Anatomie Lexikon

Erklärung

Warum ein Anatomie Lexikon?
Um viele Erkrankungen besser verstehen zu können, ist des wichtig die Funktion “im Gesunden” zu kennen.
In diesem Anatomie Lexikon werden viele anatomische Begriffe wie Knochen, Gelenke und Muskeln beschrieben.
Ein Verlinkung zu den entsprechenden Krankheitsbildern besteht.

Definition

Zu Beginn des Medizinstudiums nimmt Anatomie einen Großteil des Lernstoffs ein.

Anatomie bezeichnet die Lehre des Aufbaus von Organismen. Als großes Feld der Morphologie ist sie sehr wichtig im medizinischen Alltag. In der Human- und Veterinärmedizin(Tiermedizin) beschreibt die Anatomie beispielsweise den Aufbau des Skeletts, die Lage der inneren Organe, die Muskulatur und den Verlauf von Nerven- und Gefäßbahnen.

Bei der Benennung der einzelnen Strukturen des Organismus wird eine standardisierte Nomenklatur verwendet, die auf der lateinischen und griechischen Sprache begründet ist.

Insgesamt lässt sich die Anatomie in mehrere Teilgebiete gliedern.

Teilgebiete der Anatomie

Das Bewegungssystem

Um Beschwerden am Bewegungsapparat diagnostizieren zu können ist eine Kenntnis der Anatomie notwendig.
Die Anatomie des Bewegungsapparats befasst sich mit der Lehre von:

  1. Anatomie der Knochen
  2. Bänder
  3. Anatomie der Gelenke
  4. Anatomie der Muskulatur
  5. Sehnen

1. Anatomie der Knochen

Das Skelett des erwachsenen Menschen besteht aus mehr als 200 verschiedenen Knochen, die sich in Form, Größe und Stabilität stark unterscheiden - je nachdem welche Aufgaben sie erfüllen müssen.

Schädel

Der Schädel besteht aus vielen verschiedenen Knochen, die beim ausgewachsenen Menschen fest miteinander verwachsen sind.

Er wird weiter unterteilt in Gehirnschädel (lat.: Neurocranium) und Gesichtsschädel (lat.: Viscerocranium).

Weitere Informationen finden Sie unter: Schädel

Oberarmknochen

Der Oberarmknochen wird medizinisch auch als Humerus bezeichnet. Der Oberarmknochen bildet mit dem Schulterblatt das Schultergelenk und mit Elle und Speiche das Ellenbogengelenk.

Lesen Sie mehr zum Thema: Oberarmknochen

Schulterblatt

Das Schulterblatt (lat.: Scapula) ist ein flacher, annähernd dreieckiger Knochen und die Verbindung zwischen Oberarm und Rumpf.

Die Schulterhöhe, der äußere Bereich des Schulterblattes, bildet zusammen mit dem Schlüsselbein (lat.: Clavikula) und dem Oberarmknochen das Schultergelenk.

Weitere Informationen finden Sie unter: Schulterblatt

Elle

Die Elle wird medizinisch auch als Ulna bezeichnet. Sie bildet mit der Speiche (Radius), die Knochen des Unterarms.

Weitere Informationen finden Sie unter: Elle

Speiche

Die Speiche (lat.: Radius) bildet mit der Elle (lat.: Ulna), die Knochen des Unterarms.

Weitere Informationen finden Sie unter: Speiche

Handwurzel

Die Handwurzel besteht aus 8 kleinen Knochen, die gemeinsam das knöcherne Skelett der Hand bilden. Sie sind in zwei verschiedenen Reihen gelegen, von denen die erste zusammen mit der Speiche das Handgelenk bildet.

Weitere Informationen finden Sie unter: Handwurzel

Schlüsselbein (Clavicula)

Das Schlüsselbein (lat.: Clavicula) ist ein ca. 12 – 15 cm langer, S-förmig gebogener Knochen.
Es gehört zum Schultergürtel und verbindet das Brustbein (Sternum) mit der Schulterhöhe (lat.: Acromion), einem Teil des Schulterblattes (lat.: Scapula).

Weitere Informationen finden Sie unter: Schlüsselbein

Brustkorb

Der Brustkorb (lat.: Thorax) umschließt knöchern die Lunge und das Herz.
Er wird von den Rippen, dem Brustbein und der Brustwirbelsäule gebildet.
Neben dieser Schutzfunktion spielt er für die Atemtätigkeit eine wesentliche Rolle.

Weitere Informationen finden Sie unter: Brustkorb

Brustbein

Am Brustbein (lat.: Sternum) enden die Rippen (lat.: costae) auf der Vorderseite des Brustkorbs (lat.: thorax).

Weitere Informationen finden Sie unter: Brustbein

Rippen

Der Mensch besitzt 12 Rippenpaare (lat.: costae), die alle mit unserer Brustwirbelsäule verbunden sind und die Form des Brustkorbs bestimmen.

Sie schützen die Organe des Brustkorbs, und sind wichtiger Bestandteil des Atemapparates.

Weitere Informationen finden Sie unter: Rippen

Beckenknochen

Das knöcherne Becken besteht aus verschiedenen Knochen: den beiden Hüftbeinen (Os coxae), dem Steißbein (Os coccygis) und dem Kreuzbein (Os sacrum). Es verbindet Wirbelsäule und unteren Extremität gelenkig.

Der knöcherne Aufbau des Beckens unterscheidet sich zwischen den Geschlechtern aufgrund der anatomischen Vorraussetzung zur Geburt eines Kindes.

Weitere Informationen finden Sie unter: Beckenknochen

Oberschenkelknochen

Der Oberschenkelknochen (lat.: Femur) stellt den einzigen Knochen des Oberschenkels dar. Er überträgt die Kraft vom Becken auf das Kniegelenk.

Weitere Informationen finden Sie unter: Oberschenkelknochen

Kniescheibe

Die Kniescheibe (lat.: Patella) gehört zum Kniegelenk. Ihre Aufgabe besteht in der Kraftumleitung der Oberschenkelmuskulatur auf das Schienbein (lat.: Tibia).

Weitere Informationen finden Sie unter: Kniescheibe

Schienbein

Das Schienbein (lat.: Tibia) überträgt nahezu 100 % der Kraft vom Kniegelenk auf das obere Sprunggelenk.

Weitere Informationen finden Sie unter: Schienbein

Wadenbein

Das Wadenbein (Fibula) bildet mit dem Schienbein die beiden Knochen des Unterschenkels.
Am Kniegelenk hat das Wadenbein nur eine untergeordnete Rolle. Am Sprunggelenk bildet es den Außenknöchel.

Weitere Informationen finden Sie unter: Wadenbein

Fußknochen

Ähnlich wie die Hand besteht auch der Fuß aus mehreren kleinen Knochen, die untereinander mit Bändern verbunden sind.

Die größten Knochen des Fußes sind das Sprungbein, welches zusammen mit Schien- und Wadenbein das obere Sprunggelenk bildet, und das Fersenbein, ein wichtiger Bestandteil des unteren Sprunggelenkes.

Weitere Informationen finden Sie unter: Anatomie des Fußes

Wirbelsäule

Die Wirbelsäule glieder sich in die Halswirbelsäule (HWS), die Brustwirbelsäule (BWS) und die Lendenwirbelsäule (LWS). Sie ist extrem wichtig für die Statik des menschlichen Körpers.

Insgesamt beschreibt die Wirbelsäule bei einem gesunden Menschen eine S-förmigen Krümmung. Diese spezielle Form dient der Abfederung von Stößen.

Die Wirbelsäule ist abwechselnd aus knöchernen Wirbelkörpern und den Bandscheiben aufgebaut. Zwischen den Wirbeln finden sich kleine Gelenke, die das Vorwärts- und Seitwärtsneigen des Körpers ermöglichen

Weitere Informationen finden Sie unter: Anatomie der Wirbelsäule

  • Halswirbelsäule

Die Halswirbelsäule (HWS), der oberste Abschnitt der Wirbelsäule, besteht aus 7 Wirbeln.

