Das Knie aus orthopädischer Sicht

Erklärung

Hier finden Sie die wichtigsten anatomischen Grundlagen eines gesunden Kniegelenkes und eine Übersicht alle wesentlichen Kniegelenkserkrankungen mit einer kurzen Definition der Erkrankung.
Um detailliertere Informationen zu erhalten folgen Sie einfach dem Link zur passenden Erkrankung.

Der anatomische Aufbau des Kniegelenks

Die Anatomie des gesunden Kniegelenks

Das Kniegelenk ist das größte Gelenk des Menschen und stellt die bewegliche Verbindung zwischen Oberschenkel (Femur) und Unterschenkel (Tibia) dar. Drei Knochen bilden gemeinsam mit einem komplexen Kapsel- und Bandapparat (Seiten- und Kreuzbänder) das Gerüst des Kniegelenkes.

Dies sind:

  • die Oberschenkelrollen (Femurkondylen)
  • der Schienbeinkopf (Tibiaplateau)
  • die Kniescheibe (Patella)

Abbildung Kniegelenk

Abbildung rechtes Kniegelenk

A - Rechtes Kniegelenk von links
B - Rechtes Kniegelenk von vorn
C - Rechtes Kniegelenk von hinten

  1. Kniescheibe - Patella
  2. Oberschenkelknochen - Femur
  3. Schienbein - Tibia
  4. Wadenbein - Fibula
  5. Innerer Meniskus -
    Meniscus medialis
  6. Äußerer Meniskus -
    Meniscus lateralis
  7. Kniescheibenband -
    Ligamentum patellae
  8. Außenband -
    Ligamentum collaterale fibulare
  9. Innenband -
    Ligamentum collaterale tibiale
  10. Hinteres Kreuzband -
    Ligamentum cruciatum posterius
  11. Vorderes Kreuzband - Ligamentum cruciatum anterius

Eine Übersicht aller Abbildungen von Dr-Gumpert finden Sie unter: medizinische Abbildungen

Auf der Abbildung oben ist zu erkennen, dass die Knochen einen engen Kontakt zueinander aufweisen. Damit auch an den Kontaktflächen eine schmerzfreie und ungestörte Beweglichkeit des Kniegelenkes stattfinden kann, sind die Knochen an den jeweiligen Kontaktflächen mit einer sehr glatten, weißlichen Knorpelschicht, dem sogenannten hyalinen Knorpel, überzogen.
Nur durch sie wird eine schmerzfreie und ungestörte Beweglichkeit des Kniegelenkes möglich. Der hyaline Knorpel setzt sich aus Knorpelzellen und Matrixgewebe zusammen. Während die Knorpelzellen des Erwachsenen die Fähigkeit zur Teilung und damit zur Heilung verloren haben, können kindliche Knorpelzellen durch Vermehrung Knorpelwunden reparieren.
Eingebettet sind die Knorpelzellen in dem von ihnen selbst produzierten Matrixgewebe. Dieses besteht zum Großteil aus Wasser und Stützgewebe und verleiht dem Knorpelgewebe sowohl Stabilität als auch Elastizität.

Im Kniegelenk selbst unterscheidet man die Gelenkpaarung zwischen der Oberschenkelrolle und der Kniescheibe (Femoropatellargelenk) sowie der Oberschenkelrolle und dem Schienbeinkopf. Die Verbindung zwischen der Oberschenkelrolle und der Kniescheibe (Patella) ist der am stärksten belastete Teil des Kniegelenkes. Beim Treppensteigen wird dieses Gelenk beispielsweise mit mehr als dem Dreifachen des Körpergewichts belastet.

Die bedeutendste Sehne des Kniegelenks ist die Kniescheibensehne (Patellasehne/ Patellarsehne), die von der Kniescheibe an der Vorderseite des Kniegelenks als starker Strang zum Schienbein (Tuberisitas tibiae) zieht.

