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Knorpelschaden im Schultergelenk

Das Schultergelenk besteht aus dem Oberarmkopf (Caput humeri) und der Schultergelenkpfanne (Cavitas glenoidales), welche beide mit Knorpel überzogen sind. Die Knorpelstruktur und Gelenkflüssigkeit sorgen dafür, dass bei Bewegungen keine Reibungen und Schmerzen entstehen.

Falls ein Knorpelschaden vorliegt, also ein Art Riss im Knorpelgewebe, kann es zu Schmerzen kommen, die unter Umständen behandelt werden müssen. Es kann sich hierbei um einen kleinen Riss handeln, aber auch unter Umständen deutlich größere Ausmaße annehmen. Problematisch bei einem Knorpelschaden ist, dass der Knorpel nicht, wie die meisten anderen Strukturen in unserem Körper, über seine eigene Blutversorgung verfügt, sondern größtenteils über andere Strukturen mitversorgt wird. Falls Knorpelgewebe zu Schaden kommt, ist eine körpereigene Regeneration meist aus diesem Grund nur sehr eingeschränkt möglich.


Ursachen

Die Gründe für einen Knorpelschaden sind nicht immer eindeutig zu diagnostizieren. So kann ein Schaden mehrere Ursachen haben. Ein vorangegangener Unfall ist typisch für einen solchen Abrieb des Knorpelgewebes, aber auch falsche, zu große Belastungen können als Folge einen solchen Schaden hervorrufen. Wenn das Gelenk einer plötzlichen, sehr starken Belastung ausgesetzt wird, zum Beispiel bei einem Autounfall oder beim Sport, kann der Knorpel beschädigt werden. An der Schulter kann das Auftreten eines Knorpelschadens typischerweise durch bestimmte Sportarten begünstigt werden. Hierzu zählen unter anderem Tennis, American Football, Wrestling, Bodybuilding und Kugelstoßen. Häufig kommt es außerdem zu einem Absplittern eines Knorpelstücks, was wiederum zu Schmerzen und Bewegungseinschränkungen führen kann.

Dauerhafter mechanischer Stress auf das Gelenk resultiert über lange Zeit auch in Knorpelschäden in den Gelenken. Risikofaktoren für das Entstehen einer chronischen Erkrankung der Gelenke, wie zum Beispiel Arthritis, sind typischerweise Übergewicht und bestimmte Berufsgruppen, die deshalb ihre Gelenken zu hohen Belastungen aussetzen. Oft sind Schäden jener Ursache grossflächiger als bei einem Schaden nach einem Unfall oder einer Sportverletzung. Bei der Entstehung dieser Erkrankungen spielen außerdem Einflussgrößen wie Alter und individuelle Belastungen für das Gelenk eine entscheidende Rolle.

Ich berate Sie gerne!

Wer bin ich?
Meine Name ist Dr. Nicolas Gumpert. Ich bin Facharzt für Orthopädie und Gründer von Dr-Gumpert.de
Diverse Fernsehsendungen und Printmedien berichten regelmäßig über meine Arbeit. Im HR Fernsehen sehen Sie mich alle 6 Wochen live bei "Hallo Hessen". 
Aber jetzt ist genug angegeben ;-)

Das Schultergelenk zählt zu den kompliziertesten Gelenken des menschlichen Körpers.

Daher erfordert die Behandlung der Schulter (Rotatorenmanschette, Impingement, Kalkschulter, Bicepssehne, etc.) viel Erfahrung.

Ich behandele die unterschiedlichsten Erkrankungen der Schulter auf konservative Weise.

Ziel jeder Therapie ist die Behandlung ohne eine Operation.

Welche Therapie nachhaltig die besten Ergebnisse erzielt, kann nur nach Zusammenschau aller Informationen (Untersuchung, Röntgenbild, Ultraschall, MRT, etc.) beurteilt werden.