Die oberen beiden, Träger (lat.: Atlas) und Dreher (lat.: Axis) bilden das Kopfgelenk, welches das Drehen und Neigen des Kopfes ermöglicht.

Weitere Informationen finden Sie unter: Halswirbelsäule

  • Brustwirbelsäule

An den zwölf Wirbeln der Brustwirbelsäule (BWS) setzen die Rippen an, die vom Rücken zum Brustbein ziehen, und so die knöcherne Form des Brustkorbes bestimmen.

Hierdurch bedingt ist die Brustwirbelsäule weniger beweglich als die anderen Abschnitte der Wirbelsäule.

Weitere Informationen finden Sie unter: Brustwirbelsäule

  • Lendenwirbelsäule

Die aus 5 Wirbelkörpern bestehende Lendenwirbelsäule (LWS) trägt das Hauptgewicht des Körpers.
Sie verbindet Brustwirbelsäule und Beckenbereich, wo sie mit dem Kreuzbein (lat.: Os sacrum) in Verbindung steht.

Weitere Informationen finden Sie unter: Lendenwirbelsäule

2. Bänder

Bänder bestehen wie Sehnen aus bindegewebigen Fasern. Sie verbinden allerdings nicht Muskeln und Knochen, sondern bewegliche Teile des Knochenskeletts.

Sie sind deutlich starrer als Sehnen, und dienen der Stabilisation von Knochen und Gelenken. So geben sie die mögliche Bewegungsausmaße eines Gelenkes vor, und halten stark beanspruchte Bereiche in Form.

Besonders ausgeprägt ist dies beispielsweise am Sprunggelenk.

Lesen Sie mehr zum Thema: Bänder des Sprunggelenks

3. Anatomie der Gelenke

Ein wichtiger Bestandteil des Bewegungsapparates sind die Gelenke: Nur durch sie ist es möglich, dass Knochen nicht starr fixiert, sondern auch gegeneinander beweglich sind.

In Folge erhalten Sie eine Übersicht über die wichtigsten Gelenke des menschlichen Körpers.

Schultergelenk

Das Schultergelenk verbindet Schulterblatt und Oberarm miteinander.
Es wird, im Unterschied zu anderen Gelenken, nur von wenigen Bändern gehalten, was eine Vielzahl an Bewegungen ermöglicht.

Gesichert wird es durch die stark ausgeprägte Schultermuskulatur, vor allem die sogenannte Rotatorenmanschette ist maßgeblich.

Weitere Informationen finden Sie unter: Schultergelenk

Ellenbogengelenk

Das Ellenbogengelenk besteht aus drei Teilgelenken, die in ihrer Gesamtheit Unter- und Oberarmknochen verbinden.
Es ermöglicht sowohl Streckung und Beugung als auch Rotation des Unterarmes.

Weitere Informationen finden Sie unter: Ellenbogengelenk

Handgelenk

Das Handgelenk wird von Speiche (lat.: Radius), Elle (lat.: Ulna) und der ersten Reihe der Handwurzelknochen (bes. Kahnbein und Mondbein) gebildet.

Weitere Informationen zu diesem Thema erhalten Sie unter: Handgelenk

Hüftgelenk

Das Hüftgelenk verbindet Becken und Oberschenkelknochen miteinander.
Es wird von sehr starken Bändern fixiert, da es auch unter dem gesamten Körpergewicht stabil bleiben muss.

Es ermöglicht Streckung, Beugung, Rotation, und Spreizbewegungen des Beines.

Weitere Informationen finden Sie unter: Hüftgelenk

Das Kniegelenk in Beugung

Kniegelenk

Das Knie ist das größte Gelenk im menschlichen Körper und sehr komplex aufgebaut. Die beiden Gelenkpartner sind der Oberschenkelknochen (Femur) und das Schienbein (Tibia). Auch die Kniescheibe (Patella) ist am Kniegelenk beteiligt.

Im Inneren des Kniegelenks verlaufen das vordere und das hintere Kreuzband. Sie stabilisieren, zusammen mit anderen Bändern, das Knie, sodass Ober- und Unterschenkel sich nicht gegeneinander verschieben können.

Auch die Menisken sind ein wichtiger Bestandteil des Knies

Weitere Informationen finden Sie unter: Kniegelenk

Sprunggelenk

Das Sprunggelenk verbindet Fuß und Unterschenkel. Genau genommen handelt es sich nicht um ein sondern um zwei Gelenke:

  • Oberes Sprunggelenk

Das oberes Sprunggelenk wird aus drei Knochen gebildet, dem Schienbein (Tibia), dem Wadenbein (Fibula) und zuletzt dem Sprungbein (Talus).

Weitere Informationen finden Sie unter: Oberes Sprunggelenk

  • Unteres Sprunggelenk

Das untere Sprunggelenk verbindet Sprungbein, Fersenbein und Kahnbein miteinander.
es ermöglicht die Pronation (das Außendrehen) und Supination (das Inwärtsdrehen) des Fußes.

Weitere Informationen finden Sie unter: Unteres Sprunggelenk

4. Anatomie der Muskulatur

Unser Körper besitzt etwa 650 Muskeln, ohne die der Mensch keine Bewegungen ausführen könnte. Auch die aufrechte Körperhaltung wird so erst möglich.

In Folge erhalten Sie eine Übersicht über die wichtigsten Muskelgruppen des menschlichen Körpers.

Nackenmuskulatur

Die sogenannten kurzen Nackenmuskeln ziehen von der Halswirbelsäule zum Kopf.

Sie ermöglichen das Vor-, Rück- und Seitwärtsneigen des Kopfes.

Weitere Informationen finden Sie unter: Nackenmuskulatur

Schultermuskulatur

Die Muskulatur der Schulter entspringt an Schulterblatt, Brustkorb oder Wirbelsäule, und zieht zum Oberarm.
Sie besteht aus einer Vielzahl an Muskeln, die je nach Lage und Funktion weiter eingeteilt werden.

Die sogenannten Rotatorenmanschette, die den Arm manschettenartig umgibt, zählt auch zur Schultermuskulatur. Da das Schultergelenk nur von wenig Bändern gehalten wird, ist sie sehr wichtig für dessen Stabilisierung.

Weitere Informationen finden Sie unter: Schultermuskulatur und Rotatorenmanschette

Armmuskulatur

Die Muskulatur des Oberarms dient der Beugung und Streckung im Ellenbogengelenk.
Sie besteht aus Bizeps, Trizeps, Armbeuger, Oberarmspeichenmuskel und Knorrenmuskel (lat.: Musculus anconeus).
Von diesen Muskeln ist der Trizeps der einzige Strecker des Ellenbogengelenkes.

Die Muskulatur des Unterarms bewegt nicht nur Hand und Ellenbogen, sondern auch die Finger.
Sie wird weiter nach ihrer Lage (vorne oder hinten am Arm) und nach ihrer Funktion (Beuger und Strecker) eingeteilt.

Weitere Informationen finden Sie unter: Armmuskulatur

Brustmuskulatur

Die Brustmuskulatur besteht aus dem Großen Brustmuskel (lat.: M. pectoralis major) und dem Kleinen Brustmuskel (lat.: M. pectoralis minor).

Sie ermöglicht das Führen des Armes zum Körper hin (Adduktion), das Schwingen des Armes nach vorne (Anteversion) sowie die Innenrotation des Armes.

Weitere Informationen finden Sie unter: Brustmuskulatur

Bauchmuskulatur

Die Bauchmuskulatur wird aus dem geraden Bauchmuskel und den schrägen Bauchmuskeln gebildet.

Sie ermöglichen das Beugen und Seitwärtsneigen des Körpers.

Weitere Informationen finden Sie unter: Bauchmuskulatur

Beinmuskeln

Die Muskulatur des Beines wird in Oberschenkel- und Unterschenkelmuskulatur unterteilt.

