Inhalt:
Supplements / Supplemente
Synonyme im weiteren Sinne
Supplemente, Nahrungsergänzungsmittel, Sportnahrung, Leistungssteigerer, Doping
Englisch: Supplements
Was sind Supplements?
Supplements sind Nahrungsergänzungsmittel / Sportnahrung, die insbesondere dem Sportler, der einen größeren Verbrauch dieser sogenannten Supplements / Supplemente / Sportnahrung hat, eine optimale sportliche Leistung ermöglichen sollen.
Im leistungsorientierten Sport wird aktuell versucht die Leistungsfähigkeit, mit allen zu Verfügung stehenden legalen Mitteln zu optimieren, um am Wettkampftag bestmöglichst vorbereitet zu sein. Neben anderen Aspekten werden der spezifischen Zufuhr von erlaubten Nahrungsergänzungsmitteln häufig (zu?) große Effekte zugeschrieben.
Positive Dopingfälle durch (angeblich) verunreinigte Supplemente haben in den letzten Jahren zu einer Verunsicherung bezüglich der Reinheit der Supplemente geführt. Studien haben bestätigt, dass die Gefahr verunreinigter Supplemente durchaus besteht!!!
Im weiteren sollen die wichtigsten Supplements klar strukturiert mit Sinn, Funktion und Dosierung dargestellt werden.
Trotzdem besitzen die Nahrungsergänzungsmittel einen festen Bestandteil im leistungsorientiertem Sport.
Hier erhalten Sie weitere Informationen zum Thema Muskelaufbau und Ernährung
Definition
Als Supplemente (engl. Supplements) oder Nahrungsergänzungsmittel werden Verbindungen, die zusätzlich zur Basisernährung dem Körper von aussen zugeführt werden, bezeichnet.
Supplemente sollen nicht über längere Zeit und ohne Beratung durch eine Fachperson eingenommen werden. Grundsätzlich sind die Prinzipien einer gesunden Basisernährung auch von Sport - Treibenden zu beachten. Eine Einnahme von Supplementen kann in keinem Fall eine falsche oder unausgewogene Ernährung ausgleichen.
Es werden in keiner Art und Weise Anleitungen oder Empfehlungen zur Einnahme abgegeben oder für bestimmte Produkte geworben.
Eine Supplementation mit erlaubten Nahrungsergänzungsmitteln soll nur gezielt und durch eine Fachperson individuell abgestimmt aufbauend auf einer optimalen Basisernährung durchgeführt werden.
Die Grundsätze der Supplementation sollten beachtet werden. Es sind dies kurz zusammengefasst:
- Supplemente / Sportnahrung entsprechen nur einem Mosaiksteinchen im Gesamtmosaik der körperlichen Leistungsfähigkeit.
- Es werden keine Substanzen verwendet, die auf der Dopingliste stehen.
- Die langfristige Gesundheit des Sportlers und der Sportlerin stehen im Mittelpunkt.
- Eine Supplementation sollte individuell abgestimmt werden. Mögliche Nebenwirkungen und ethische Aspekte sollten berücksichtigt werden. Die genaue Anwendung und Dosierung wird mit dem betreuenden Umfeld besprochen und schriftlich festgehalten.
- Um das Verunreinigungsrisiko mit Dopingsubstanzen möglichst klein zu halten soll auf Bestellungen aus dem Internet und von unbekannten Produzenten verzichtet werden.
Aminiosäuren
Aminosäuren sind Bestandteile des menschlichen Körpers, genauer gesagt verkörpern sie die einfachste Bauweise der Eiweiße (= Proteine) und stellen somit auch die kleinsten Bausteine der Proteine dar. Sie werden zur Bildung von Hirn - Botenstoffen, Muskeln, Hormonen, Enzymen usw. benötigt.
In der Natur treten etwa zwanzig Aminosäuren auf, wobei der Mensch selbst nur einige Aminosäuren selbstständig aufbauen kann. Aminosäuren, zu deren Bildung der Körper selbst nicht fähig ist, nennt man essentielle Aminosäuren. Der Mensch muss sie über die Nahrung aufnehmen. Essentielle Aminsäuren beim erwachsenen Menschen sind: Leucin, Isoleucin, Methyonin, Threonin, Valin, Lysin, Phenylalanin, sowie Tryptophan. Cystein ist nicht essentiell im eigentlichen Sinne, allerdings ist sie als Schwefelquelle für den menschlichen Körper unentbehrlich. Bei Säuglingen sind darüber hinaus auch Histidin und Arginin essentiell.
