Zwerfellenge
- Schilddrüse
- A. carotis (Halsschlagader)
- Luftröhre (Trachea)
- rechte Hauptbrochius (Bronchien)
- Speiseröhre
- Zwerchfell (Diaphragma)
Die Speiseröhre (Ösophagus) ist beim erwachsenen Menschen durchschnittlich 25-30 cm lang. Sie ist ein Muskelschlauch der die Mundhöhle und den Magen verbindet und hauptsächlich für den Nahrungstransport nach der Nahrungsaufnahme verantwortlich ist.
Die Speiseröhre kann in drei Anteile unterteilt werden:
- Halsteil: Die Speiseröhre beginnt hinter dem Kehlkopf (Larynx). Als Halsteil bezeichnet man den Anteil der Speiseröhre bis zum Eintritt in den Brustraum.
- Brustteil: Der Brustabschnitt (im Brustkorb) macht mit ca. 16 cm den längsten Anteil der Gesamtlänge der Speiseröhre aus. Hier liegt die Speiseröhre in unmittelbarer Nähe zur Luftröhre (Trachea), genau genommen liegt sie hinter dieser und etwas nach links versetzt. Im ihrem weiteren Verlauf liegt die Speiseröhre dann hinter dem Herzen (Cor).
- Bauchteil: Anschließend erreicht die Speiseröhre durch eine Öffnung im Zwerchfell (Hiatus ösophageus) die Bauchhöhle (Abdomen). Im Abdomen ist sie nur noch 1-4 cm lang und mündet dann in den Magen. Die Öffnung im Zwerchfell wird durch eine Schlinge des Zwerchfellmuskels gebildet, die bei tiefer Einatmung den Eingang in den Magen verschließt. Dieser Mechanismus kann gestört sein und damit Krankheitswert erlangen (Refluxösophagitis).
Die Speiseröhre (Ösophagus) ist nicht in allen Abschnitten gleich stark ausgebildet. In ihrem Verlauf gibt es mehrere natürliche Engstellen: Diese ergeben sich aufgrund der Lagebeziehung der Speiseröhre zu anderen Organen:
- Die erste Enge liegt direkt hinter dem Kehlkopf und bildet mit nur durchschnittlich 13 mm die engste Stelle; man nennt sie auch den Ösophagusmund.
- Die zweite Engstelle liegt in Höhe des Umkehrbogens der Hauptschlagader (Aorta) im Brustkorb (Thorax).
- Die letzte Engstelle wird vom Muskelschlauch des Zwerchfells beim Eingang in die Bauchhöhle gebildet. Man bezeichnet diese Struktur auch als unteren Speiseröhrenschließmuskel (Ösophagussphinkter).
Diese Engstellen sind für Verletzungen der Speiseröhre durch Fremdkörper und Verätzungen (Laugen, Säuren) besonders gefährdet.
Am Speiseröhrenquerschnitt können mehrere Gewebeschichten unterschieden werden:
Schichtenaufbau der Speiseröhre von innen nach außen:
- Tunica mucosa: Diese innerste Schicht der Speiseröhre bildet die Speiseröhrenschleimhaut. Sie besteht aus drei Unterschichten:
- Wegen der starken mechanischen Beanspruchung wird die Speiseröhre von mehrschichtigem Schleimhaut (unverhornten Plattenepithel) ausgekleidet.
- Die Lamina propria ist eine lockere bindegewebige Verschiebeschicht
- Die Lamina muskularis mucosae ist eine schmale Muskelschicht die die Oberfläsche der Schleimhaut der Nahrung anpasst.
- Tela submukosa: Es handelt sich hierbei um eine lockere Bindegewebsschicht. Die Hauptfunktion ist die einer Verschiebeschicht. Hier liegen auch die Speiseröhrendrüsen (Glandulae ösophageae). Die Glandulae ösophageae sind Drüsen, die einen Speiseröhrenschleim bilden, der die Schleimhaut gleitfähig macht. Zudem breitet sich in dieser Speiseröhrenschicht ein Venengeflecht (Gefäßgeflecht) aus, welches im untersten Abschnitt der Speiseröhre besonders ausgeprägt ist.
