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Inhalt:
Symptome Herzmuskelentzündung
Hinweise
Bei diesem Thema handelt es sich um die Fortsetzung unseres Themas: Herzmuskelentzündung / Myokarditis
Symptome
Der Verlauf einer Herzmuskelentzündung (Myokarditis) kann ganz unterschiedliche Formen annehmen. Die meisten Myokarditiden verlaufen ohne oder mit milden klinischen Symptomen.
In extremen Fällen kann das erste Symptom einer Herzmuskelentzündung, gefährliche Herzrythmusstörungen, sowie ein plötzlicher Herztod sein. Eine chronische Myokarditis kann eine dilatative Kardiomyopathie mit entsprechenden Symptomen auslösen. Die Beschwerden, die Patienten mit einer infektiösen Myokarditis zeigen, stehen meist mit dem ursprünglichen Effekt in Zusammenhang.
Treten Symptome auf und wird die Myokarditis somit klinisch, klagen die Patienten meistens über:
- Müdigkeit
und - Abgeschlagenheit (Leistungsknick),
sowie - Herzklopfen
oder - Herzstolpern.
Einen unnatürlich schnellen Puls kann der Patient ebenfalls angeben (Tachykardie), sowie Fieber. Das von ihm angegebene Herzstolpern wird sich durch ein EKG vermutlich als Extrasystolie (Herzrythmusstörungen) darstellen lassen.
In extremen Verlaufsfällen zeigen die Patienten die Symptome einer Herzinsuffizienz, die von Atemnot, Leistungsabfall bis hin zu geschwollenen Beinen (Ödeme) reichen können.
Diagnose
Auch hier ist die Anamnese (Krankengeschichte) des Arztes in erster Linie von Bedeutung. Wichtig ist für den Arzt, herauszufinden, ob in näherer Vergangenheit Infektionen vorlagen.
Bejaht dies ein Patient, muss auch an eine Herzerkrankung gedacht werden. Die körperliche Untersuchung durch den Arzt wird in den meisten Fällen keinen auffälligen Befund bringen.
Lediglich das Abhören (Auskultation) der Herztöne kann unter Umständen Tachykardie (Ruhepuls über 100 Schläge/Minute) und einen unregelmäßigen Herzschlag (Arrythmie) aufzeigen. Wichtig ist bei jedem Myokarditisverdächtigen Patient ein EKG anzufertigen. Als eines der wichtigsten Diagnosekriterien, kann die Auswertung der Erregungsbildung des Herzmuskels, wichtige Hinweise auf eine Myokarditis geben. Auch ein Langzeit EKG sollte in Betracht gezogen werden.
Wichtig ist auch die Blutuntersuchung des Patienten. Hierbei werden in der Regel folgende Parameter untersucht:
- CK/CK-MB
- Troponin (die Erhöhung dieser Werte sprechen eigentlich für einen Herzinfarkt, können aber auch bei einer Myokarditis erhöht sein).
Des Weiteren werden noch Entzündungsparameter im Blut überprüft, um eine Infektion nachzuweisen (Blutsenkungsgeschwindigkeit/BSG und C-reaktives Protein/CRP).
Bakteriologische und virologische Untersuchungen können ebenfalls hilfreich sein. Hierbei wird entweder eine Stuhlprobe des Patienten auf Bakterien untersucht oder eine Blutprobe entnommen und diese im Labor in einem Inkubator bebrütet. Das Hormon BNP gibt Hinweis auf eine voranschreitende Herzinsuffizienz, die ja, wie bereits beschrieben, aus einer Myokarditis (Herzmuskelentzündung) resultieren kann.
Als bildgebende Verfahren kann der Arzt ein Ultraschall des Herzens, eine Röntgenaufnahme des Brustkorbes oder eine Magnetresonanztomographie anordnen. Der Ultraschall gibt bei einer Myokarditis (Herzmuskelentzündung) oft ein unauffälliges Bild wieder. Gelegentlich können hier aber ein Erguss des Herzbeutels und Bewegungsstörungen des Herzmuskels gesehen werden.
Im Falle einer Herzinsuffizienz würde man in der Röntgenaufnahme eine entsprechende Vergrößerung des Herzschattens, sowie eine Lungenstauung erkennen. Die Magnetresonanztomographie (MRT) kann unter Umständen eine verspätete Kontrastmittelanreicherung als Zeichen einer Myokarditis erkennen lassen. Eine Signalerhöhung im MRT würde in diesem Falle für ein Ödem im Bereich des Herzmuskels sprechen.
