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Schmerzen im Oberarm - Was habe ich?

Definition

Der Begriff „Oberarmschmerzen“ (Schmerzen am Oberarm) fasst sämtliche schmerzhafte Beschwerden, die im Bereich zwischen dem Schulter- und Ellenbogengelenk auftreten, zusammen. Schmerzen, die unmittelbar im Ellenbogen- oder Schultergelenk beobachtet werden, zählen normalerweise nicht zu den typischen Oberarmschmerzen. Dennoch können Gelenkserkrankungen zu einer Schmerzausstrahlung und somit zur Entstehung von Schmerzen am Oberarm führen.

Einleitung

Schmerzen, die unmittelbar am Oberarm auftreten, stellen im Grunde keine Seltenheit dar. Dennoch können sie auf Grund der Lokalisation für die betroffenen Patienten zu einer massiven Belastung werden. Schon bei einfachen Alltagsaufgaben, beispielsweise beim Zähneputzen oder beim Anziehen, können die Schmerzen am Oberarm deutlich an Intensität zunehmen. Je nach ursächlicher Erkrankung und Intensität der vom Betroffenen wahrgenommenen Beschwerden können einzelne Tätigkeiten nur noch eingeschränkt oder gar nicht mehr durchgeführt werden.

Die Ursachen für die Entstehung von Schmerzen im Oberarm können dabei sehr vielfältig sein. Vor allem muskuläre Erkrankungen, Überbelastungen im Bereich der Sehnen und Gelenkserkrankungen führen besonders oft zu starken Schmerzen am Oberarm.
Die häufigste Ursache für das Auftreten von Schmerzen am Oberarm ist eine Beeinträchtigung des Deltamuskels (Musculus deltoideus) beziehungsweise des den Muskel überziehenden Bindegewebes. Die Hauptaufgabe des Deltoidmuskels besteht im Abspreizen und seitlichen Anheben des Armes. Beim Vorwärtsbewegen des Armes wird vor allem der vordere Teil des Muskels beansprucht. Der hintere Muskelbereich verursacht bei Anspannung das Zurückführen des Armes.

Obwohl Schmerzen am Oberarm generell sehr häufig sind besteht für bestimmte Bevölkerungsgruppen ein deutlich erhöhtes Risiko der Entstehung von Schmerzen am Oberarm. Vor allem Personen, welche die Muskulatur des Oberarmes häufig stark belasten, neigen dazu Schmerzen zu erleiden. In diesem Zusammenhang spielen vor allem ausgedehntes Muskeltraining (Bodybuilding) und Sportarten wie Tennis oder Squash eine entscheidende Rolle. Zudem gehören Menschen die regelmäßig Arbeiten über Kopf ausführen zu den für das Auftreten von Schmerzen am Oberarm besonders gefährdeten Personengruppen.

Zusätzliche Informationen finden Sie hier: Schmerzen im rechten Arm

Abbildung Schmerzen im Oberarm

Schmerzen im Oberarm

  1. Schlüsselbein - Clavicula
  2. Obergrätenmuskel -
    Musculus supraspinatus
    (zweite Schicht)
  3. Schleimbeutel -
    Bursa subacromialis
  4. Schultergelenk
  5. Deltamuskel -
    Musculus deltoideus
  6. Zweiköpfiger Oberarmmuskel
    (Bizeps), langer Kopf -
    Musculus biceps brachii,
    Caput longum
  7. Zweiköpfiger Oberarmmuskel
    (Bizeps), kurzer Kopf -
    Musculus biceps brachii,
    Caput breve
  8. Oberarmschaft -
    Corpus humeri
  9. Oberarmmuskel (Armbeuger) -
    Musculus Brachialis
  10. Oberarm-Speichen-Muskel -
    Musculus Brachioradialis
  11. Ellenbogengelenk -
    Articulatio cubiti
  12. Speichenschaft -
    Corpus radii
  13. Ellenschaft -
    Corpus ulnae
    Ursachen:

    A - Schultergelenksarthrose
    B - Muskelfaserriss
    C - Bruch
    D - Impingement - Syndrom

