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Bluthochdruck

Was ist Bluthochdruck?

Der erste Wert des Blutdrucks steht für den systolischen, der zweite für den diastolischen Blutdruck. Hierbei bezeichnet der systolische Wert den Druck im Gefäßsystem während des Zusammenziehens (Kontraktion) des Herzens und der diastolische Wert denselben während der nachfolgenden Erschlaffung (Dilatation) des Herzens.

Der Bluthochdruck (arterielle Hypertonie) kommt zustande, wenn das Herz eine erhöhte Pumparbeit zu leisten hat und mehr Blut als normalerweise pro Herzschlag in den Körper befördert (erhöhtes Herzzeitvolumen= Volumenhochdruck) oder wenn der Widerstand, den das Gefäßsystem dem Herzen entgegensetzt, erhöht ist (erhöhter peripherer Widerstand = Widerstandshochdruck) oder wenn diese beiden Faktoren gleichzeitig vorliegen.

Der erhöhte Widerstand im Gefäßsystem ist die weitaus häufigere Ursache einer chronisch arteriellen Blutdruckerhöhung.

Die Berechnung des Blutdruckwertes geschieht nach folgender Gleichung: Blutdruck (RR)= Herzzeitvolumen (HZV) * Gefäßwiderstand (TPR= totaler peripherer Widerstand).

Synonyme im weiteren Sinne

Essentielle Hypertonie, Hypertonus, chronische arterielle Blutdruckerhöhung, hypertensive Krise


Definition Bluthochdruck

Die Erkrankung Bluthochdruck (arterielle Hypertonie) liegt vor, wenn bei mehrmaligen, voneinander unabhängigen Messungen zu unterschiedlichen Zeitpunkten Werte über 140 / 90 mmHg (gesprochen: 140 zu 90 Millimeter Quecksilbersäule) auftreten. Diese Definition entstammt den aktuellen Leitlinien der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

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Häufigkeit (Epidemiologie)

Vorkommen in der Bevölkerung
Circa 25% der Bevölkerung in den westlichen Industrienationen haben einen zu hohen Blutdruck. Bei den über 50-Jährigen dieser Bevölkerungsgruppe steigt dieser Wert auf bis zu 50%.
Die Auftretenshäufigkeit des Bluthochdrucks nimmt mit steigendem Lebensalter zu, d.h. ältere Menschen weisen häufiger als jüngere Menschen eine Blutdruckerhöhung auf.

Stadien Hypertonie

Kategorie

Systolisch (mmHg)

Diastolisch (mmHg)

Optimal

<120

< 80

Normal

<130

< 85

Hoch normal

130 - 139

85 - 89

Bluthochdruck

Stadium 1 (milde Hypertonie)

140 - 159

90 - 99

Stadium 2 (mittelschwere Hypertonie)

160 - 179

100 -109

Stadium 3 (schwere Hypertonie)

180 - 209

110 -119

Stadium 4 (sehr schwere Hypertonie)

 210

120

Isolierte systolische Hypertonie

140

<90

 (JNC/NIH,USA 1997)

Einteilung

Die Erhöhung des Blutdrucks wird in verschiedene Formen eingeteilt:

  1. labiler und belastungsabhängiger Bluthochdruck, der nicht dauerhaft bzw. nur bei körperlicher Belastung auftritt
  2. dauerhafter Bluthochdruck (stabile Hypertonie)
  3. kritischer Blutdruckanstieg auf Werte über 230 / 130 mmHg ohne Organschäden (hypertensive Krise)
  4. notfallmäßig zu versorgende Blutdruckerhöhung, die definiert ist als Blutdruckanstieg über 230 / 130 mmHg mit Organschädigungen, die lebensbedrohlich sind.

Ursachen / Entstehung / Riskofaktoren

Des Weiteren werden 2 Typen des Bluthochdrucks unterschieden. Welcher Hochdrucktyp beim Patienten vorliegt, wird durch die Ursache der Blutdruckerhöhung bestimmt.

