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Der Arm

Allgemeines

Der Arm des Menschen, auch als freie obere Extremität bezeichnet, ist die Umwandlung bzw. Weiterentwicklung der Vordergliedmaße zum Greifwerkzeug.
Dabei dient er aber nicht nur als Greifwerkzeug, sondern auch zur Ausbalancierung beim aufrechten Gang.

Funktion des Armes

Die obere Extremität des Menschen hat die größtmögliche Bewegungsfreiheit aller Körperteile. Diese wird durch die Beweglichkeit im

Anatomie

Der Arm wird gegliedert in den

Dabei stehen die einzelnen Teile des Armes über Gelenke in Verbindung. Diese dienen neben der Verbindung der einzelnen Teile des Armes auch der Ausführung zahlreicher Bewegungen.

Der Oberarm besteht aus einem großen Röhrenknochen (Humerus). Dieser ist über das Schultergelenk mit der Schulter und damit dem Körperstamm verbunden. Dieses ist ein Kugelgelenk, welches drei verschiedene Bewegungsrichtungen ermöglicht.

Der Oberarm kann zum einen um eine sagittale Achse bewegt werden.
Dies geschieht durch Heranziehen des Arms von der Seite zum Körper (Adduktion), sowie die seitliche Bewegung des Armes vom Körper weg (Abduktion). Die Grenze der Abduktion liegt bei 90°, die Bewegung über 90° wird als Hebebewegung (Elevation) bezeichnet. Für diese Bewegungen sind verschiedene Muskelgruppen zuständig, die als

  • Adduktoren,
  • Abduktoren, bzw.
  • Elevatoren bezeichnet werden.

Des Weiteren ist eine Bewegung des Armes um eine frontale Achse möglich. Dies bezeichnet das Heben des Armes nach vorne (Anteversion), bzw. die Rückführung des Armes (Retroversion). Als letzte Möglichkeit besteht eine Drehbewegung des Armes im Schultergelenk.
Diese Drehung kann nach innen (Innenrotation) oder nach außen (Außenrotation) ausgeführt werden. Die Drehung im Schultergelenk dient der Unterstützung der Drehung im Unterarm:

  • Drehung der Handfläche nach oben = Supination,
  • Drehung der Handfläche nach unten = Pronation.

Das Ellenbogengelenk dient der Verbindung zwischen dem Oberarmknochen (Humerus) und den beiden Unterarmknochen (Elle und Speiche). Durch die verschiedenen Strecker- und Beugermuskeln kann eine Streckung und Beugung im Ellenbogengelenk stattfinden.
Aber auch die oben benannte Pronation und Supination ist nur aufgrund der Rotation des Speichenköpfchens im Ellenbogengelenk möglich.

Im Handgelenk, artikulieren zum einen die körpernahen (proximalen) Handwurzelknochen mit den Knochen des Unterarmes und die Handwurzelknochenreihen untereinander. Diese verschiedenen Gelenke ermöglichen die

  • Beugung (Flexion, Plamarflexion) und
  • Streckung (Extension, Dorsalextension),
  • sowie eine Abspreizbewegung des Handgelenks. Diese kann sowohl in Richtung des Daumens (Ulnarabduktion), als auch in Richtung des kleinen Fingers (Radialabduktion) ausgeführt werden.

Die Finger selbst bestehen aus zahlreichen kleinen Knochen, welche einzeln durch zahlreiche Gelenke miteinander verbunden sind, sodass die Finger

  • gebeugt und
  • gestreckt werden können.
  • Des Weiteren können alle Finger weggeführt (Abduktion) und
  • herangeführt (Adduktion) werden.

Der Daumen kann als einziger Finger noch eine Oppositionsbewegung ausführen. Hierbei wird der Daumen auf die Handfläche bewegt. Neben den knöchernen Verbindungen zwischen den verschiedenen Anteilen des Armes dienen auch die Muskeln zur Verbindung der einzelnen Strukturen. Sie vermitteln neben der Verbindung auch die einzelnen Bewegungen der drei wesentlichen Gelenke und dienen der Kraftübertragung.