Eine Übersicht aller Abbildungen von Dr-Gumpert finden Sie unter: medizinische Abbildungen

Symptome

Je nach ursächlicher Erkrankung können Schmerzen am Oberarm mit weiteren Symptomen einhergehen. Gerade diese Begleitsymptome ermögliche oftmals eine Eingrenzung der möglichen Grunderkrankungen. Darüber hinaus können die Schmerzen am Oberarm je nach ursächlicher Erkrankung stark variieren. In diesem Zusammenhang spielen vor allem die Qualität (stechend, brennend, dumpf),die Intensität und die exakte Lokalisation der Schmerzen am Oberarm eine entscheidende Rolle. Auch das Vorhandensein einer Schmerzausstrahlung in benachbarte Körperregionen kann häufig dabei helfen mögliche Ursachen auszuschließen.

In den meisten Fällen werden Schmerzen am Oberarm als ziehender Schmerz entlang einzelner Muskeln, Faszien oder Nervenbahnen wahrgenommen.
Zudem lassen sich die von den betroffenen Patienten verspürten Schmerzen am Oberarm oftmals durch bestimmte Bewegungen provozieren. Oftmals werden die Beschwerden bei Überkopfarbeiten (beispielsweise dem Anziehen eines Pullovers) als besonders ausgeprägt wahrgenommen. Darüber hinaus berichten viele der Betroffenen davon, dass einseitige Belastungen, zum Beispiel das Tragen einer Einkaufstasche, zu einer Steigerung der Schmerzen am Oberarm führt.

Obwohl Schmerzen am Oberarm typischerweise gerade bei Belastung wahrgenommen werden gibt es auch Fälle, in denen die Beschwerden bereits in Ruhe vorhanden sind. Einige Patienten berichten sogar davon, dass die Nachtruhe durch die starken Schmerzen am Oberarm derart beeinträchtigt wird, dass sie unter Schlafmangel und chronischer Müdigkeit leiden.

Neben den häufig beobachteten stechenden Schmerzen am Oberarm können die Beschwerden auch einen ziehenden, flächigen oder punktuellen Charakter annehmen. Während es vor allem an der Vorderseite des Oberarmes typischerweise zu flächigen Beschwerden kommt, treten punktuelle Schmerzen häufig an der Rückseite des Oberarms auf.

Neben den muskulären Beeinträchtigungen gehören Nervenschäden zu den häufigsten Ursachen für die Entstehung von Schmerzen am Oberarm. In diesen Fällen sind nicht bloß einzelne Muskeln, sondern vielmehr ganze Muskelgruppen im Versorgungsgebiet des betroffenen Nervens beeinträchtigt. Schmerzen am Oberarm, die durch Nervenschäden verursacht werden, gehen zumeist mit einem Kribbeln einher. Darüber hinaus berichten die betroffenen Patienten davon, wiederholt das Gefühl gehabt zu haben, dass die Hände eingeschlafen seien.

Schmerzen am Oberarm können zudem mit Beschwerden im Bereich der Schulter, des Nackens und des Halses einher gehen.

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Schmerzen in der Schulter beim Heben

Schmerzen des Oberarmes werden nicht selten von Verletzungen der Schulter hervorgerufen. So strahlen die Schmerzen, welche im Bereich der Schulter und des Schultergelenkes entstehen sogar häufig weiter entlang des Oberarmes aus. Neben harmlosen Ursachen wie einem Muskelkater oder einer vorübergehenden Muskelverspannung können auch ernsthafte Verletzungen und Erkrankungen der Schulter den Grund für die Schmerzen im Oberarm darstellen.