Die Oberschenkelmuskulatur zieht vom Becken- und Hüftbereich zum Oberschenkel.
Ihrer Funktion nach werden die einzelnen Muskeln zu Streckern oder Beugern gezählt.

Häuptsächlich ermöglichen sie Bewegungen in der Hüfte, einige Muskeln wirken aber auch auf das Kniegelenk.
Außerdem stabilisieren die Oberschenkelmuskeln das Hüftgelenk im Stand.

Die Unterschenkelmuskulatur ermöglicht die Bewegungen im Sprunggelenk. Sie wird nach Funktion und Lage in zwei Untergruppen eingeteilt: die vorne am Bein liegenden Strecker und die hinten liegenden Beuger.

Weitere Informationen finden Sie unter: Oberschenkelmuskulatur und Unterschenkelmuskulatur

Rückenmuskulatur

Die lange Rückenmuskulatur (lat.: M. erector spinae) wirkt als Gegenspieler der geraden Bauchmuskulatur und übernimmt damit die Streckung der Wirbelsäule.

Außerdem ist sie für die aufrechte Körperhaltung sehr wichtig.

Weitere Informationen finden Sie unter: Rückenmuskulatur

5. Sehnen

Sehnen sind Fasern aus Bindegewebe, die der Zugübertragung zwischen Muskel und Knochen dienen.
Sie stellen das Endstück der Muskeln dar, mit denen diese am Knochen ansetzen.

Zusätzlich gibt es auch Sehnen, die zwischen Muskelbäuchen verlaufen, sowie flächige Sehnenplatten (Aponeurosen) wie z.B. an der Handinnenfläche.

Weitere Informationen finden Sie unter: Sehnen

Sehnenscheiden

Eine Sehnenscheide ist eine schlauchförmige Struktur, die eine Sehne wie ein Führungskanal umgibt.
So wird die Sehne vor mechanischen Verletzungen geschützt.

Sehnenscheiden kommen an Stellen vor, an denen Sehnen um andere anatomische Strukturen herum oder hindurch geführt werden müssen, wie beispielsweise Knochenvorsprünge, Bänder oder Gelenke.

Weitere Informationen finden Sie unter: Sehnenscheide

Bizepssehne

Der Bizepsmuskel (Musculus biceps brachii) hat zwei sehnige Ursprünge.
Die des langen Kopfes entspringt am oberen Pfannenrand des Schultergelenks, die des kurzen Kopfes am Rabenschnabelfortsatz, einem Knochenfortsatz am Schulterblatt.

Der gemeinsame Ansatz beider Muskelköpfe liegt an einer aufgerauten Stelle der Speiche, der Tuberositas radii.

Weitere Informationen finden Sie unter: Bizepssehne

Achillessehne

Die etwa 15 bis 20 cm lange Achillessehne (lat.: tendo calcanei) ist die Ansatzstelle des dreiköpfigen Wadenmuskels (lat.: Musculus triceps surae).

Alle drei Muskelköpfe vereinigen sich in deren Verlauf, wobei die Achillessehne entsteht. Sie setzen gemeinsam an dem Fersenbein an.

Weitere Informationen finden Sie unter: Achillessehne

Patellasehne

Die Patellasehne zieht von der Kniescheibe zu einer rauen Stelle des Schienbeins, der sogenannten Tuberositas tibiae.

Sie ist streng genommen keine eigene Sehne, sondern die Verlängerung der Sehne des vierköpfigen Oberschenkelmuskels (lat.: Musculus quadriceps femoris).

Weitere Informationen finden Sie unter: Patellasehne

Organsysteme

Anatomie der inneren Organe

Die Anatomie der inneren Organe umfasst verschiedene Organsysteme. In Folge erhalten Sie einen Überblick über die inneren Organe:

  1. Atemtrakt
  2. Herz-Kreislaufsystem
  3. Verdauungssystem
  4. Geschlechtsorgane
  5. Harntrakt
  6. Drüsen

1. Atemtrakt

Der Atemtrakt wird benötigt um den Körper mit Sauerstoff zu versorgen.
Er besteht aus der Luftröhre (lat.: Trachea), dem Kehlkopf (lat.: Larynx) und den verschiedenen Abschnitten der Lunge (lat.: Pulmo).

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie unter: Atemtrakt

Kehlkopf

Der Kehlkopf (lat.: Larynx) verbindet den Rachen (lat.: Pharynx) mit der Luftröhre (lat.: Trachea).
Er dient vor allem der Atmung und der Stimmbildung.

Außerdem ist er am Schluckvorgang beteiligt und verhindert als Ventil das Eindringen von Speisen und Getränken in die tieferen Luftwege.

Weitere Informationen finden Sie unter: Kehlkopf

Luftröhre

Die Luftröhre ist eine 10-12 cm lange, elastische Röhre, die den Kehlkopf mit der Lunge verbindet.

In Bezugnahme auf die Wirbelsäule beginnt die Luftröhre in Höhe des 6./7. Halswirbels und endet auf Höhe des 4. Brustwirbels.

Dort teilt sie sich in den linken und rechten Hauptbronchus auf, die dann ins Lungengewebe ziehen.

Weitere Informationen finden Sie unter: Luftröhre

Bronchien

Die Bronchien sind die Luftwege innerhalb der Lunge. Sie werden in einen luftleitenden und einen respiratorischen Anteil, in dem der Gasaustausch stattfindet, unterteilt.

Die Bronchien beginnen an der Aufzweigung der Luftröhre in Höhe des 4. Brustwirbels mit den beiden großen Hauptbronchien.
Diese teilen sich dann in den beiden Lungenflügeln auf und verzweigen sich bis zu den Lungenspitzen.
Auf diesem Weg werden die Bronchien immer kleiner, bis sie als Lungenbläschen (Alveolen) bezeichnet werden, an denen der eigentliche Gasaustausch stattfindet.

Weitere Informationen finden Sie unter: Bronchien

Lunge

Die Lunge (lat.: Pulmo) ist das Organ des Körpers, das für eine ausreichende Sauerstoffaufnahme und -versorgung verantwortlich ist.

Sie besteht aus zwei räumlich und funktionell voneinander unabhängige Lungenflügel und umgreift mit diesen das Herz. Gemeinsamen liegen die beiden Organe im Brustkorb, geschützt durch die Rippen.

Die Lunge hat keine eigene Form sondern ist in ihrem Relief geprägt durch die umliegenden Strukturen (Zwerchfell unten, Herz in der Mitte, außen die Rippen, oben Luftröhre und Speiseröhre).

Weitere Informationen finden Sie unter: Lunge und Atmungsvorgang

Lungenbläschen

Die rund 400 Millionen Lungenbläschen (lat.: Alveolen) sind die kleinste Einheit der Lunge.

Hier findet der Hauptteil des Gasaustausches statt: Über die Wand der Lungenbläschen wird der Sauerstoff der eingeatmeten Luft in die Blutbahn aufgenommen.

Weitere Informationen finden Sie unter: Lungenbläschen

2. Herz-Kreislaufsystem

Das Herz-Kreislaufsystem dient der Versorgung des Körpers mit Sauerstoff und Nährstoffen über die Arterien, sowie den Abtransport von "Abfallprodukten" des Stoffwechsels über die Venen.

Es wird nach seiner Funktion in den kleinen und den großen Kreislauf unterteilt.

  • Der kleine Kreislauf führt das sauerstoffarme Blut über die Venen zum rechten Herzen, von wo aus es zum Gasaustausch in die Lunge gepmumpt wird.
  • Der große Kreislauf verteilt das direkt aus der Lunge kommende sauerstoffreiche Blut über das linke Herz in den ganzen Körper, um diesen zu versorgen.

Weitere Informationen zu diesem Thema erhalten Sie unter: Herz- Kreislaufsystem

Das Herz schlägt circa 80 Mal pro Minute.

