Termin bei einem Experten vereinbaren

Sie wünschen
einen

Termin bei mir?

Ich berate Sie gerne.

» Jetzt Termin vereinbaren

Folgen Sie uns auf:


Entzündung in der Schulter

Definition

Die Schulter ist eines der meist-belastetsten Gelenke in unserem Körper und wird vor allem bei Tennisspielern aber auch bei verschiedenen Berufen wie beispielsweise bei Handwerkern schwer belastet. Eine Entzündung in der Schulter kann vielerlei Ursachen haben, ist jedoch immer mit Schmerzen und einer verminderten Beweglichkeit verbunden, was die Alltags-Aktivitäten meist erheblich einschränkt da selbst das alltägliche Anziehen häufig schwer fällt. Deshalb sollte eine Entzündung in der Schulter immer von einem fachkundigen Arzt behandelt werden.

Fragen Sie jetzt einen Orthopäden
12 Ärzte sind gerade online.
Alle 9 Sekunden wird eine Frage beantwortet!
Antwort erhalten

Ursachen

Eine Entzündung in der Schulter tritt vor allem bei älteren Patienten auf, kann jedoch auch aufgrund von starker Belastungen bei jüngeren Patienten auftreten. Allgemein ist der Arm das am meisten bewegliche Glied unseres Körpers. Wir können den Arm in fast jede Richtung drehen und weit über den Kopf heben, was mit dem Bein undenkbar wäre. Um diese Beweglichkeit zu ermöglichen, gibt es im Bereich der Schulter einen Schleimbeutel. Dieser ermöglicht das reibungslose Aneinander-gleiten der Muskeln bei jeder Bewegung, besonders aber, wenn wir den Arm nach oben strecken, so als wollten wir uns melden. Diese Bewegung bezeichnet man als Elevation. Nur durch den Schleimbeutel im oberen Bereich der Schulter unter dem tastbaren Knochenvorsprung, dem Acromion (Bursa subacrominalis), können wir diese Bewegung ohne Schmerzen ausführen. Kommt es nun zu einer Entzündung des Schleimbeutels (Bursitis) verspürt der Patient starke Schmerzen durch diese Art der Schulterentzündung. Ursache für eine Bursitis ist meist eine Überlastung des Armes und das zu häufige elevieren (heben) des Arm. Dadurch kann es zu kleinen Rissen im Schleimbeutel kommen, die dann dafür sorgen, dass Bakterien den Schleimbeutel erreichen und dort für eine schmerzhafte Entzündung sorgen. Von einer Schulterentzündung spricht man jedoch meist dann, wenn das Schultergelenk an sich entzündet ist. Eine Schulterentzündung wird in der medizinischen Fachsprache auch als Schulterarthritis bzw. Omarthritis bezeichnet. Die Schulterentzündung kann bakteriell bedingt sein, also infektiös oder sie kann nicht-infektiös aufgrund einer rheumatischen Erkrankung entstehen. Die Ursache der rheumatischen Schulterentzündung beruht häufig auf einer sogenannten Autoimmunerkrankung. Das bedeutet, dass der Körper wie nach einer Infektion mit Röteln oder einer anderen Krankheit, Antikörper bildet, die dann die Infektion bekämpfen und im besten Fall eindämmen. Man spricht von einer immunologischen Reaktion. Nur dass bei einer Autoimmunerkrankung der Körper Antikörper bildet, die sich dann gegen körpereigenes (auto-) Material richten und dieses somit schädigen.

Lesen Sie mehr zum Thema: Was ist eine Autoimmunkrankheit?