Zuerst ist eine Einteilung in einen akut aufgetretenen Schmerz und länger bestehende Schmerzen sinnvoll:

  • Akute Ereignisse, welche zu Schmerzen der Schulter und des Oberarmes führen, können aufgrund von Unfällen und Verletzungen hervorgerufen werden. Dabei muss nicht immer eine von außen sichtbare Verletzung vorliegen. Ein Abriss eines Muskels oder einer Sehne der sogenannten Rotatorenmanschette kann für die Beschwerden nach einem Unfall verantwortlich sein. Durch den kompletten oder teilweisen Ausfall eines Muskels entstehen hierbei häufig typische Symptome. Insbesondere ist die Sehne des Musculus Supraspinatus, welche den oberen Teil der Rotatorenmanschette bildet, häufig betroffen. Durch die körperliche Untersuchung kann ein Orthopäde in der Regel schon eine Verdachtsdiagnose stellen. Auch die Verletzung des Gelenks selbst oder eines an der Schulter beteiligten Knochen kann akut Beschwerden verursachen.
  • Chronische Beschwerden, welche nicht mit einem spezifischen Ereignis korrelieren sind ebenso vielfältig. Es können sowohl degenerative Erkrankungen wie eine Schultergelenksarthrose als auch systemische Erkrankungen wie Rheuma an der Schmerzentstehung beteiligt sein. Besonders häufig sind außerdem entzündliche Erkrankungen der Schulter. Hierbei sind besonders Schleimbeutelentzündungen häufig. Ebenfalls kann es zu einem Impingement Syndrom kommen, wenn bestimmte Strukturen in der Schulter eingeklemmt werden. Auch Verkalkungen der Sehnen sind mögliche Ursachen der Beschwerden.

In vielen Fällen treten die Schmerzen im Oberarm und der Schulter dann auf, wenn der Arm angehoben wird. Je nachdem, ob der Arm gar nicht mehr angehoben werden kann und ab welchem Moment der Schmerz entsteht können unterschiedliche Krankheitsbilder als Ursache infrage kommen. Besonders beim Impingement Syndrom stehen Beschwerden beim Heben des Armes im Vordergrund. Auch bei einer Problematik der Rotatorenmanschette kann es sein, dass das Anheben des Armes nur unter Schmerzen oder sogar gar nicht mehr möglich ist.

Schmerzen an den Muskeln

Schmerzen an den Muskeln (Myalgien) werden meist als „ziehend“ oder „krampfartig“ beschrieben und äußern sich im Alltag häufig in Form von Muskelkater. Klassischer Muskelkater verschwindet jedoch nach wenigen Tagen, weshalb ein anhaltender Muskelschmerz andere Ursachen hat. Wenn der Schmerz nach dem Sport das erste Mal aufgetreten ist, so handelt es sich oft um eine kleinere Muskelzerrung, also eine Überdehnung der Muskulatur.

Bei einer sehr starken Dehnung kann es auch zu Muskelverletzungen durch Risse kommen. Diese werden je nach Größe des Risses als Muskelfaserriss, Muskelbauchriss oder Muskelriss bezeichnet und äußern sich neben den typischen Muskelschmerzen oft durch Blutergüsse, Schwellungen oder Dellen.

Ist der Schmerz bei einem Unfall oder einer anderen Einwirkung von außen entstanden, so kann es zu einer Muskelprellung oder zu einer Einblutung gekommen sein. Dabei drückt das Blut gegen die Muskulatur, welche jedoch kaum verdrängbar ist, da sie in sogenannte Faszien eingebettet ist. Da Muskeln sehr stark sensibel innerviert und daher sehr schmerzempfindlich sind, reichen bereits kleinere Mengen Blut um einen klassischen Muskelschmerz zu erzeugen.

Weitere, seltenere Ursachen für Muskelschmerzen sind Entzündungen (Myositis), oder Muskelkrankheiten, wie beispielsweise FibromyalgienDystrophien oder Stoffwechselerkrankungen.

Test zu Schmerzen im linken Arm

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Schmerzen nach einem Sturz

Schmerzen am Oberarm, welche nach einem Sturz auftreten, können durch eine Vielzahl unterschiedlicher Ursachen hervorgerufen werden. Ein Sturz direkt auf den Oberarm ist relativ selten. Doch auch Stürze auf den Ellenbogen oder die Schulter können zu Beschwerden am Oberarm führen.

