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Schulter

Erklärung

Hier finden Sie die wichtigsten anatomischen Grundlagen eines gesunden Schultergelenk und eine Übersicht alle wesentlichen Schultergelenkserkrankungen mit einer kurzen Definition der Erkrankung.

Anatomie der Schulter

Der sogenannte Schultergürtel wird durch zwei Knochen auf jeder Schulterseite gebildet, also durch die beiden Schlüsselbeine (Claviculae) und Schulterblätter (Scapulae). Das Schulterblatt bildet zusammen mit dem Oberarmknochen das Schultergelenk. Außerdem bildet das Schulterblatt zwei Knochenvorsprünge aus, das Schulterdach (Akromion) und den Rabenschnabelfortsatz (Coracoid).

Abbildung Schultergelenk
  1. Oberarmkopf - Caput humeri
  2. Schultergelenkpfanne -
    Cavitas glenoidalis
  3. Schulterblatt - Scapula
  4. Schlüsselbein - Clavicula
  5. Schultereck - Acromion
  6. Schultereck-Schlüsselbein-Ge-
    lenk -
    Articulatio acromioclavicularis
  7. Deltamuskel - M. deltoideus
  8. Rabenschnabelfortsatz -
    Processus coracoideus
  9. Rabenschnabelfortsatz-Schultereck-Band -
    Lig. coracoacromiale
  10. Gelenkhöhle - Cavitas articularis
  11. Faserknorpelring -
    Labrum glenoidale
  12. Bizeps, langer Kopf - M. biceps brachii
  13. Schleimbeutel - Bursa subacromialis
  14. Oberarmschaft - Corpus humeri

Eine Übersicht aller Abbildungen von Dr-Gumpert finden Sie unter: medizinische Abbildungen

Das Schultergelenk wird maßgeblich durch vier Muskeln und deren Sehnen stabilisiert, die sogenannte Rotatorenmanschette. Die vier Muskeln (Musculus supraspinatus, M. infraspinatus, M. teres minor und M. subscapularis) ziehen vom Schulterblatt zum Oberarmknochen und setzen dort mit ihren Sehnen an. Aus diesem Grund legen sie sich wie eine Manschette rund um den Kopf des Oberarmknochens und bilden ein "Dach" über dem Schultergelenk. Der Raum unter dem Schulterdach, der Subakromialraum, ist häufig von Verschleißproblemen im Schultergelenk betroffen. Ein Schleimbeutel erleichtert den Gleitvorgang zwischen den Sehnen und dem knöchernen Schulterdach. Dieser kann beispielsweise durch Entzündungen zu Schulterschmerzen führen.

Das Schultergelenk wird in erster Linie durch Muskeln und Sehnen bewegt und mobilisiert, dadurch ergibt sich ein großer Bewegungsumfang. Allerdings ist dadurch das Risiko einer Instabilität erhöht und das Schultergelenk somit leicht verletzbar.

In der Grafik oben sind der Oberarm mit seinem Oberarmkopf und das Schulterblatt von vorn gezeigt. Man erkennt die relativ kleine Fläche des Gelenkes, das beide Knochen miteinander verbindet. Neben der Muskulatur hat der Oberarm unter anderem noch eine weitere Hilfe zur Stabilisierung in dem Schultergelenk. Diese besteht in einer Knorpellippe, die den kugelförmigen Oberarmkopf so stützt, wie etwa eine Untertasse mit der kleinen Vertiefung eine Tasse vor dem Verrutschen bewahrt.
Diese Knorpellippe nennt man das Labrum glenoidale. Wird ein Teil dieser Knorpellippe abgerissen, dann kommt es immer wieder zum Auskugeln des Schultergelenkes auch ohne Gewalteinwirkung, weil die Stabilität beeinträchtigt ist. Dieses Link führt direkt zur Seite über die Therapie des Abrisses des Labrum glenoidale.

Die Schulter ist ein hauptsächlich muskelgeführtes Gelenk. Das heißt, daß die gelenkige Verbindung weitestgehend aus Muskeln besteht. Als Gegensatz dazu könnte man das Hüftgelenk sehen, bei dem ein wichtiger Teil der Stabilität des Hüftgelenkes durch Bänder gewährleistet ist, die sehr belastbar sind und enormen Kräften widerstehen können.
Diese Muskelführung erweist sich als großer Vorteil, wenn man die dadurch gewonnene Beweglichkeit in Betracht zieht. Allerdings erwächst auch ein großer Nachteil aus dieser Art der Verbindung zweier Knochen. Die Stabilität ist im Vergleich zum Hüftgelenk viel geringer und somit die Verletzbarkeit des Schultergelenkes deutlich größer.