Lesen Sie mehr zum Thema: Sehnenentzündung in der Schulter


Im Fall der rheumatoiden Arthritis, die zu einer Schulterentzündung führen kann, richten sich Antikörper gegen die Gelenkinnenhaut und beschädigen diese. Meist sind neben der Schulter zusätzlich andere Gelenke betroffen, wie beispielsweise die Fingergelenke oder auch das Knie. Wird die Schulterentzündung durch Bakterien hervorgerufen, so ist die Entzündung ausschließlich in der Schulter lokalisiert.
Allgemein sei gesagt, dass unser Körper insgesamt mehr Bakterien enthält als menschliche Körperzellen. Um sich gegen die Bakterien zu wappnen, ist das Schultergelenk von einer Gelenkkapsel umgeben. Wird diese beispielsweise durch eine Artzneimittelinjektion oder durch einen äußeren Einfluss beschädigt, können die Bakterien (meist sogenannte Staphylokokken) in das Schultergelenk eindringen. Unser Immunsystem wehrt sich dann gegen die Eindringlinge und setzt verschiedene Substanzen frei, die dann nicht nur die Bakterien schädigen sondern auch das Gelenk, insbesondere die empfindliche Gelenkhaut. Somit kommt es dann zur Entzündung in der Schulter (Omarthritis).

Neben der klassischen Schulterentzündung gibt es jedoch auch noch eine weitere Ursache für eine Entzündung in der Schulter. Da die Schulter nicht nur aus dem eigentlichen Schultergelenk sondern auch aus Bändern uns Muskeln besteht, kann es im Bereich der Muskeln zu Sehnenscheidenentzündungen kommen, ganz besonders bei dem Musculus supraspinatus, dessen Sehne über das Schultergelenk hinwegzieht und dabei von dem Knochenvorsprung, dem Acrominon eingeengt wird. Der Musculus supraspinatus entspringt am oberen Anteil des Schulterblatts (Scapula) und zieht von hier aus über die Schulter hinweg bis zum Oberarmknochen (Humerus). Bei einer Kontraktion des Muskels können wir den Arm seitlich nach oben strecken, so als wollten wir mit unseren Armen fliegen. Zu einer Entzündung in der Schulter kommt es dann, wenn die Ansatzsehne des Musculus supraspinatus entzündet ist, man spricht von einer Sehnenscheidenentzündung.
Zu einer Entzündung kommt es vor allem bei übermäßiger Belastung, beispielsweise wenn der Patient sehr oft mit erhobenen Armen schläft. Neben der Supraspinatussehne kann sich auch die Sehne des Bicepsmuskels (der prominente Biceps am Oberarm) entzünden. Die Ursachen für diese Entzündung in der Schulter sind die gleichen wie bei der Supraspinatussehne - auch Überlastung im Bereich der Schulterbewegung.

Lesen Sie hierzu auch unsere Artikel

Diagnose einer Entzündung in der Schulter

Eine Entzündung in der Schulter ist häufig anhand der Anamnese, dem Arzt-Patienten-Gespräch, zu diagnostizieren. Klagt der Patient über zunehmende Schmerzen in der Schulter sowie Bewegungseinschränkungen ist die Sachlage häufig schon klar. Zusätzlich kann durch das Abtasten (Palpation) der Schmerz genauer lokalisiert werden und Entzündungszeichen (Überwärmung des Schultergelenks) festgestellt werden. Zusätzlich sollte immer eine Blutprobe entnommen werden, anhand derer man sehen kann, ob es sich bei der Entzündung in der Schulter um eine bakteriell bedingt Entzündung handelt oder vielmehr um eine Überlastung der Schulter. Häufig entnimmt der Arzt zusätzlich Gelenkflüssigkeit um hier ebenfalls Entzündungszellen nachzuweisen. In seltenen Fällen wird die Schulter zusätzlich geröntgt oder es wird eine Magnet-Resonanz-Tomatographie (MRT der Schulter) durchgeführt.

Symptome

Eine Entzündung in der Schulter bereitet dem Patienten primär starke Schmerzen. Vor allem immer dann, wenn er die Schulter bewegt und dabei belastet. Bei einer Entzündung des Schleimbeutels fällt vor allem die Elevation, also die Armbewegung vom Körper weg, schwer, da sie mit starken Schmerzen verbunden ist. Zusätzlich kann es zu einer leichten Schwellung im Bereich des Schultergelenks kommen.

Ist die Entzündung des Schleimbeutels in der Schulter bakteriell bedingt können zusätzlich sogenannte B-Symptome auftreten, die typisch sind für eine bakterielle Entzündung. Hierzu zählen unter anderem Nachtschweiß, Fieber, Gliederschmerzen und allgemeines Unwohlsein mit einhergehender Mattigkeit.