Aminosäuren können untereinander kettenförmige Kombinationen eingehen. Man spricht dann von Eiweißmolekülen (Proteinen). Die Kombinationen der Aminosäuren entscheidet über die Funktionsweise und den Aufgabenschwerpunkt eines Proteins. Dabei erfolgt die Aminosäurenkombination nicht willkürlich. Sie wird in dem jeweils zugehörigen Gen entsprechend vorgegeben (codiert). Immer drei Basenpaare, die in gewisser Weise angeordnet sind, entsprechen einem so genannten Code – Wort (= Codon),. Dieses Codon stellt quasi die Bauanleitung für die jeweilige Aminosäure dar.
Weitere Informationen erhalten Sie unter: Aminosäuren
L - Carnitin
L-Carnitin ist eine Eiweissverbindung, die vom Körper aus den Aminosäuren Lysin und Methionin gebildet und mit der Nahrung (hauptsächlich aus Fleisch; carnis = lat. Fleisch) aufgenommen wird. Überschüsse werden ausgeschieden.
Weitere Informationen erhalten Sie unter: L-Carnitin
CLA
CLA (Conjugated Linolic Acid, also konjugierte Linolsäure) ist eine natürliche, mehrfach ungesättigte Fettsäure, die überwiegend in tierischen Lebensmitteln vorkommt, aber vornehmlich chemisch aus Sonnenblumenöl und Safloröl gewonnen wird. Da sie einer der Ausgangsstoffe für biologisch hoch aktive Stoffe und Membranstrukturen darstellt, ist sie für den Menschen lebensnotwendig.
Weitere Informationen erhalten Sie unter: CLA
HMB
HMB (Beta - Hydroxy - beta - Methylbutyrat, Hydroxy-methy l- Buttersäure) ist ein Stoff- wechselprodukt der essenziellen verzweigtkettigen Aminosäure Leucin, die im Körper bei deren Abbau gebildet wird. Bei durchschnittlicher Ernährung werden etwa 0,3g, bei proteinreicher Sportlerernährung etwa 0,4g pro Tag hergestellt.
Kohlenhydrate
Kohlenhydrate (Zucker, Dextrine, engl. carbohydrates) sind die wichtigste Energie liefernde Nährstoffgruppe, bei der die Energieausbeute an ATP besonders hoch ist. Sie sind besonders förderlich für kurze, intensive Aktivitäten wie Sprinten, Springen etc. Allerdings können Kohlenhydrate nur begrenzt (als Glykogen) im Körper gespeichert werden.
Glutamin
Glutamin ist die Aminosäure, die in Muskelzellen in der höhsten Konzentration vorkommt. Glutamin lagert hauptsächlich Wasser in die Zelle ein. Das dadurch grösseres Zellvolumen wirkt als anaboles Signal und fördert die Protein- und Glykogenbildung des Körpers. Bei intensiver körperlicher Belastung steigt der Glutaminbedarf des Körpers, ohne dass der Organismus unbeschränkt diesen Bedarf decken könnte. Er muss im Bedarfsfall Glutamin über Umwege aus anderen Aminosäuren herstellen.
Weitere INformationen unter unserem Thema: Glutamin
Kreatin
Bei Kreatin (Kreatinmonohydrat, Creatin, engl. creatine) handelt es sich um ein Zwischenprodukt des Energiestoffwechsels. Gebildet wird Kreatin in der Leber und in der Niere aus den Aminosäuren Glycin und Arginin. Im Muskel aufgebautes Kreatin verstärkt dabei die hypoglykämische Insulinwirkung und steigert dadurch die Aufnahme des Zuckers im Muskel.
Durch Kreatin wird Adenosintriphosphat (= ATP) synthetisiert, welches den Muskel mit Energie versorgt. Durch ein erhöhtes Maß an ATP kann der Muskel über einen längeren Zeitraum hinweg Leistung erbringen, ohne – wie dies normalerweise der Fall wäre – durch verstärkte Laktatwerte zu übersäuern.
Der tägliche Kreatinbedarf bei „normaler“ Belastung liegt bei etwa 2 g/d, wobei der Körper etwa die Hälfte davon selbst synthetisert und der Rest durch die Nahrung (vgl. natürliche Quellen) aufgenommen werden muss.
