Schmerzen hinter der Kniescheibe

Einleitung

Schmerzen hinter der Kniescheibe sind ein relativ unspezifisches Symptom und lassen sich nicht eindeutig einer Erkrankung zuordnen. Häufig sind die Schmerzen Anzeichen einer Überbelastung oder eines zunehmenden Verschleißes durch eine gesteigerte Knorpelabnutzung.

Damit der Arzt eine sichere Diagnose stellen kann, ist häufig eine radiologische Bildgebung nötig.

Die Ursachen

Die Kniescheibe ist während körperlicher Belastung großen Kräften ausgesetzt, sodass es vorkommen kann, dass dies auf Dauer zu Knorpelschäden hinter der Kniescheibe führt und sogar Knorpelteile abgestoßen werden. Diese Knorpelschäden treten aufgrund der großen Belastung vor allem bei Sportlern auf. Bei einer Überbelastung kann neben einem Knorpelschaden auch das Patellaspitzensyndrom - eine Entzündung der Kniescheibensehne- auftreten.

Neben sportlichen Überbelastungen können aber auch Traumata oder anatomische Abweichungen (z.B. Hüftfehlstellungen oder X-Beine) zu einem Knorpelschaden führen. Der Knorpel hinter der Kniescheibe dient als Puffer und reduziert so die Kräfte, die auf das Kniegelenk einwirken. Liegt ein Knorpelschaden vor, kommt es häufig zu einem sogenannten patellofemoralen Schmerzsyndrom.

Weiterhin kann auch das sogenannte Plica-Syndrom Schmerzen verursachen. Innerhalb des Knies befinden sich mehrere Falten (Plicae) der Gelenkschleimhaut. Kommt es zur Verdickung einer solchen Falte, zum Beispiel im Rahmen einer Entzündung, treten meist Schmerzen und Bewegungseinschränkungenals Folge auf. Zudem befinden sich hinter der Kniescheibe eine Fettansammlung, die als Hoffa’scher Fettkörperbezeichnet wird. Beim Sturz auf das Knie kann dieser Fettkörper einreißen oder sich bei Überbelastung entzünden. In beiden Fällen kommt es zu stechenden Schmerzen hinter der Kniescheibe.

Mit zunehmenden Alter kommt es auch zu einer Degeneration von Knochen. Im Bereich des Knies kann eine Retropatellararthrose entstehen. Nicht selten können aber die Schmerzen schon im Jugendalter auftreten. Dies kommt durch ein schnelles Wachstum zustande, wodurch sich die Richtung der Kniescheibensehne ändert und der für die Kniestreckung zuständige Oberschenkelmuskel noch nicht stark genug ausgebildet ist. Abhilfe schafft hier meist ein gezieltes Training dieses Muskels.

Der Kniegelenkserguss als Ursache

Eine Ursache für Schmerzen hinter der Kniescheibe kann ein sogenannter Kniegelenkserguss ein. Dabei handelt es sich um eine Flüssigkeitsansammlung hinter der Kniescheibe innerhalb der Gelenkkapsel. Bei der Flüssigkeit kann es sich um Gelenkflüssigkeit, Eiter oder auch Blut handeln.

Verursacht werden derartige Ergüsse auf verschiedene Art und Weisen. Eine häufige Ursache stellen Bänderverletzungen im Kniebereich, zum Beispiel ein Kreuzbandriss, dar. Auch eine ausgerenkte Kniescheibe oder die häufig bei älteren Menschen vorkommende Arthrose stellen typische Ursachen eines Kniegelenkergusses dar. Der Erguss führt zu einer Schwellung des Knies, die oftmals mit eingeschränkter Beweglichkeit und Schmerzen einhergehen. Zusätzlich kann es zu Rötungen im Bereich des Knies kommen.

Der Kniegelenkserguss kann mittels einfacher Untersuchungen diagnostiziert werden. Eine mögliche Diagnose nennt man dann „tanzende Patella“ oder auch „tanzende Kniescheibe“. Ist eine „tanzende Patella“ diagnostiziert, sollte das betroffene Knie geschont und möglichst hoch gelagert werden.

Kniegelenkserguss - Wie gefährlich ist das?Lesen Sie hier weiter. 