Bei einer klassischen Schulterentzündung hingegen, hat der Patient meist neben der Entzündung in der Schulter zusätzlich Entzündungen in anderen Gelenken. Meist werden die Schmerzen nach einiger Zeit der Bewegung besser, da die Gelenke dann aufgewärmt sind und nicht mehr so viele Schmerzen verursachen wie nach einer langen Ruhepause.
Bei dieser Art der Entzündung in der Schulter ist es typisch, dass die Symptome bei jeder Art von Bewegung gleich stark auftreten. Es macht also keinen Unterschied, ob der Arm zur Seite, nach vorne oder nach hinten gehoben wird. Jedes Mal, wenn die Schulter belastet wird, führt dies zu Schmerzen.

Das könnte Sie auch interessierenSchulternackenschmerzen - Was Sie dazu wissen sollten

Da es sich um eine Autoimmunerkrankung und keine durch Bakterien ausgelöste Erkrankung handelt kommt es außerdem zu keiner B-Symptomatik, also kein Fieber oder Nachtschweiß. Diese Hinweise sind wichtig für die Differentialdiagnose und sollten vom Patienten auch immer erwähnt werden damit der Arzt sich bereits beim Arzt-Patienten Gespräch ein Bild machen kann.
Zusätzlich sollte der Patient erwähnen, wann die Symptome auftreten. Wenn der Patient schubweise über Schmerzen im Bereich der Schulter aufgrund einer Entzündung klagt, deutet dies auf eine rheumatisch bedingte Omarthritis hin. Außerdem kann es neben den Schmerzen aufgrund der Entzündung in der Schulter häufig auch zu Funktionsverlusten kommen, bei denen der Patient die Schulter so gut wie gar nicht mehr nutzen kann und dementsprechend auch den Arm nur sehr eingeschränkt nutzten kann.

Bei einer Sehnenscheidenentzündung klagt der Patient häufig über allgemeine Schmerzen im Bereich der Schulter, die Schmerzen sind jedoch dann am schlimmsten, wenn der Patient versucht den Arm in gestreckter Position nur seitlich (also weder nach vorne noch nach hinten) zu heben. Typischerweise kann der Patient den Arm bis in einen 90 Grad-Winkel anheben, alles darüber, bereitet ihm starke Schmerzen aufgrund der Entzündung der Sehne, dass er den Arm nicht weiter nach oben führen kann. Bis auf diese Schmerzen hat der Patient jedoch keinerlei Symptome.