  1. Bluthochdruck, dessen Ursachen nicht bekannt sind (primäre oder essenzielle Hypertonie).
    Bei 90-95% der Hypertonien lässt sich keine organische Ursache für den erhöhten Blutdruck finden.
    Man vermutet, dass Faktoren wie Ernährung, Stress, Rauchen, körperliche Konstitution und Hormone die Entstehung des Bluthochdrucks beeinflussen. Bei entsprechender Veranlagung führt eine zu hohe Kochsalzzufuhr zur Entwicklung des Bluthochdrucks, deshalb kann eine Kochsalzbegrenzung (5mg Kochsalz / Tag) die hohen Werte bei einem Großteil der Patienten senken.
    Übergewicht und fettreiche Kost steigern den Bluthochdruck. Rauchen verursacht durch das Nikotin eine Gefäßverengung, so dass der Blutdruck ansteigt. Stress aktiviert das sympathische, d.h. das stressvermittelte Nervensystem, was eine Erhöhung des Blutdrucks zur Folge hat. Alkohol verursacht eine Erhöhung der Herzfrequenz, was mit einer erheblichen Blutdrucksteigerung einhergehen kann.
     
  2. sekundärer Bluthochdruck, dessen Ursachen bekannt sind und benannt werden können, d.h. der Bluthochdruck beruht auf einer z.T. behebbaren Grunderkrankung eines inneren Organs. 10-15% der Patienten mit Bluthochdruck leiden an einer Hypertonie mit organischer Ursache.
    Hierbei kommen eine Verengung der Nierenarterie (Nierenarterienstenose), ein Nierentumor oder Veränderungen des Nierengewebes (renoparenchymatöse Hypertonie) als Ursache vor. Da die Niere erkrankt ist, spricht man von einer „renalen Hypertonie“.
    Weitere Erkrankungen, die mit einer Blutdruckerhöhung vergesellschaftet sein können, sind eine Aortenverengung (Aortenishmusstenose) und hormonelle Ursachen, wie eine Überproduktion von Adrenalin und Noradrenalin durch einen Nebennierentumor (Phäochromozytom) oder eine erhöhte Cortisonproduktion (Morbus Cushing), wobei die durch Hormone verursachte Erhöhung des Blutdrucks als „endokrine Hypertonie“ bezeichnet wird.

Symptome / Beschwerden

Kopfschmerzen als häufige Ursache von Bluthochdruck

Der Bluthochdruck (arterielle Hypertonie), sowohl die essentielle als auch die sekundäre Form, bleibt von vielen Patienten lange Zeit unbemerkt, da es möglich ist, dass jahre- bis jahrzehntelang keine Beschwerden auftreten. Das ist für den Patienten besonders tückisch, da ein ständig erhöhter Blutdruck, trotz subjektiven Wohlbefindens, schon schwere Schäden am Gefäßsystem hervorrufen kann. Wird die Blutdruckerhöhung jedoch symptomatisch, klagen viele Patienten über spürbares Herzklopfen, Schwindel, Ohrengeräusche, Luftnot bei körperlicher Anstrengung und Kopfschmerzen am Morgen nach dem Aufstehen sowie Nasenbluten.
Wichtig ist, dass der erhöhte Blutdruck (arterielle Hypertonie) ärztlich behandelt wird, um Gefäß- und Organschäden zu vermeiden.
Liegt schon eine Gefäß- und Organbeteiligung vor, treten oftmals Symptome wie Schmerzen in der Brust (Angina pectoris) im Rahmen einer Herzkranzgefäßverengung (koronare Herzkrankheit (KHK)) bis hin zum Herzinfarkt (Myocardinfarkt) und Schlaganfall (Apoplex) auf.
Treten die letztgenannten Symptome auf, kann es sich um einen hypertensiven Notfall handeln, bei dem die Blutdruckwerte über 230/130 mmHg erhöht sind. In diesem Fall muss der Patient unverzüglich behandelt werden.

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Diagnose

Der Arzt erfragt zunächst die Krankengeschichte (Anamnese) des Patienten.
Hierbei liegt besonderes Augenmerk auf Vorerkrankungen, wie eine Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus), eine eingeschränkte Nierenfunktion (Niereninsuffizienz) oder eine Arterienverkalkung (Arteriosklerose). Diese Erkrankungen bedeuten bei zusätzlich gesteigerten Blutdruckwerten ein erhöhtes Risiko für Organschädigungen.