Die Arthrose der Kniescheibe als Ursache

Die Kniescheibe (Patella) stellte neben dem Oberschenkelknochen (Femur) und dem Schienbein (Tibia) den dritten Gelenkpartner des Kniegelenks dar. Sie ist bei starken Belastungen des Knies sowie bei Bewegungen der Beine von entscheidender Bedeutung. Zwischen der Kniescheibe und dem Oberschenkelknochen befindet sich ein Gelenkknorpel. Dieser wird durch Bewegung und Druckausübung zunehmend abgenutzt. Bei vollständiger Abnutzug kommt es dazu, dass die beiden Knochen direkt aufeinander liegen. Diesen Zustand bezeichnet man dann als Kniearthrose. Er ist meist mit starken Schmerzen verbunden.

Durch Druckausübung auf die Patella, zum Beispiel beim Arbeiten auf den Knien, oder durch generelle starke Belastung des Knies, zum Beispiel durch das Heben von schweren Lasten, wird die Kniescheibe stark belastet. Bei dauerhafter Belastung kann dies zu einer Arthrose der Kniescheibe führen. Daneben kann eine Kniearthrose auch anatomische Ursachen haben. So kann bei mangelnder Passung von Kniescheibe und Oberschenkelknochen Reibung entstehen, die letzendlich zur Arthrose führt. Besonders Läufer sind durch ihre starke Beanspruchung und Bewegung des Knies gefährdet eine Kniearthrose zu erleiden.

Informieren Sie hier zum Thema:Die Kniearthrose.

Die sportliche Aktivität als Ursache

Während oder nach sportlicher Betätigung, besonders nach dem joggen, kann es zu Knieschmerzen kommen. Diese können unterschiedliche Ursachen haben. Typische Ursachen sind muskuläre Dysbalancen der Oberschenkelmuskulatur, angeborene Beinfehlstellungen (sogenannte „O-Bein“ oder „X-Beine“) oder Instabilitäten des Hüft- und Sprunggelenks.

Daneben kann auch ein falscher Laufstil zu Schmerzen hinter der Kniescheibe führen. Wer beim joggen beispielsweise das Knie zu stark beugt und dadurch einen erhöhten Druck auf die Kniescheibe ausübt, kann folglich eine Entzündung des Knorpels unterhalb der Kniescheibe verursachen. Diese Entzündung führt schließlich zu einem starken Schmerzgefühl hinter der Kniescheibe und sollte mit Schonhaltung therapiert werden.

Das Patellaspitzensyndrom als Ursache

Als Patellaspitzensyndrom bezeichnet man eine Entzündung der Patellasehne. Die Patellasehne verläuft vom unteren Rand der Kniescheibe zum oberen Rand des Schienbeins.

Eine Entzündung der Patellasehne hat in der Regel ihre Ursache in einer verstärkten oder ungewohnten Zugbelastung der Sehne. Häufig treten solche Entzündung bei sprungintensiven Sportarten wie Volleyball oder Basketball sowie bei Langstreckenläufern auf.

Das Patellaspitzensyndrom kann verschieden Ausmaße annehmen und wird daher auch in vier Grade unterteilt. Je nach Grad treten die Beschwerden bereits in Ruhe oder erst bei Belastung auf. Therapiert wird die Entzündung der Sehne in der Regel konservativ, also ohne operativen Eingriff. Physiotherapie, Massagen, Bandagen, Dehnübungen sowie Medikamente und Salben können hierbei für eine Besserung der Beschwerden sorgen.

Lesen Sie mehr zu folgendem Thema unter:Das Patellaspitzensyndrom.

Morbus Sinding-Larson als Ursache

Als Morbus Sinding-Larson wird ein Synonym für das Patellaspitzensyndrom bezeichnet. Der Begriff bezieht sich dabei jedoch auf die Entzündung der Patellasehne besonders bei Kindern und Jugendlichen. Häufig tritt diese Entzündung oder auch Verletzung der Sehne im Laufe des Wachstums auf. Durch das Wachstum können in der Sehne kleine Risse und dadurch Entzündungen entstehen, die schließlich ein Knorpelwachstum stimulieren. Die entstehenden Schmerzen gehen von dem Sehnenansatz der unteren Kniescheibe aus.