Umhüllt wird das Kniegelenk von der Kniegelenkskapsel, deren innerer Teil als Gelenkinnenhaut (Synovia) bezeichnet wird. Sie bildet die für die Ernährung des Knorpels wichtige Gelenkflüssigkeit. Im Erwachsenenalter wird das Knorpelgewebe hauptsächlich durch Diffusion (passiver Transport) aus der Gelenkflüssigkeit ernährt, weil Knorpelgewebe im Gegensatz zu anderen Gewebearten des Körpers (Muskulatur, Knochen Haut etc.) nicht durchblutet wird.

Die übliche Ernährung über den Blutkreislauf funktioniert deshalb nicht.
Bewegungen des Kniegelenks durchmischen die Gelenkflüssigkeit und verbessern dadurch die Aufnahme der Nährstoffe durch die Knorpelzelle (Chondrozyt).
Die richtige Menge und Zusammensetzung der Gelenkflüssigkeit ist außerdem für die Schmierung des Kniegelenkes von entscheidender Bedeutung. Durch sie wird die Reibung der korrespondierenden Knorpelflächen bei der Bewegung minimiert. Hyaliner Knorpel besitzt einen extrem niedrigen Reibungswiderstand, niedriger als alle bekannten künstlichen Materialpaarungen.

Abbildung Kreuzbänder

  1. Oberschenkelknochen (Femur)
  2. Innenmeniskus
  3. vorderes Kreuzband (VKB)
  4. Schienbein (Tibia)
  5. Außenemeniskus

Zwischen der Oberschenkelrolle und dem Unterschenkel befinden sich zwei faserknorpelige Scheiben (Meniskus), die als Puffer zwischen den Knorpelflächen liegen und wichtig für eine gleichmäßige Druckverteilung im Kniegelenk bei Belastung sind. Die Kreuzbänder durchziehen das Kniegelenk und Verbinden den Oberschenkel mit dem Unterschenkel. Hauptaufgabe der Kreuzbänder ist ein stabiles Kniegelenk zu gewährleisten und dadurch einen harmonischen, möglicht reibungsarmen Bewegungsablauf zu ermöglichen.
Die beiden Kreuzbänder verhindern, dass sich das Knie bei Belastung nach vorn (vorderes Kreuzband) oder hinten (hinteres Kreuzband) verschieben kann. In ihrer stabilisierenden Wirkung werden sie von den Seitenbändern (Kollateralbänder), der Kniegelenkskapsel und der knieumspannenden Muskulatur unterstützt.

Die knieumspannende Muskulatur macht die Funktion des Kniegelenkes aus. Nur durch sie wird Bewegung erst möglich. Darüber hinaus unterstützen sie die passiven Gelenkstabilisatoren des Kapsel- Bandapparates. Die Streckmuskulatur des Kniegelenkes (Quadrizepmuskulatur) an der Oberschenkelvorderseite, ist sehr kräftig ausgebildet. Unwillkürlich werden die Muskeln bei Beugung des Kniegelenkes aktiviert, um beim Gehen ein Einknicken zu vermeiden. Die wichtigsten Beuger des Kniegelenkes sind die ischiokrurale Muskulatur an der Oberschenkelrückseite, die ebenfalls aktiv stabilisierend auf das Kniegelenk einwirkt. Die ischiukrurale Muskulatur unterstützt insbesondere das vordere Kreuzband, weshalb ihr Training nachi einem Kreuzbandriss besonders wichtig ist.

Abbildungen zum Thema Kniegelenk



Wenn Ihnen nicht klar ist, was Ihre Knieschmerzen verursacht empfehlen wir unseren Selbsttest, um die Ursache und die Therapiemöglichkeiten herauszufinden.

Kniegelenksarthrose

Unter Gonarthrose / Kniegelenksarthrose sind alle degenerativen (verschleißbedingte) Erkrankungen des Kniegelenkes zu verstehen, die durch eine zunehmende Zerstörung des Gelenkknorpel unter Mitbeteiligung der Gelenkstrukturen wie Knochen, Gelenkkapsel sowie gelenknaher Muskulatur gekennzeichnet sind.
Weitere Informationen erhalten Sie unter unserem Thema: Gonarthrose / Kniegelenksarthrose

Arthrofibrose

Die Arthrofibrose ist eine gefürchtete, in ihrer Ursache weitgehend unaufgeklärte Gelenkerkrankung nach operativen Eingriffen oder Verletzungen, aus der eine mehr oder minder starke, teils schmerzhafte Einschränkung der Gelenkbeweglichkeit resultiert.

