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Trendsportart Laufen

Immer mehr Menschen begeistern sich für den Laufsport. Nach neuesten Erkenntnissen fördert regelmäßiges Laufen nicht nur die körperliche Leistungsfähigkeit, sondern steigert auch die geistige Leistungsfähigkeit.
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Aus dem Bereich Muskelaufbau

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Sportverletzungen

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Nahrungsergänzung & mehr

Supplemente

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Doping im Sport

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Wie wichtig ist Dehnen wirklich?

Den Dehnübungen wurden in der Vergangenheit zahlreiche gesundheitliche Faktoren zugesprochen. Doch die Wissenschaft ist sich dabei nicht einig.
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Sportmedizin - was ist das?

Definition

Sportmedizin befasst sich mit den medizinischen Fragen von Bewegung und Sport.

Die Sportmedizin ist ein Teilbereich der Medizin und umfasst die theoretische und praktische Medizin. Sie befasst sich mit Sportlern aber auch untrainierten Menschen. Bei den Sportlern geht es um Rehabilitation und Prävention nach einer Verletzung oder aber der Vorbeugung von Verletzungen. Dabei werden die Auswirkungen von Sport auf den menschlichen Organismus in klinischen Studien untersucht und ausgewertet, um die neuesten Kenntnisse zu erhalten.

Bei untrainierten Personen geht es in der Sportmedizin eher darum festzustellen, ob eine Person für Sport geeignet ist, oder eventuelle Risiken beim Sporttreiben auftreten könnten. Durch Sport entstehen viele verschiedene Auswirkungen auf den menschlichen Körper, die bei Untrainierten anders ausfallen können als bei trainierten Sportlern. Die Sportmedizin versucht hier die Risiken zu minimieren, sodass Sporttreiben für jeden Menschen möglich ist.

Sportmedizin untersucht außerdem den Einfluss von Training und Bewegung auf den menschlichen Körper unter allen Altersstufen. Normalerweise ist es in der Medizin die Regel, diagnose- oder organbezogen zu arbeiten. In der Sportmedizin sieht dies anders aus, da man sich hierbei eher für die Bedeutung der körperlichen Aktivität, Gesundheit und Leistungsfähigkeit interessiert. Vor allem die Untersuchung der Auswirkungen fehlender Bewegung auf den menschlichen Körper steht dabei im Mittelpunkt des Interesses. Allgemein befasst sich die Sportmedizin mit den medizinischen Fragen von Bewegung und Sport.

Was macht ein Sportmediziner?

In Deutschland darf man sich als Sportmediziner bezeichnen, wenn man nach der normalen ärztlichen Ausbildung, nach dem Staatsexamen, noch eine weiterführende Ausbildung macht, in der es um theoretisches und praktisches Wissen geht. Dazu gehören ein spezielles Wissen über die Funktionsweisen des menschlichen Körpers unter Sport, sowie Sportverletzungen und diagnostische Methoden. Neben dem Wissen gehört auch Erfahrung dazu, die durch Betreuung von Vereinen oder bspw. Koronargruppen gesammelt werden kann. Die offizielle Bezeichnung des Sportmediziners wird von der Ärztekammer erteilt und darf dann als Titel getragen werden. Den Sportarzt, wie der Titel auch umgangssprachlich auch oft gebraucht wird, gibt es offiziell nicht, sondern nur im Volksmund.

Allgemein ausgedrückt ist der Sportmediziner ein Facharzt für Sportmedizin und befasst sich mit Training und Bewegung der Sportler sowie mit Diagnostik, Prävention, Behandlung und Rehabilitation. Die Behandlung von Sportverletzungen sind die häufigsten Ursache weshalb man einen Sportmediziner aufsucht.

Behandlungsgebiete der Sportmedizin

Die Sportmedizin hat verschiedene Schwerpunkte und versorgt ein großes Gebiet der Medizin. Der Sportmediziner versorgt Sportverletzungen, betreut die Rehabilitation und stellt eine Prävention sicher. Er erstellt Ernährungspläne und entwickelt Nachweismethoden für Dopingkonsum. Desweiteren untersucht er den Einfluss von Bewegung oder Bewegungsmangel auf die Gesundheit des Menschen und informiert die Allgemeinheit über die Wichtigkeit des Sporttreibens.

