Pronation

Der Begriff Pronation beschreibt in der Medizin die Bewegung einer Extremität. Das Wort Pronation kommt aus dem Lateinischem und bedeutet soviel wie „sich vorbeugen“ oder „nach vorwärts drehen“. Die gegensätzliche Bewegung zu Pronation ist die Supination.

Es gibt die Pronation der Hand bzw. des Unterarmes und die Pronation des Fußes. Beide werden im folgenden Text vorgestellt.


Pronation des Unterarmes

Bei der Pronation des Unterarmes spielen die Speiche (Radius) und die Elle (Ulna) eine Rolle. In der Pronationsbewegung des Unterarmes dreht sich der Arm nach „innen“. Bei einem ausgestreckten Arm mit Handfläche nach oben wird der Arm also so gedreht, dass die Handfläche nach unten zeigt und der Daumen Richtung Körper. Bei dieser Bewegung werden also die Hand und der Unterarm gedreht. Dies kommt durch die Bewegung der Unterarmmuskeln zustande, die an der Elle und Speiche entspringen beziehungsweise ansetzen. Die beteiligten Gelenke heißen Articulatio radioulnaris proximalis und Articulatio radioulnaris distalis. Folgende Muskeln sind an der Pronation des Unterarmes beteiligt:

  • Musculus pronator teres
  • Musculus pronator quadratus
  • Musculus brachioradialis.

Pronation des Fußes

Bei der Pronation des Fußes wird die äußere Seite des Fußes nach oben bewegt und die mittlere Fußseite nach unten. Die Ferse wird dabei nicht bewegt. Der Fuß knickt also nach innen ab. Die verantwortlichen Muskeln heißen:

  • Musculus peroneus longus
  • Musculus peroneus brevis
  • Musculus extensor digitorum longus.

Wobei die ersten beiden genannten die Hauptmuskeln für diese Bewegung sind. Bei Fußfehlstellungen kann es zur Über- oder Unterpronation kommen. Dadurch kann es zu einer Fehlbelastung des Fußes kommen was wiederum schädlich für Sehnen und Muskeln sein kann. Daher gibt es für die unterschiedlichen Fußstellungen auch verschiedene Schuhe zum Laufen. Die Ursachen der Fußfehlstellung sind meist angeboren, durch Übergewicht erworben oder durch starke Ermüdung verursacht.

Um sich Supination und Pronation besser zu merken gibt es zwei Eselsbrücken:
„Bei der Supination liegt die Hand in Form einer Schüssel für Suppe und bei der Pronation liegt die Hand wie beim Brotschneiden“.

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