Unterschieden werden die

  1. Primäre Arthrofibrose, welche durch eine generalisierte Narbenbildung im Gelenk gekennzeichnet ist.
  2. Sekundäre Arthrofibrose, bei der lokale mechanische Irritatoren für eine Bewegungseinschränkung ursächlich sind.

Weitere Informationen erhalten Sie unter unserem Thema: Arthrofibrose

Baker-Zyste

Eine Baker-Zyste ist eine durch Kniebinnenerkrankungen mit chronischem Kniegelenkserguß einhergehende Ausstülpung der hinteren Gelenkkapsel.
Weitere Informationen erhalten Sie unter unserem Thema: Baker-Zyste

Meniskusschaden

Unter einer Meniskusläsion / Meniskusriss / Meniskuschaden versteht man die Verletzung, bzw. den Einriss einer der beiden Knorpelscheiben (Meniskus), die sich zwischen Oberschenkel- und Schienbeinknochen befinden.
Oberschenkel und Schienbein passen mit ihren Gelenkflächen nicht aufeinander. Um dies “Asymmetrie” auszugleichen haben wir "Knorpelscheiben" im Gelenk, einen Innen- und einen Außenmeniskus.
Diese ermöglichen eine gleichmäßigen Druckbelastung, Kraftübertragung und stabilisieren das Kniegelenk.
Weitere Informationen erhalten Sie unter unserem Thema: Meniskusschaden

Meniskusoperation

Besteht ein Meniskusläsion / Meniskusriss gibt es verschiedene therapeutische Optionen. Welch zu Anwendung kommt hangt von verschiedenen Faktoren wie Art des Schadens, Lokalisation, Alter des Patienten, beruflichem und sportlichem Anspruch und weiteren Faktoren ab.
Weitere Informationen erhalten Sie unter unserem Thema: Meniskusoperation

Morbus Osgood - Schlatter

Der Morbus Osgood-Schlatter ist eine schmerzhafte Reizung des Ansatzes der Kniescheibensehne (Patellarsehne) am vorderen Schienbein.
Hierbei kann es zu einer Ablösung und zu einem Absterben (Nekrose) von Knochenstücken aus dem Schienbein kommen. Es entsteht ein abgestorbener Knochenbezirk (Osteonekrose). Da diese Osteonekrose nicht infektiös (nicht durch Bakterien, Viren oder andere verursacht ist, wird sie zur Gruppe der aseptischen Osteonekrosen gerechnet.
Sie kann sowohl einseitig als auch beidseitig auftreten. Betroffen sind v.a. Jugendliche im Alter zwischen 10 und 14 Jahren. Jungen sind im Verhältnis 4:1 häufiger betroffen als Mädchen.
Weitere Informationen zu diesem Thema erhalten Sie unter: Morbus Osgood-Schlatter

Kniegelenksprothese

Bei einer Knieprothese handelt es sich um ein künstliches Kniegelenk, welches implantiert wird, wenn durch Verschleiß des Kniegelenkes verschiedener Ursache, es zu einem Verbrauch der Knorpelfläche gekommen ist.

Kreuzbandruptur

Eine frische vordere Kreuzbandruptur / vorderer Kreuzbandriss ist die vollständige oder teilweise Kontinuitätsunterbrechung des Bandes durch äußere Gewalteinwirkung. Eine alte vordere Kreuzbandruptur / vorderer Kreuzbandriss ist der bleibender unfallbedingter Bandschaden.

Weitere Informationen erhalten Sie unter unserem Thema: Kreuzbandriss

Hinterer Kreuzbandriss

Eine frische hintere Kreuzbandruptur ist die vollständige oder teilweise Kontinuitätsunterbrechung (Riss) des Bandes nach Überschreiten der Überdehnungsreserve durch äußere Gewalteinwirkung. Eine alte hintere Kreuzbandruptur ist der dauerhaft bleibende meist unfallbedingten Bandschaden.

