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Arthroskopie des Kniegelenks

Einleitung

Die Arthroskopie des Knies (Kniegelenksspiegelung) stellt eine fortschrittliche Methode der Untersuchung und Behandlung des Kniegelenkes dar.
Es handelt sich um ein Verfahren der sogenannten “Schlüssellochchirurgie”, die sich dadurch auszeichnet, dass keine großen Schnitte mehr vorgenommen werden müssen:
Kleine, wenige Zentimeter lange Inzisionen sind vollkommen ausreichend. Durch diese Öffnungen kann der Operateur nun das ca. bleistiftdicke Arthroskop (also die Gelenkskamera) und andere Werkzeuge einführen, die für den Eingriff benötigt werden.
Dies bringt mehrere Vorteile mit sich, denn durch die kleineren Wunden wird auch die Heilungszeit deutlich verkürzt. Zudem ist die Dauer des Eingriffs deutlich reduziert (Dauer der Arthroskopie am Knie). Die Arthroskopie wird sowohl diagnostisch als auch therapeutisch genutzt: Das Gelenk kann von innen untersucht und bei Bedarf auch direkt entsprechend des Befundes behandelt werden.

Ambulant oder stationär?

Die Kniearthroskopie kann entweder stationär erfolgen, also mit andauerndem Krankenhausaufenthalt, oder ambulant, wobei der Patient schon Stunden nach dem Eingriff wieder zuhause sein kann.

Häufig wird die Kniearthroskopie ambulant oder kurzstationär in einer Klinik durchgeführt. Bei fehlender Betreuung zuhause oder falls Vorerkrankungen bestehen, wird der Eingriff stationär durchgeführt.

Bei ambulanter Durchführung kommt der Betroffene am selben Tag des Eingriffes in die Klinik und wird nach dem Aufenthalt im Aufwachraum nach Hause entlassen. Damit dieser kurze klinische Aufenthalt möglich ist, muss die Aufklärung und Untersuchung einige Tage oder Wochen vorher stattfinden.
Es gilt zu beachten, dass wegen der Narkose das Autofahren nicht möglich ist, und eine Abholung durch Verwandte oder Bekannte organisiert werden muss.

Ein stationärer Aufenthalt nach einer Kniearthroskopie kann unterschiedliche Gründe haben. Zum Einen ist dieser nötig, falls der Betroffene schon vorher stationär eingewiesen war, und deshalb aus anderen Gründen behandelt oder beobachtet werden muss.
Falls Komplikationen während der Operation auftreten, kann es außerdem, damit eine adäquate Behandlung gewährleistet bleibt, nötig sein, einige Tage im Krankenhaus zu bleiben.
Besonders wenn in seltenen Fällen ein erneuter Eingriff nicht auszuschließen ist, wird ein kurzer stationärer Aufenthalt bevorzugt.

Da nach einer Kniearthroskopie das Gelenk sehr sensibel ist und eine präzise Nachsorge benötigt, ist ein stationärer Krankenhausaufenthalt außerdem notwendig, falls eine ausreichende häusliche Betreuung zuhause nicht gegeben ist, und der Betroffene nicht in der Lage ist, die Nachbehandlung selbst durchzuführen.


Risiken der Arthroskopie

Der minimal Invasive Eingriff am Kniegelenk mittels Arthroskopie hat in den letzten Jahren deutlich an Einfluss gewonnen. Trotz der vielen Vorteile gegenüber der klassischen, offenen Operation am Gelenk, ist auch die Kniearthroskopie nicht ganz ohne Risiken und sollte deshalb nie leichtfertig erfolgen.

Es gelten die allgemeinen Risiken, die für jede Operation gelten. So besteht eine geringe Gefahr einer Thrombose und einer einhergehenden Lungenembolie.
Die Gefahr hierfür soll durch gerinnungshemmende Medikamente, die nach der Operation eingenommen werden, etwas gesenkt werden.

Falls es zu Problemen kommt, so lässt sich dies bei der Arthroskopie meist auf eine Verletzung des Knorpels, der Hautnerven, und kleinerer Blutgefäße zurückführen. Deshalb ist eine ruhige Hand, ein eingespieltes Team und ein erfahrener Chirurg für den Operationserfolg essentiell. Da oft innerhalb des Gelenks operiert wird, besteht außerdem die Gefahr, dass Bakterien durch die eingeführten Instrumente in die Gelenkkapsel gelangen und dort eine Infektion auslösen. Ein zu großzügiges Entfernen des Knorpels kann zudem einen Verschleiss des Gelenks nach sich ziehen, welcher noch Jahre nach der Operation dem Behandelten Schmerzen bereiten kann.