Sieht man sich die Art der Erkrankungen oder Verletzungen an, so fallen drei spezielle Diagnosen wegen ihrer Häufigkeit besonders auf. Dies sind der

Ohne entsprechende Sachkenntnisse lassen sich keine Rückschlüsse auf die Ursache dieser Erkrankungen ziehen, deshalb soll hier eine Erklärung erfolgen.

Abbildung Schultermuskulatur

Abbildung Muskeln der rechten Schulter: A - Ansicht von vorn und B - Muskeln der Hinterseite

Schultermuskulatur

  1. Schulterblatt-Zungenbein-Muskel -
    Musculus omohyoideus
  2. Vorderer Treppenmuskel -
    Musculus scanelus anterior
  3. Kopfwender -
    M. sternocleidomastoideus
  4. Schlüsselbein - Clavicula
  5. Deltamuskel - M. deltoideus
  6. Rabenschnabelfortsatz-Oberarm-Muskel -
    Musculus coracobrachialis
  7. Unterschulterblattmuskel -
    M. subscapularis (zweite Schicht)
  8. Zweiköpfiger Oberarmmuskel
    (Bizeps) - M. biceps brachii
  9. Großer Brustmuskel -
    Musculus pectoralis major
  10. Schulterblattheber -
    Musculus levator scapulae
    (zweite Schicht)
  11. Obergrätenmuskel - Musculus supraspinatus (zweite Schicht)
  12. Schulterblattgräte - Spina scapulae
  13. Kleiner Rundmuskel - Musculus teres minor
  14. Untergrätenmuskel - Musculus infraspinatus
  15. Großer Rundmuskel - Musculus teres major
  16. Trapezmuskel - Musculus trapezius
  17. Breiter Rückenmuskel - Musculus latissimus dorsi

    Rotatorenmanschette = 4 Muskeln (7.+11.+13.+14.) - vom Deltamuskel bedeckt

Eine Übersicht aller Abbildungen von Dr-Gumpert finden Sie unter: medizinische Abbildungen

Schmerzen in der Schulter

Schmerzen in der Schulter können in jedem Alter auftreten. Manchmal sind die Schulterschmerzen akut (z.B. beim Sport oder nach dem Heben einer schweren Last), immer mehr Menschen leiden jedoch auch unter chronischen Schulterschmerzen (z.B. aufgrund von Gelenkverschleiß). Die Schmerzen können viele verschiedene Ursachen haben und den Betroffenen stark im Alltag einschränken und beeinträchtigen.

Hinter den Schulterschmerzen kann sich beispielsweise ein sogenanntes Impingementsyndrom (Engpasssyndrom) stecken, aber auch akute Verletzungen, Entzündungen oder Verschleißerscheinungen im Schultergelenk. Häufig sind Schmerzen in der Schulter durch konsequente und langfristig angewendete Krankengymnastik zur Muskelkräftigung behandelbar, eine Operation ist nur in wenigen Fällen notwendig. Die meisten Schulterschmerzen gehen von den Weichteilen des Schultergelenks aus, das bedeutet, dass nicht die Knochen, sondern vielmehr Muskeln, Sehnen, Gelenkkapsel, Gelenkschmiere (Synovia) und Schleimbeutel betroffen sind. Schmerzen schränken die Beweglichkeit in der Schulter ein, viele alltägliche Vorgänge wie das Anziehen eines Hemdes, Haare kämmen oder föhnen setzen eine gute Koordination der Schulter- und Armmuskulatur voraus. Häufig kommt es zu Schonhaltungen, weshalb eine frühzeitige Therapie besonders wichtig ist. Abhängig von der Ursache können die Schmerzen in der Schulter an unterschiedlichen Stellen und bei unterschiedlichen Bewegungen und Tätigkeiten auftreten. Auch Probleme an der Halswirbelsäule können zu Schmerzsymptomen in der Schulter führen und bis in den Arm oder die Hand ausstrahlen.

Ursachen für Schulterschmerzen

Verschleißerscheinungen an der Schulter entstehen durch chronische Überbelastungen und Ungleichgewichte im Bereich der Muskeln. Bei Tätigkeiten, die oberhalb des Kopfes ausgeführt werden, wie bei Malern oder Handball- oder Tennisspielern tritt schmerzhafter Schulterverschleiß besonders häufig auf. Dadurch werden hauptsächlich die Bewegungsabläufe in der Schulter beeinträchtigt, schmerzhafte Entzündungen und Schwellungen sind die Folge. Bei einem Impingementsyndrom (Engpasssyndrom) besteht eine Einengung zwischen dem Schulterdach und dem Oberarmknochen. Die dort verlaufende Sehne und der Schleimbeutel sind einem ständigen Reizzustand ausgesetzt, wodurch Entzündungen ausgelöst werden.