Eine frische hintere Kreuzbandruptur ist die vollständige oder teilweise Kontinuitätsunterbrechung (Riss) des Bandes nach Überschreiten der Überdehnungsreserve durch äußere Gewalteinwirkung. Eine alte hintere Kreuzbandruptur ist der dauerhaft bleibende meist unfallbedingten Bandschaden.

Kniescheibenbruch

Bei einem Kniescheibenbruch frakturiert die Kniescheibe in mehrere Teile. Dabei können Längs, Quer- oder Mischbrüche entstehen. Die Therapie des Kniescheibenbruchs / Patellafraktur hängt entscheidend von der jeweiligen Bruchform ab.
Weitere Informationen erhalten Sie unter unserem Thema: Patellafraktur

Kniescheibenluxation

Bei der typischen Patellaluxation springt die Kniescheibe aus der vorgesehen Gleitbahn nach außen heraus. Dabei kommt es zu häufig zu Verletzungen von Bändern, Knorpel und Knochen.

Shelf-Syndrom

Das Shelf-Syndrom tritt nach Überbeanspruchung, Muskeldysbalancen oder Verletzung des Knies auf.
Es wird durch eine Entzündung und Anschwellung der Schleimhautfalten (Synovialfalten, Plicae) im Kniegelenk verursacht. Dies kann zu Schmerzen und Bewegungseinschränkungen im Kniegelenk führen.
Drei Schleimhautfalten des Knies können betroffen sein: die Plica suprapatellaris, die Plica mediopatellaris und die Plica infrapatellaris. Mit Abstand am häufigsten ist aber die Plica mediopatellaris betroffen.

Lesen Sie mehr zu den Themen: Shelf- Syndrom und Plica Anatomie

Springerknie

Beim Springerknie handelt sich um eine chronische, schmerzhafte, degenerative Überlastungserkrankung des Kniescheiben- streckapparates am Knochen- / Sehnenübergang der Kniescheibenspitze.
Weitere Informationen erhalten Sie unter unserem Thema: Springerknie

Osteochondrosis dissecans

Die Osteochondrosis dissecans (OD) ist eine häufig im Wachstumsalter und jungem Erwachsenenalter auftretende Erkrankung, die zu ca. 85% das Kniegelenkes betrifft. Im Verlauf dieser Erkrankung kommt es zu einem knorpelnahen Knochensterben, wobei sich ein über dem betroffenen Knochenbezirk befindliches Knorpelstück aus seinem Verbund lösen kann (freier Gelenkkörper Gelenkmaus, Dissekat).
Weitere Informationen erhalten Sie unter unserem Thema: Osteochondrosis dissecans

Chondroprotektiva, Knorpelschutzpräparate, knorpelaufbauende Substanzen

Chondroprotektiva sind Knorpelschutzmittel. Die Hersteller der verschiedenen Chondroprotektiva geben an, die Medikamente würden die Zerstörung des Knorpels aufhalten, indem sie Substanzen Hemmen, die einen knorpelabbauenden Effekt haben. Außerdem soll Knorpel auch wieder aufgebaut werden. Es wird ihnen auch ein antientzündlicher Effekt zugeschrieben. Die Wirkung dieser Knorpelschutzpräparate ist wissenschaftlich nicht eindeutig belegt.
Weitere Informationen erhalten Sie unter unserem Thema: Chondroprotektiva

Knieschmerzen

Knieschmerzen können unterteilt werden, je nachdem an welcher Stelle des Knies sie auftreten.
Knieschmerzen an der Innenseite können für eine Läsion des Innenmeniskus oder des Innenbandes sprechen. Zudem treten sie häufig im Rahmen von Abnutzungserscheinungen auf, zum Beispiel bei einer Kniegelenkarthrose an der Innenseite des Kniegelenks. Eine Fehlbelastung beim Laufen durch unpassendes Schuhwerk, Fehlstellungen der Füße oder Beinachse sowie eine Beinlängendifferenz können Schmerzen an der Innenseite des Knies hervorrufen.