Kommt es aufgrund des Vorfalls zu Muskelverletzungen oder Sehnenrupturen entstehen üblicherweise starke Schmerzen. Im Bereich der Schulter kommt es sturzbedingt häufig zu Rupturen der Rotatorenmanschette, welche die Schmerzen erklären können. Auch die Verletzung von Knochen oder Gelenkknorpel kann zu starken Schmerzen im Bereich des betroffenen Knochens und des Oberarmes führen. Nach einem Sturz und folgender Schmerzsymptomatik sollte der schmerzende Arm und, je nach Lokalisation des Schmerzes, auch Ellenbogengelenk und Schultergelenk geröntgt werden. Brüche des Oberarmes (Humerus), Schlüsselbeins (Clavicula) oder Acromions sowie der Unterarmknochen und des Olecranons können mithilfe eines Röntgenbildes diagnostiziert werden. Verletzungen der Weichteile wie Muskeln, Sehnen, Bänder, Blutgefäße und Nerven können mit einer MRT Untersuchung dargestellt werden.

Schmerzen an der Innenseite des Oberarms

Schmerzen an der Innenseite des Oberarmes sind in der Regel muskulären Ursprungs. So sind Schmerzen an dieser Stelle eventuell auf einen Muskelkater zurückzuführen. Treten die Beschwerden im Rahmen einer sportlichen Aktivität oder einer plötzlichen Bewegung auf, kann es sich ebenfalls um eine Muskelzerrung handeln. Die Muskeln an der Innenseite des Oberarmes sind dabei vor allem dafür zuständig, den Arm an den Körper heranzuführen. Bei einer kraftvollen Bewegung dieser Art kann ein Muskel eine Überbeanspruchung erleiden. Bei einer Muskelzerrung handelt es sich um eine Überdehnung des Muskels. Hierbei werden auch einzelne Muskelfasern geschädigt. Besonders dann, wenn die Schmerzen akut auftreten sollte die schmerzhafte Stelle geschont, gekühlt, und hochgelagert werden. Auch die Anlage eines Druckverbandes kann Sinn machen. In seltenen Fällen können auch andere Ursachen zu den Beschwerden führen. Ein Herzinfarkt kann plötzlich einsetzende, sehr starke, sogenannte Vernichtungsschmerzen am Oberarm auslösen. Auch sollte die Haut in dem Bereich untersucht werden um dermatologische Erkrankungen als Ursache ausschließen zu können.

Schmerzen am hinteren Oberarm

Im hinteren Bereich des Oberarmes sind hauptsächlich Muskeln zu finden. Kommt es in diesem Bereich zu Beschwerden stehen deshalb muskuläre Ursache im Vordergrund.

Im hinteren Bereich des Oberarmes ist ein sogenannten Strecker (Extensor) des Armes lokalisiert: Der sogenannte Musculus triceps brachii. Eine Überbelastung dieses Muskels durch exzessives Training oder einer unachtsamen Bewegung kann zu Muskelkater oder Muskelzerrungen (Muskeldehnung) und damit zu Schmerzen führen. Ebenso sind Muskelfaserrisse mit der Entwicklung eines Blutergusses, Knochenbrüche des Oberarmknochens oder die Entwicklung systemischer Erkrankungen wie eine Osteoporose als Ursachen für die Entstehung von Schmerzen an der Hinterseite des Oberarmes bekannt. Nicht zuletzt sollten auch die Muskeln der Schulter untersucht werden, da dort entstandene Schmerzen oftmals bis in den hinteren Oberarm ausstrahlen. Zu infrage kommenden Erkrankungen gehört hierbei beispielsweise das Impingement Syndrom oder ein Abriss der Rotatorenmanschette.

Lesen Sie viele weiter Informationen zu diesem Thema unter: Schmerzen am hinteren Oberarm

Schmerzen am äußeren Oberarm

Schmerzen die am äußeren Oberarm lokalisiert sind, können eine Vielzahl an Ursachen haben.

Lesen Sie hierzu mehr unter: Schmerzen am äußeren Oberarm

Schmerzen im Oberarm und der Schulter

Häufig treten Schmerzen nicht nur am Oberarm, sondern auch an der Schulter auf. Das liegt vor allem daran, dass viele Strukturen der Schulter in den Oberarm „auslaufen“ und Schmerzen häufig ausstrahlen und deswegen mehrere Bereiche gleichzeitig betreffen können.