Das MRT bietet des Weiteren die Möglichkeit, eine gezielte Probenbiopsie dem Herzmuskel zu entnehmen, um diese aus histologischer Sicht zu betrachten. In extremen Fällen kann die Myokardprobenbiopsie durch eine Herzkatheteruntersuchung notwendig sein.
Therapie
Wurde eine Myokarditis (Herzmuskelentzündung) diagnostiziert, gilt es schnell zu handeln. Zunächst sollte man die Grunderkrankung medikamentös behandeln, die zu der Myokarditis geführt hat. In den meisten Fällen wird eine Penicillinbehandlung oder einem anderen Antibiotikum intravenös eingeleitet. Der Patient muss hierzu stationär aufgenommen werden. War es möglich, den Erreger der Infektion zu klassifizieren, kann man in den meisten Fällen ein Antibiogramm anfertigen und die Grundinfektion behandeln.
Lässt sich als Ursache ein Virus vermuten, kann es notwendig werden, eine sogenannte medikamentöse antivirale Therapie einzuleiten (z.B. mit Interferon). Können Autoantikörper nachgewiesen werden, muss zunächst die erhöhte Aktivität des Immunsystems gedrosselt werden. Dies geschieht in der Regel durch die Gabe von Kortison.
Als allgemeine Behandlungsprinzipien sind körperliche Schonung, Gabe von blutverdünnenden Medikamenten (Antikoagulation) bei Hinweisen einer Kardiomyopathie und die Behandlung einer eventuell entstandenen Herzinsuffizienz (Gabe von Beta-Blockern, Diuretika, ACE-Hemmer, Digitalis).
Prognose
In über 80% der Fälle, heilt eine Myokarditis (Herzmuskelentzündung) aus. Allerdings verbleiben genauso häufig Herzrythmusstörungen auf Lebzeit. Diese sind jedoch harmlos und bedürfen keiner weiteren Behandlung. In 15 % der Fälle kommt es zu einer dilatativen Kardiomyopathie mit Herzinsuffizienz / Herzschwäche (besonders bei der Virusmyokarditis).
Relativ selten kommt es zu einem fulminanten (aggressiven) Verlauf mit akuten Herzrythmusstörungen oder Überleitungsstörungen, die im schlimmsten Fall einen lebensbedrohlichen Verlauf nehmen können.
Zusammenfassung
Unter einer Myokarditis (Herzmuskelentzündung) versteht man die Entzündung des Herzmuskels. Diese entsteht in den häufigsten Fällen durch Viren (50% aller Myokardititen).
Man unterscheidet infektiöse Ursachen, zu denen:
- Viren
- Bakterien
- Pilze
- Protozoen
und - Parasiten
gehören.
Die zweite Form wird durch nichtinfektiöse Ursachen ausgelöst (rheumatische Erkrankungen, Entzündungen der Gefäße (Vaskulitiden), strahlenbedingte Myokardititen und Arzneimittelunverträglichkeiten).
Auch kann es Herzmuskelentzündungen durch eine Überreaktivität des Immunsystems kommen.
In diesem Fall können meist Antikörper im Blut nachgewiesen werden. Herzmuskelentzündungen verlaufen in der Regel ohne größere Symptome, was die mögliche Gefahr aber nicht schmälert. Häufig treten Hermuskeletzündungen nach durchgemachten Infektionen in der näheren Vergangenheit auf. Besonders wichtig sind hierbei die sogenannten Beta-hämolysierenden Streptokokken.
Löst eine Myokarditis Symptome aus, klagen die Patienten oft über Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Fieber, Herzrythmusstörungen bis hin zu schweren Herzinsuffizienzsymptomen. Neben der Anamnese, in der der Arzt durchgemachte Infektionen erfragt, benötigt er ein Blutbild des Patienten, das ihm darüber Aussagen geben kann, ob ein Infekt vorliegt oder ob Autoantikörper nachweisbar sind. Das Ultraschallbild des Herzens kann Aussagen über ein Ödem des Herzbeutels und Bewegungsstörungen des Herzens geben. Die Magnetresonanztomografie (MRT) kann ebenfalls zur bildlichen Darstellung des Herzens genutzt werden.