Therapie

Die Therapie bei einer Entzündung in der Schulter erfolgt je nach Krankheitsursache. Bei einer Bursitis, also einer Entzündung des Schleimbeutels in der Schulter steht primär die Ruhigstellung des Gelenks im Vordergrund da die Entzündung in der Schulter in diesem Fall durch eine Überlastung der Schulter zustande gekommen ist. Zusätzlich sollte der Patient Nicht-Steroidale-Anti-Rheumathika einnehmen (kurz: NSAR) um somit der Entzündung in der Schulter und damit auch den Schmerzen entgegenzuwirken. Wichtig ist jedoch, dass die reine Einnahme der Medikamente nicht ausreicht! Es muss zusätzlich immer eine Ruhigstellung der Schulter erfolgen, auch wenn dies mit erheblichen Einschränkungen verbunden ist. Zusätzlich kann der Patient je nach Gefühl mit Wärme-oder Kälte-therapien (beispielsweise mit kalten Umschlägen oder mit Wärmekissen, je nach Bedarf) die Entzündung in der Schulter behandeln. Hierbei kann der Patient einfach darauf achten. ob ihm eher die Kälte gegen die Schmerzen hilft oder ob Wärme Linderung schafft. Heilt die Entzündung im Schleimbeutel der Schulter nicht ab, kann der Arzt dem Patienten zusätzlich Glukokortikoide direkt in die Schulter injizieren. Im schlimmsten Fall bei einer weiter persistierenden Symptomatik muss auch eine Entfernung des Schleimbeutels (Bursektomie) in Betracht gezogen werden. Dies sollte jedoch die letzte Therapieform sein da durch das Entfernen des Schleimbeutels der Schulter auch immer eine gewisse Beweglichkeit genommen wird. Ist die Schleimbeutelentzündung bakteriell bedingt, ist es ebenfalls wichtig, die Schulter ruhig zu stellen. Das alleine reicht jedoch nicht aus und der Patient muss zusätzlich Antibiotika einnehmen um die Bakterien, die für die Entzündung in der Schulter zuständig sind zu eliminieren. Zusätzlich kann das entzündete Sekret aus dem Schleimbeutel entlassen werden. Bei einer klassischen Schulterentzündung (Omarthritis) wird grundsätzlich die gleiche Therapie wie auch bei der rheumathischen Arthritis durchgeführt. Da die Schulter jedoch meist im Spätstadium erst eingeschränkt wird, hilft häufig nur eine Operation bei der das Schultergelenk (teilweise) ersetzt und erneuert wird. Dennoch sollte der Patient vorher versuchen mittels Physiotherapie die Entzündung in der Schulter und den damit verbundenen Schmerz so gut es geht zu minimieren bevor er sich einer Operation unterzieht. Die Therapie der Omarthritis ist meist sehr langwierig und nicht immer erfolgversprechend. Bei einer Sehnenscheidenentzündung der Muskeln der Schulter ist es wichtig, die betroffenen Muskeln zu schonen und die Schulter so gut es geht ruhig zu stellen. Meist sollte die Sehnenscheidenentzündung nach einiger Weile von alleine wieder verschwinden. Zusätzlich kann man die Schulter jedoch mit einer entzündungshemmenden Creme eincremen um die betroffenen Muskeln bei ihrer Heilung zu unterstützen. Auch Kälte hilft den meisten Patienten um die Schmerzen zu lindern und gleichzeitig die Schwellung, die häufig bei einer Sehnenscheidenentzündung entsteht, einzudämmen. In schlimmeren Fällen kann der Arzt eine Kortison-haltige Creme verschreiben oder das Kortison direkt in das betroffene Schulterareal spritzen. Nur in seltenen Fällen ist eine Operation notwendig.

Prophylaxe

Um einer Entzündung in der Schulter entgegenzuwirken hilft es vor allem, die Schulter nicht dauerhaft zu überlasten und auf eine gute Körperhaltung und ausreichend Sport zu achten. Wer häufiger unter einer Entzündung in der Schulter leidet sollte gegebenenfalls über eine Physiotherapie nachdenken, bei der der Physiotherapeut Aufschlüsse über eine gegebenenfalls antrainierte Fehlhaltung geben kann.

Ich berate Sie gerne!

Wer bin ich?
Meine Name ist Dr. Nicolas Gumpert. Ich bin Facharzt für Orthopädie und Gründer von Dr-Gumpert.de
Diverse Fernsehsendungen und Printmedien berichten regelmäßig über meine Arbeit. Im HR Fernsehen sehen Sie mich alle 6 Wochen live bei "Hallo Hessen". 
Aber jetzt ist genug angegeben ;-)

Das Schultergelenk zählt zu den kompliziertesten Gelenken des menschlichen Körpers.

Daher erfordert die Behandlung der Schulter (Rotatorenmanschette, Impingement, Kalkschulter, Bicepssehne, etc.) viel Erfahrung.

Ich behandele die unterschiedlichsten Erkrankungen der Schulter auf konservative Weise.

Ziel jeder Therapie ist die Behandlung ohne eine Operation.

Welche Therapie nachhaltig die besten Ergebnisse erzielt, kann nur nach Zusammenschau aller Informationen (Untersuchung, Röntgenbild, Ultraschall, MRT, etc.) beurteilt werden.

Sie finden mich im:

  • Orthopaedicum Frankfurt
    Oeder Weg 2 - 4
    60318 Frankfurt am Main

Leider ist eine Terminvereinbarung nur bei privater Krankenversicherungen möglich. Ich bitte um Verständnis!