Sie finden mich im:

  • Orthopaedicum Frankfurt
    Oeder Weg 2 - 4
    60318 Frankfurt am Main

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Weitere Informationen zu meiner Person finden Sie unter Orthopaedicum Frankfurt

Symptome

Die Symptome eines Knorpelschadens an der Schulter sind sehr ähnlich zu anderen Schulterverletzungen. Hierzu gehören:

  • Schmerzen, welche oft einhergehen mit „über-Kopf“-Arbeiten, ein „Knacken“ im Gelenk, mit oder ohne damit verbundener Schmerzen
  • Schmerzen in der Nacht
  • ein Instabilität-Gefühl des Schultergelenks
  • Bewegungseinschränkungen im Gelenk
  • Stärkeeinbußen
  • Schwellungen und
  • andere Entzündungszeichen wie Erwärmung und Rötung.

Diagnose

Die Experten für Verletzungen der Gelenke, und deshalb auch bei Erkrankungen, die mit einem Knorpelschaden im Schultergelenk einhergehen, sind Fachärzte für Orthopädie oder Allgemeinmedizin. Für die Diagnosestellung ist es wichtig, ob der Schmerz in direktem Zusammenhang mit einem Unfall steht, wie lange er schon besteht und bei welchen Bewegungen Schmerzen auftreten. Um dies herauszufinden, wird der behandelnde Arzt einige Tests durchführen um unter anderem Stabilität und Bewegungsfreiheiten untersuchen zu können. Um andere Probleme ausschließen zu können, können Röntgenbilder gemacht werden, wobei Knorpelgewebe darin nicht untersucht werden kann. Um dies beurteilen zu können, wird deshalb meist ein MRT vom Schultergelenk (Magnet-Resonanz-Topographie) angeordnet. Hiebei wird unter Umständen ein Kontrastmittel injiziert, um Beschädigungen besser beurteilen zu können. Die endgültige Diagnose kann jedoch in den meisten Fällen erst bei einer Arthroskopie festgestellt werden.
Die International Cartilage Repair Society hat unterschiedliche Schweregrade für die Einteilung von Knorpelschäden erstellt:

Grad 0: (normal) gesundes Knorpelgewebe
Grad 1: Der Knorpel hat weiche Stellen oder Blasen
Grad 2: Kleine Beschädigungen des Knorpels sind sichtbar
Grad 3: Beschädigungen mit Spaltbildung (bei mehr als 50% des Knorpelgewebes im Gelenk)
Grad 4: Die Beschädigungen des Knorpels gehen bis auf den darunterliegenden Knochen und exponieren diesen.

Die Knorpelschaden im Schultergelenk kann am besten im MRT beurteilt werden.
Lesen Sie hierzu auch mehr: MRT vom Schultergelenk

Therapie

Es gibt zwei konkret unterschiedliche Therapieansätze bei einem Knorpelschaden im Schultergelenk. Zum einen gibt es die konservative Therapie, auf die viele Patienten, je nach Größe und Art des Knorpelschadens gut ansprechen. Diese Therapie enthält unter anderem den Einsatz von schmerz- und entzündungshemmenden Medikamenten (NSARs), und Übungen für das Gelenk mit Physiotherapie oder zuhause. Außerdem ist es sinnvoll, um die Symptome zu lindern, das Gelenk so wenig wie möglich mittleren und großen Belastungen auszusetzen. Falls der Schaden nicht übermäßig groß ist, kann es durchaus sein, dass diese Behandlung allen Ansprüchen des Patienten gerecht wird.

Wenn diese konservative Methode sich jedoch als insuffizient erweist, kann der behandelnde Arzt eine Operation in Erwägung ziehen. Größtenteils werden Knorpelschäden des Schultergelenks mittels Arthroskopie behandelt. Hierbei handelt es sich um eine minimal-invasive Operation, bei der, mit unterschiedlichen Methoden das Knorpelgewebe wiederhergestellt werden kann. Meist wird eine Technik angewandt, die Mikrofraktuierung genannt wird. Hierbei sollen Einblutungen entstehen, die das Gewebe zur Knorpelbildung anregen. Das Verfahren der Knorpeltransplantation, bei der Knorpel aus anderen Gelenken entnommen, und in das betroffene Gelenk eingesetzt wird, hat sich bei der Behandlung von Knorpelschäden im Schultergelenk noch nicht durchgesetzt.

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Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 08.01.2018
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