In diesem Fall sollte abgeklärt werden, ob sich die Ursache am Oberarm oder an der Schulter befindet, da die jeweilige Therapie sehr unterschiedlich ausfallen kann. Im Gegensatz zum Oberarm handelt es sich bei der Schulter um ein extrem kompliziertes Gelenk, welches selbst für Ärzte eine Herausforderung darstellt. Die Schulter wird von sehr vielen verschiedenen Muskeln, Bändern und Sehnen umfasst, welche dem Gelenk zahlreiche Bewegungen ermöglichen.

Die Wahrscheinlichkeit, dass Schmerzen im Schultergelenk entstehen und in den Oberarm ausstrahlen ist daher deutlich wahrscheinlicher als andersherum. Es besteht, vor allem bei traumatischen Verletzungen, jedoch auch immer die Möglichkeit, dass sowohl der Oberarm als auch die Schulter verletzt sind.

Lesen Sie mehr zu diesem Thema unter: Schmerzen in der Schulter und im Arm

Während es sich bei Oberarmschmerzen in der Regel um Muskel-, Muskelsehnen- oder Knochenschmerzen handelt, ist an der Schulter zusätzlich auch häufig der Gelenkspalt, Knorpel oder ein Schleimbeutel betroffen.

Lesen Sie mehr zum Thema unter: Schmerzen in der Schulter

Test zu Schul­ter­schmer­zen

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Von Sehnen ausgehende Schmerzen

Sehnen sind die Verbindung zwischen den Muskeln und den Knochen, an welchen die Muskeln ansetzen. Dabei geht der Muskel unmittelbar in die Sehne über und diese ist wiederum sehr fest mit dem Knochen und der Knochenhaut verwachsen. Daher treten Muskel- und Sehnenschmerzen häufig in Kombination auf. Wenn der Muskel gedehnt wird, wird die Sehne automatisch mitgedehnt.

Ähnlich wie bei der Muskulatur kann es bei Sehnen durch eine übermäßige Streckung zu Zerrungen oder Rissen kommen. Diese stellen sich bei Sehnen jedoch als deutlich unangenehmer dar, da Sehnen schlechter heilen und daher länger Schmerzen vorliegen. Bei Erwachsenen sind Sehnen jedoch stabiler als Muskeln und daher seltener betroffen.

Häufiger entstehen Sehnenschmerzen jedoch durch Entzündungen der Sehne oder der Sehnenscheide. Die Sehnenscheide umschließt die Sehne, schützt diese und verringert deren Reibung. Entzündungen dieser Strukturen entstehen meist durch Überreizung oder chronische Erkrankungen und äußern sich in lang anhaltenden Schmerzen, welche die Bewegung sehr stark einschränken können. Sehnen- oder Sehnenscheidenentzündungen können im Röntgenbild durch Verkalkungen diagnostiziert werden und sollten therapeutisch ruhig gestellt werden. Dies wird meist durch eine entsprechende Schiene ermöglicht.

Test Impinge­ment­syn­drom

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Nächtliche Schmerzen im Oberarm

Wenn Schmerzen nur oder vor allem in Ruhe auftreten, wie beispielsweise beim längeren sitzen oder beim schlafen, so werden diese auch als „Ruheschmerzen“ bezeichnet. Es gibt viele verschiedene Ursachen für Ruheschmerzen, welche von Durchblutungsstörungen bis zu seltenen organischen Krankheiten reichen.

Wegen der großen Breite an Diagnosen sollte bei längerem oder häufigem Auftreten der Schmerzen auf jeden Fall ein Arzt aufgesucht werden. Die leichteste Erklärung für in der Nacht auftretende Schmerzen ist eine schlechte Lagerung des Körpers, beziehungsweise „falsches Liegen“. Dabei kann es zu Einklemmungen von Gefäßen kommen, was zu Taubheit und kribbeln führt, oder zu Verspannungen der Muskulatur.