- Tunica muskularis: Die Tunica muskularis besteht aus einer zweiteiligen Muskelschicht:
- Das Stratum circulare ist eine ring- und schraubenförmig angelegte Muskelschicht, die sich wellenförmig kontrahiert und für den Vorwärtstransport der Nahrung sorgt (Peristaltik = Wellenbewegung).
- Das Stratum longitudinale ist eine längs zur Speiseröhre verlaufende Muskelschicht. Sie vermag durch eine gesteuerte Muskelanspannung (Kontraktion) die Speiseröhre abschnittsweise zu verkürzen und sorgt zudem für ihre Längsspannung (= Wellenbewegung).
- Tunica adventitia: Dieses Bindegewebspolster verbindet die Speiseröhre mit ihren Nachbarstrukturen, z.B. der Luftröhre (Trachea). Es handelt sich um eine nur lockere Verbindung, damit die für die Peristaltik benötigte Verschieblichkeit gewährleistet bleibt.
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Innere Erkrankungen der Speiseröhre
Im Folgenden können Sie die Liste aller Themen einsehen, die bereits zu Erkrankungen der Speiseröhre, die dem medizinischen Gebiet "Innere Medizin" zuzuordnen sind, erschienen sind:
- Achalasie
Die Achalasie ist eine seltene Erkrankung, der eine neuromuskuläre Funktionsstörung (also eine Störung des Zusammenspiels von Muskeln und Nerven) der Speiseröhre (Ösophagus) zugrunde liegt. Im Vordergrund steht bei der Achalasie die fehlende Erschlaffung des unteren Speiseröhrenschließmuskels (unterer Ösophagussphinkter), sodass die aufgenommene Nahrung während des Schluckens nicht richtig in den Magen transportiert wird. Die Achalasie ist eine re3lativ seltene Erkrankung.
- Anatomie Speiseröhre
Die Speiseröhre stellt das Bindeglied zwischen Rachen und Magen dar. Die Speieröhre kann von verschiedenen Erkrankungen betroffen sein. Mehr zur Anatomie und Erkrankungen der Speiseröhre unter diesem Thema.
- Ösophagusvarizenblutung
Unter der Ösophagusvarizenblutung versteht man die Blutung aus Krampfadern der die Speiseröhre. Es handelt sich bei der Ösophagusvarizenblutung also um „innere Krampfadern“. Die Ösophagusvarizenblutung kann eine lebensbedrohende Situation darstellen, wenn diese nicht sofort ärztlich versorgt wird.
- Sodbrennen
Beim Sodbrennen (Refluxkrankheit) kommt es zum übermäßigen Rückfluss von sauerem Mageninhalt (Magensäure) in die Speiseröhre (Ösophagus). Durch die anhaltende chemische Reizung durch Magensäure entsteht beim Sodbrennen eine Entzündung der Speiseröhrenschleimhaut (Refluxösophagitis). Harmloses Sodbrennen kann leicht medikamentös behandelt werden.
- Speiseröhrendivertikel
Divertikel können im gesamten Verdauungstrakt vorkommen. Am häufigsten findet man sie im Bereich des Dickdarms (Divertikulose), aber auch in der Speiseröhre (Speiseröhrendivertikel) sind sie anzutreffen. Als Ösophagusdivertikel (Speiseröhrendivertikel) bezeichnet man eine Wandaussackung der Speiseröhrenwand. Es werden verschiedene Formen von Speiseröhrendivertikel unterschieden, je nachdem welche Schichten der Speiseröhrenwand an der Divertikelausbildung beteiligt sind.
- Speiseröhrenentzündung
Der Speiseröhrenentzündung (Ösophagitis) liegt in den meisten Fällen eine Refluxkrankheit (chronisches Sodbrennen) zugrunde. Die nicht-refluxbedingten Speiseröhrenentzündungen sind vergleichsweise selten und können mechanischen, thermischen, chemischen oder infektiösen Ursprungs sein.
- Speiseröhrenkrebs
Speiseröhrenkrebs ist eine vergleichsweise seltene Krebsart. Trotzdem hat der Speiseröhrenkrebs häufig eine schlechte Prognose. Mehr zu diesem Thema unter oben stehendem Link.
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