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Schultereckgelenksarthrose

Synonyme im weiteren Sinne

Schultereckgelenkarthrose, Akromioklavikulargelenkarthrose, AC-Gelenkarthrose, Schlüsselbein, Clavicula, Acromion, Schultereckgelenk, Arthrose ACG

Definition Schultereckgelenksarthrose

Das Schultereckgelenk (Akromioklavikulargelenk, kurz AC- Gelenk), ist das Gelenk zwischen dem Schulterdach (Acromion) und dem Schlüsselbein (Clavikula). Durch viel Sport, körperliche Arbeit oder nach Verletzungen können in diesem Gelenk Verschleißerscheinungen entstehen, welche als Arthrose bezeichnet werden.

Ursachen

Das Schultereckgelenk, zwischen Schlüsselbein und Akromion, ist großen mechanischen Scherbeanspruchungen ausgesetzt. Aus diesem Grund sind röntgenologisch häufig degenerative Veränderungen des Gelenkes auffällig. Auch nach einer Verletzung des Schultergelenkes, z.B. einer Zerreißung der Gelenkkapsel, kann es zu degenerativen Veränderungen des Gelenkes und zu Abnutzungserscheinungen kommen.
Durch die große Beanspruchung des Gelenkes können im Laufe der Jahre die Gelenkkapsel und der darin liegende Schleimbeutel abnutzen. So wird der „Puffer“ zwischen den beiden Knochenenden nach und nach geringer und kann im Endstadium vollständig abgenutzt sein (Schultereckgelenksarthrose). In diesem Fall reiben die Knochenenden frei aufeinander und nutzen sich ab. Daraufhin wird der Gelenkspalt schmaler und der Knochen wird umgebaut, sodass knöcherne Neubildungen entstehen. Wachsen diese nach oben, können sie in Kontakt mit den dort verlaufenden Sehnen der Muskeln kommen. Durch ständiges Reiben der Sehnen auf den knöchernen Vorsprüngen können sie mit der Zeit reißen und ihre Funktion verlieren und somit das Entstehen einer Schultereckgelenksarthrose beschleunigen.

Ich berate Sie gerne!

Wer bin ich?
Meine Name ist Dr. Nicolas Gumpert. Ich bin Facharzt für Orthopädie und Gründer von Dr-Gumpert.de
Diverse Fernsehsendungen und Printmedien berichten regelmäßig über meine Arbeit. Im HR Fernsehen sehen Sie mich alle 6 Wochen live bei "Hallo Hessen". 
Aber jetzt ist genug angegeben ;-)

Das Schultergelenk zählt zu den kompliziertesten Gelenken des menschlichen Körpers.

Daher erfordert die Behandlung der Schulter (Rotatorenmanschette, Impingement, Kalkschulter, Bicepssehne, etc.) viel Erfahrung.

Ich behandele die unterschiedlichsten Erkrankungen der Schulter auf konservative Weise.

Ziel jeder Therapie ist die Behandlung ohne eine Operation.

Welche Therapie nachhaltig die besten Ergebnisse erzielt, kann nur nach Zusammenschau aller Informationen (Untersuchung, Röntgenbild, Ultraschall, MRT, etc.) beurteilt werden.

Sie finden mich im:

  • Orthopaedicum Frankfurt
    Oeder Weg 2 - 4
    60318 Frankfurt am Main

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Symptome

Oftmals bestehen bei der Schultereckgelenksarthrose punktuelle Schmerzen im Schultergelenk, welche durch Belastungen stärker werden können. Aufgrund der knöchernen Veränderungen im Schultergelenk können einzelne Knochenneubildungen zu verschiedenen Arten von Schmerzen führen. Wachsen diese Knochenneubildungen nach oben, können sie als schmerzhafte Auftreibungen über dem Schultergelenk von außen sichtbar werden.
Nach unten wachsende Knochenneubildungen können zu Reizungen von Sehne und Schleimbeutel führen. Diese treten vor allem im Oberarm und bei Drehbewegungen des Armes auf.
Einige Patienten beschreiben die Symptome der Schultereckgelenksarthrose als einen ziehenden Schmerz in den Hals. Die gesamte Schmerzsymptomatik ist jedoch individuell sehr verschieden und kann deswegen nicht verallgemeinert werden.