Mehr Informationen zum Thema Morbus Sinding-Larsonfinden Sie hier.

Die Symptome

Zusätzlich zu denSchmerzen hinter der Kniescheibe tritt häufig eine Schwellung des Kniegelenks und ein knirschendes, reibendes Geräusch bei der Untersuchung auf. Tritt diese Symptomtrias auf, kann dies als ein Anzeichen für einen retropatellaren Knorpelschaden (= Knorpelschaden hinter der Kniescheibe) gewertet werden. Der auftretende Schmerz ist häufig dumpf und diffus, sodass der Betroffene ihn nicht eindeutig lokalisieren kann. Bei sportlicher Betätigung nimmt der Schmerz in der Regel zu. Auch bei normalen Bewegungen wie Treppen steigen oder in die Hocken gehen. Diese Beschwerden bei Alltagstätigkeiten sind typisch bei Erkrankungen, die sich auf die Kniescheibe beziehen. Teilweise beschreiben die Patienten auch eine zunehmende Steifheit des Knies.

Liegen zusätzlich zum Knorpelschadennoch freie Knorpelstücke im Gelenk vor, resultiert daraus häufig eine Bewegungseinschränkung, da das Gelenk durch das Knorpelstück blockiert wird und Schmerzen hinter der Kniescheibe verursacht.

Lesen Sie mehr zum Thema:Schmerzen im Knie.

Beim Beugen oder Strecken

Beim Beugen und Strecken des Knies wirken große Kräfte auf die Kniescheibeein, sodass es häufig bei diesen Bewegungen zu Schmerzen hinter der Kniescheibe kommt. Würde der Mensch keine Kniescheibe besitzen, wäre ein Strecken des Beines kaum möglich.

Beim Treppensteigen

Schmerzen hinter der Kniescheibe treten nicht nur bei sportlicher Aktivität auf. Gerade beim Treppensteigen oder bergab gehen wird das Knie zum einen gebeugt und ist gleichzeitig im Vergleich zum normalen Laufen, einem erhöhten Druck ausgesetzt, sodass Patienten zum Beispiel mit einem Knorpelschaden, vor allem beim Treppensteigen Schmerzen verspüren. Beim Treppensteigen besteht ein erhöhter Zug auf die Kniescheibeund die Kniescheibensehne.

Bei Belastung

Typisch für Knieschmerzenist, dass diese in der Regel bei Belastung auftreten, wenn ein größerer Druck auf das Knie ausgeübt wird, während die Schmerzen unter Ruhe nicht mehr vorhanden sind.
Radfahren ist normalerweise ein Sport, der Patienten mit Kniebeschwerden empfohlen wird, da das Knie dabei zwar bewegt wird, aber keiner großen Kraft, wie zum Beispiel beim Joggen ausgesetzt wird. Liegt allerdings zum Beispiel ein sogenanntes „Läuferknie“ vor, bei dem zur Entzündung einer großen Sehnenplatte (Tractus iliotibialis) gekommen ist, kann es nach längerem Radfahren oder Joggen zu Beschwerden im Bereich der Kniescheibe komme. Diese Sehnen gleitet beim Beugen und Strecken des Beines, was in hoher Frequenz beim Radfahren geschieht, über das Gelenk und schmerzt bei einer Entzündung entsprechend.

Die Diagnose

Primär untersucht der Arzt erstmal klinisch das Knie, um zu gucken in welcher Struktur vermutlich die Ursache liegt beziehungsweise und um gezielt zu überprüfen, wann der Schmerz am größten ist. Als weiterer Schritt kommt häufig noch eine Ultraschalluntersuchunghinzu, mit der überprüft werden kann, ob es zu einer Verdickung oder Entzündung einer Sehne gekommen ist. Entzündungen verursachen häufig einen Kniegelenkserguss (Flüssigkeitsansammlung im Kniegelenk), welcher mittels Ultraschall festgestellt werden kann. Teilweise muss zur Diagnostik noch eine Röntgenaufnahme oder gar eine MRT Untersuchung zur Rate gezogen werden, beispielsweise um auf einen Knorpelschaden oder Bänderverletzung zu schließen.