Neben diesen häufigen Ursachen können auch chronische Erkrankungen, wie Polyneuropathien, Morbus Raynaud oder Fibromyalgie in Frage kommen.

Ursachen

Erkrankungen die zu Schmerzen am Oberarm führen können von verschiedenen Strukturen ausgehen. Im Allgemeinen können Schmerzen am Oberarm durch die Beeinträchtigung einzelner oder mehrere Muskeln, der die Muskualtur umgebenden Bindegewebsstrukturen, der Nerven, der Blutgefäße und des Knochens selbst verursacht werden. Bei den meisten der betroffenen Patienten gehen diese Beeinträchtigungen auf rein funktionelle Ursachen zurück. Organische Erkrankungen verursachen vergleichsweise selten Schmerzen am Oberarm.

Traumen

Oftmals werden Schmerzen am Oberarm durch äußere Gewalteinwirkungen, die zu Prellungen, Quetschungen oder Knochenbrüchen führen, hervorgerufen. In diesen Fällen können sich die betroffenen Patienten zumeist an das ursächliche Trauma erinnern. Bei traumabedingten Schmerzen am Oberarm lassen sich typischerweise weitere Symptome, beispielsweise Wunden, Schwellungen oder Blutergüsse, beobachten.

Muskulatur und Nervenschäden

Darüber hinaus gehören Beeinträchtigungen der Muskulatur und Nerven zu den häufigsten Ursachen für die Entstehung von Schmerzen am Oberarm. Die in diesem Zusammenhang relevanten Erkrankungen können oftmals auf wiederholte Fehlbelastungen, Haltungsfehler oder Traumata zurückgeführt werden. Vor allem durch Fehl- oder Überbelastungen kommt es zu einer deutlichen Verhärtung der beanspruchten Muskulatur.
Darüber hinaus kann sich der Muskeltonus (Anspannungsgrad) dauerhaft erhöhen. In Folge dessen beginnen die verspannten Muskeln damit das umliegende Bindegewebe, Blutgefäße und Nervenbahnen abzudrücken. Die Betroffenen verspüren dadurch in der Regel starke Schmerzen am Oberarm. Typischerweise treten die Beschwerden vor allem unmittelbar über den betroffenen Muskeln auf.
Des Weiteren können zusätzlich Beschwerden im Versorgungsgebiet der beeinträchtigten Nervenfasern und Blutgefäße entstehen.
Darüber hinaus stellt regelmäßiges Krafttraining einen erheblichen Risikofaktor für die Entstehung von Schmerzen am Oberarm dar. Die möglichen Erkrankungen können dabei von der unkomplizierten Muskelzerrung bis hin zum Muskelfaser- oder Muskelriss reichen. Neben den Schmerzen kommt es bei den Betroffenen zu Einblutungen in das Gewebe und zu einer deutlichen Einschränkung des Bewegungsumfangs. In den meisten Fällen verursacht übermäßiges Krafttraining Verletzungen des Bizeps. Dennoch kann auch die Beeinträchtigung des Trizeps für die Entstehung von Schmerzen am Oberarm ursächlich sein.
Großflächige Schmerzen am Oberarm sprechen dafür, dass ein Nerv eingeklemmt sein könnte. In den meisten Fällen betrifft eine derartige Nervenkompression den großen Nerv der Achsel (Nervus axillaris). Typischerweise bestehen die durch die Nervenkompression hervorgerufenen Schmerzen hauptsächlich bei bestimmten Bewegungen.

Organische Erkrankungen

Des Weiteren können Schmerzen am Oberarm auch durch organische Erkrankungen verursacht werden. Klassisches Beispiel für eine solche Erkrankung ist der Herzinfarkt (Fachwort: Myokardinfarkt). Die betroffenen Patienten verspüren in der Regel zusätzlich zu den Schmerzen am linken Oberarm Brustschmerzen, sie sind kaltschweißig und haben Todesangst. Bei dieser Symptomkonstellation sollte dringend ein Notarzt alarmiert werden.