Je nachdem welche Form der Betäubung und der Narkose eingesetzt wird, sind unterschiedliche Risiken gegeben. Eine lokale Betäubung kann mitunter eine Schädigung des Knorpelgewebes (Chondrolyse) nach sich ziehen, und eine Vollnarkose ist immer mit Risiken, wie zum Beispiel einer allergischen Reaktion, oder einer Aspiration, bei der Mageninhalt in die Luftröhre gelangt, verbunden.

Es gilt außerdem zu beachten, dass individuelle Schonzeiten, die vom Arzt verordnet werden unbedingt einzuhalten sind. Bei zu früher Belastung des Gelenks, kann es zu Rückfällen kommen, die unter Umständen eine erneute Operation erfordern. Falls Allergien vorliegen, kann es außerdem zu Unverträglichkeiten mit Implantaten kommen, die im Rahmen der Operation eingesetzt werden.
Ein Arzt sollte aufgesucht werden, wenn nach der Operation Fieber, oder Entzündungszeichen um das betroffene Knie, sowie Rötungen, Erwärmung, Schmerzen, oder Schwellungen nach OP auftreten.

Knorpelschaden als Ursache für eine Arthroskopie am Knie

Ein Knorpelschaden im Knie ist die häufigste Indikation für eine therapeutische Arthroskopie am Knie. Er tritt entweder durch langjährige Belastung im Knie durch Arbeit oder Sport vor allem bei älteren Patienten auf oder nach Sportunfällen.
Ein Knorpelschaden im Knie wird oft zunächst konservativ behandelt. Reicht dies nicht aus, kommt die Arthroskopie zum Einsatz. Es gibt dabei je nach Art der Verletzung verschiedene Arten, einen Knorpelschaden zu behandeln.
Bei leichten bis mittelschweren Schäden am Knorpel, bei denen noch Gewebe vorhanden, aber aufgeraut ist, versucht man den Knorpel zu glätten. Durch vorsichtiges Abtragen von Knorpelsubstanz werden die Gelenkflächen wieder aneinander angepasst und so der Verlauf der Zerstörung gebessert. Reicht der Knorpelschaden tiefer, kann im Rahmen der Arthroskopie am Knie auch eine Entfernung des Knorpels sinnvoll sein.
Wichtig ist es immer, abgefräste Stückchen aus dem Gelenk mit zu entfernen, um Entzündungen zu vermeiden. Auch wird teilweise versucht, einen Knorpelschaden durch den Aufbau von Knorpelsubstanz im Knie zu reparieren.

Welche Form der Therapie mittels Arthroskopie gewählt wird, sollte beim Knorpelschaden immer im Einzelfall entschieden werden.

Lesen Sie mehr zum Thema: Operation bei einer Kniearthrose

Ich berate Sie gerne!

Wer bin ich?
Meine Name ist Dr. Nicolas Gumpert. Ich bin Facharzt für Orthopädie und Gründer von Dr-Gumpert.de
Diverse Fernsehsendungen und Printmedien berichten regelmäßig über meine Arbeit. Im HR Fernsehen sehen Sie mich alle 6 Wochen live bei "Hallo Hessen". 
Aber jetzt ist genug angegeben ;-)

Das Kniegelenk gehört zu den Gelenken mit der größten Belastung.

Daher erfordert die Behandlung des Kniegelenks (z.B. Meniskusriss, Knorpelschaden, Kreuzbandschaden, Läuferknie, etc.) viel Erfahrung.

Ich behandele die unterschiedlichsten Erkrankungen des Knies auf konservative Weise.

Ziel jeder Behandlung ist die Behandlung ohne eine Operation.

Welche Therapie nachhaltig die besten Ergebnisse erzielt, kann nur nach Zusammenschau aller Informationen (Untersuchung, Röntgenbild, Ultraschall, MRT, etc.) beurteilt werden.

Sie finden mich im:

  • Orthopaedicum - Frankfurt
    Oeder Weg 2 - 4
    60318 Frankfurt am Main

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Weitere Informationen zu meiner Person finden Sie unter Orthopaedicum Frankfurt

Das MRT vom Knie vor einer Arthroskopie

Vor eine Arthroskopie sollte heute immer ein MRT des Kniegelenks gemacht werden, um die Indikation zur Arthroskopie zu bestätigen und eine opererative Vorausplanung zu optimieren.