Diagnose einer Schulterckgelenksarthrose

Oft lässt sich schon durch eine genaue Schilderung der Beschwerden eine Verdachtsdiagnose der Schultereckgelenkarthrose stellen. Zur genauen Diagnosestellung sind jedoch weitere bildgebende Verfahren und eine genaue klinische Untersuchung notwendig. Beim Abtasten achtet der Arzt auf Schwellungen, Druckschmerzhaftigkeit und Belastungsschmerzen des Gelenks.

Die bildgebende Diagnostik umfasst

In der Röntgenaufnahme in zwei Ebenen wird vor allem eine Verschmälerung des Gelenkspaltes, sowie in den Gelenkspalt wachsende knöcherne Vorsprünge (Osteophyten) sichtbar.
In der Ultraschalluntersuchung ist ebenfalls die Verschmälerung des Gelenkspaltes sichtbar, zudem lässt sich eine Kapselschwellung und vermehrte Flüssigkeit im Gelenk erkennen. Auch Schäden an den Sehnen unter dem Schultereckgelenk und eine Schleimbeutelentzündung sind erkennbar.
Die Kernspintomographie der Schulter (MRT) bietet aufgrund der sehr guten Auflösung eine ideale Beurteilung der Osteophyten, die in den Raum unter dem Acromioklaviculargelenk reichen. Dabei lassen sich auch der Kontakt der Sehnen zu den Knochenvorsprüngen beurteilen und die damit verbundene Gefahr für die Sehnen.

Therapie

Zunächst können Lokalanästhetika und entzündungshemmende Medikamente in den Gelenkspalt injiziert werden, wodurch die Schmerzen im Schultergelenk genommen und die entzündliche Schwellung gelindert werden.
Eine Operation der Schultereckgelenksarthrose wird in der Regel nur in Ausnahmefällen vorgenommen. Hierbei wird eine Resektionsarthroplastik vorgenommen. Dabei werden einige Millimeter des seitlichen Schlüsselbeins, bzw. des Gelenks entfernt, sodass der Gelenkspalt wieder breiter wird. Die Bandstrukturen werden erhalten, damit keine Instabilität entsteht. Oft ist sehr schnell nach der Operation die Symptomatik deutlich besser. Aufgrund der Invasivität des Verfahrens wird dennoch zunächst immer eine konservative Therapie unternommen.

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Zusammenfassung

Die Gelenkarthrose des Acromioclaviculargelenks, die sogenannte Schultereckgelenksarthrose ist aufgrund der großen Beanspruchung durch Sport, körperliche Arbeit oder posttraumatisch ein sehr häufiges Problem. Durch eine jahrelange Beanspruchung entstehen eine Gelenkspaltverschmälerung und Neubildungen von knöchernen Vorsprüngen, wodurch die Sehnen und der Gelenkspalt mit der Zeit abgenutzt werden.

Dies führt zu Schmerzen unterschiedlichen Ausmaßes und kann die Beweglichkeit im Schultergelenk schmerzbedingt stark einschränken. Durch eine körperliche Untersuchung und verschiedene bildgebende Verfahren lässt sich die Diagnose sicher stellen.
Die Therapiemöglichkeiten sind jedoch sehr eingeschränkt. Aus diesem Grund werden zunächst konventionelle therapeutische Ansätze wie Injektionen von entzündungshemmenden Medikamenten und Lokalanästhetika in den Gelenkspalt injiziert. Sollte diese Therapie keine ausreichende Linderung der Beschwerden bringen, so kann der Gelenkspalt operativ vergrößert werden. Auch die störenden Knochenneubildungen werden in der Operation abgetragen. Sollten die Sehnen jedoch schon durch die Reibungen angegriffen sein, ist nur eine bedingte Linderung der Beschwerden und Wiederherstellung der Funktionalität möglich.

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Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 25.04.2018
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