In der Schulter kann es zu Rissen, Verklebungen und Schrumpfung der Gelenkkapsel im Bereich des Weichteilgewebes kommen, was zu Schulterschmerzen führt. Der Gelenkverschleiß (Arthrose) kann eine weitere Ursache für Schulterschmerzen sein. Die Schultergelenksarthrose wird durch Überbelastungen (wie jahrelanges Krafttraining), Gelenksspaltverengungen im Alter, rheumatische Erkrankungen (wie rheumatoide Arthritis) oder Durchblutungsstörungen begünstigt werden.

Eine Schädigung oder ein Riss der Muskeln oder Sehnen der Rotatorenmanschette (Rotatorenmanschettenruptur) führt zu Schmerzen und kann die Beweglichkeit des Armes stark einschränken. Durch eine schmerzhafte Schultergelenksentzündung (Periarthritis humeroscapularis) kann es durch Bewegungsmangel zu einer Schultersteife (Capsulitis adhaesiva) oder der sogenannten "Frozen Shoulder" kommen.

Die sogenannte Kalkschulter (Tendinosis calcarea) bezeichnet eine Ablagerung von Kalzium-Kristallen in der Rotatorensehne durch immer wiederkehrende kleinere Sehnenverletzungen oder durch lokale Durchblutungsstörungen der Sehne. Bei der Kalkschulter kommt es besonders nachts zu quälenden Schmerzen.

Auch Unfälle, Brüche und Verletzungen im Bereich der Schulter können zu starken Schmerzsymptomen führen. Ein Schlüsselbeinbruch (Claviculafraktur) oder Verletzungen im Bereich des Oberarmknochens (z.B. Humeruskopffraktur) sind häufig. Verrenkungen des Schultergelenks (Schultergelenksluxationen) können starke Schmerzen auslösen und verschiedene Ursachen haben. Die Schulter renkt sich häufig immer wieder aus, es resultiert eine chronisch instabile Schulter, die im Rahmen einer Gelenksspiegelung operativ behandelt werden sollte.

Weitere Ursachen für Schulterschmerzen sind Sehnenentzündungen oder Schleimbeutelentzündungen (Bursitis subacromialis). Diese entstehen vor allem durch mechanische Überlastung, durch Infektionen, bei rheumatischen Erkrankungen und Gicht. Verspannungen und Verhärtungen der Schultermuskulatur durch falsche Körperhaltung und Stress beispielsweise durch zu langes Sitzen, belastet Schulter, Rücken und Nacken und kann zu Schmerzen führen. Außerdem können Schulterschmerzen auch von der Wirbelsäule kommen, durch Nervenentzündungen oder Nervenverletzungen, durch rheumatologische Erkrankungen und auch durch internistische Erkrankungen (z.B. Herzinfarkt, Gallenkolik, Lungentumore usw) ausgelöst werden.