Lesen Sie mehr zum Thema unter: Schmerzen im linken Oberarm

Test zum Ober­arm­bruch 

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Diagnose

Die Diagnose von Schmerzen am Oberarm erfolgt in mehreren Schritten. Zu Beginn wird ein ausführliches Arzt-Patienten-Gespräch (Anamnese) durchgeführt. Während dieses Gespräches wird der betroffene Patient dazu aufgefordert die von ihm wahrgenommenen Beschwerden so genau wie möglich zu beschreiben. In diesem Zusammenhang spielen vor allem die exakte Lokalisation, mögliche Schmerzausstrahlungen und die Intensität der Beschwerden eine entscheidende Rolle. Darüber hinaus können möglicherweise bestehende Begleitsymptome einen entscheidenden Hinweis auf die zu Grunde liegende Erkrankung liefern.

Im Anschluss an das Arzt-Patienten-Gespräch folgt eine orientierende körperliche Untersuchung. Der behandelnde Arzt beginnt zumeist damit die Hautoberfläche des Oberarmes auf mögliche Verletzungen, Schwellungen und Blutergüsse hin zu begutachten. Im Anschluss versucht er an bestimmten Druckpunkten Schmerzen zu provozieren. Zuletzt bringen funktionelle Untersuchungen des Bewegungsumfangs der Schultergelenke (immer im beidseitigem Vergleich) Aufschluss über die am wahrscheinlichsten vorliegenden Erkrankungen.

Bei unklarem Befund können verschiedene bildgebende Verfahren dabei helfen die Diagnose zu sichern. Vor allem die Anfertigung röntgenologischer Aufnahmen spielt bei der Diagnose von Schmerzen am Oberarm eine entscheidende Rolle. Im Zweifelsfall können zusätzlich computertomographische oder magnetresonanztomographische Aufnahmen angefertigt werden.

Therapie

Die Behandlung der Schmerzen am Oberarm richtet sich in erster Linie nach der zu Grunde liegenden Erkrankung.

Schulmedizin

Sind funktionelle Ursachen, beispielsweise Muskelbeschwerden oder Nervenkompressionen, für die Entstehung der Schmerzen am Oberarm verantwortlich erfolgt die Therapie mit Hilfe einer Kombination aus medizinischen Massagen und Krankengymnastik.
Darüber hinaus kann eine ergänzende Akupunktur-Behandlung meist innerhalb kurzer Zeit zur Linderung der Schmerzen am Oberarm führen.
Zudem kann die Linderung der akuten Beschwerden durch die orale Einnahme von Schmerzmitteln (Analgetika) erfolgen. Besonders geeignet in der Behandlung von Schmerzen am Oberarm sind Arzneimittel, die über einen der Wirkstoffe Ibuprofen oder Paracetamol verfügen.
Betroffene Patienten sollten jedoch beachten, dass durch die Einnahme eines Schmerzmittels nicht die Ursache für die Entstehung der Schmerzen am Oberarm behandelt wird. Aus diesem Grund wird empfohlen, obwohl die Beschwerden in der Regel rasch nachlassen, den Oberarm vorerst zu schonen und keinen hohen Belastungen auszusetzen.
Frakturen (Knochenbrüche) des Oberarmes hingegen müssen unbedingt vollständig ruhiggestellt beziehungsweise fixiert werden. In den meisten Fällen verheilt der Knochenbruch, der zu Schmerzen am Oberarm führt, auf diese Weise problemlos. In einigen Fällen zeigt sich der Oberarmbruch jedoch als derart kompliziert, dass eine operative Korrektur notwendig wird.
Erkrankungen der Blutgefäße (zum Beispiel die Thrombophlebitis), die mit Schmerzen am Oberarm einhergehen, können durch die Gabe von gerinnungs- und entzündungshemmenden Arzneimitteln therapiert werden. Je nach Ausprägung der den Schmerzen am Oberarm zugrunde liegenden Erkrankung kann jedoch auch hier eine chirurgische Intervention von Nöten sein. Die operative Behandlung von Gefäßerkrankungen im Bereich des Oberarm umfasst vor allem die Entfernung von Blutgerinnseln und/oder einzelnen Gefäßabschnitten.
Geschwüre (Tumore), die zu Schmerzen am Oberarm führen, müssen ebenfalls chirurgisch entfernt werden. Die sogenannten Lipome gehören zu den häufigsten Tumoren im Bereich des Oberarms.

