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Herzfrequenz
Synonyme im weitesten Sinne
Pulsschlag, Herzschlagfrequenz, Puls, Pulsfrequenz, Herzrhythmus
Definition
Die Herzfrequenz beschreibt die Anzahl der Herzschläge pro Minute und wird in bpm (beats per minute) gemessen. Sie ist eine wichtige Messgröße für die Auslastung des Herz-Kreislauf-Systems, da ein linearer Bezug, zwischen der Herzfrequenz einerseits und der Belastungsintensität andererseits, besteht.
Definition Ruhepuls
Der Ruhepuls ist die Frequenz des Herzens unter körperlichen Ruhezuständen. Die Ruheherzfrequenz wird unmittelbar nach dem morgendlichen Erwachen ermittelt. Sie liegt bei einem Erwachsenen bei ca. 80 Schlägen/min und sinkt im Laufe des Trainingsfortschrittes.
Definition Maximalpuls
Der Maximalpuls ist die Herzfrequenz, die unter maximalen Arbeitsbedingungen der Muskulatur erreicht werden kann. Gemessen wird der Maximalpuls bei höchster Ausdauerbelastung (Sprinten). Als Richtwert gilt: 220 Minus Lebensalter. Die maximale Herzfrequenz ist ein individueller Wert, der von Mensch zu Mensch unterschiedlich ist. Er nimmt im Laufe des Alters ab. Somit dient als Formel hier 220HF/min minus Lebensalter nur bedingt. Eine ärztliche Untersuchung ist besonders im höheren Alter notwendig.
Einleitung
Durch die Bestimmung der Herzfrequenz kann die gewünschte Trainingsintensität bezüglich des gewählten Trainingsziels (z.B. Ausdauertraining zur Fettverbrennung, Marathonvorbereitung etc.) eingehalten werden. Eine Kontrolle der Herzfrequenz mittels Pulsuhren ist dabei vorausgesetzt. Um im Ausdauertraining langfristige Erfolge zu erzielen, dient die Kontrolle der Herzfrequenz besonders bei Einsteigern, die gewünschte Trainingsintensität einzuhalten. Je höher die sportliche Belastung, desto mehr Sauerstoff und beziehungsweise Energie wird von der beteiligten Muskulatur benötigt. Folglich muss das Herz die Frequenz erhöhen, um den Körper mit ausreichend Sauerstoff zu versorgen. Die Leistung des Herzens wird somit einerseits durch die Herzfrequenz beschrieben, andererseits spielt sowohl das Schlagvolumen (die Menge an Blut, die das Herz mit einem Schlag auswirft), als auch das Herzminutenvolumen (die Menge an Blut, die das Herz in einer Minute auswirft) eine wichtige Rolle. Je mehr Blut das Herz mit einem Schlag in den Kreislauf pumpt, desto weniger Schläge werden benötigt. Somit besitzen Leistungssportler einen niedrigeren Ruhepuls.
Berechnung der optimalen Trainingsherzfrequenz
Die nachfolgenden Formeln dienen der Bestimmung der optimalen Herzfrequenz bei unterschiedlich gut trainierten Sportlern, sowie verschiedenen Formen des
Ausdauertrainings. Jede Formel, bezüglich einer HF-Berechnung, dient jedoch lediglich der groben Orientierung und ist in der Praxis nicht immer korrekt.
1. Bei der Festlegung der gewünschten Trainingspulsfrequenz muss zunächst das Alter berücksichtigt werden. Das Lebensalter ist im Bezug auf die gewünschte Herz-Kreislauf-Belastung folgendermaßen einzuberechnen (nach Stauzenberg):
Maximalpuls: 220HF/min – LA
80%-Auslastung: 200HF/min – LA
70%-Auslastung: 180HF/min – LA
50-60%-Auslastung: 160HF/min – LA
2. Die Karvonenformel bezieht zusätzlich die individuellen Voraussetzungen (Maximalpuls und Ruhepuls) des jeweiligen Sportlers mit in die Rechnung ein:
THF = RuheHF + (HFmax – RuheHF) x Int.%
Die Intensität ist hierbei im Bezug auf das gewünschte Trainingsziel zu wählen (siehe Tabelle).
Ausdauersportler sollten sich jedoch nicht nur auf fixe Werte konzentrieren. So kann problemlos bei einer gezielten Fettverbrennung kurzzeitig im anaeroben Bereich trainiert werden. Der menschliche Körper passt sich bei wechselnden Belastungsintensitäten besser an.
Grenzen der Herzfrequenz
Die Herzfrequenz ist ein einfacher Indikator zur Bestimmung der richtigen Trainingsintensität. Anhand vorgegebener Tabellen kann abgelesen werden mit welcher Herzfrequenz Fett verbrannt wird.
Leider ist die Herzfrequenz von so vielen Faktoren abhängig und weist individuelle Unterschiede auf. Je nach Leistungsstand erreichen Sportler gleichen Alters unterschiedlich hohe Herzfrequenzen. Trainierte Ausdauersportler erreichen meist nicht so hohe Werte wie untrainierte. Dies ist darauf zurückzuführen, dass sich das Herz- Kreislauf- System im Trainingsprozess ökonomisiert hat.
Dennoch ist es sinnvoll, die Kontrolle der Herzfrequenz trainingsbegleitend einzusetzen.
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