Heutzutage wird die Magnetresonanztomographie (MRT) gerne zur Diagnostik von Kniegelenkverletzungen eingesetzt, da sie ein nicht-invasives Verfahren ohne Strahlenbelastung oder Gefährdung des Patienten darstellt.
Die Arthroskopie, bei der der Arzt verschiedene Geräte durch kleine Schnitte in die Kniegelenkkapsel einführt, wird heute bevorzugt als operatives Verfahren und nicht mehr nur zu bloßen diagnostischen Zwecken eingesetzt.
Bei der Arthroskopie werden zwangsläufig Verletzungen am Kniegelenk gesetzt, die durch eine MRT-Untersuchung vermieden werden können. Im MRT vom Knie kann demnach ohne Schaden zuzufügen beurteilt werden, welche Strukturen im Kniegelenk geschädigt sind und ob überhaupt eine operative Therapie erfolgen kann/muss.
Ist ein operativer Eingriff angezeigt, kann dieser im Anschluss, wenn möglich, im Rahmen einer Arthroskopie erfolgen. Durch die Informationen, die durch das Wissen des MRT vermittelt wurden, kann die OP besser geplant werden und hierdurch OP Zeit und somit auch Risiken für den Patienten minimiert werden.

Lesen Sie mehr zu diesem Thema unter: MRT vom Knie

Ablauf einer Arthroskopie

Durchführung der Arthroskopie

Um dem Operateur während der Arthroskopie immer eine optimale Sicht zu ermöglichen, kann eine Blutsperre-Manschette in der Mitte des Oberschenkels befestigt werden. Mit der Manschette kann entweder in Blutsperre oder, nach vorherigem Auswickeln bzw. nach Auslaufenlassen des Beines durch Hochhalten, in Blutleere operiert werden. Bei Verdacht auf eine arterielle Durchblutungsstörung (zum Beispiel bei Rauchern, Diabetikern) wird auf eine Blutsperre verzichtet.

Für die Operation der Arthroskopie nimmt der Behandelte die Rückenlage mit herabhängenden Beinen ein. Zunächst wird das Knie mit einer Spezialflüssigkeit desinfiziert und anschließend keimfrei (steril) abgedeckt. Anschließend wird das Bein in einem Beinhalter, der das Aufklappen des jeweiligen Gelenkspaltes erlaubt, fixiert.

Durch eine Kanüle wird zunächst das Gelenk mit steriler Flüssigkeit aufgefüllt, damit sich der Gelenkraum entfaltet. Diese Gelenkentfaltung ist sowohl für die Sicht auf das Gelenkinnere als auch für den chirurgischen Eingriff erforderlich.

Anschließend wird die Optik durch einen Hautschnitt unterhalb der Kniescheibe in das Gelenkinnere eingeführt und – soweit vorhanden – mit einer Videokamera verbunden.

Schmerzen bei einer Arthroskopie

Natürlich ist auch ein minimal-invasiver Eingriff wie die Arthroskopie am Knie mit Schmerzen verbunden.
Diese Schmerzen sind jedoch in aller Regel gut zu kontrollieren. Zur Vorbeugung von Schmerzen direkt nach der Arthroskopie ist eine Schonung des Knies essentiell.

Für die ersten Tage sollte das Knie keiner Belastung ausgesetzt werden, Hochlagerung hilft ebenfalls gegen die Schwellung. Konsequentes Kühlen des Knies sorgt ebenfalls dafür, dass eine Schwellung zurückgeht und die Schmerzen am Knie gelindert werden.
Daneben können nach einer Arthroskopie schmerzstillende Medikamente eingenommen werden, die nach Rücksprache mit einem Arzt eingenommen werden sollten. Zum Einsatz kommen hierbei z.B. Ibuprofen oder Diclofenac.
Diese reichen meist aus, um die Schmerzen in den ersten Tagen zu lindern. Bleiben die Schmerzen jedoch bestehen oder werden schlimmer, muss ein Arzt informiert werden, um die Entwicklung einer Entzündung nach der Arthroskopie nicht zu übersehen und zu behandeln.

Insgesamt muss jedoch gesagt werden, dass die Arthroskopie am Knie zu deutlich weniger Schmerzen nach dem Eingriff führt als das offene Verfahren und diese nach wenigen Tagen nicht mehr zu Beeinträchtigungen führen. Während des Eingriffs werden keine Schmerzen verspürt, da das Gelenk bzw. die Beine betäubt sind oder der Patient in Vollnarkose liegt.

Mehr Information zu diesem Thema unter: Schmerzen nach einer Knie-OP

Die Narkose

Eine Arthroskopie am Knie bedarf immer einer Narkose. Dabei stehen drei Alternativen zur Verfügung,

  1. eine lokale Narkose
  2. die Regionalnarkose und die
  3. Vollnarkose.