Das Herz

Das Herz ist ein großes muskuläres Organ, das dass Blut durch den Körper pumpt.

Das Herz besteht funktionell aus zwei Herzkammern, die jeweils mit einem Herzvorhof verbunden sind. Es liegt im Mittelfell (Mediastinum) zwischen den beiden Lungenflügeln und ist nach außen geschützt durch den knöchernen Brustkorb (Thorax). Umgeben wird es von dem Herzbeutel (lat.: Perikard).

Außen auf dem Herzen verlaufen die Herzkranzgefäße, die das Herz selbst mit Blut versorgen.
Ebenfalls hat das Herz eigene Venen, die das sauerstoffarme Blut aus dem Herzmuskel abtransportieren und direkt in den rechten Vorhof leiten.

Weitere Informationen finden Sie unter: Herz

Vorhöfe

Das Herz hat zwei Vorhöfe, den rechten und den linken Vorhof.
Die Vorhöfe sind der jeweiligen Herzkammer (Ventrikel) vorgeschaltet.

  • Rechter Vorhof

Der rechte Vorhof ist Teil des kleinen Kreislaufs (auch Lungenkreislauf genannt):

Das venöse Blut aus dem Körper gelangt über die Hohlvenen (obere und untere Vena cava) in den Vorhof, passiert die rechte Segelklappe (Trikuspidalklappe) und fließt in die rechte Herzkammer.
Von hier wird das Blut in die Lunge gepumpt, in der es erneut mit Sauerstoff beladen wird.

Weitere Informationen finden Sie unter: Rechter Vorhof

  • Linker Vorhof

Der linke Vorhof ist Teil des großen Kreislaufs (auch Körperkreislauf genannt):

Das vorher in der Lunge wieder mit Sauerstoff gesättigte Blut gelangt über die Lungenvenen in den Vorhof, und über die linke Segelklappe (Mitralklappe) in die linke Herzkammer.
Hier wird es über die Hauptschlagader (Aorta) in die Körperperipherie gepumpt.

Weitere Informationen finden Sie unter: Linker Vorhof

Herzkammern

Als Herzkammern (lat.: Ventrikel) werden die beiden großen Herzhöhlen bezeichnet.

  • Rechte Herzkammer

Die rechte Herzkammer ist Teil des Lungenkreislaufs und dem rechten Vorhof (Atrium dextrum) nachgeschaltet.
Sie pumpt das sauerstoffarme Blut in die Lungenarterien, wo es erneut mit Sauerstoff gesättigt wird, um dann über das linke Herz in den Körperkreislauf zu gelangen.

Weitere Informationen finden Sie unter: Rechte Herzkammer

  • Linke Herzkammer

Die linke Herzkammer ist Teil des Körperkreislaufes dem linken Vorhof (Atrium sinistrum) nachgeschaltet.
Das frisch aus der Lunge kommende sauerstoffreiche Blut wird von der linken Herzkammer aus in die Hauptschlagader (die Aorta) gepumpt, damit es alle wichtigen Strukturen mit Sauerstoff versorgen kann.

Weitere Informationen finden Sie unter: Linke Herzkammer

Herzbeutel

Der Herzbeutel (lat.: Perikard) ist eine bindegewebige Hülle, die das Herz umschließt.
Zum einen dient er dem Schutz des Herzens vor äußeren Einflüßen, verhindert andererseits aber auch eine übermäßige Ausdehnung des Herzens.

Weitere Informationen finden Sie unter: Herzbeutel

Blutgefäße

Ein Blutgefäß ist ein Hohlorgan mit einem bestimmten Zellverband.
In fast jedem Bereich unseres Körpers fließt Blut, Ausnahmen bilden die Hornhaut im Auge (Cornea), der Zahnschmelz, Haare und Nägel.

Weitere Informationen finden Sie unter: Blutgefäße

Je nach Dicke und Funktion werden verschiedene Arten von Blutgefäßen unterschieden:

  • Arterien (Schlagadern)

Eine Arterie ist ein Blutgefäß, welches Blut vom Herzen wegleitet. Sie transportieren also das sauerstoffreiche Blut zu den unterschiedlichen Organen und Geweben.
Die einzige Ausnahme bildet die Lungenarterie: Diese führt das sauerstoffarme Blut von der rechten Herzkammer aus in die Lunge, wo es wieder mit Sauerstoff angereichert wird.

Die größte Arterie im menschlichen Körper ist die Hauptschlagader (Aorta). Sie hat je nach Körperstatur einen Durchmesser von bis zu drei Zentimetern.
Die kleinsten Arterien werden Arteriolen genannt: Sie sind höchstens einen Zehntel Millimeter dick.

Weitere Informationen finden Sie unter: Arterien

  • Venen (Blutadern)

Als Vene bezeichnet man ein Blutgefäß, welches Blut zum Herzen hinführt. Es fließt also immer sauerstoffarmes Blut durch die Venen
Die einzige Ausnahme wird wiederum von den Lungenvenen gebildet: Diese transportieren das frisch mit Sauerstoff beladene Blut zum Herzen.

Verglichen mit Arterien haben Venen einen anderen Aufbau und andere Funktionen: Sie haben eine vielfach dünnere Muskelwand und verfügen über Venenklappen, die einen Rückstrom des Blutes verhindern.
Die größten Venen des Körpers sind die beiden sogenannten Hohlvenen, die das venöse Blut des Körpers in den rechten Vorhof führen.

Weitere Informationen finden Sie unter: Venen

  • Kapillaren (Haargefäße)

Kapillaren sind die kleinsten Gefäße im Körper. Sie sind so klein, dass ein rotes Blutkörperchen (Erythrozyt) meist nur unter eigener Verformung hindurch passt.

Sie stellen die Verbindung zwischen venösem und arteriellem Gefäßsystem dar: In ihnen findet der Stoffaustausch zwischen Blut und Gewebe statt.

Weitere Informationen finden Sie unter: Kapillaren

Herzmuskel

Der Herzmuskel (Myokard) besteht aus einer besonderen Muskelart, die so nirgendwo sonst im Körper vorkommt. Sie zeichnet sich besonders durch eine in der Form einzigartige Art der Erregungsausbreitung und -steuerung aus.

Erst durch die regelmäßige Anspannung des Muskels wird das Blut aus dem Herzen in unseren Körper gepumpt.

Weitere Informationen finden Sie unter: Herzmuskel

3. Verdauungssystem

Das Verdauungssystem des Menschen dient der Aufnahme, Verdauung und Verwertung von Nahrung und Flüssigkeit.

Es besteht aus einer Vielzahl von Organen, die in ihrer Gesamtheit als Verdauungstrakt bezeichnet werden.

Weitere Informationen finden Sie unter: Verdauungstrakt

Speiseröhre

Die Speiseröhre (lat.: Ösophagus) ist beim erwachsenen Menschen durchschnittlich 25-30 cm lang.

Sie ist ein Muskelschlauch der die Mundhöhle und den Magen verbindet und hauptsächlich für den Nahrungstransport nach der Nahrungsaufnahme verantwortlich ist.

Weitere Informationen finden Sie unter: Speiseröhre

Magen

Der Magen ist ein muskulöses Hohlorgan, das zwischen der Speiseröhre und dem Darm liegt. Er hat die Aufgabe, die aufgenommene Nahrung zu vermischen und vorzuverdauen

Hierfür werden der saure Magensaft (Salzsäure) und Enzyme gebildet, die einige Bestandteile der Nahrung chemisch aufschließen, verkleinern oder spalten, um dann den Speisebrei portionsweise in den Dünndarm weiterzuleiten.

Weitere Informationen finden Sie unter: Magen

Zwölffingerdarm

Der ca. 30cm lange Zwölffingerdarm (Duodenum) ist ein Teil des Dünndarms.
Er bildet das Verbindungsstück zwischen dem Magen und dem Leerdarm (Jejunum).