Sportverletzungen

Als Facharzt ist der Sportmediziner verantwortlich für die Behandlung von Verletzungen und Erkrankungen, die bei sportlichen Betätigungen entstehen, und für die Vorbeugung von Sporterkrankungen und die Betreuung von Patienten, die nach einer Sportverletzung gerade ihre Rehabilitation durchführen. Die Überwachung der Rehabilitation ist hierbei besonders wichtig, da durch falsche Maßnahmen unter Umständen falsche Heilungsverläufe auftreten können.

Sportmediziner behandeln Erkrankungen wie den Tennisarm, der durch eine Überbeanspruchung Entzündungen des Gewebes am Knochenvorsprung an der Außenseite des Ellbogens hervorgerufen werden. Dies kann besonders bei monotonen Arbeiten entstehen, wie zum Beispiel beim Tennis oder Tischtennis.

Prellungen, Zerrungen und Verstauchungen treten oft bei Mannschaftssportarten, aber auch in der Leichtathletik und noch seltener bei anderen Sportarten auf. Dies sind eher „kleinere“ Verletzungen, die sehr gut und relativ schnell heilen. Der Sportmediziner untersucht den schmerzenden Bereich, stellt eine Prellung fest und verordnet evtl. Schmerzmittel und ansonsten viel Ruhe.

Knochenbrüche kommen in der Sportmedizin schon etwas weniger vor, sind dafür aber meist deutlich schlimmer und benötigen in der Regel einen Gips. Der Heilungsprozess wird hier durch eine Rehabilitation unterstützt, die der Sportmediziner überwacht und evtl. selbst durchführt. Knochenbrüche kommen in den Risikosportarten, Extremsportarten und Outdoorsportarten, und Mannschaftssportarten vor.

Weitere Behandlungsgebiete sind Verrenkungen, aus denen in schlimmeren Fällen Bänder- und Sehnenverletzungen entstehen können. Auch Muskelverletzungen fallen in dieses Muster. Diese Gruppe der Verletzungen kann sehr schwerwiegend sein und auch zu einer Beendigung der Sportlerkarriere führen. Gerade die Sehnenverletzungen bestehen sehr lange und heilen nur schlecht aus, da die Sehnen des menschlichen Körpers schlecht bis gar nicht durchblutet sind. Der Sportmediziner lokalisiert die Verletzung und entwickelt ein Rehabilitationsprogramm, das zu dem Patienten/Sportler passt und eine bestmögliche Erholung garantiert.

Untersuchung des Bewegungseinflusses auf den Menschen

Ein weiteres großes Feld der Sportmedizin ist die Untersuchung des Einflusses von Sport auf den Körper, auf kranke Menschen, sowie Bewegungsmangel. Sport bewirkt im Körper immer einen Anpassungsprozess, der je nach Alter, Geschlecht und Leistungsfähigkeit unterschiedlich stark ausfallen kann. Welche Prozesse dabei im Körper ablaufen, ist Gegenstand der Sportmedizin und es gibt immer wieder neue Entdeckungen, die Training und Bewegung verändern und verbessern. Bei kranken Menschen kann Sport zu einer Verbesserung des Gesundheitszustandes führen, wenn vorher durch einen Sportmediziner genauestens untersucht wurde, welcher Sport dem Patienten eine Verbesserung ermöglichen könnte und welche Sportart eher ein Risiko darstellt.

Bewegungsmangel führt auf Dauer zu einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes und kann die so genannten Volkskrankheiten Diabetes und chronische Rückenschmerzen begünstigen. Hier gilt es dieser Entwicklung vorzubeugen und einen Sportplan zu erstellen. Außerdem sollte der Sportmediziner den Patienten deutlich auf die Risiken, die ein weiterer Bewegungsmangel mit sich bringt, hinweisen. Die Sportmedizin kann somit also auch Einfluss auf die Entwicklung von Volkskrankheiten und Bewegungsmangel nehmen und die allgemeine Gesundheit der Bevölkerung steigern. Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems gehören ebenso dazu und werden durch die Sportmedizin behandelt, aber vor allem auch vorgebeugt. Durch die neuen Erkenntnisse profitiert wiederum der Sport selbst, da neue Erkenntnisse den Sport und das Bewegen sicherer machen.