Gleiches gilt für die Außenseite des Kniegelenks. Dort lokalisierte Schmerzen (siehe: äußere Knieschmerzen) deuten im Gegensatz zu den Schmerzen an der Innenseite eher auf eine Beteiligung des Außenbandes oder des außen liegenden Meniskus hin.
Auch eine Kniegelenkarthrose kann hierfür die Ursache sein, wenn sie eher den äußeren Kniegelenkbereich betrifft. Bei akuten Verletzungen der Menisken oder Bänder sind die Schmerzen in der Regel stechend, plötzlich auftretend und gehen nicht selten mit weiteren Symptomen wie zum Beispiel Schwellung oder Überwärmung der Gelenkregion sowie einem Gelenkerguss einher.
Bei degenerativen Prozessen, wie zum Beispiel einer Arthrose, entwickeln sich die Schmerzen in der Regel über einen längeren Zeitraum und treten überwiegend bei Belastung des Gelenks auf. 

Knieschmerzen, die sich vorwiegend auf die Kniekehle (siehe: Kniekehlenschmerzen) konzentrieren, können ebenfalls unterschiedliche Ursachen haben. So können bei einer Verletzung des hinteren Teils eines Meniskus Schmerzen in der Kniekehle auftreten. Auch eine Entzündung oder Veränderung von Muskelsehnen sowie eine Kniegelenkarthrose in diesem Bereich können die Symptome erklären.
Bei einer Arthrose oder einem Meniskusschaden im Gelenk kann es mit der Zeit zur Entstehung einer sogenannten Baker-Zyste kommen. Dabei handelt es sich um eine Ausbuchtung der Gelenkkapsel, die mit Flüssigkeit gefüllt ist. Die Baker-Zyste lässt sich ab einer gewissen Größe als Schwellung in der Kniekehle tasten und kann dort ebenfalls Schmerzen hervorrufen.
Bei Schmerzen in der Kniekehle muss auch immer an eine Thrombose – also ein Blutgerinnsel – in den Blutgefäßen des Unterschenkels gedacht werden.

Knieschmerzen können auch hinter der Kniescheibe lokalisiert sein. Dies ist typisch für die sogenannte Retropatellararthrose, eine Arthrose, die direkt hinter der Kniescheibe (Patella) entsteht. Auch ein muskuläres Ungleichgewicht oder eine angeborene Verformung der Kniescheibe können für Schmerzen hinter der Kniescheibe sorgen, da diese dann nicht in der für sie vorgesehenen Knochenrinne gleiten kann. Es kommt zu Reibung und Abnutzung im Gelenk und sekundär zu Schmerzen.

Lesen Sie mehr zum Thema: Schmerzen hinter der Kniescheibe

Abbildung Knieschmerzen auf der Innenseite

Abbildung Knieschmerzen innen

A - Rechtes Kniegelenk von vorn

  1. Innerer Oberschenkelmuskel -
    Musculus vastus medialis
  2. Oberschenkelknochen -
    Femur
  3. Kniescheibe -
    Patella
  4. Innerer Meniskus -
    Meniscus medialis
  5. Innenband -
    Ligamentum collaterale tibiale
  6. Innerer Wadenmuskel
    Musculus gastrocnemius,
    Caput mediale
  7. Schienbein -
    Tibia
    a - Innenbandverletzung
    (Innenbandriss)
    b - Innenmeniskusriss
    c - Mediale (innere) Kniegelenksarthrose

Eine Übersicht aller Abbildungen von Dr-Gumpert finden Sie unter: medizinische Abbildungen

Abbildung Knieschmerzen auf der Außenseite

Abbildung Knieschmerzen Außenseite

A - Rechtes Kniegelenk von vorn

  1. Äußerer Oberschenkelmuskel -
    Musculus vastus lateralis
  2. Oberschenkelknochen -
    Femur
  3. Kniescheibe -
    Patella
  4. Äußerer Meniskus -
    Meniscus lateralis
  5. Außenband -
    Ligamentum collaterale fibulare
  6. Wadenbein -
    Fibula
  7. Schienbein -
    Tibia
  8. Äußerer Wadenmuskel
    Musculus gastrocnemius,
    Caput laterale


    a - Außenbandverletzung (Außenbandriss)
    b - Außenmeniskusriss
    c - Laterale (äußere) Kniegelenksarthrose