Für einen Knorpelschaden, der häufig zu Schmerzen hinter der Kniescheibe führt, liegt zum Beispiel ein erhöhter Verdacht vor, wenn es bei der klinischen Untersuchung zu einem hörbaren Reiben der Kniescheibe gekommen ist, da in diesem Fall vermehrt Knochen auf Knochen reibt und nicht durch schützenden Knorpel voneinander getrennt wird.
Auch Verkalkungen, z.B. bei einer chronischen Sehnenentzündung, können mithilfe einer Röntgenaufnahmefestgestellt werden.

Lesen Sie mehr zum Thema:MRT vom Knie

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Wer bin ich?
Meine Name ist Dr. Nicolas Gumpert. Ich bin Facharzt für Orthopädie und Gründer von Dr-Gumpert.de
Diverse Fernsehsendungen und Printmedien berichten regelmäßig über meine Arbeit. Im HR Fernsehen sehen Sie mich alle 6 Wochen live bei "Hallo Hessen". 
Aber jetzt ist genug angegeben ;-)

Das Kniegelenk gehört zu den Gelenken mit der größten Belastung.

Daher erfordert die Behandlung des Kniegelenks (z.B. Meniskusriss, Knorpelschaden, Kreuzbandschaden, Läuferknie, etc.) viel Erfahrung.
Ich behandele die unterschiedlichsten Erkrankungen des Knies auf konservative Weise.
Ziel jeder Behandlung ist die Behandlung ohne eine Operation.

Welche Therapie nachhaltig die besten Ergebnisse erzielt, kann nur nach Zusammenschau aller Informationen (Untersuchung, Röntgenbild, Ultraschall, MRT, etc.) beurteilt werden.

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Weitere Informationen zu meiner Person finden Sie unter Dr. Nicolas Gumpert

 

Die Therapie

Die Therapie bei Schmerzen hinter der Kniescheibe besteht meist aus einer konservativen, nicht operativen, Therapie. Zur Auswahl stehen mehrere Therapieverfahren, die häufig auch parallel zum Einsatz kommen. Zum einen können entzündungshemmende und schmerzlindernde Medikamente zum Einsatz kommen, wenn die Schmerzen anders nicht mehr aushaltbar sind. Hierfür werden auch häufig schmerzlindernde Salben wie Voltaren® verwendet. Vor allem bei Entzündungen des Sehnenansatzes spielen lokale Injektionen mit Schmerzmitteln eine große Rolle, die meist unmittelbar Linderung verschaffen.

Des Weiteren kann Kälte in Form von Eisumschlägen die Symptomatik bessern. Um die Symptome nicht nur kurzfristig zu lindern, können im Rahmen einer KrankengymnastikÜbungen zum gezielten Muskeltrainingangewendet werden, um das Kniegelenk selbst zu entlasten, sodass die Muskeln die einwirkende Kraft abfangen können. Beim Muskeltraining werden vor allem die Muskeln des Oberschenkels trainiert, da diese am besten das Knie stabilisieren können.
Zusätzlich zur Krankengymnastik können vom Orthopäden auch Behandlungen wie Ultraschall, Elektrotherapie oder manuelle Therapie verschrieben werden. Viele Sportler tragen in der Krankheitsphase auch gerne Kniegelenksbandagen, da diese das Gelenk stabilisieren und zusätzlich den Schmerz lindern. Zudem wird ihnen geraten, das Knie für einen gewissen Zeitraum ruhig zu stellen oder das Leistungspensum deutlich zu reduzieren, damit es zu einer Regeneration kommen kann. Häufig sollte die Schonung über einen Zeitraum von acht Wochen statt finden. Muss keine komplette Ruhigstellung erfolgen ist Sport wie Schwimmen oder Radfahren als Alternative günstig.