Welche Form der Narkose schließlich verwendet wird, hängt vom Zustand des Patienten ab, dem geplanten Eingriff im Knie und vom Operateur, der die Arthroskopie durchführt.
Bei der lokalen Narkose, die relativ selten zum Einsatz kommt, wird mit einer Spritze die Haut und das Gelenk betäubt. Damit werden Nebenwirkungen der anderen Verfahren vermieden, jedoch sind die Einsicht ins Knie und die Behandlungsmöglichkeiten eingeschränkt.
Bei der Regionalanästhesie betäubt man durch die Injektion eines Betäubungsmittel in den Spinalkanal am unteren Rücken alle darunter liegenden Abschnitte, so auch das Knie. Der Patient ist dabei wach, der Organismus wird weniger stark belastet.
In den meisten Fällen ist die gewählte Narkose bei der Arthroskopie jedoch eine Vollnarkose. Hier wird der Patient durch Betäubungsmittel schlafen gelegt, das Schmerzempfinden und die Muskelspannung werden ausgeschaltet.
Alle Vitalzeichen wie Puls und Atmung werden dabei durchgehend durch einen Narkosearzt überwacht. In Vollnarkose hat der Operateur die größten Freiheiten, der Patient bewegt sich nicht. Außerdem kann hier eine Blutsperre mit einer aufgepumpten Manschette über dem Knie angelegt werden.

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Beendigung der Arthroskopie

Beendigung der arthroskopischen Operation

Nach Beendigung der arthroskopischen Operation am Knie wird die Flüssigkeit abgesaugt. Die für die Operation benötigten kleinen Öffnungen werden vernäht. Ein keimfreier (steriler) Verband wird angelegt. Anschließend wird die Narkose beendet.
Aus Sicherheitsgründen ist ein Aufenthalt von ca. zwei Stunden im Aufwachraum erforderlich. Anschließend kann sich die/ der Behandelte, nach Möglichkeit in Begleitung von Angehörigen, nach Hause fahren lassen.

Schwellung durch eine Arthroskopie am Knie

Im Rahmen einer Arthroskopie am Knie kann es auch zu einer Knieschwellung im betroffenen Gebiet kommen.
Dies ist bei fast jeder Arthroskopie der Fall und bei geringer, vorübergehender Schwellung normal. Obwohl es sich um einen kleinen Eingriff handelt, ist die Arthroskopie ein invasives Verfahren und ruft Reaktionen im Gewebe hervor.
Der Hautschnitt und das Arbeiten im Knie verletzt kleinste Gefäße, auch Lymphbahnen werden beschädigt. So kommt es zur Schwellung.
Eine Schwellung nach Arthroskopie am Knie kann in der Regel gut mit einfachen Maßnahmen behandelt werden.

So sollte man das Knie nach dem Eingriff konsequent schonen, Kühlung hilft effektiv gegen eine Schwellung ebenso wie leichte Massage oder Anspannungsübungen. Ärztlichen Rat sollte man jedoch sofort hinzuziehen, wenn die Schwellung größer wird oder beginnt zu schmerzen.
Dies legt den Verdacht auf eine Entzündung im Knie oder eine andere Komplikation nahe, die zügig behandelt werden muss.
Auch eine Rötung und Überwärmung der Schwellung sind Hinweise auf entzündliche Prozesse. Im Normalfall jedoch geht die Schwellung am Knie nach wenigen Tagen zurück.

Nachbehandlung

Wie ist die Nachbehandlung arthroskopischer Operationen am Knie?
In der Regel werden am Tag nach der Operation und eine Woche nach der Operation Kontrolluntersuchungen durchgeführt.
Es kann notwendig sein, das Kniegelenk für einige Zeit durch die Benutzung von Unterarmstützen beim Gehen zu entlasten. Das operierte Bein soll dabei nur unter Bodenkontakt "mitlaufen".
Die Notwendigkeit und Dauer einer derartigen Entlastungsphase ist von der durchgeführten Maßnahme abhängig. Die/ der Behandelte bekommt deshalb genaue Verhaltensregeln bezüglich Schonung und Belastungsfähigkeit des operierten Gelenks von der behandelnden Ärztin/ dem behandelnden Arzt.
Verschiedene Behandlungsverfahren, wie beispielsweise Krankengymnastik und Elektrotherapie ergänzen die Gelenkentlastung.

Bei einer bestehenden Arthrose, die durch die Arthroskopie nicht gebessert werden kann, empfielt sich eine Nachbehandlung mit einer Hyaluronsäure.
Unter einer Hyaluronsäurebehandlung können sie Symptome der Arthrose wie Schmerz und Bewegungseinschränkung deutlich vermindert werden.