Direkt zur Online-Terminvereinbarung

Weitere Informationen zu meiner Person finden Sie unter Orthopaedicum Frankfurt

Prognose

Allgemein haben Entzündungen in der Schulter eine gute Prognose. Vor allem bei der Schleimbeutelentzündung und bei der Sehnenscheidenentzündung kann dem Patient meist sehr gut und sehr einfach geholfen werden. Anders sieht es hingegen bei der Omarthritis aus. Hier kann es gegebenenfalls zu langwierigen Therapien kommen und der Patient muss häufig mit einem gewissen Rest-Schmerz leben oder mit einer gewissen Einschränkung im Bereich der Schulter. Umso wichtiger ist es, dass der Patient sich einer langen Physiotherapie unterzieht um somit bestmögliche Ergebnisse zu erzielen.

Sonderform der Entzündung (Periarthritis humeroscapularis)

  • Einleitung
    Die Entzündung des Schultergelenks wird meist als frozen shoulder bezeichnet.
    Dies kommt aus dem Englischen und bedeutet: frozen = eingefroren, steif und shoulder = Schulter.
    Es gibt eine Vielzahl von Ursachen für diese sehr schmerzhafte Erkrankung, bei der Weichteile, Muskeln und Sehnen in der Nähe des Gelenks betroffen sind. Meist sind es degenerative Erkrankungen im Schultergelenk, die zu den Schmerzen und der Schultersteife führen.
    Der Fachbegriff für die Schultergelenkentzündung ist Periarthritis humeroscapularis. Der erste Teil der Bezeichnung setzt sich aus den griechischen Wörtern peri (um, herum), Arthros (Gelenk) und -itis (Entzündung) zusammen. Der zweite Teil des Wortes bedeutet, dass es sich um eine Entzündung zwischen dem Oberarmknochen (humerus) und dem Schulterblatt (Scapula) handelt.