Zusammenfassende Übersicht der Ursachen für Schulterschmerzen

  • Als Impingement - Syndrom bezeichnet man die Einengung des Gleitraumes für die Sehnen der Rotatorenmanschettenmuskulatur und den Schleimbeutel zwischen Oberarmkopf und Schulterdach.
  • Durch die subacromiale Dekompression wird der Bereich unterhalb des Acromions ( = sub acromial ) erweitert, wodurch ein normaler Gleitvorgang der darunter liegenden Rotatoremmanschette gewährleistet wird.
  • Bei der Tendinosis calcarea / Tentinitis calcarea treten Verkalkungen in dieser Sehne auf, Veränderungen die auch in den meisten Fällen im Röntgenbild zu erkennen sind.
  • Die Rotatorenmanschette, die vom Schulterblatt zum Oberarmkopf zieht, besteht aus vier verschiedenen Sehnen. Sie setzt dort in Form einer Sehnenplatte an. Die Rotatorenmanschette ist für die Stabilisierung der Schulter, die Innen- und Außenrotation sowie für das seitliche Abspreizen des Armes verantwortlich. Bei einer Ruptur dieser Struktur kommt es typischerweise zum Riss der sogenannten Supraspinatus-Sehne. Siehe: Rotatoren- manschettenriß, Rotatoren- manschetten- läsion
  • Eine habituelle Schulterluxation ist eine häufig wiederkehrende Verrenkung des Schultergelenkes, die bei gewohnheitsmäßigen Bewegungen auftritt und für die verschiedene anlagebedingte Veränderungen verantwortlich gemacht werden.
    Von einer posttraumatisch rezidivierenden Luxation spricht man, wenn es nach einer primär rein traumatisch bedingten Schulterluxation bereits bei geringen Traumen zu wiederkehrenden Verrenkungen kommt. Siehe: Schulterluxation, Auskugeln des Schultergelenks
  • Bei einem Schlüsselbeinbruch / Claviculafraktur handelt es sich um einen Bruch des Schlüsselbeins durch indirekte oder direkte Gewalteinwirkung.
  • Bei der ACG - Sprengung hanelt es sich um eine Verrenkung des seitlichen Ende des Schlüsselbeins zum Schulterdach (Akromion) mit Verletzung des stabilisierenden Kapsel- / Bandapparates des Schultereckgelenkgelenkes.
  • Unter der frozen shoulder (steife Schulter) versteht man eine vorrübergehende Einsteifung einer oder beider Schultern. Auf starke Schmerzen im Schultergelenk folgen relativ schmerzarme Bewegungseinschränkungen. Optimalerweise klingen die Beschwerden von selbst wieder ab.
  • Eine Arthrose in der Schulter ist relativ selten und fast immer direkte Folge eines Unfalls oder eines Knochenbruchs des Oberarmkopfes oder Schulterpfanne.

Symptome

Da die Ursachen von Schulterschmerzen sehr unterschiedlich sind, können auch unterschiedliche Symptome im Vordergrund stehen. Häufig beeinträchtigen Schulterschmerzen (z.B. aufgrund eines Impingementsyndrom oder einer Rotatorenmanschettenverletzung) die Beweglichkeit des Armes. Der Arm lässt sich durch die Schmerzen oft kaum noch heben und viele alltägliche Tätigkeiten sind nur noch schwer möglich. Die Schulterschmerzen treten besonders häufig beim seitlichen Abspreizen des Armes (Abduktion) auf und sind besonders stark in einem Winkel von etwa 60 bis 120 Grad, weshalb Ärzte und Therapeuten auch vom "schmerzhaften Bogen" oder "painful arc" sprechen. Typisch sind auch nächtliche Schulterschmerzen, wenn man sich unbewusst auf die schmerzende Seite legt oder sich im Schlaf dorthin dreht. Wenn die Schmerzen von der Halswirbelsäule ausgehen, kommt es häufig zu ausstrahlenden Schmerzen von der Schulter bis in die Arme und Hände. Bei Sehnenentzündungen können die Schulterschmerzen bei sehr verschiedenen Arm- und Schulterbewegungen ausgelöst werden, je nachdem, welche Muskelsehne betroffen ist.

Diagnose

Um die richtige Diagnose bei Schmerzen der Schulter zu stellen, sind zunächst einige Informationen der Krankengeschichte wichtig (Anamnese), da sie erste Hinweise auf die Ursachen geben. Bereits bekannte Schulterverletzungen, bei welchen Bewegungen die Schmerzen auftreten, wie lange die Beschwerden bestehen, ob nächtliche Schmerzen auftreten und Risikofaktoren für vermehrten Schulterverschleiß (z.B. bedingt durch Sport oder Beruf) müssen durch den behandelnden Arzt erfragt werden. Eine körperliche Untersuchung bei Schulterschmerzen kann aus einer Reihe von Untersuchungsgriffen und -methoden bestehen, die eine Beurteilung der Funktion der Muskeln des Schultergelenks ermöglichen. Typische klinische Funktionstests sind beispielsweise der Jobe-Test (Seitendifferenzen sprechen für Sehnenriss, eine gereizte Sehne oder eine Entzündung des Schleimbeutels), der Nackengriff (beide Hände werden in den Nacken gelegt), der Schürzengriff (man fasst mit beiden Händen an den Rücken) und viele mehr. Die Abtastung von Triggerpunkten (Reizpunkten, deren Berührung Schmerz auslöst) kann weitere Hinweise in Bezug auf die Ursachen für die Schulterschmerzen liefern. Auch die Beweglichkeit der einzelnen Gelenke im Schultergelenk muss überprüft werden. Um auszuschließen, dass es sich bei der Ursache der Schulterschmerzen um eine Nerveneinklemmung handelt, kann unter Umständen eine neurologische Untersuchung erforderlich sein. Bildgebende Verfahren wie Ultraschall (Sonographie), Röntgen, Magnetresonaztomographie (MRT, Kernspin) oder Computertomographie (CT) erlauben weitere Einblicke in das schmerzende Schultergelenk.

