+++ NEWS - "Zika - Virus" +++

NEWS - Gesundheit

02.02.2016
Autor: Dr. med. Nicolas Gumpert, Jennifer Hoffrichter
email: news@dr-gumpert.de

Das müssen Sie über den Zika Virus wissen.

Die Gesundheitsorganisation WHO ruft den globalen Notstand aus. Doch wie hoch ist die Gefahr für Deutschland wirklich?

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ruft den globalen Notstand aus – wie gefährlich ist das Zika-Virus für Schwangere Frauen hier in Deutschland?

Nachdem die Ebola-Epidemie durch die Weltgesundheitsorganisation WHO erst kürzlich für beendet erklärt wurde, gehen nun Berichte über den Ausbruch einer neuen Infektionskrankheit um die Welt.

Das so genannte Zika-Virus verbreitet sich momentan in einer so rasanten Geschwindigkeit, dass sich die WHO nun dazu entschloss den globalen Notstand auszurufen. Dies war zum letzten Mal 2014 der Fall, als sich das Ebola-Virus ausbreitete.

Während das Virus in den meisten Fällen für Infizierte nicht besonders gefährlich ist und lediglich Symptome einer Grippe auslöst, schockieren in den letzten Tagen Berichte darüber, dass vor allem die ungeborenen Kinder von Schwangeren durch das Virus bedroht zu sein scheinen. Das Virus ist bei einer Infektion der Mutter dazu in der Lage, über die Plazenta auf das ungeborene Kind übertragen zu werden.
Tatsächlich gibt es zahlreiche Berichte über zeitliche und räumliche Verbindungen zwischen einer Infektion der Mutter mit diesem Virus und dem Auftreten von Schädelfehlbildungen bei Neugeborenen.

Für gewöhnlich sind diese Fehlbildungen, wie Beispielsweise ein bei der Geburt zu kleiner Kopf (Mikrozephalie), äußerst selten. Diese Fehlbildung führt dann in vielen Fällen zu einer geistigen Behinderung des Kindes.
In den entsprechenden Verbreitungsländern des Erregers, haben sich diese Fälle allerdings in der letzten Zeit auffällig gehäuft.
Trotz der Parallelen, gilt diese Verbindung zwischen Infektion der Mutter und Fehlbildung des Kindes jedoch gegenwärtig noch nicht als wissenschaftlich gesicherte Tatsache.

Während sich das Virus zur Zeit vor allem in tropischen Gebieten auf der Welt ausbreitet (mit einer starken Häufung in Brasilien und in großen Teilen von Lateinamerika), fragen sich viele nun wie groß die tatsächliche Gefahr hier in Deutschland ist.

Auch in Europa gibt es inzwischen Berichte über Reisende, welche das Virus eingeschleppt haben. In Deutschland waren bereits 2013 zehn Fälle einer Infektion mit dem Virus bekannt und auch aktuell wurde ein Fall in Köln bekannt.
Da sich bisher jedoch auch keine Schwangeren unter den Erkrankten befanden, verliefen die Infektionen in allen Fällen problemlos, für die meisten Betroffenen war nicht einmal ein Krankenhausaufenthalt notwendig.

Eine Ansiedlung des Erregers in Deutschland, halten die meisten Experten momentan für äußerst unwahrscheinlich.
Das Virus wird hauptsächlich durch Mücken der Aedes-Gattung (insbesondere die so genannte asiatische Tigermücke „Aedes aegypti“) übertragen, welche beispielsweise auch das Dengue Fieber überträgt. Diese Mückenart kommt laut Wissenschaftlern in Deutschland nicht vor und findet hier nicht die nötigen Bedingungen, um sich zu verbreiten. Auch eine Verbreitung in der näheren Zukunft gilt als nicht sehr wahrscheinlich. Dafür spricht auch die Tatsache, dass bei allen bisher bekannten Fällen, das Virus durch eine Reise nach Europa gebracht wurde.

Ob das Virus von Mensch zu Mensch (beispielsweise über das Blut), oder sexuell übertragbar ist, konnte bis zum jetzigen Zeitpunkt nicht hinreichend geklärt werden.

Auch wenn die Schwangeren innerhalb von Europa aktuell also keine Angst um ihre ungeborenen Kinder haben müssen, wird dennoch dazu geraten die vom Virus betroffenen Gebiete während einer Schwangerschaft zu meiden. Dies gilt insbesondere auch für diesjährigen Olympischen Spiele, welche im Sommer in Rio ausgetragen werden.

Da momentan kein Impfstoff gegen das Virus vorhanden ist, besteht die einzige Möglichkeit sich vor der Erkrankung zu schützen darin, sämtliche Mückenstiche zu vermeiden, sollte eine Reise in entsprechende Länder nicht zu vermeiden sein.

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Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 23.10.2017
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