Die individuelle Nachsorge nach einer Kniearthroskopie sollte in jedem Fall mit dem behandelnden Arzt besprochen werden. Sie unterscheidet sich teilweise stark, je nach Grund für den Eingriff.

Es gilt jedoch, einige allgemeine Dinge bezüglich der Nachbehandlung zu beachten. Aufgrund der minimal invasiven Durchführung der Arthroskopie sind die Rehabilitationszeiten zwar dementsprechend kurz, dennoch sollte in den ersten Wochen nach der Operation darauf geachtet werden, das Gelenk nicht zu überlasten.
Daher gilt es, auf sportliche Aktivitäten zu verzichten. Eine krankengymnastische Versorgung des Gelenks sollte schon am ersten Tag nach der Operation beginnen.
Eine Vollbelastung, also ein normales Aufsetzen und Belasten des betroffenen Beins ist meist schon eine Woche nach dem Eingriff möglich.
Bis dahin sollte einet Teilbelastung des Knies mithilfe einer Unterarmgehstütze ermöglicht werden.
Je nachdem, ob die Operation stationär oder ambulant erfolgte, ist der Betroffene schon Stunden nach Ende des Eingriffes wieder zu Hause. Um eine Schwellung zu vermeiden, sollte das Bein in der ersten Zeit so oft wie möglich hochgelagert werden.

Zusätzlich sollte eine Kühlung mit Eispacks mehrmals am Tag für 5-10 Minuten erfolgen. Um Schmerzen zu vermeiden werden meist Schmerzmittel verschrieben, die außerdem eine entzündungshemmende und abschwellende Funktion erfüllen.
Bis zur vollen Belastung des Kniegelenks müssen gerinnungshemmende Medikamente eingenommen werden, meist niedermolekulares Heparin. Aus dem gleichen Grund kann auch das Tragen von Kompressionsstrümpfen empfohlen werden.

(Kein) Sport nach der Kniearthroskopie

Nach einer Kniearthroskopie stellt sich oft die Frage, wie lange nach der Operation das Knie wieder belastet werden darf, und wann mit sportlichen Aktivitäten begonnen werden kann.

Dies ist schwierig allgemein zu beantworten, da es zum Einen auf den individuellen Patienten und dessen Heilungsverlauf ankommt, und außerdem darauf, welcher Eingriff am Kniegelenk vollzogen wurde.
Zunächst einmal ist es wichtig, dass der eigene Körper nicht überbelastet wird. Dazu gehört, auf Warnzeichen zu achten, und bei auftretenden Schmerzen die Belastung zu beenden.

Eine Vollbelastung des Gelenks kann häufig schon nach 7 Tagen nach der Operation erfolgen. Auf Sport, sowie gelenkbelastende Bewegungen und Tätigkeiten sollte jedoch erst einmal verzichtet werden.

In der ersten Zeit sollte das Gelenk durch Unterarmgehstützen entlastet werden. Eine Überbelastung durch Sport kann im schlimmsten Fall eine weitere Schädigung des Gelenks nach sich ziehen, welche wiederum eine zweite Operation bedeuten könnte.
Stattdessen sollte mit Physiotherapie und krankengymnastischen Übungen die Bewegungsfreiheit unterstützt, und Heilungsprozesse gefördert werden.

Erst nach circa drei bis sechs Wochen nach dem Eingriff kann wieder mit Sport begonnen werden, vorausgesetzt, die Heilung des Gelenks verläuft reibungslos.
Der genaue Zeitpunkt der Wiederaufnahme des Trainings muss in jedem Fall mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden.

Wie lange krank?

Wie lange der individuelle Krankheitsverlauf nach einer Kniearthroskopie andauert, ist schwer zu beurteilen, und je nach Betroffenem auch stark unterschiedlich.
Allgemein gilt, Warnzeichen des eigenen Körpers wahrzunehmen, und bei Schmerzen oder anderen unangenehmen Symptomen eine Belastung zu beenden, und unter Umständen den behandelnden Arzt aufzusuchen.
Je nach Eingriff kann frühestens nach 7 Tagen das Knie vollbelastet werden, sollte jedoch noch geschont werden und nicht durch Sport oder Ähnlichem großen Belastungen ausgesetzt sein.
Nach circa drei bis sechs Wochen, je nach Befund, kann das Knie wieder voll eingesetzt werden.
Berufliche Einsatzfähigkeit hängt von der ausgeführten Tätigkeit ab, und wird von dem behandelnden Arzt entschieden.

Weiterführende Informationen

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Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 31.07.2018
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