Behandelt wird zunächst die Grundinfektion/Ursache. Meist kommen hierbei Antibiotika zum Einsatz. Da in den meisten Fällen ein viraler Infekt vorliegt, kann der Einsatz einer antiviralen Therapie (Interferon) notwendig werden. Symptomatisch sollte man die Komplikationen behandeln, dem Patienten Ruhe gönnen und ggf. die durch die Myokarditis (Herzmuskelentzündung) entstandenen Begleiterkrankungen, behandeln.
In 80% der Fälle heilt eine Herzmuskelentzündung (Myokarditis) aus. Lediglich ungefährliche Herzrythmusstörungen können in vielen Fällen bestehen bleiben. Trotz der hohen Heilungsrate darf eine Myokarditis nicht unterschätzt und muss konsequent stationär behandelt werden.
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Die Therapie der Herzschwäche hat eine entscheiden Bedeutung hinsichtlich der erwarteten Lebensdauer. Ein geschwächtes Herz kann durch viele Maßnahmen entlastet werden, wodurch seine Leistungsfähigkeit zunimmt und die Grenze zu "kritischen" Leistungsbereichen wieder nach oben verschoben werden kann.
- Therapie Herzschwäche
- Herzschrittmacher
Der Herzschrittmacher ist definiert als ein künstlicher Taktgeber für das menschliche Herz. Der Herzschrittmacher wird den Patienten eingesetzt, die ein Herz haben, das zu entweder zu langsam schlägt oder häufig Pausen macht. Der Herzschrittmacher gibt in regelmäßigen Taktesn, bzw. Abständen elektrische Impulse ab, die den Herzmuskel stimulieren.
- Herzschrittmacher Indikation
Der Herzschrittmacher ist definiert als ein künstlicher Taktgeber für das menschliche Herz. Die Indikation für eine vorübergehende Therapie stellen zum Beispiel der Schock oder bestimmte Vergiftungen. Darüber hinaus gibt es weitere Indikationen für eine Dauerhafte Implantation eines Herzschrittmachers.
- Herzschrittmacher Operation
Vor der Operation eines Herzschrittmachers ist eine Untersuchung/ Anamnese des Patienten notwendig. Die Operation um einen Herschrittmacher einzusetzen dauert meistens weniger als eine Stunde und kann in der Regel in örtlicher Betäubung durchgeführt werden, nur in wenigen Ausnahmefällen wird bei einer Operation für einen Herzschrittmacher eine Vollnarkose notwendig.
- Herzschrittmacher Indikation
- Kardiomyopathie
Die Kardiomyopathie gehört in eine Gruppe von Herzerkrankungen die auf verschiedenste Art und Weise die Herzfunktion beeinträchtigt. Die Ursachen für die verschiedenen Kardiomyopathien sind nicht immer offensichtlich und benötigen meist eine intensivere klinische Untersuchung.
- Koronare Herzkrankheit
Beim Vorliegen einer koronaren Herzerkrankung (KHK) sind die Herzkrankgefäße (Koronararterien), über die der Herzmuskel mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt wird, verengt. Der Blutfluss in den Koronarien ist reduziert, so dass das Herz minderversorgt wird. Die häufigste Ursache für die koronare Herzerkrankung in Industrieländern ist die Atherosklerose (sog. Arterienverkalkung) der Herzkranzgefäße. Die Gefäßwände verhärten sich, das Gefäß verliert hierdurch an Elastizität und der Gefäßdurchschnitt verkleinert sich. Die Limitierung des Blutflusses führt zur Koronarinsuffizienz, d.h. die Herzkranzgefäße können den Sauerstoffbedarf des Herzens nicht mehr decken; es besteht ein Missverhältnis zwischen Sauerstoffangebot und –bedarf des Herzmuskels, weshalb eine Myocardischämie, d.h. eine Mangel- bzw. Sauerstoffminderversorgung des Herzens, auftritt.
- Ursache Koronare Herzkrankheit
Diese Seite beschäftigt sich detailliert mit der Ursache der koronaren Herzkrankheit.
- Diagnose Koronare Herzkrankheit
Diese Seite beschäftigt sich detailliert mit der Diagnose der koronaren Herzkrankheit.
- Therapie Koronare Herzkrankheit
Diese Seite beschäftigt sich detailliert mit der Therapie der koronaren Herzkrankheit.
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