Aus diesem Grund ziehen die einzelnen Muskeln immer über eines der verschiedenen Gelenke hinweg, um dieses dann in Bewegung zu bringen. Auch die einzelnen Gefäße und Nerven entspringen an der Schulter, bzw. dem Körperstamm und setzten sich dann fort bis in die einzelnen Finger. So erfolgt die Versorgung durch arterielles Blut und die nervale Innervation.

Die Venen und Lymphgefäße sammeln das Blut hingegen in der Peripherie, also den Fingern und führen dieses dann dem Körperstamm zu. Somit stehen auch die Venen und Lymphgefäße des Armes miteinander in Verbindung, bzw. gehen ineinander über und transportieren dadurch die verschiedenen Flüssigkeiten.

Abbildung Armmuskulatur

Abbildung rechter Arm: A - Muskeln der Beugeseite (Palmarseite) und B - Muskeln der Streckseite (Dorsalseite)

Armmuskulatur

  1. Zweiköpfiger Oberarmmuskel
    (Bizeps) kurzer Kopf -
    M. biceps brachii, Caput breve
  2. Zweiköpfiger Oberarmmuskel
    (Bizeps) langer Kopf -
    M. biceps brachii, Caput longum
  3. Oberarmmuskel (Armbeuger) -
    Musculus Brachialis
  4. Dreiköpfiger Oberarmmuskel
    (Trizeps) seitlicher Kopf -
    M. triceps brachii, Caput laterale
  5. Dreiköpfiger Oberarmmuskel
    (Trizeps) langer Kopf -
    M. triceps brachii, Caput longum
  6. Dreiköpfiger Oberarmmuskel
    (Trizeps) innerer Kopf -
    Musculus triceps brachii,
    Caput mediale
  7. Knorrenmuskel - Musculus anconeus
  8. Ellbogen - Olecranon
  9. Oberarm-Speichen-Muskel - Musculus Brachioradialis
  10. Langer speichenseitiger Handstrecker - Musculus extensor carpi radialis longus
  11. Speichenseitiger Handbeuger - Musculus flexor carpi radialis
  12. Oberflächlicher Fingerbeuger - Musculus flexor digitorum superficialis
  13. Langer Hohlhandsehnenspanner - Musculus palmaris longus
  14. Halteband der Strecksehnen - Retinaculum musculorum extensorum
  15. Kurzer speichenseitiger Handstrecker - Musculus extensor carpi radialis brevis
  16. Ellenseitiger Handbeuger - Musculus flexor carpi ulnaris
  17. Fingerstrecker - Musculus extensor digitorum
  18. Trapezmuskel - Musculus trapezius
  19. Deltamuskel - Musculus deltoideus
  20. Großer Brustmuskel - Musculus pectoralis major

Eine Übersicht aller Abbildungen von Dr-Gumpert finden Sie unter: medizinische Abbildungen

Zusammenfassung

Der Arm des Menschen mit seinem anatomischen Aufbau ist das Organ eines Menschen mit dem größtmöglichen Bewegungsausmaß.

Neben den einzelnen Bewegungen dient er auch zur Haltung des Gleichgewichts. Aus diesem Grund pendelt der Mensch beim Gehen mit den Armen hin und her. Die zahlreichen Bewegungen und Funktionen werden durch

  • die drei großen knöchernen Teile des Armes,
  • deren Gelenkverbindungen und
  • Muskeln vermittelt.

Die Blut- / Lymphgefäße und Nerven des Armes verlaufen meist in einer Verbindung von der Schulter bis zu den Fingern und versorgen dadurch den gesamten Arm mit Nährstoffen und Sauerstoff.

Von den großen in Verbindung stehenden Gefäßen zweigen zahlreiche kleinere Gefäße ab, um den gesamten Arm versorgen zu können. Ebenso sind die einzelnen Nerven für verschiedene Strukturen des Armes zuständig, sodass die Verletzung eines Nervs am Oberarm auch zum Ausfall einzelner Muskeln am Unterarm oder der Hand führen kann.

Weitere Informationen zum Thema Arm

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Autor: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 15.11.2016
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