Protein
Von Proteinen bzw. Eiweissen spricht man, wenn mindestens 100 Aminosäuren miteinander verbunden sind. Der Körper braucht Proteine, um daraus diejenigen Aminosäuren herstellen zu können, die er gerade benötigt. Verwendung finden Aminosäuren z.B. bei der Bildung von Muskeln, Hormonen und Enzymen. Proteinhydrolysate sind (künstlich) vorverdaute Proteine, die daher bereits teilweise freie Aminosäuren enthalten.
Für deren Nutzung sind nicht mehr so viel Verdauungsarbeit und Zeit nötig wie für Proteinkonzentrate. Proteine stellen eine wichtige Energiequelle dar.
Weitere Informationen erhalten Sie unter: Protein
Pyruvat
Bei Pyruvaten handelt es sich um Salze der Brenztraubensäure, die wiederum als Zwischenprodukt der Glykolyse ein Vebindungsglied zwischen Aminosäuren- und Glukosestoffwechsel darstellt.
Als Endprodukt des Glukosestoffwechsels bildet sich Pyruvinsäure, deren Anion das so genannte Pyruvat darstellt.
Weitere Informationen erhalten Sie unter: Pyruvat
Ribose
Bei der Ribose handelt es sich um einen Zuckerbestandteil der Ribonukleinsäure. Man findet Ribose in den Nukleotiden. Das sind moleküle, die als kleinste Bestandteile der Nukleinsäure enthalten sind und im Verbund die kleinste Informationseinheit darstellen, die in DNA und RNA eine die Kodierung des genetischen Codes ermöglichen. Der menschliche Körper kann Ribose aus anderen Einfachzuckern (= Monosachhariden) selbst über den so genannten Pentosephosphat – Zyklus synthetisieren.
Ribose leistet darüber hinaus einen Beitrag bei der Enrergieversorgung des Muskels / der Muskelzellen mit ATP (= Adenosintriphosphat). ATP wird vom Muskel in Bewegungsphasen / Trainingsphasen verbraucht und muss nach Verbrauch wieder vom Körper synthetisiert werden. Ribose hilft dabei, indem es durch die Muskelzellen resorbiert wird und bei der ATP – Bildung verbraucht wird.
Weitere Informationen erhalten Sie unter: Ribose
Tribulus Terrestris
Tribulus terrestris (Tribosteron) stellt eine Mischung aus verschiedenen Wirkstoffbereichen, wie beispielsweise Alkaloide und Nitrate dar. Gewonnen werden die Substanzen aus einem Dornengewächs der Tribulus – Gattung. Pflanzen dieser Gattung enthalten darüber hinaus steroidähnliche Verbindungen, Saponine. Saponine gehören zu den so genannten Phytosterinen, die zur Behandlung von benigner Prostatahyperplasie, aber auch zur Beeinflussung der Östrogensynthese verwendet werden.
Weight - Gainer
Wenn man die Bezeichnung „Weight – Gainer“ wörtlich aus dem Englischen ins Deutsche übersetzen möchte, erhält man die Bezeichnung: Gewichtzunehmer. Diese Bezeichnung beschreibt, um was es sich bei diesem Produkt eigentlich handelt:
Ein Protein – Kohlenhydrat – Gemisch mit möglichst vielen Kalorien und gehört auch zur Gruppe der Sportnahrung.
In der Regel beinhalten diese Gemische neben einem Protein – Kohlenhydrat – Bestandteil von etwa 70 – 75 % auch Vitamine, Mineralien und Spurenelemente (25 – 30 %), die im Körper zu niedrig vorhanden sind.
Ein solches Pulverkonzentrat enthält in 100 g – verglichen mit einem Joghurt beispielsweise – sehr viele, maximal jedoch 410 Kalorien.
Weitere Informationen erhalten Sie unter: Weight – Gainer
neues Forum
Zum Forum | Werden Sie Teil einer starken GemeinschaftTeilen Sie Ihr Wissen und diskutieren Sie mit unseren Ärzten und Sportwissenschaftlern über alle Themen rund um Sport und Sportverletzungen. Zu den Themen Themengebiete:
|
![]() |
Newsletter abonnieren | ![]() |
Diese Seite als Favorit hinzufügen |
|---|---|---|---|
![]() |
Weitere Fragen zu diesem Thema? | ![]() |
Diese Seite weiterempfehlen |
![]() |
Fehler im Text gefunden? | ![]() |
Ärzte-Empfehlungsliste |








