Ursachen des Haarausfall
Synonyme im weiterem Sinne
Effluvien, Hypotrichie, Atrichie, Alopezien
Englisch: falling out of hair, lopecia
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Ursachen des Haarausfall

- Haarausfall des Mannes
Beim Haarausfall besteht zwischen natürlich abgestoßenen und nachwachsenden Haaren ein Ungleichgewicht. Dies kann verschiedene Ursachen haben.
Diffuser Haarausfall
Beim diffusen Haarausfall unterscheidet man zwischen Haaren, die in der Wachstumsphase ausfallen (Anageneffluvium) und Haaren, die sich bereits in der Ruhephase befinden (Telogeneffluvium).
Anageneffluvien sind selten und entstehen beispielsweise durch Röntgenstrahlung, Chemotherapie oder Vergiftungen.
Telogeneffluvien treten häufiger auf und können verschiedene Ursachen haben, wie z.B. Schwangerschaft, Postpubertät, Alter, Infektionen, Diäten, Medikamente (Betablocker, Lipidsenker etc.), Vitaminmangel, Schilddrüsenfunktionsstörungen.
Neben besonderen Erkrankungen, die eine spezifische Behandlung benötigen, beruhen 90% aller Haarverluste auf dem erblich bedingten Haarausfall. Dieser zeigt sich sowohl bei Männern als auch bei Frauen. Bei der Mehrzahl der erblich bedingten Fälle ist der Haarausfall durch hormonelle Faktoren bedingt und wird deshalb auch als androgenetische Alopezie bezeichnet. Das Haar wird immer dünner und kleiner und ist letztendlich fast nicht mehr sichtbar.
Etwa jeder zweite Mann entwickelt im Laufe seines Lebens einen Androgen bedingten Haarausfall. Das nahe Auftreten des Haarausfalls steigt bei Frauen deutlich nach der Menopause/ Wechseljahre und betrifft 75% der Frauen im Alter von 65 Jahren.
Durch die Androgenhormonempfindlichkeit der Kopfhaarfollikel kommt es zu immer kürzeren Haarwachstumszyklen.
Bei etwa 10% der Frauen ist die genetische Veranlagung so stark, dass diese bereits um das zwanzigste bis dreißigste Lebensjahr eine sichtbare Haarlichtung entwickeln. Durch die Hormonumstellung in den Wechseljahren wird die Alopezie verstärkt.
Umschriebener Haarausfall
Beim sog. umschriebenen Haarausfall handelt es sich um klar begrenzte kahle Stellen.
Der kreisrunde Haarausfall (Alopecia areata) entsteht durch eine Fehlfunktion des Immunsystems. Hierbei werden die Haarfollikel angegriffen und das Haar bricht ab.
Weitere Gründe für umschriebene Alopezien sind häufiges Tragen von Gummibändern in den Haaren, Perücken, Tragen von engen Strümpfen und engen Hosen sowie Bettlägerigkeit.
Vernarbende Alopezien enstehen durch Infektionen oder Hautkrankheiten.
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