In manchen Fällen führen jedoch auch die bisher beschriebenen diagnostischen Verfahren nicht zu einer eindeutigen Diagnose. So kann es notwendig sein, eine Gelenkspiegelung (Arthroskopie) durchzuführen. Bei dieser minimal-invasiven Operation in "Schlüssellochtechnik" ist ein direkter Einblick in das Schultergelenk möglich und bei Bedarf kann im Rahmen einer Gelenkspiegelung auch gleich eine Behandlung durchgeführt werden, wie etwa das Nähen eines Sehnenrisses oder das Abtragen von entzündetem Gewebe.

Therapie

Zur Therapierung von Schulterschmerzen hilft beispielsweise die Krankengymnastik.

Die Behandlung richtet sich bei Schulterschmerzen immer gegen die Ursache der Beschwerden. Je frühzeitiger eine Behandlung der Schulterschmerzen begonnen wird, desto besser sind in der Regel die Heilungsaussichten. Der Betroffene kann häufig selbst mithilfe von aktiver Bewegung und Muskelkräftigung selbst dazu beizutragen, dass die Beschwerden gelindert werden oder sogar ganz verschwinden. Ein Einnehmen von Schmerzmitteln z.B. ein nichtsteroidales Antirheumatikum (NSAR, z.B. Voltaren®) und Kältepackungen können besonders im Anfangsstadium gegen die Schmerzen in der Schulter helfen. Ebenso kommen Krankengymnastik, aktive Muskelkräftigung, Chirotherapie, Akupunktur, TENS-Behandlungen oder das direkte Verabreichen von entzündungshemmenden Medikamenten in den schmerzenden Bereich in Frage, um die Schulterschmerzen zu behandeln. Bei schweren Verschleißerscheinungen im Schultergelenk kann eine Gelenkprothese eingesetzt werden. Wenn beispielsweise eine Verletzung der Rotatorenmanschette für die Schmerzen ursächlich ist, kann es notwendig sein, die Schulter für eine Weile geschont werden muss, um den Heilungsprozess zu fördern. In schweren Fällen kann auch eine Operation durchgeführt werden. Die Therapie einer Schultersteife beinhaltet insbesondere eine krankengymnastische Behandlung, mit dem Ziel, die Schulter wieder beweglich zu machen. Es gibt auch Behandlungsmöglichkeiten mittels Strom, elektromagnetischer Wellen oder Ultraschall, um gegen die schmerzende Schulter vorzugehen.

Es gibt zahlreiche operative Techniken, die bei bestimmten Ursachen von Schulterschmerzen angewendet werden können. Mithilfe einer Operation kann zum Beispiel die Form und Stellung des Oberarmknochens korrigiert, Sehnen genäht, Muskeln umgesetzt, Verklebungen gelöst, erkrankte Schleimbeutel oder Gewebe entfernt werden und vieles mehr.

Schmerzen vorbeugen

Für eine gesunde Schulter ist es wichtig, eine gute Körperhaltung zu haben und die Schulter viel und sinnvoll zu bewegen. Ansonsten kommt es zu einer falschen Stellung des Gelenks und zu einer Verkümmerung der inaktiven Muskeln. Dabei sollten Überbelastungen vermieden werden. Gezieltes Muskeltraining kann zur Vorbeugung von Schulterschmerzen und frühzeitigem Verschleiß des Schultergelenks eingesetzt werden. Besonders bei dauerhaft sitzenden Tätigkeiten kann es zu Muskelverspannungen kommen. Hier können Entspannungsübungen, regelmäßige kurze Pausen und Lockerungsübungen für die Schulter- und Nackenmuskulatur vorbeugend wirken. Zugluft und Kälte sowie einseitige Haltungen und Bewegungsabläufe sollten vermieden werden. Die Schultermuskulatur und das Schultergelenk sollten vor und nach sportlichen Aktivitäten gedehnt und aufgewärmt werden. Auch eine gesunde Ernährung schont den Stoffwechsel und die Gelenke, wodurch Schulterprobleme vermieden werden können. Wenn bekannt ist, welche Reize die Schulterschmerzen auslösen oder verstärken, sollten diese unbedingt vermieden werden. Schmerzen und ein Steifigkeitsgefühl in der Schulter sollten schon beim ersten Auftreten ernst genommen werden und ein Arzt befragt werden.

Autor: Dr. N. Gumpert      |     Letzte Änderung: 22.08.2016
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