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Prostatakrebs

Synonyme im weitesten Sinne

Prostatakarzinom, Prostata-CA, Prostatatumor

Definition

Es handelt sich um eine bösartige Geschwulst der Vorsteherdrüse (Prostata). Der häufigste Entstehungsort sind die Schleimhautzellen (Epithel), welche die Ausführungsgänge  auskleiden. Das Prostatakarzinom ist insgesamt der häufigste Tumor  und die dritthäufigste krebsbedingte Todesursache beim Mann. Die Wahrscheinlichkeit an einem Prostatakarzinom zu erkranken steigt mit zunehmendem Lebensalter. Ein Auftreten vor dem 40. Lebensjahr ist selten. Zum Zeitpunkt der Diagnosestellung unterscheidet man

Folgende Formen sind zu unterscheiden:


Ursachen

Die genaue Entstehung ist noch ungeklärt. Der Prostatakrebs scheint jedoch eine Stimulation durch männliche Geschlechtshormone (Androgene) zu benötigen. Dies wird daraus ersichtlich, dass eine Unterdrückung dieser Hormone zu einer Schrumpfung der Prostata und in ca. 80% der Fälle auch zu einer Verkleinerung des Tumors führt.

Früherkennung

Leider macht das Prostatakarzinom in frühen Stadien selten Beschwerden, da es an der Außenseite der Drüse (also weit entfernt von der Harnröhre) entsteht und somit Probleme beim Wasserlassen erst dann auftreten, wenn der Tumor schon sehr groß ist.

Hinweis: Früherkennung

Da man den Proststakrebs aber nur im Frühstadium vollständig heilen kann, ist eine Teilnahme an Früherkennungsmaßnahmen („Screening“) ungemein wichtig.

 

Dazu zählen folgende Verfahren:
 

Jedem Patienten mit auffälligem Tastbefund oder einem sonst nicht erklärbaren erhöhten PSA – Wert (>4 ng/ml) sollte eine Gewebeprobe zur weiteren Abklärung entnommen werden. Wird hierbei frühzeitig ein Prostatakrebs festgestellt, besteht eine gute Chance auf Heilung.

Symptome

Beschwerden im Frühstadium sind, wie bereits oben erwähnt, sehr selten. Erst wenn sich der Prostatakrebs auf benachbarte Strukturen (v.a. Harnröhre) ausbreitet, kommt es zu Beschwerden. Diese ähneln denen der gutartigen Prostatavergrößerung:

 

Abschwächung des Harnstrahls, häufigeres Wasserlassen (auch nachts).

 

Desweiteren können tiefe Kreuzschmerzen, ziehende Schmerzen im Beckenbereich und auch ischiasähnliche Beschwerden (Lumboischialgie) auftreten. Derartige Beschwerden können auf Tochtergeschwulste (Metastasen) in der Lendenwirbelsäule hinweisend sein .


Diagnose

Für die Diagnose des Prostatakrebs am bedeutsamsten sind die Tastuntersuchung sowie die PSA – Bestimmung im Blut, welche als Vorsorgeuntersuchungen ab dem 45. Lebensjahr regelmäßig wahrgenommen werden sollten.

Ergibt sich aus den obengenannten Untersuchungen ein Verdachtsmoment, sollte eine Gewebeentnahme in Form einer sog. Stanzbiopsie erfolgen. Es werden hierbei 6 – 12 Proben aus verschiedenen Arealen der Prostata entnommen. Die Prozedur erfolgt über den Enddarm (Rektum) und ist aufgrund der Schnelligkeit des Eingriffes schmerzlos. Nachblutungen sind möglich, daher sollten blutverdünnende Medikamente in Absprache mit dem behandelnden Arzt vorher abgesetzt werden (z.B. Aspirin).

Zur genauen Größenabschätzung eines evtl. vorhandenen Tumors sind folgende Untersuchungen notwendig:

Zur weiteren Therapieplanung kann eine CT (Computertomographie) oder MRT (Magnetresonanztomographie) notwendig werden.

Um Tochtergeschwulste (Metastasen) zu entdecken ist die Durchführung einer Szintigraphie des Skeletts nötig, da dort für gewöhnlich die ersten Fernmetastasen zu finden sind (v. a. in Beckenknochen und  der Lendenwirbelsäule).

Ist der PSA – Wert niedriger 10 ng/ml sind Metastasen höchst unwahrscheinlich und eine Skelettszintigraphie daher nicht durchzuführen.

 

Bei der anschließenden mikroskopischen Untersuchung des entnommenen Gewebes kann der Pathologe den Bösartigkeitsgrad (Malignitätsgrad) anhand existierender Tabellen (Gleason-Score, Klassifikation nach Dhom) bestimmen.

TNM-Klassifikation

Die TNM-Klassifikation beschreibt den Prostatakrebs bezüglich des lokalen Tumors selbst (Primärtumor), abgekürzt mit (T), sowie das Vorhandensein von Lypmphknotenmetastasen (N) oder Fernmetastasen (M). Die hierbei festgelegten Erkrankungsstadien haben unmittelbare Auswirkungen auf die Therapieplanung und die Prognose für den Patienten (Heilung / Überlebesrate)

Weiterführende Informationen

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