  • Symptome
    Eine Entzündung des Schultergelenks ruft Schulterschmerzen und Bewegungseinschränkung hervor. Bei den meisten Menschen ist nur ein Gelenk betroffen, bei jeder Dritten Erkrankung sind jedoch beide Schultern entzündet.
    Es wird sowohl die aktive, als auch die passive Bewegung stark eingeschränkt. Wenn man keine vorangegangene Schädigung oder einen Unfall feststellen kann, spricht man von der sogenannten primären frozen shoulder. (engl. und bedeutet steife/“eingefrorene“ Schulter).
    Bei der primären Form gibt es drei verschiedene Phasen der Erkrankung. In jeder Phase gibt es charakteristische Symptome:
    • Phase 1: Es treten die Schmerzen vor allem nachts auf. Die Betroffen wachen auf, wenn sie sich von einer Seite zur anderen drehen. Druck auf das erkrankte Schultergelenk verursacht ebenso Schmerzen. Zunehmen versteift das Gelenk dann – auch dadurch bedingt, dass die Erkrankten den Arm fast nicht mehr bewegen, um die Schmerzen möglichst gering zu halten.
    • 2. Phase: Hier werden die Schmerzen weniger und gelangen eher in den Hintergrund. Dafür wird die Beweglichkeit des Gelenks stetig eingeschränkter. Durch die fehlende Bewegung degeneriert auch die Schultermuskulatur. Um den Schmerzen vorzubeugen, nehmen die meisten Patienten eine Fehlhaltung ein, die dann weitere Schmerzen, zum Beispiel im Nacken, bedingt.
    • 3. Phase: Hier geht die Schultersteife langsam zurück. Oft heilt die Entzündung aber nicht ganz aus und es bleiben oftmals erhebliche Bewegungseinschränkungen zurück.
  • Ursache
    Meist kommt eine Entzündung des Schultergelenks von einer degenerativen Veränderung im Schultergürtel wie zum Beispiel eine Schleimbeutelentzündung (Bursitis), eine Sehnenentzündung (Tendinitis) oder das Impingementsyndrom (Engpasssyndrom - Zum Beispiel durch Verdickung der Weichteile kann sich der Raum unter dem Schulterdach verkleinern und es kommt so zu einem Engpass – es ist zu wenig Platz, um allen dort verlaufenden Strukturen genug Platz zu bieten.)
    Außerdem können auch Sehnenrisse oder Verkalkungen zu einer Entzündung führen. Auch eine Ruhigstellung des Gelenks führt sehr schnell zu einer Frozen Shoulder.
  • Therapie
    In erster Linie hängt die Therapie immer von der Ursache, von der Dauer und von der Stärke der Schmerzen ab. In den meisten Fällen kommen konservative Behandlungsmethoden zum Einsatz. Das heißt, dass keine Operation von Nöten ist.
    Unter den wirksamen alternativen Methoden versteht man vorwiegend die Physiotherapie und die Behandlung mit Medikamenten, sowie ganz selten die Strahlentherapie oder Akupunktur. Bei den alternativen Behandlungsmethoden stellt sich eine Besserung der Symptome erst in einigen Wochen bis Monaten ein. Bei der Physiotherapie ist wichtig, dass vor allem am Anfang die Übungen das Schultergelenk nicht überlasten und nicht falsch belasten. Man sollte die Übungen gut an die Schmerzen anpassen, um den Zustand der Schulter nicht noch zu verschlimmern.
    Man setzt neben der manuellen Therapie und Krankengymnastik auch oft die Elektrotherapie oder Wärme- und Kältebehandlungen ein.
    Die Behandlungsform hängt sehr stark vom Stadium der Schultersteife ab. So ist im ersten Stadium wichtig, dass die Beweglichkeit erhalten bleibt und dass die Schmerzen gelindert werden. Im 2. Stadium werden die Schmerzen zwar nicht recht viel mehr, aber das Gelenk wird immer steifer. Hier steht die Schmerzlinderung und Entspannung an erster Stelle. In der letzten Phase kommt es zu einem Rückgang der Schmerzen und hier ist wieder das Training der Beweglichkeit im Vordergrund. Man sollte immer am Ball bleiben, da die Behandlung einer Schulterentzündung sehr langwierig ist. In ganz seltenen Fällen ist eine Operation notwendig, wenn die Ursache anders nicht bekämpft werden kann, oder sich nach ca. 6 Monaten keine Besserung einstellt.
  • Diagnose
    Bei einer Entzündung gelingt meistens die ärztliche Untersuchung, bei der der Arzt eine umfangreiche Anamnese macht und so etwaige Unfälle herausfinden kann. Da die Schulter Schmerzen verursacht, kann der Arzt bei der Untersuchung Druckschmerz auslösen. Bei der Ultraschalluntersuchung (Sonografie) findet man vor allem Muskeleinrisse und dadurch bedingte Gelenksergüsse. Er kann hier am besten auch die Sehnen und die Bänder kontrollieren. Die Magnetresonanztomographie wird vorwiegend vor einer anstehenden Operation eingesetzt. Selten ist eine Arthroskopie (Gelenkspiegelung) nötig, bei der der Arzt die Leitstrukturen untersuchen kann und die Ursache auch schon ein wenig behandeln kann. In manchen Fällen führt auch ein vorangegangener Unfall zu einer Gelenkentzündung.
  • Prophylaxe
    Es ist kaum möglich einer Schultergelenkentzündung vorzubeugen, es ist aber sehr ratsam, bei ersten Anzeichen den Arzt aufzusuchen und sehr früh mit der Therapie zu beginnen. Des Weiteren ist es wichtig, die Schulter zu entlasten und belastende sportliche Aktivitäten und Arbeit mit der Schulter weitgehend zu unterlassen.

Weitere Informationen

Weitere Themen, die Sie interessieren könnten finden Sie hier: Orthopädie Online

Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 31.07.2018
Für Sie passende Themen
Ihre Meinung ist uns wichtig

Dr-Gumpert.de ist ein Projekt, das mit viel Engagement vom Dr-Gumpert.de Team betrieben wird. Im Vergleich zu anderen Seiten ist vielleicht nicht alles so perfekt, aber wir gehen persönlich auf alle Kritikpunkte ein und versuchen die Seite stets zu verbessern.
An dieser Stelle bedanken wie uns bei allen Unterstützern unserer Arbeit.
Wenn Ihnen diese Seite gefallen hat, unterstützen auch Sie uns und drücken Sie: