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Entzündung der Rotatorenmanschette

Einleitung

Die Entzündung im Bereich der Rotatorenmanschette gehört zu den häufigsten Erkrankungen der Schulter.

Die Muskelentzündung kann dabei durch verschiedene Grunderkrankungen hervorgerufen werden.

Zu den häufigsten Ursachen für die Entstehung einer Entzündung im Bereich der Rotatorenmanschette gehören Beeinträchtigungen der Sehnenscheiden, Engpasssyndrome (Impingement) und traumatische Veränderungen der knöchernen Strukturen des Schultergelenks. Darüber hinaus kann es im Zuge eines Risses an einem der Muskeln der Rotatorenmanschette zu entzündlichen Prozessen kommen.

Betroffene Patienten verspüren in der Regel frühzeitig auftretende, spitze oder ziehende Schmerzen, die ausgehend vom Schultergelenk bis in den Nacken und/oder den Oberarm ausstrahlen können.

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Zudem verursacht eine Entzündung der Rotatorenmanschette häufig Schwellungen und Rötungen. Auch der normale Bewegungsumfang des Schultergelenks ist beim Vorliegen von entzündlichen Prozessen typischerweise eingeschränkt.

Personen die plötzlich auftretende Schmerzen an der Schulter verspüren, sollten das Gelenk umgehend schonen und zeitnah einen Facharzt aufsuchen.

Nur durch eine umfangreiche Diagnostik und das schnelle Einleiten einer geeigneten Therapie kann der Entstehung von Komplikationen und Folgeerkrankungen effektiv vorgebeugt werden.

Anatomie

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Unter dem Begriff "Rotatorenmanschette" versteht man eine für die Funktion des Schultergelenks besonders wichtige Muskelgruppe. Die einzelnen Muskeln haben ihren Ursprung unmittelbar am Schulterblatt (Skapula) und verlaufen von dort ausgehend manschettenartig um den Oberarmkopf.

Die einzelnen Muskeln der Rotatorenmanschette sind:

Die Funktion dieser Muskelgruppe umfasst die Stabilisation der Schultergelenke und die Bewegung der Arme. Die einzelnen Muskeln der Rotatorenmanschette haben in diesem Zusammenhang einen wesentlichen Anteil an der Rotation, also der Außen- und Innendrehung und dem Anheben des Oberarms.

Auf Grund seines spezifischen Verlaufs vermittelt eine Kontraktion des Musculus subscapularis vor allem das Nachinnen-Drehen (Innenrotation) und das Heranziehen des Oberarms an den Körper (Adduktion). Dieser Muskel gilt im Allgemeinen als stärkster Innendreher der Oberarme.

Die Adduktion wird außerdem durch die Anspannung des Musculus teres minor, der auch für die Außendrehung des Oberarms mitverantwortlich ist, vermittelt.

Ausgehend von der Rückseite des Schulterblatts zieht der Musculus supraspinatus unter dem Schulterdach entlang bis zum seitlichen Oberarmkopf. Auf Grund dieses Verlaufs vermittelt die Kontraktion des Musculus supraspinatus das seitliche Anheben (Abduktion) und, in geringem Maße, die Außendrehung des Arms (Außenrotation).

Der Hauptanteil der Außenrotation des Oberarmes wird jedoch durch Anspannung des Musculus infraspinatus, der von der Rückseite des Schulterblatts bis zum sogenannten "großen Knochenvorsprung" (Tuberculum majus) des Oberarms zieht, vermittelt.

Das Schultergelenk, das als beweglichstes Gelenk des Körpers gilt, erlangt nicht zuletzt durch die einzelnen Muskeln der Rotatorenmanschette einen derart umfangreichen Bewegungsspielraum.

Wegen der wenig ausgeprägten knöchernen Führung und des schwachen Bandapparates, muss die Stabilisierung des Schultergelenks hauptsächlich durch die angrenzenden Muskeln gesichert werden.

In diesem Zusammenhang spielen sowohl die einzelnen Muskeln der Rotatorenmanschette, als auch der Deltamuskel eine entscheidende Rolle.

Aus diesem Grund muss die Rotatorenmanschette besonders hohen Belastungen standhalten. Entzündliche Prozesse und/oder Veränderungen des Gewebes in diesem Bereich können demnach weitreichende Folgen für die Gelenkfunktion haben.

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Ursachen

Entzündungen im Bereich der Rotatorenmanschette können eine Vielzahl von Ursachen haben. In den meisten Fällen entstehen die entzündlichen Prozesse im Zuge einer anhaltenden Reizung des Muskel- und/oder Sehnengewebes.

Eine Entzündung der Rotatorenmanschette kann besonders häufig bei Personen beobachtet werden, die an der sogenannten Kalkschulter (Tendinosis calcarea) leiden.

Bei der Kalkschulter handelt es sich um eine Erkrankung, die durch eine Verkalkung einer oder mehrerer Sehnen gekennzeichnet ist. Derartige Verkalkungen können prinzipiell jede beliebige Sehne des menschlichen Körpers betreffen, im Bereich der Schulter kommt es jedoch besonders häufig zur Entstehung von Kalkablagerungen und einer damit einhergehenden Entzündung der Rotatorenmanschette.

Am häufigsten tritt die Kalkschulter bei Personen zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr auf. Zudem sind Frauen von dieser Erkrankung etwas häufiger betroffen als gleichaltrige Männer.

Aus welchem Grund genau es bei den betroffenen Patienten zu Kalkablagerungen entlang der Sehnen der Rotatorenmanschette kommt, konnte bislang nicht abschließend geklärt werden. Man geht jedoch davon aus, dass degenerative Veränderungen der Sehnen (also altersbedingte Abnutzungserscheinungen) einen negativen Einfluss auf die Durchblutung der Sehnen haben und somit deren Funktionalität einschränken.

Die Einlagerung von Kalziumkristallen (Kalk) soll eine Reaktion auf den Durchblutungsmangel sein. Nicht bei jedem Patienten, der an einer Kalkschulter leidet, kann eine Entzündung der Rotatorenmanschette beobachtet werden. Die entzündlichen Prozesse entstehen zumeist erst durch die Rekrutierung von Immunzellen.

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Darüber hinaus kann die sogenannte "Frozen Shoulder", eine entzündliche Schwellung und Schrumpfung der Gelenkkapsel, zu einer Entzündung im Bereich der Rotatorenmanschette führen. Ursache für die Entstehung der Frozen Shoulder ist in der Regel ein direkt auf das Gelenk einwirkendes Trauma. In seltenen Fällen kann diese Erkrankung jedoch auch spontan auftreten.

Symptome

Bei einer Entzündung der Rotatorenmanschette lassen sich in der Regel die fünf typischen Entzündungszeichen beobachten.

Schon zu Beginn der Erkrankung verspüren die betroffenen Patienten stechende oder ziehende Schmerzen im Bereich des Schultergelenks. Diese Schmerzen können, in Abhängigkeit vom Erkrankungsausmaß, bis in den Nacken und/oder den Oberarm ausstrahlen.

Leicht ausgeprägte entzündliche Prozesse der Rotatorenmanschette verursachen zumeist nur bewegungsabhängige Beschwerden. Unter Ruhebedingungen sind die betroffenen Patienten oftmals schmerzfrei. Erst wenn es zur Ausbreitung der Entzündung kommt, können auch Ruheschmerzen beobachtet werden.

Des Weiteren gehört die lokale Schwellung des Weichteilgewebes zu den typischen Entzündungszeichen.

Im Falle einer Entzündung an der Rotatorenmanschette wirkt die Hautoberfläche der Schulterregion zudem häufig gerötet. Im Seitenvergleich weist die betroffene Schulter typischerweise eine deutliche Überwärmung auf.

Auch der normale Bewegungsumfang des Schultergelenks kann beim Vorliegen einer Entzündung der Rotatorenmanschette deutlich eingeschränkt sein. Diese Einschränkung betrifft vor allem die Innen- und Außenrotation der Oberarme. Je nach Ursache für die Entstehung der entzündlichen Prozesse kann auch das Anheben (Abduktion) und das an den Körper Heranführen (Adduktion) des Oberarms eingeschränkt sein.

Diagnose

Die Diagnostik bei Verdacht auf das Vorliegen einer Entzündung der Rotatorenmanschette umfasst mehrere Schritte.

Der wohl wichtigste Schritt dabei ist das ausführliche Arzt-Patienten-Gespräch (Anamnese). Während dieses Gesprächs sollte der betroffene Patient dem Arzt die von ihm verspürten Beschwerden so genau wie möglich schildern. In diesem Zusammenhang sind vor allem die Intensität, die Qualität und die exakte Lokalisation der Schmerzen von entscheidender Bedeutung.

Zudem können eine mögliche Schmerzausstrahlung und Begleiterscheinungen einen ersten Hinweis auf die zugrunde liegende Erkrankung liefern.