Die eigentliche Bedeutung der Sportmedizin ist nicht die Leistungssportbetreuung, sondern der Präventions- und Gesundheitssport. Dieser Bereich bezieht sich auf den Freizeit- und Breitensport, der in Deutschland immer weiter wächst. Gesundheit und Sportlichkeit sind immer wichtigere Faktoren in der Gesellschaft. In diesem Zusammenhang entwickelt sich auch die Sportmedizin immer weiter und gewinnt neue Erkenntnisse. Die Sportmedizin will die Menschen informieren und für die Wichtigkeit des Sports und des sich Bewegens begeistern und sensibilisieren. Das Ziel soll eine höhere Beteiligung am Sport, sowie ein gesünderer Lebensstil und eine ausgewogene Ernährung sein. Die positiven Effekte, die Körper und Geist durch den Sport erfahren, steigern auch die mentale Leistungsfähigkeit, stärkt den Charakter und die innere Ruhe und Ausgeglichenheit.

Ernährung und Doping

Ein weiteres Feld der Sportmedizin ist die Sporternährung. Dazu zählen Ernährungspläne, Nahrungsergänzungsmittel und auch illegale Substanzen, die unter den Begriff Doping fallen. Ernährungspläne unterstützen den Körper bei der Bildung neuer Muskeln und unterstützen den Stoffwechsel. Der Sportmediziner erstellt den Plan abhängig von Leistungszustand, Alter und Sportart des Athleten. Dadurch kann das Leistungsniveau noch ein kleines Stück gesteigert werden.

Nahrungsergänzungsmittel werden vor allem im Profisportbereich angewandt. Hier wird versucht durch konzentrierte Nährstoffe den Körper im richtigen Moment zu unterstützen und eine bessere Entwicklung zu garantieren.

Beim Thema Doping versucht die Sportmedizin zum einen die Auswirkungen der illegalen Substanzen zu erforschen und so die Sportler vor dem Gebrauch zu schützen. Auf der anderen Seite entwickelt die Sportmedizin Methoden, um Dopingmittel nachzuweisen und so den Gebrauch einzuschränken, sowie Dopingsünder zu überführen.

Sportmedizinische Untersuchung

Diese Untersuchungen dienen dazu, um herauszufinden, ob mit dem Herz-Kreislauf-System, dem Bewegungsapparat und dem gesamten Organismus des Patienten/Sportlers alles in Ordnung ist. Die sportmedizinische Untersuchung ermöglicht, eine optimale Fitness herzustellen und vermindert gesundheitliche Risiken.

Neben der sportärztlichen Untersuchung erläutert der Sportmediziner auch, welche Sportarten mit gutem Gewissen durchgeführt werden können und welche Sportarten eher ein gesundheitliches Risiko darstellen. Auch über den Sportumfang wird der Patient informiert, um sich so langsam seinem Ziel-Fitnesslevel zu nähern.

Die Basisuntersuchung in der Sportmedizin umfasst zuerst eine Anamnese, bei der dem Patienten Fragen zu seinem Leben, seiner sportlichen Vorgeschichte, eventuellen Verletzungen und Beschwerden und Familienkrankheiten beantworten muss. So versucht der Sportmediziner den Patienten so gut es geht kennen zu lernen und somit ein gesundes Sporttreiben zu gewährleisten.

Nach der Anamnese folgt in der Regel eine Erhebung des Ganzkörperstatus. Dazu gehören Körpergröße, Gewicht, Körpermaße und eine so genannte Körperbiometrie. Dabei werden alle Daten des Körpers (Körperfett, Wasseranteil, Muskelzusammensetzung, Knochenbau etc.) erhoben, um eventuelle Dysbalancen oder Fehlstellungen zu entdecken und lokalisieren.

Ein Ruhe-EKG ermöglicht dem Sportmediziner gezielte Aussagen über den Kreislaufzustand zu treffen. Der Ruhepuls zeigt, wie trainiert ein Sportler ist. Je niedriger der Ruhepuls ist, desto besser ist der Sportler trainiert und desto besser arbeiten Herz und Kreislauf.

Wer Sporttreiben möchte, sollte sich vorher einer sportmedizinischen Untersuchung unterziehen, um gewisse Risiken auszuschließen. In der Regel übernehmen Krankenkassen einen Anteil am Preis der Untersuchung. Eine erweiterte Untersuchung kostet in der Regel mehr als 100 Euro, wohingegen eine Basisuntersuchung für unter 100 Euro zu bekommen ist.

Autor: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 09.09.2016
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