Im Falle einer Kniescheibenverrenkung ist häufig eine Ruhigstellung durch eine Bandage oder Orthese indiziert. Im Anschluss folgt dann allerdings ebenfalls eine muskelaufbauende Therapie. Hat man Probleme mit Kniebeschwerden sollte man auf hohe Schuhe und harte Sohlen verzichten. Auch Übergewichtist ein Risikofaktor, sodass eine Gewichtsreduktion angedacht werden sollte.
Stellt der behandelnde Orthopäde einen Knorpelschaden fest, kann dieser mithilfe eines minimalinvasiven Verfahrens (Kniearthroskopie = Kniegelenksspiegelung), zum Beispiel durch die Glättung des Knorpels, behoben werden. Ist es zu einer Absprengung von Knorpelanteilen gekommen, können diese ebenfalls im Rahmen der Arthroskopie aus dem Gelenk entfernt werden. Leidet ein Patient unter wiederholten Luxationen der Kniescheibe, kann operativ mithilfe einer körpereigenen Sehne das gelockerte Halteband der Kniescheibe ersetzt werden und somit das Knie wieder stabilisiert werden.

Die Übungen

Die Übungen, die eigenständig zu Hause durchgeführt werden können, zielen vor allem darauf ab, die Oberschenkelmuskulatur zu stärken. Ein weiterer Effekt ist zusätzlich, dass das Knievermehrt mit Blut versorgt wird und somit in Folge auch der Knorpel besser durchblutet wird, der selbst keine eigenen Blutgefäße besitzt, sondern über Diffusion mit Nährstoffen versorgt wird. Eine Übung, die vor allem dem Knorpel dient, ist das Durchführen von Kniebeugen. Dabei sollten die Arme noch vorne gestreckt werden und die Knie sollten die Fußspitzen nicht überragen.

Wichtig, und das gilt für alle Übungen, ist allerdings, dass man das Knie durch die Übungen nicht überlastet. Ebenfalls günstig für das Knie ist Radfahren. Dabei wird das Knie bewegt, ist aber nicht einem zu hohen Druck ausgesetzt. Weitere Übungen, die gut zu Hause durchgeführt werden können, sind:
das Knie im Sitzen pendeln lassen. Dies fördert vor allem die Bildung von Gelenkschmiere. Das Knie im Sitzen ausstrecken und für eine Weile halten, hat zusätzlich noch einen förderlichen Effekt auf den Oberschenkelmuskel, durch den das Knie entlastet werden kann. Des Weiteren kann zur Stärkung des Oberschenkelmuskels(Quadriceps) ein Bein am Knöchel in eine Schlinge (zum Beispiel einem Handtuch) gelegt werden und durch die Arme langsam nach hinten oben gezogen werden. Durch diese Übung wird der Quadricepsgedehnt und das Kniegelenk auf Dauer stabilisiert. Auch günstig ist das Durchführen eines Ausfallschrittes. Diese Position wird dann für einige Zeit gehalten, während gleichzeitig kleine Wippbewegungen vorgenommen werden.

Kann eine Kniebandage helfen?

Bei Schmerzen hinter der Kniescheibe oder allgemeinen Schmerzen im Bereich des Knies werden häufig Kniebandagen empfohlen. Diese Bandagen sollen eine zusätzliche Stabilität und Schmerzlinderung innerhalb des Kniegelenks bewirken. Dadurch können muskuläre Dysbalancen sowie Instabilitäten innerhalb des Kniegelenks vorbeugen werden. Zusätzlich stützt es die Kniescheibe, sodass diese in der Regel nicht mehr ausrenken kann.

Neben den Bandagen wird immer auch eine Physiotherapie zum verstärkten Aufbau der Muskulatur im Oberschenkel- und Kniebereich empfohlen.

Die Prognose

Da die Schmerzen hinter der Kniescheibe durch verschiedene Faktoren ausgelöst werden kann man pauschal keine Prognose formulieren. Häufig lassen sich die Schmerzen durch eine physiotherapeutische Behandlung, bei der vor allem die Muskulatur gestärkt wird, um das Knie zu entlasten, reduzieren oder ganz ausschalten.

Auch eine kurze Trainingspause reicht häufig aus, damit das Knie Zeit hat sich zu regenerieren. Liegt ein Knorpelschaden vor kann mittels einer Kniegelenkspiegelung (Arthroskopie) meist der Schaden und somit auch die Schmerzen behoben werden.

Lesen Sie mehr zum Thema:Kniegelenkspiegelung.

Weitere Informationen:

Weitere Informationen zum Thema Schmerzen hinter der Kniescheibe finden Sie unter:

Autor: Dr. Nicolas Gumpert
Veröffentlicht: 22.04.2016 - Letzte Änderung: 02.07.2021
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