MRT - Untersuchung

Synonyme

MagnetResonanzTomographie, Kernspintomographie, Magnet- resonanztomografie, Kernspinuntersuchung

Englisch: NMR (nuclear magnetic resonance), MRI (magnetic resonance imaging)

Lesen Sie auch:

Grundlagen und Technik

MRT der Hüftgelenke

Die Kernspintomographie, auch als Magnetresonanztomographie (MRT) bezeichnet, ist ein modernes Schnittbildverfahren, das sich die Prinzipien der so genannten kernmagnetischen Resonanz zunutze macht. Anders als beispielsweise bei der Computertomographie werden zur Erzeugung der Bilder keine Röntgenstrahlen (siehe Röntgen) eingesetzt, sondern starke Magnetfelder und Radiowellen.
Mit Hilfe dieser MRT Untersuchung lassen sich auf nicht-invasive (ohne Eingriff in den Körper) Weise in relativ kurzer Zeit Schichtaufnahmen nahezu jeden Körperteiles in beliebigem Winkel und Richtung erzeugen.
Diese Informationen liegen in digitaler Form vor, was dem Radiologen ermöglicht, nach der Untersuchung mit Hilfe leistungsstarker Computer verschiedenste Ansichten des untersuchten Körperteiles zu erzeugen.
 
Technische und physikalische Grundlagen :
Der zentrale Kern einer MRT - Anlage (Magnetresonanztomographie) ist ein tonnenschwerer, zumeist mit flüssigem Helium gekühlter, supraleitender Elektromagnet. In seiner Innenwand sind Sende- und Empfangsantennen eingebaut.
Bei Bedarf werden weitere Antennenspulen je nach zu untersuchender Körperregion der Magnetresonanztomographie zugeschaltet. Für spezielle Untersuchungen gibt es speziell geformte Spulen, z. B. für die Untersuchung des Kopfes, des Kniegelenkes, der Wirbelsäule oder der (weiblichen) Brust (MR-Mammographie). Damit die Untersuchung nicht durch andere Radiowellen gestört wird, ist der MR-Untersuchungsraum durch einen Faradayschen Käfig abgeschirmt.
Der menschliche Körper besteht aufgrund des reichlichen Vorhandenseins von Wasserstoffprotonen aus zahllosen winzigen biologischen Magneten. Dies macht man sich bei der Magnetresonanztomographie zunutze. Aufgrund ihrer Drehung (Kernspin) dieser Wasserstoffprotonen entwickelt sich ein magnetisches Moment und die Protonen verhalten sich wie kleine Magnetkreisel, die sich in einem extern angelegten starken Magnetfeld anhand der Feldlinien des Magnetfeldes ausrichten.

Die Magnetresonanztomographie (MRT Untersuchung) läuft im Wesentlichen in drei Schritten ab:
Zunächst wird um den Körper ein starkes, stabiles, homogenes Magnetfeld von 1 - 3 Tesla erzeugt (10.000 - 30.000 mal stärker als das Magnetfeld der Erde) und damit eine stabile Ausrichtung der Protonen erreicht.

Offenes MRT

Als zweiter Schritt der MRT Untersuchung wird diese stabile Ausrichtung verändert, indem man elektromagnetisch Hochfrequenzenergie in Form eines Radiosignals in einem bestimmten Winkel zur Ausrichtung der Wasserstoffprotonen einstrahlt. Durch das Radiosignal des MRT werden die Wasserstoffprotonen in Schwingung versetzt. Nachdem der Radioimpuls wieder abgeschaltet worden ist, kehren die Wasserstoffprotonen wieder in ihre Ausgangsstellung zurück und geben dabei die Energie, die sie durch den eingestrahlten Radioimpuls aufgenommen haben, wieder ab. Die abgegebene Energie ist im dritten Schritt durch Empfangsspulen (Prinzip von Antennen) messbar. Durch eine ausgefeilte Anordnung dieser Empfangsspulen kann man in einem dreidimensionalen Koordinatensystem genau messen, wo wann welche Energie abgegeben worden ist. Die gemessenen Informationen werden durch leistungsfähige Computer dann in Bildinformationen umgerechnet. 

Oben ein Beispiel für eine offenes MRT - Untersuchung (Magnetresonanztomografie).


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Autor: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 15.05.2012