Außerdem sind Dauer und Höchstwerte bekannt erhöhter Blutdruckwerte von Interesse. Des Weiteren fragt der Arzt nach Medikamenten, die der Patient einnimmt und die möglicherweise eine blutdrucksteigernde Wirkung haben, wie z.B. Verhütungsmittel (Kontrazeptiva) oder Cortison.
Da Bluthochdruck in Familien gehäuft auftreten kann, erkundigt sich der Arzt auch nach eventuellen Erkrankungen wie Herzinfarkt / Myocardinfarkt, erhöhten Blutdruck, Nierenerkrankungen oder Schlaganfällen in der Familie des Patienten.
Angaben zu den Essgewohnheiten, der Körpergröße und dem Körpergewicht sowie sportlicher Aktivität des Patienten vervollständigen die Krankengeschichte.

Die wichtigste körperliche Untersuchung zur Feststellung eines Bluthochdrucks ist die Blutdruckmessung nach Riva Rocci mit einer Oberarmblutdruckmanschette, die an beiden Armen in sitzender oder liegender Position nach mindestens fünfminütiger Ruhephase durchgeführt wird. Der Arm muss hierfür in Herzhöhe gelagert sein. Ebenso werden im Rahmen der klinischen Untersuchung die Pulse an Armen und Beinen getastet, um eine Gefäßveränderung der Hauptschlagader (Aorta) auszuschließen.

Bei der Blutdruckmessung müssen mindestens zweimal erhöhte Werte festgestellt werden und zwar nach folgendem Schema:

Art der Blutdruckmessung

Blutdruckwerte in mmHg

Praxismessung

140/90 mmHg

Selbstmessung

135/85 mmHg

24-Stunden-Messung

Tagesprofil 135/85 mmHg

Belastungsmessung (Ergometrie)

 200mmHg/100 bei 100 Watt

Der Patient wird außerdem auf das Vorliegen von Folgeschäden hin untersucht, d.h. die Funktion von Herz, Auge und Niere wird abgeklärt. Hierbei kann an apparativen Untersuchungen eine 24-Stunden-Blutdruckmessung (ambulantes Blutdruck-Monitoring) durchgeführt werden, eine Blutuntersuchung vorgenommen werden, ein Ultraschall der Nieren erfolgen, der Augenhintergrund (Netzhaut) untersucht und ein Urinstatus erhoben werden.

Therapie und Empfehlung

Ziel der Bluthochdrucktherapie ist es, den Blutdruck zu normalisieren, d.h. auf Werte unter 140/90 mmHg zu senken, und das mit den nebenwirkungsärmsten Mitteln. Für Patienten mit Diabetes mellitus und/oder Nierenerkrankungen ist das Therapieziel unter 130/80 mmHg definiert.
Der Patient sollte regelmäßig seine Blutdruckwerte in selbstständigen Blutdruckmessungen kontrollieren. Der beste Zeitpunkt hierfür liegt zwischen
6.00-9.00 Uhr und 18.00-21.00 Uhr und zwar vor dem Essen und der Medikamenteneinnahme. Eine engmaschige Selbstmessung ist wichtig, um den Therapieerfolg zu kontrollieren. Hierbei liefern Geräte zur Messung am Oberarm genauere Werte als solche für das Handgelenk.
Bei der Messung am Oberarm muss beachtet werden, dass sich die Manschettengröße auf die Blutdruckwerte auswirkt: Wird die Manschettenbreite zu klein gewählt, sind die gemessenen Werte zu hoch; bei einer zu breiten Manschette sind die Werte entsprechend zu gering.

Allgemeine Maßnahmen zur Senkung des erhöhten Blutdrucks sollten von jedem Hochdruckpatienten durchgeführt werden, um niedrigere, im Idealfall normale Blutdruck zu erreichen und somit auch Folgeschäden an inneren Organen zu vermeiden. Hierzu gehören eine Aufklärung des Patienten über die Krankheit und ihren möglichen Folgen sowie die Motivation des Patienten, die antihypertensive Therapie gegen den erhöhten Blutdruck konsequent auszuführen.
Wichtig sind außerdem die Normalisierung des Körpergewichts und, in Bezug auf die Ernährung, eine salzarme Diät mit höchstens 6 Gramm Kochsalz pro Tag und der Verzehr einer mediterranen Kost (d.h. die Verwendung von Olivenöl beim Kochen, der Genuss von überwiegend Obst, Gemüse, Fisch und Salat, aber wenig tierischen Fettes).

Ebenso fördernd für die Blutdrucksenkung sind das Einstellen des Rauchens, der Verzicht auf Koffein und die Reduktion des Alkoholkonsums. Dem Abbau von Stress kommt ebenfalls große Bedeutung zu.
Ausdauersport wie Nordic walking oder Jogging (mindestens 1 Stunde pro Woche) ist eine sehr wirksame Methode zur Blutdrucksenkung.

Diese allgemeinen Maßnahmen zur Blutdrucksenkung gelten insbesondere für Patienten mit essentieller Hypertonie. Bei den sekundären Hypertonieformen muss die Ursache der Blutdruckerhöhung, die vom Arzt diagnostiziert und benannt werden kann, ausgeschaltet werden.
Am Beispiel der Nierenarterienstenose (verengte Arterie der Niere) als Grund einer Blutdruckerhöhung wird dies deutlich: Man behandelt den Patienten medikamentös und/oder führt mittels Katheter eine Arterienweitung durch (perkutane transluminale Arteriendialatation). Da die Enge der Arterie, sie ist die Ursache der Hypertonie, somit beseitigt ist, sinkt der Blutdruck ab.

Die medikamentöse Therapie muss, sowohl bei der primären als bei der sekundären Form des erhöhten Blutdrucks, individuell auf jeden Patienten eingestellt werden und umfasst ein breites Spektrum an Wirkstoffgruppen. In Abhängigkeit vom Befinden des Patienten werden die richtigen Medikamente ausgewählt.

Substanzen der ersten Wahl, also primär eingesetzt werden, sind Thiazide, Betablocker, ACE-Hemmer und Angiotensin-Rezeptorblocker.

Die Wirkungen der aufgeführten Medikamentenklassen sind im Folgenden kurz beschrieben:

Medikament

Wirkung

Thiazide

Steigerung der Kochsalz- und Wasserausscheidung über die Nieren

Betablocker

Herzfrequenzsenkung, Schutz des Herzens vor Katecholaminwirkung

ACE-Hemmer

Senkung des peripheren Gefäßwiderstands;

TPR mit RR=TPR * HZV

Angiotensin-Rezeptorantagonisten

Senkung des peripheren Gefäßwiderstands; s.o.

In der Regel ist diese Therapie eine dauerhafte Therapie über Jahre hinweg; oftmals ist es nötig, sie lebenslang durchzuführen.

Zunächst wird eine sogenannte Monotherapie (Therapie nur mit einem Medikament) begonnen, d.h. der Patient erhält ein einziges Präparat, das nach der Wirkungsweise und den Begleiterkrankungen des Patienten ausgewählt wird. Kommt es innerhalb von ca. 3-4 Monaten zu keiner entscheidenden Senkung des Blutdrucks, kann eine Kombination von zwei Präparaten verschrieben werden. Auch eine Dreierkombination von Medikamenten kann vom Arzt zur Senkung des Blutdrucks angeordnet werden, wenn auch die Einnahme zweier Pharmaka nicht ausreichend ist.

Oftmals treten Mediakentennebenwirkungen wie Müdigkeit und Abgeschlagenheit auf, die aber meistens nach Erreichen normaler Blutdruckwerte wieder verschwinden.

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Komplikationen Bluthochdruck

Das Gefäßsystem kann durch die Blutdruckerhöhung Schaden nehmen. Dieser Prozess bleibt vom Patienten lange Zeit unbemerkt, da er keine Symptome verursacht, trotzdem aber langsam und stetig fortschreitet. Viele Patienten mit Blutdruckerhöhung (Hypertoniker) erleiden eine frühzeitige Arterienverkalkung (Arteriosklerose).
Die Gefäße sind durch den hohen Blutdruck einer Druckerhöhung ausgesetzte und verändern dementsprechend ihre Wandeigenschaften, wobei sich Cholesterin- und Fettpartikel leichter an den Gefäßwänden anlagern können. Durch diese Anlagerungen verengen sich die Gefäße und ihr Durchmesser wird geringer, der Druck, den das Herz zum Pumpen des Blutes durch den Körper aufwenden muss, steigt an. Herz und Blutgefäße sind daher einer erhöhten Druckbelastung ausgesetzt.
Eine Muskelschwäche des linken Herzens (Herzinsuffizienz) und ein Verschluss der Herzkranzgefäße (KHK) mit einem eventuell folgenden Herzinfarkt können ebenfalls als Komplikationen auftreten. Der Herzmuskel wird auf Grund der verengten Herzkranzgefäße, vor allem unter Belastung, schlechter durchblutet und es kann eine schmerzhafte Enge in der Brust (Angina pectoris) resultieren. Wird die Durchblutung des Herzens vollständig unterbrochen, erleidet der Patient einen lebensbedrohlichen Herzinfarkt, dessen Vorbote oftmals die eben beschriebenen Schmerzen in der Brust sind. 

Die kleinen Gefäße der Niere können durch die Druckbelastung angegriffen werden, so dass die Filterfunktion der Nieren eingeschränkt ist und Eiweiße, die normalerweise nicht in den Urin abfiltriert werden, im Urin nachgewiesen werden können (hypertensive Nephropathie mit Mikroalbuminurie). Dieser Eiweißübertritt in den Urin zeigt eine Beteiligung der Nieren an, welche durch eine entsprechende Medikation zur Blutdrucksenkung ausgeschaltet werden sollte.

Eine Minderdurchblutung des Gehirns kann ebenfalls Folge des Bluthochdrucks sein. Ca. 15% der Hochdruckpatienten erleiden einen tödlichen Schlaganfall (Apoplex). Hierbei ist es möglich, dass der Schlaganfall durch die Blutgefäßverengung und die Minderdurchblutung auftritt oder, wegen der Wandveränderungen der Gefäße, diese reißen und eine Hirnblutung eintritt.

Besonders bei Diabetikern mit erhöhtem Blutdruck ist eine regelmäßige Untersuchung des Augenhintergrundes (Fundoskopie) wichtig, da auch die Gefäße der Aderhaut, die die Netzhaut des Auges versorgen, durch die Blutdruckerhöhung Veränderungen unterliegen (diabetische Retinopathie). Die Gefäße können einreißen und in die Netzhaut einbluten. Ebenso kann eine Minderdurchblutung des Netzhaut und des Sehnerven auftreten. Beide Komplikationen führen zu einer Verschlechterung des Sehvermögens (Visusminderung).

Eine weitere gefährliche Komplikation der Hypertonie ist die Ausweitung der Hauptschlagader (Aortenaneurysma), da lebensbedrohliche Blutungen mit hohem Blutverlust auftreten können.

Es ist also notwendig, die Patienten effektiv zu behandeln, um das Auftreten von Komplikationen zu verhindern.

Verlauf und Prophylaxe

Ein Blutdruckwert unter 120/80 mm Hg ist ein optimaler Wert. Da sich das Risiko für Herz - Kreislauf - Erkrankungen mit jedem Anstieg um 20/10 mmHg im Vergleich zum optimalen Wert verdoppelt, ist dem Hypertoniker eine gute Blutdruckeinstellung durch allgemeine Maßnahmen und Medikamente dringend zu empfehlen.

Durch spezielle Schulungsprogramme für Patienten mit Bluthochdruck erlernen sie den Umgang mit ihrer Erkrankung und erhalten eine Anleitung für den Einbezug der blutdrucksenkenden Maßnahmen in das alltägliche Leben. Um Organschäden und Komplikationen in Folge des Bluthochdrucks zu vermeiden, sind eine intensive Betreuung durch den Hausarzt und die Motivation des Patienten, die allgemeinen Maßnahmen und die medikamentöse Therapie auch zu befolgen (Compliance), notwendig.

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