Homöopathie und Naturheilverfahren

In einigen Fällen lassen sich die Grunderkrankungen, die zu Schmerzen am Oberarm führen, bereits durch homöopathische Behandlungen und/oder Naturheilverfahren therapieren. Vor allem manuelle Behandlungsmaßnahmen bieten besonders vielversprechende Ansätze in der Behandlung von Schmerzen am Oberarm. In diesem Zusammenhang spielen vor allem die Osteopathie, das Rolfing und die Chiropraktik eine entscheidende Rolle. Sind verspannte Muskeln oder Muskelgruppen für die Entstehung der Schmerzen am Oberarm verantwortlich, können die betroffenen Muskeln gelockert, Blockierungen gelöst und eingeklemmte Nerven vom Druck befreit werden.
Die Wahl der am besten geeigneten Therapiemethode bei Schmerzen am Oberarm sollte sich dabei nicht nur nach einem Symptom richten. Neben den Schmerzen am Oberarm sollten weitere Beschwerden, beispielsweise Rücken-, Lenden, oder Hüftschmerzen, einen Einfluss auf die Wahl der Behandlungsmethode haben.
Ergänzend werden in der Naturheilkunde verschiedene homöopathische Präparate zur Behandlung funktionell-bedingter Schmerzen am Oberarm eingesetzt. All den typischerweise verwendeten Arzneimitteln wird ein positiver Einfluss auf die Muskulatur und das die Muskeln umgebende Bindegewebe nachgesagt. Vor allem Arnica, Bryonia und Calendula zählen zu den klassischen Homöopathika zur Behandlung funktionell-bedingter Schmerzen am Oberarm. Diese Arzneimittel werden vorzugsweise bei Patienten, die an Muskelzerrungen oder einem Muskelfaserriss leiden, angewendet.
Darüber hinaus können sogenannte „Schüssler Salze“ dabei helfen die für das Auftreten von Schmerzen am Oberarm typischen Erkrankungen zu therapieren. Da man im Allgemeinen davon ausgehen kann, dass ausgeprägte Störungen des Säure-Base-Haushalts beziehungsweise eine möglicherweise vorliegende Übersäuerung des Organismus an der Entstehung von Muskel-bedingten Schmerzen am Oberarm beteiligt ist, kann zudem der Ausgleich dieses Missverhältnisses dabei helfen die Beschwerden zu lindern.

Dauer

Schmerzen am Oberarm können, je nach Ursache, sehr unterschiedlich lange anhalten. Meist handelt es sich dabei um Muskelschmerzen aufgrund von Überreizung, Dehnung oder Muskelkater. Muskelschmerzen verschwinden meist nach wenigen Tagen, können aber, falls es zu Rissen in der Muskulatur gekommen ist, auch deutlich länger anhalten.

Verletzungen, welche die Muskelsehne betreffen, wie beispielsweise eine Entzündung der Sehnenscheide oder ein Sehnenriss schmerzen häufig mehrere Wochen und regenerieren sehr langsam. Daher sollte bei anhaltenden oder sich verschlechternden Symptomen auf jeden eine ärztliche Abklärung erfolgen.

Besteht der Verdacht auf einen Knochenbruch, so sollte in jedem Fall geröntgt werden, um den Verdacht auszuschließen. Bis eine sogenannte „Fraktur“ vollständig geheilt wird vergehen mehrere Monate, jedoch ist ein solcher Bruch bereits nach einigen Wochen stabil genug, um wieder belastet zu werden.

Die Dauer der Schmerzen kann, je nach Ursache, häufig durch konservative Therapien beschleunigt werden. So hilft bei Muskelschmerzen meist Wärme und Bewegung, wohingegen Entzündungen, Prellungen und Brüche gekühlt und geschont werden sollten.

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