Im Anschluss an das Arzt-Patienten-Gespräch erfolgt in der Regel eine orientierende Untersuchung beider Schultern im Seitenvergleich. Bei dieser Untersuchung wird die Schulterregion auf Hauterscheinungen (beispielsweise Rötungen und Narben) inspiziert. Zudem wird die grobe Temperatur der Schultern im Seitenvergleich geprüft. Auf diese Weise kann eine für eine Entzündung der Rotatorenmanschette typische Überwärmung nachgewiesen werden.

Im Anschluss erfolgt eine Überprüfung des Bewegungsumfangs beider Schultern. Bei einer Entzündung der Rotatorenmanschette zeigen sich vor allem die Innen- und Außenrotation, sowie die Abduktion und Adduktion auf der betroffenen Seite als eingeschränkt. Zudem kann das Bewegen des Armes in einigen Achsen möglicherweise zur Provokation von Schmerzen führen.

Die weitere Diagnostik bei Verdacht auf das Vorliegen einer Entzündung der Rotatorenmanschette erfolgt über verschiedene bildgebende Verfahren. Vor allem die Anfertigung einer Röntgenaufnahme in zwei Ebenen eignet sich zum Ausschluss knöchernen Verletzungen.

Zudem können die Computertomographie (CT) und die Durchführung einer Magnetresonanztomographie vom Schultergelenk (MRT der Schulter) dabei helfen, die Diagnose zu sichern und das Ausmaß der Erkrankung zu ermitteln.

Therapie

Die Behandlung einer Entzündung im Bereich der Rotatorenmanschette richtet sich maßgeblich nach der zugrunde liegenden Erkrankung.

Je nach Ausmaß der entzündlichen Prozesse kann beim Vorliegen einer Schleimbeutelentzündung und damit einhergehenden starken Schmerzen die Entlastung des Arms mittels Schulterorthese (entspricht einer Art Bandage) sinnvoll sein.

Zudem können entzündliche Prozesse im Bereich der Rotatorenmanschette durch die Gabe schmerzstillender Arzneimittel (Analgetika) behandelt werden. Vor allem Medikamente aus der Gruppe der entzündungshemmenden, Nicht-steroidalen-Antirheumatika eignen sich besonders zur Therapie einer Entzündung im Bereich der Rotatorenmanschette.

Unmittelbar nach dem Auftreten der typischen Beschwerden kann das umsichtige Kühlen der betroffenen Schulter dabei helfen, die Schmerzsymptomatik zu lindern und entzündliche Prozesse einzudämmen. Beim Kühlen der Schulter muss jedoch beachtet werden, dass das Kühlmittel niemals unmittelbar auf der Hautoberfläche platziert werden darf.

Ausgeprägte Entzündungen der Rotatorenmanschette können zudem die lokale Injektion (Spritzen) eines leichten Betäubungsmittels und/oder eines Kortisonpräparates notwendig werden lassen. Bis zum Abklingen der Beschwerden sollten die betroffenen Patienten das Schultergelenk unbedingt schonen.

Im Anschluss kann der Heilungsverlauf durch eine physiotherapeutische Behandlung (Krankengymnastik) positiv beeinflusst werden.

Liegt der Entzündung im Bereich der Rotatorenmanschette eine Sehnenverkalkung (siehe auch: Kalkschulter) zugrunde, so erfolgt die Therapie in der Regel durch Durchführung der sogenannten Extrakorporalen Stoßwellentherapie (kurz: ESWT). Bei diesem Verfahren werden die Verkalkungen in der Sehne Stoßwellen ausgesetzt, welche die Verkalkungen zertrümmern können.

Patienten die in regelmäßigen Abständen an entzündlichen Prozessen an der Rotatorenmanschette leiden, müssen oftmals operativ behandelt werden. Dies ist vor allem bei einer verkalkungsbedingten Entzündung mit Kalkherden größer als 1 cm der Fall.

Prognose

Die Prognose bei einer Entzündung im Bereich der Rotatorenmanschette ist vor allem von der zugrunde liegenden Erkrankung und dem Ausmaß der entzündlichen Prozesse abhängig.

Betroffene Patienten sollten in diesem Zusammenhang beachten, dass ein optimaler Heilungsverlauf nur dann gewährleistet werden kann, wenn das Schultergelenk unmittelbar nach dem Auftreten der Schmerzen ruhiggestellt wird.

Darüber hinaus können schwerwiegende Komplikationen nur dann vermieden werden, wenn frühzeitig eine geeignete Therapie eingeleitet wird. Unter idealen Bedingungen ist die Prognose einer Entzündung im Bereich der Rotatorenmanschette jedoch recht gut.

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