Weitere Informationen finden Sie unter: Zwölffingerdarm

Dünndarm

Der Dünndarm ist der Abschnitt des Verdauungstrakts, der dem Magen folgt. Dieser gliedert sich in drei Abschnitte. Er beginnt mit dem Zwölffingerdarm (Duodenum), gefolgt vom Leerdarm (Jejunum) und Krummdarm (Ileum).

Der Dünndarm hat die Aufgabe, den Nahrungsbrei (Chymus) in seine kleinsten Bestandteile zu spalten, sowie bestimmte Nährstoffe aufzunehmen (zu resorbieren).

Weitere Informationen finden Sie unter: Dünndarm

Dickdarm

Der Dickdarm ist der auf den Dünndarm folgende Abschnitt des Verdauungstraktes.

Er ist ca. 1,5 Meter lang, und hat die Aufgabe, Flüssigkeit und Mineralstoffe (Elektrolyte) aus dem Darminhalt zu resorbieren. So wird der Stuhl eingedickt.
Außerdem ist der Dickdarm mit Bakterien besiedelt, die vielerlei wichtige Funktionen

Weitere Informationen finden Sie unter: Dickdarm

Enddarm

Der Enddarm ist der letzte Abschnitt des Verdauungstraktes. Er folgt auf den Dickdarm, und besteht aus zwei Teilen:

  • Mastdarm

Der Mastdarm (lat.: Rektum) dient zusammen mit dem After der Stuhlausscheidung (Darmentleerung, Defäkation). Hier wird der Stuhl gesammelt, und über Rezeptoren in der Darmwand der Stuhldrang ausgelöst.
Der Mastdarm ist von einer Vielzahl von Muskeln umgeben, damit die Kontrolle über den Stuhlgang (Kontinenz) gewährleistet werden kann.

Weitere Informationen finden Sie unter: Mastdarm

  • After

Als After bezeichnet man den Ringmuskel am Ende des Darmkanals. Er dient zur Kontrolle über Zurückhalten sowie Abgang von Stuhl aus dem Darm.

Weitere Informationen finden Sie unter: After

Bauchspeicheldrüse

Die Bauchspeicheldrüse ist eine etwa 80g schwere, 14 bis 18 cm lange Drüse und liegt im Oberbauch zwischen Dünndarm und Milz.
Aufgrund ihres Aussehens wird die gesamte Drüse in Kopf (lat.: Caput), Körper (lat.: Corpus) und Schwanz (lat.: Cauda) unterteilt.

Sie besteht aus zwei Anteilen: dem sogenannten exokrinen Anteil, der Verdauungsenzyme produziert, und dem endokrinen Anteil, der Hormone, vor allem Insulin und Glukagon prdouziert.

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie unter: Bauchspeicheldrüse

Leber

Die Leber ist das zentrale Stoffwechselorgan des Menschen, und somit auch Teil des Verdauungsapparates.

Zu der Aufgaben der Leber gehört die nahrungsabhängige Speicherung von Zuckern und Fetten, der Abbau und die Ausscheidung von Giftstoffen, die Bildung der meisten Bluteiweiße und der Gallenflüssigkeit sowie zahlreiche weitere Aufgaben.

Weitere Informationen finden Sie unter: Leber und Funktion der Leber

Gallenblase

Die Gallenblase ist ein kleines, ca 70 ml fassendes Hohlorgan, das an der Unterseite der Leber liegt.

Die Gallenblase hat die Aufgabe, die kontinuierlich von der Leber gebildete Gallenflüssigkeit zwischen den Mahlzeiten zu speichern und bei Bedarf zur Verdauung in den Zwölffingerdarm (Duodenum) abzugeben.

Weitere Informationen zu diesem Thema erhalten Sie unter: Gallenblase

Gallensteine

Als Gallensteine bezeichnet man Ablagerungen (Konkremente) in der Gallenblase (Cholezystolithiasis) oder den Gallengängen (Choleangiolithiasis).

Weitere Informationen finden Sie unter: Gallensteine

4. Geschlechtsorgane

Die Geschlechtsorgane des Menschen dienen der Fortpflanzung und der Produktion von Wachstums- und geschlechtsspezifischen Hormonen.

Neben der offensichtlichen Unterteilung in weibliche und männliche Geschlechtsorgane werden weiter innere und äußere Organe unterschieden: Die äußeren Geschlechtsorgane sind diese, die von außen sichtbar sind, die inneren Geschlechtsorgane sind in den Körperhöhlen verborgen.

Weibliche Geschlechtsorgane

  • Eierstöcke

Die Eierstöcke (Ovarien) der Frau liegen jeweils rechts und links der Gebärmutter (Uterus) im kleinen Becken.

Sie sind die Fortpflanzungsorgane der Frau:
Hier reifen die Eizellen heran, und werden im Rahmen des Menstruationszyklus in den Eileiter abgegeben.
Auch werden hier wichtige Hormone der Frau produziert (v.a. Östrogen).

Weitere Informationen finden Sie unter: Eierstöcke und Funktion der Eierstöcke

  • Eileiter

Die Eileiter verbinden die Eierstöcke mit der Gebärmutter. In Ihnen wird die herangereifte Eizelle nach dem Eisprung transportiert und befruchtet.

Der Eileiter gehört zu den weiblichen Geschlechtsorganen und ist paarig angelegt. Ein Eileiter ist im Durchschnitt etwa 10 bis 15 cm lang. Man kann ihn sich sozusagen als Schlauch vorstellen, der den Eierstock mit der Gebärmutter verbindet und dadurch einer herangereiften Eizelle, die im Verlauf des Eileiters befruchtet werden kann, einen sicheren Transport ermöglicht.

Weitere Informationen finden Sie unter: Eileiter

  • Gebärmutter

Die Gebärmutter (lat.: Uterus) gehört zu den Fortpflanzungsorganen der Frau und liegt im kleinen Becken. Sie ist ein in etwa birnenförmiges Organ von 5 cm Breite und 7 bis 8 cm Länge.

Im Gebärmutterkörper reift während der Schwangerschaft das Ungeborene heran

Weitere Informationen zu diesem Thema erhalten Sie unter: Gebärmutter

  • Brustdrüse

Die Brust besteht aus Drüsen (lat.: Glandula mammaria), Fett- und Bindegewebe.
Anatomisch kann man die Brust in 10 bis 12 Lappen (Lobi) einteilen.

Mit dem Abschluss der Pubertät kann die Brustdrüse dann ihre Funktion aufnehmen:
Im Zuge einer Schwangerschaft entfalten sich die Brustdrüsen zu ihrer vollen Größe, um in der Stillzeit den Säugling mit Muttermilch zu versorgen.

Weitere Informationen zu diesem Thema erhalten Sie unter: Weibliche Brust

  • Vagina

Die Vagina oder Scheide zählt zu den weiblichen Geschlechtsorganen und ist ein dünnwandiger, etwa 6 bis 10 cm langer, dehnbarer Schlauch aus Bindegewebe sowie Muskulatur.

In die Vagina hinein ragt die sogenannte Portio, das Ende des Gebärmutterhalses (lat.: Zervix); ihre Mündung befindet sich im Scheidenvorhof (Vestibulum vaginae, Vestibulum = Vorhof).

Weitere Informationen finden Sie unter: Vagina

Männliche Geschlechtsorgane

  • Hoden

Die paarig angelegten Hoden (lat.: Testis) dienen der Produktion von Spermien und Hormonen.
Die Funktion des Hoden wird durch Hypophyse und Hypothalamus gesteuert.

Weitere Informationen finden Sie unter: Hoden

  • Nebenhoden

Der Nebenhoden liegt über dem Hoden und ist etwas nach hinten verschoben (kraniodorsal).
Er ist über ein oberes und ein unteres Band (Ligamentum epididymis superior und inferior) mit dem Hoden verbunden.

Er ist der Ort der Samenzellreifung und Samenspeicherung.
Außerdem ist der Nebenhoden Teil der ausführenden Samenwege.

Weitere Informationen finden Sie unter: Nebenhoden

5. Harntrakt

Der Harntrakt ist, wie der Name schon vermuten lässt, für die Produktion und Ausscheidung des Harns (Urins) zuständig.

Er besteht aus mehreren Anteilen:
In der Niere werden Giftstoffe und andere ausscheidungspflichtige Substanzen aus dem Blut entfernt und anschließend eingedickt.
Über die ableitenden Harnwege wird der Harn nun in Richtung Blase geleitet, um dann willentlich über den Harnleiter ausgeschieden zu werden.

Niere

Die Niere, von denen jeder Mensch normalerweise zwei besitzt, ist in etwa bohnenförmig.
Jede Niere wiegt ca. 120-200 g, wobei die rechte Niere im Allgemeinen kleiner und leichter ist als die linke.

Über die Produktion des Urins hat die Niere Einfluss auf sehr viele Prozesse im Körper, wie die Ausscheidung von harnpflichtigen Substanzen, langfristige Blutdruckkontrolle, und Regulierung des Wasser- und Salzhaushalts.

Weitere Informationen finden Sie unter: Niere

Ableitende Harnwege

Unter dem Begriff "ableitende Harnwege" werden Nierenbecken (Pelvis renalis) und Harnleiter zusammengefasst, die von spezialisiertem Gewebe, dem sog. Urothel, ausgekleidet werden.

Weitere Informationen finden Sie unter: Ableitende Harnwege

  • Nierenbecken

Das Nierenbecken (lat.: Pelvis renalis) liegt innerhalb der Niere und verbindet Niere und Harnleiter.
Es handelt sich um einen von Schleimhaut ausgekleideten Raum, der sich trichterförmig zu den sogenannten Nierenkelchen (lat.: Calices renalis) erweitert.
Diese umfassen die Nierenpapillen, in denen der in der Niere produzierte Urin ankommt.

Weitere Informationen finden Sie unter: Nierenbecken

  • Harnleiter

Der Harnleiter (lat.: Ureter) verbindet Nierenbecken und Harnblase. Er ist ein ca. 30-35cm langer Schlauch, der aus dünnen Muskeln und Schleimhaut gebildet wird.
Er verläuft im Raum hinter der Bauchhöhle (lat.: Retroperitoneum) ins Becken, wo er in die Hinterwand der Harnblase mündet.

Weitere Informationen finden Sie unter: Harnleiter

Harnblase

Die Harnblase ist ein muskulöser Sack, der für die Speicherung und Entleerung des Harns verantwortlich ist. Die Harnblase (Vesica urinaria) befindet sich im Becken und wird im leeren Zustand als schlaffer Sack von den Baucheingeweiden zusammengedrückt.

Weitere Informationen finden Sie unter: Harnblase

Harnröhre

Die Harnröhre (lat.: Urethra) ist ein muskulärer Schlauch, der den Urin von der Harnblase zu der äußeren Harnöffnung leitet.

Zwischen Mann und Frau gibt es erhebliche Unterschiede, was Lage und Verlauf der Harnröhre betrifft:

Die weibliche Harnröhre ist 3-5cm lang und hat einen geraden Verlauf.
Sie beginnt am unteren Blasenende, tritt durch den Beckenboden und mündet zwischen den kleinen Schamlippen.

Die männliche Harnröhre ist mit 20 cm deutlich länger als die weibliche.
Im Gegensatz zur weiblichen Harnröhre ist die männliche gleichzeitig Harn- und Geschlechtsweg.
Die Harnröhre des Mannes hat ihren Ursprung (Ostium urethrae internum) ebenso wie die weibliche am Blasenhals. Danach folgen vier anatomische Abschnitte, bis sie außen an der Eichel endet.

Weitere Informationen finden Sie unter: Harnröhre

6. Drüsen

Die Drüsen des menschlichen Körpers spielen eine essenzielle Rolle bei beinahe allen Körperfunktionen, denn die von ihnen produzierten Hormone steuern und regulieren eine Vielzahl an Aufgaben.

Schilddrüse

Die beim Erwachsenen 20 bis 25g schwere Schilddrüse gehört zu den so genannten endokrinen Organen des Körpers. Ihre (endokrine) Hauptaufgabe besteht also in der Bildung von Hormonen, die ins Blut abgegeben (sezerniert) werden.

Weitere Informationen finden Sie unter: Schilddrüse

Nebenschilddrüse

Die Nebenschilddrüsen stellen vier linsengroße, ca. 40 mg schwere Drüsen dar. Sie liegen hinten der Schilddrüse an. In der Regel befinden sich zwei von ihnen am oberen Ende (Pol) der Schilddrüsenlappen, während die anderen beiden am unteren Pol zu finden sind.

Weitere Informationen finden Sie unter: Nebenschilddrüse

Nebenniere

Die Nebennieren sind wichtige Hormondrüsen. Sie liegen den Nieren kappenartig auf, und sind ca. 4cm lang, 3cm breit und 10 Gramm schwer.

Sie werden anatomisch und funktionell in Nebennierenrinde und Nebennierenmark unterteilt.
In der Rinde werden sogenannte Steroidhormone produziert, dazu zählen Cortison, Mineralkortikoide (vor allem Aldosteron) und Androgene (Geschlechtshormone).

Im Nebennierenmark werden die sogenannten Katecholamine Adrenalin und Noradrenalin gebildet.

Weitere Informationen finden Sie unter: Nebenniere

Hirnanhangsdrüse

Die etwa erbsengroße Hirnanhangsdrüse (lat.: Hypophyse) ist eine wichtige hormonproduzierende Drüse des Menschen.

Gemeinsam mit dem Hypothalamus kontrolliert und reguliert sie die Aktivität der anderen Drüsen: Sie ist die zweithöchste Regulationseinheit.

Die Hirnanhangsdrüse kommt dieser Funktion nach, indem sie die sogenannten Tropine produziert: Dies sind Hormone, die direkt auf die entsprechenden Hormondrüsen wirken.

Weitere Informationen finden Sie unter: Hirnanhangsdrüse

Anatomie der Sinnesorgane

Die Sinnesorgane des Menschen gehören zu den erstaunlichsten Funktionseinheiten des Körpers:
Über hochkomplexe Mechanismen und Strukturen machen wir uns unsere Umwelt bewusst.

  1. Das Sehorgan
  2. Das Hörorgan
  3. Das Riechsystem

1. Das Sehorgan

Das Auge ist für die Vermittlung von Seheindrücken aus der Umwelt zum Gehirn zuständig. Das Auge befindet sich in der Augenhöhle, die vom Gesichtschädel gebildet wird.

Weitere Informationen finden Sie unter: Auge

Hornhaut

Die ca. 600 Mikrometer dünne Hornhaut (Cornea) umkleidet den vorderen Augenabschnitt. Zusammen mit der Tränenflüssigkeit bildet sie die glatte, lichtbrechende Oberfläche des Sehorgans.

Die Hornhaut hat eine eigene Brechkraft, mit der sie zur Abbildung von visuellen Reizen auf de Netzhaut beiträgt.
Außerdem hat sie eine schützende Funktion, indem sie den Augeninnendruck "abfedert".

Weitere Informationen finden Sie unter: Hornhaut

Iris

Die Iris (Regenbogenhaut) hat ungefähr die gleiche Funktion wie die Blende eines Fotoapparates: Sie reguliert durch Größenänderung den Lichteinfall in das Auge.

In ihrer Mitte hat sie eine Öffnung: Dies ist die Pupille.

Durch die Menge des in die Iris eingelagerten Pigments (Farbstoffs) wird die Augenfarbe des Menschen bestimmt.

Weitere Informationen finden Sie unter: Iris

Pupille

Die Pupille stellt die Mitte der Iris (Regenbogenhaut) dar: Das Umgebungslicht gelangt durch die Pupille ins Augeninnere und sorgt auf der Netzhaut für die Entstehung des Seheindruckes.

Über die Muskulatur der Iris wird die Pupille vergrößert oder verkleinert. So wird reguliert, wie viel Licht in das Auge gelangt.

Weitere Informationen finden Sie unter: Pupille

Linse

Die Linse liegt hinter der Pupille und ist zusammen mit anderen Strukturen für die Brechung des einfallenden Lichtstrahls verantwortlich.
Sie ist elastisch und kann über Muskulatur aktiv gewölbt werden.
So kann die Brechkraft an die verschiedenen Erfordernisse angepasst werden.

Weitere Informationen finden Sie unter: Linse des Auges

Netzhaut

Die Netzhaut besteht aus mehreren Schichten und enthält Zellen, die Lichtreize aufnehmen, umwandeln und über den Sehnerv zum Gehirn weiter geben.
Sie ist für das Farb- und Helligkeitssehen verantwortlich:

Für die unterschiedlichen Farben und Lichtintensitäten enthält die Netzhaut verschiedene Zellen, welche die Lichtreize in elektrochemische Reize umwandeln.

Weitere Informationen finden Sie unter: Netzhaut und Sehen

Blinder Fleck

Als blinden Fleck bezeichnet man einen Bereich im Gesichtsfeld des Auges, an dem keine Sinneszellen liegen.
Es handelt sich also um einen natürlich vorkommenden Gesichtsfeldausfall.

Anatomisch wird der blinde Fleck durch die Sehnervpupille beschrieben, also den Ort, an dem der Sehnerv das Auge verlässt.

Weitere Informationen finden Sie unter: Blinder Fleck

Tränenwege

Die Tränenflüssigkeit dient der ständigen Befeuchtung der Augen. Tränen sind für die Augenfunktion von großer Bedeutung.

Die Tränen werden von der Tränendrüse produziert, die am oberen äußeren Augrand sitzt.
Von hier werden die Tränen durch den Lidschlag über das ganze Auge verteilt.

Am inneren Augenwinkel werden die Tränen dann über die sogenannten Tränenpünktchen wieder aufgenommen und über die Tränenkanäle zum Tränensack transportiert. Dieser entleert sich in die Nase.

Weitere Informationen finden Sie unter: Tränenwege

2. Das Hörorgan

Äußeres Ohr

Das äußere Ohr ist die erste Instanz des Schallleitungsapparates und dient der Aufnahme und dem Weiterleiten des Schallreizes.

Zu ihm gehören die Ohrmuschel, der Gehörgang und das Trommelfell.

Weitere Informationen finden Sie unter: Äußeres Ohr

  • Gehörgang

Der äußere Gehörgang des Menschen hat etwa eine Länge von 2-2,5cm.
Er leitet die Schallreize von der Ohrmuschel zum Trommelfell.

Im ersten Drittel seines Verlaufs wird seine Wand durch Knorpel gebildet, die restlichen zwei Drittel sind knöchern.

Weitere Informationen finden Sie unter: Gehörgang

  • Trommelfell

Das Trommelfell ist annähernd oval und wird über einen Knorpelring unter Spannung gehalten.
Es stellt die Begrenzung von äußerem Ohr und Mittelohr dar.

Schallwellen, die auf das Trommelfell treffen, versetzen dieses in Schwingung. Diese Schwingung wird über den Hammergriff, der mit der Rückseite des Trommelfelles verwachsen ist, auf das Mittelohr übertragen.

Weitere Informationen finden Sie unter: Trommelfell

Mittelohr

Als Mittelohr wird der mit Luft gefüllte Raum bezeichnet, der zwischen Trommelfell und Innenohr liegt.

In ihm befindet sich die Gehörknöchelchenkette, bestehend aus Hammer (lat.: Malleus), Amboss (lat.: Incus) und Steigbügel (lat.: Stapes).
Sie sind gelenkig miteinander verbunden, und übertragen mechanisch die Schwingung des Trommelfells (also den Schallreiz) auf das Innenohr.

Weitere Informationen finden Sie unter: Mittelohr

Innenohr

Das im Inneren des Felsenbeines liegende Innenohr beinhaltet das Hör- und Gleichgewichtsorgan.

Die Gehörschnecke stellt das Hörorgan dar: Sie enthält die verschiedenen Rezeptorzellen (das sogenannte Corti-Organ), die den Schallreiz für das Gehirn erfassbar machen.

Das Gleichgewichtsorgan liegt über der Gehörschnecke, und ist in Form mehrerer mit Flüssigkeit gefüllter Bogengänge organisiert.

Weitere Informationen finden Sie unter: Innenohr

3. Das Riechsystem

Nase

Die Nase besteht aus einem knöchernen und einen knorpeligen Anteil.
Der knöcherne Anteil heißt Nasenwurzel oder Nasenpyramide und stellt eine Art Fundament für den daraufsitzenden, knorpeligen Anteil der Nase dar.
Er wird von Stirnbein, dem Oberkieferknochen und dem Nasenbein gebildet.

Der knorpelige, bewegliche Anteil der Nase besteht aus mehreren verschiedenen Knorpeln (Dreiecksknorpel und Nasenspitzenknorpel), die gemeinsam die Nasenlöcher umschließen.

An die äußere Nase schließt sich die innere Nase (auch Nasenhöhle genannt) an.

Weitere Informationen finden Sie unter: Nase

Nasenhöhle

Die Nasenhöhle ist Teil der oberen luftleitenden Atemwege und liegt zwischen den Nasenlöchern und dem Rachen. Sie wird weiter unterteilt in Nasenvorhof und Nasenhaupthöhle.

Neben der Atemfunktion ist sie relevant für html/antibiotika.htmlantibakterielle Abwehr, Sprachbildung und Riechfunktion.
Sie steht mit verschiedenen Strukturen im Schädelbereich in Verbindung.

Weitere Informationen finden Sie unter: Nasenhöhle

Nasenscheidewand

Die Nasenscheidewand unterteilt die Nasenhaupthöhlen in eine linke und eine rechte Seite. Somit bildet die Nasenscheidewand die mittige Begrenzung der Nasenlöcher.
Sie bildet mit einem hinteren knöchernen, einem mittleren knorpeligen und einem vorderen häutigen Anteil mit den Nasenflügeln die äußerlich sichtbare Form der Nase.

Weitere Informationen finden Sie unter: Nasenscheidewand

Nasennebenhöhlen

Die Nasennebenhöhlen sind luftgefüllte Räume, die um die Nase herum in den Gesichtsknochen liegen.

Zu ihnen zählen:

Die Nasennebenhöhlen dienen dem Erwärmen und Anfeuchten der Luft und sorgen als Resonanzraum für eine verbesserte Stimm- und Sprachbildung.

Weitere Informationen finden Sie unter: Nasennebenhöhlen

Nasenschleimhaut

Die Nasenschleimhaut ist eine dünne Gewebsschicht, die unsere Nasenhöhlen von Innen auskleidet.
Sie wird aus bestimmten Hautzellen gebildet, die mit kurzen Flimmerhärchen versehen ist.

Zusätzlich sind in die Schleimhaut Drüsen zur Sekretbildung und Venengeflechte zur Luftstromregulation eingelagert.
Außerdem liegen in ihr die Rezeptorzellen, die das Riechen ermöglichen.

Weitere Informationen finden Sie unter: Nasenschleimhaut

Das Nervensystem

Das Nervensystem ist ein in allen komplexeren Lebewesen vorhandenes übergeordnetes Schalt- und Kommunikationssystem.
Das Nervensystem hat die Aufgabe Informationen Aufzunehmen und an die richtigen Stellen weiterzuleiten. Es stellt sozusagen die Verkabelung in unserem Netzwerk dar.

Es besteht aus mehreren Teilen:

  • die Nervenzellen und Nervenfasern sind die kleinsten Einheiten des Nervensystems
  • das Zentrale Nervensystem (ZNS), bestehend aus Rückenmark und Gehirn, dient der Integration und übergeordneten Steuerung der nerval geleiteten Informationen
  • das Vegetative Nervensystem wird nicht willkürlich gesteuert: Es arbeitet "autonom", und reguliert viele Vorgänge im menschlichen Körper
  • das periphere Nervensystem dient der Weiterleitung und Übetragung von Reizen aus der Körperperipherie zu oder aus zentralen Verschaltungsstellen

Weitere Informationen finden Sie unter: Nervensystem

Kapitelübersicht

  1. Aufbau der Nerven
  2. Zentrales Nervensystem
  3. Vegetatives Nervensystem

1. Aufbau der Nerven

Nervenzelle

Als Neurone bezeichnet man auf Erregungsbildung und -leitung spezialisierte Nervenzellen.
Als solche bilden sie das kleinste Funktionselement des Nervensystems.

Ein Reiz, der auf eine Nervenzelle trifft, verursacht eine Erregung, die sich in der Zellmembran des Neurons ausbreitet und ein sogenanntes Aktionspotential auslöst. Dieses wird über lange Zellausläufer, die Axone, weitergeleitet.

Weitere Informationen finden Sie unter: Nervenzelle

Motoneuron

Als Motoneuron werden spezialisierte Nervenzellen bezeichnet, die Nervenimpulse zu Muskelfasern leiten.
Sie sind also für die Koordination und Ausführung von Bewegungen zuständig.

Man unterscheidet je nach Lokalisation obere und untere Motoneurone.

Weitere Informationen finden Sie unter: Motoneuron

Axon

Der Begriff Axon bezeichnet den röhrenförmigen Fortsatz eines Neurons, über den die in der Zelle gebildeten Impulse weitergeleitet werden.
Es nimmt seinen Ursprung direkt unterhalb des Nervenzellkörpers (Soma).

Das Axon liegt entweder frei oder wird von einer speziellen Fettschicht, der Myelinscheide, umgeben.

Weitere Informationen finden Sie unter: Axon

Myelinscheide

Die Myelin- oder Markscheide umgibt die meisten Nervenzellen des menschlichen Körpers.

Sie dienen, ähnlich wie die Ummantelung von Stromkabeln, der elektrischen Isolierung der Nervenfaser. Dadurch können Impulse schneller und sicherer geleitet werden.

Anatomisch gesehen werden sie durch die Zellembran bestimmter Zellen gebildet, die sich spiralförmig um die Axone lege.

Weitere Informationen finden Sie unter: Myelinscheide

Dendrit

Dendriten sind, ähnlich wie Axone, Nervenfortsätze einer Nervenzelle.
Diese ziehen allerdings nicht in die Peripherie, sondern dienen der Aufnahme von Reizen vorgeschalteter Nervenzellen.
Sie weisen eine Vielzahl an Verzweigungen auf.

Weitere Informationen finden Sie unter: Dendrit

Synaptischer Spalt

Der synaptische Spalt ist der Zwischenraum zwischen dem Ende einer Nervenzelle und dem entsprechenden Zielorgan, wie beispielsweise anderen Nerven oder Muskeln.

Hier wird auf verschiedenen Wegen der Nervenimpuls moduliert und übertragen.

Weitere Informationen finden Sie unter: Synaptischer Spalt

Motorische Endplatte

Die motorische Endplatte stellt eine Sonderform der Synapse dar.

Hier werden über ausgeschüttete Neurotransmitter (das Acetylcholin) Nervenimpulse von einer Nervenzelle auf eine Muskelfaser übertragen, wodurch die willentliche Kontraktion dieser erreicht wird.

Weitere Informationen finden Sie unter: Motorische Endplatte

2. Zentrales Nervensystem / ZNS

Das ZNS (Zentrales Nervensystem) besteht aus dem Gehirn (cerebrum, encephalon) und dem Rückenmark (medulla spinalis).

Weitere Informationen finden Sie unter: ZNS / Zentrales Nervensystem

Großhirn

Das Großhirn (lat.: Telencephalon) ist der größte Teil des menschlichen Gehirns und liegt direkt unter der Schädeloberfläche.
Seine Oberfläche ist stark gefurcht, was ihr ein charakteristisches Aussehen verleiht.

Es wird weiter unterteilt in die Rinde (lat.: Cortex), in der die Nervenzellen des Gehirns liegen, und das Mark (lat.: Medulla), in dem sich vor allem die Nervenbahnen befinden.

Zum Großhirn werden außerdem einige Gebiete gezählt, in denen spezielle Verschaltungsvorgänge stattfinden:

  • Basalganglien

Der Begriff "Basalganglien" bezeichnet unter der Großhirnrinde gelegene Kerngebiete, die vor allem für die Steuerung von motorischen Vorgängen zuständig sind.

Weitere Informationen finden Sie unter: Basalganglien

  • Limbisches System

Das Limbische System stellt eine Funktionseinheit des Gehirns dar, die der Verarbeitung emotionaler Impulse dient.
Außerdem steuert sie die Entstehung des Triebverhaltens und hat Anteil an intellektuellen Leistungen.

Weitere Informationen finden Sie unter: Limbisches System

  • Sehzentrum

Das Sehzentrum liegt im Okzipitallappen (Hinterlappen) des Großhirnes. Hier kommen alle über das Auge gesammelten Informationen an, werden verarbeitet und "bewusst" gemacht.

Weitere Informationen finden Sie unter: Sehzentrum

Hirnhaut

Das Gehirn wird von der sogenannten Hirnhaut umgeben. Diese besteht aus mehreren Schichten, von denen die äußere direkt dem Schädelknochen anliegt.

Die Hirnhaut dient dem Schutz und der Versorgung des Gehirns.

Weitere Informationen finden Sie unter: Hirnhaut

Zwischenhirn

Das Zwischenhirn ist ein Teil des Gehirns, der sich zwischen Großhirn und Hirnstamm befindet.

Es besteht aus:

  • Thalamus
  • Epithalamus ( epi = darauf)
  • Subthalamus (sub = unter) mit Globus pallidus (Pallidum)
  • Hypothalamus (hypo = darunter)

Im Zwischenhirn werden hauptsächlich Reize der Sinnesorgane verarbeitet und entsprechend weitergeleitet.

Weitere Informationen finden Sie unter: Zwischenhirn

Hirnstamm

Der Hirnstamm des Gehirns umfasst das Mittelhirn, die Brücke, dem Kleinhirn sowie dem verlängerte Mark, welches in das Rückenmark übergeht.
Außerdem beinhaltet der Hirnstamm die Kerne des des dritten bis zwölften Hirnnerven.

Insgesamt gesehen ist der Hirnstamm verantwortlich für die Regulation lebenswichtiger Vorgänge wie Schlaf, Atmung, Blutdruckhöhe und Wasserlassen.

Weitere Informationen finden Sie unter: Hirnstamm

  • Kleinhirn

Das Kleinhirn (lat.: Cerebellum) liegt in der hinteren Schädelgrube unter dem Großhirn.
Man kann es grob in 2 Hemisphären Teilen, die durch den sogenannten Wurm, einen länglichen Abschnitt des Kleinhirns, getrennt werden.
Die Oberfläche des Kleinhirns ist durch unzählige Einfaltungen vergrößert, um mehr Platz für Nervenzellen und -fasern zu bieten.

Die Funktion des Kleinhirns umfasst, knapp gesagt, die Kontrolle von Bewegungsabläufen.

Weitere Informationen finden Sie unter: Kleinhirn

  • Verlängertes Mark

Das verlängerte Mark (lat.: Medulla oblongata) ist der am weitesten unten (kaudal) gelegene Teil des Gehirns.
Es enthält Nervenkerne und –bahnen, die überlebenswichtige Vorgänge wie das Atmen steuern.

Weiterhin enthält die Medulla Reflexzentren für Reflexe wie Niesen, Husten, Schlucken und Brechen.

Weitere Informationen finden Sie unter: Verlängertes Mark

Autor: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 06.06.2016
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