Eine Übersicht aller Abbildungen von Dr-Gumpert finden Sie unter: medizinische Abbildungen

Knie tapen

Um das Knie zu stabilisieren, kann man es mit speziellen Bändern tapen.
Diese sogenannten Kinesiotapes können vielfältig eingesetzt werden und erzielen einen guten Effekt. Damit das Knie optimal entlastet und stabilisiert wird, ist jedoch die richtige Technik beim Tapen unabdingbar.

Dazu wird ein Y-förmig eingeschnittenes Tape oberhalb der Kniescheibe aufgeklebt und anschließend die beiden Y-Schenkel außen und innen um die Kniescheibe herumgeführt, sodass sie sich unterhalb der Kniescheibe wieder treffen. Beim Aufkleben sollte das Knie angebeugt werden. Alternativ zu dem Y-förmigen Zuschnitt des Tapes können auch zwei einzelne Tape-Streifen bogenförmig außen und innen um die Kniescheibe herumgelegt werden.
Beim Ankleben unterhalb der Kniescheibe sollte kein Zug auf das Tape ausgeübt werden. Wird das Bein nun durchgestreckt, sollte die Haut über der Knieschiebe Falten werfen. Die Kniescheibe ist dann optimal in ihrer Position stabilisiert und einer Luxation bei Belastung wird vorgebeugt.

Lesen Sie mehr zum Thema: Knie tapen

Knie verdreht

Ein verdrehtes Knie verursacht unmittelbar nach dem Trauma starke Schmerzen.
Durch die unnatürliche Verrenkung werden die Bänder im Gelenkbereich überdehnt. Blutgefäße können einreißen und es können sich Blutergüsse in der Haut sowie Gelenkergüsse bilden.

Dies äußert sich häufig durch eine Schwellung des Gelenks. Die Gelenkkapsel kann bei der Verdrehung ebenfalls Schaden nehmen. Das genaue Ausmaß der Verletzung lässt sich allein durch das klinische Bild meist nicht erkennen. Dazu sind genauere diagnostische Maßnahmen notwendig.
Als akute Therapie des verdrehten Kniegelenks empfiehlt sich die Hochlagerung und Kühlung, um einer weiteren Schwellung vorzubeugen.
Wenn über die Zerrung hinaus keine weiteren Verletzungen im oder am Gelenk vorliegen, so muss keine besondere Therapie erfolgen. Die Schmerzen legen sich in der Regel von selbst innerhalb  weniger Tage.

Zur Überbrückung können Schmerzmittel eingenommen werden, da das verdrehte Knie über längere Zeit bei Belastung noch Schmerzen verursachen kann. Sind Bänder oder Gelenkkapsel stärker beschädigt worden, muss eine detailliertere Diagnostik erfolgen.
Bei einem verdrehten Knie mit Schwellung und / oder Instabilität erfolgt die Diagnostik in der Regel über ein MRT vom Knie. Im Knie-MRT können Weichteilschäden, wie Sie besonders an Kapsel und Bändern vorkommen, besonders gut nachgewiesen werden.

Viele weitere Informationen, was man alles machen kann und sollte finden Sie unter unserem Thema: Knie verdreht

Autor: Dr. N. Gumpert      |     Letzte Änderung: 07.07.2016
Für Sie passende Themen
Ihre Meinung ist uns wichtig

Dr-Gumpert.de ist ein Projekt, das mit viel Engagement vom Dr-Gumpert.de Team betrieben wird. Im Vergleich zu anderen Seiten ist vielleicht nicht alles so perfekt, aber wir gehen persönlich auf alle Kritikpunkte ein und versuchen die Seite stets zu verbessern.
An dieser Stelle bedanken wie uns bei allen Unterstützern unserer Arbeit.
Wenn Ihnen diese Seite gefallen hat, unterstützen auch Sie uns und drücken Sie: