Gallensteine

Synonyme im weiteren Sinne

Medizinisch: Cholelithiasis

Gallensteinleiden, Cholelith, Cholezystolithiasis, Gallenblasenentzündung, Galle, Leber

Englisch.: biliary calculus, biliary stone, cholelith, gallstone

Definition

Als Gallensteine bezeichnet man Ablagerungen (Konkremente) in der Gallenblase (Cholezystolithiasis) oder den Gallengängen (Choleangiolithiasis). Die Bildung dieser Gallensteine beruht auf einer Veränderung der Gallezusammensetzung.

Man unterscheidet 2 Hauptformen von Gallensteinen:

  • cholesterinhaltige Steine (ca. 90%)
  • bilirubinhaltige Steine (ca. 10%)

Cholesterin und Bilirubin sind beides Stoffe, die in der Galle ausgeschieden werden. Wenn diese in zu großer Menge in der Gallenflüssigkeit vorhanden sind, fallen sie aus (Kristallisation) und bilden Steine.
Von der Gallenblase und der Leber führen Gallengänge in den Dünndarm, wo die Galle ihre in der Verdauungskette vorgesehene Aufgabe wahrnehmen kann.

Anatomie Leber und Gallenblase

  1. rechter Leberlappen
  2. linker Leberlappen
  3. Gallenblase

Ursachen

Zu den Ursachen für das Gallensteinleiden zählen:

Das vermehrte Auftreten bei Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) ist durch Adipositas (Übergewicht) und hohe Triglyceridspiegel (Hypertriglyceridämie = hohe Fettwerte im Blut) zu erklären.

Triglyceride sind wasserunlösliche Energieträger und zählen zu den Blutfetten.
Hohe Cholesterinspiegel im Blut dagegen haben keinen nachgewiesenen Einfluss auf die Bildung von Gallensteinen.

Cholesterinsteine

Entstehung von Cholesterinsteinen:
Cholesterin kann in der Galle bis zu einer Mange von 500- 600 ml Galle / Tag ausgeschieden werden, vorausgesetzt dieses kann durch genügend Gallensäuren gebunden werden.
Wenn die Galle jedoch mit Cholesterin übersättigt ist (zuviel Cholesterin in der Galle) und diese länger als sonst in der Gallenblase verweilt, führt dies zur Kristallisation.
Eine Übersättigung kann folgende Ursachen haben:

  • erhöhte Sekretion von Cholesterin in die Galle
  • verminderte Gallensäurensekretion in der Galle

Pigmentsteine

Entstehung von Pigmentsteinen:
Pigmentsteine sind bilirubinhaltige Gallensteine. Bilirubin entsteht entweder durch einen vermehrten Abbau von roten Blutkörperchen (Hämolyse) oder durch bakteriellen Abbau zum Beispiel bei chronischen Infektionen der Gallenwege.
In beiden Fällen kommt es zu einer erhöhten Menge von Bilirubin in der Gallenflüssigkeit, was zur Ausbildung von Steinen führt.

Risikofaktoren

Folgende Faktoren führen zu einer Erhöhung der Wahrscheinlichkeit für Gallensteine:

  • Weibliches Geschlecht
  • Übergewicht
  • blond = hellhäutiger Hauttyp
  • gebärfähiges Alter
  • Alter > 40 Jahre.

Symptome / Beschwerden

Lokalisation der Gallenblase

Gallensteine sind in den meisten Fällen asymptomatisch, d.h. ohne Beschwerden. Zu Beschwerden kommt es normalerweise erst, wenn ein Verschluss oder eine Entzündung der Gallenwege (Cholezystitis) vorliegt. In ungefähr einem Drittel der Fälle kommt es also zu Gallenkoliken. Kennzeichnend für die Gallenkolik sind wellenartige, starke und oft über Minuten bis Stunden anhaltende Schmerzen im rechten und mittleren Oberbauch. Häufig kommt es zu einem Ausstrahlen der Schmerzen in die rechte Schulter oder den Rücken.

Weitere Symptome / Beschwerden können sein:

  • Druck- bzw. Völlegefühl
  • Übelkeit und Erbrechen
  • sowie eine Gelbfärbung der Haut (Ikterus) durch Gallenstau, da ein Stein einen Ausgangsweg verlegt hat und die Galle nun vermehrt in das Blut gedrückt wird.

Ganz allgemein formuliert kann auch ein gehäuftes familiäres Auftreten festgestellt werden. Es kann also von einer erblichen Komponente dieses Leidens ausgegangen werden.

Mehr zum Thema finden Sie unter: Symptome / Beschwerden durch Gallensteine

Schmerzen bei Gallensteinen

Gallensteine werden nur bei einem Viertel der sogenannten Steinträger symptomatisch, das heißt machen Beschwerden. Hier stehen vor allem die Schmerzen im Vordergrund. Viele Betroffene werden erst dann auf etwaige Gallensteine aufmerksam und hatten vorher keine Auffälligkeiten hinsichtlich der Gallenblase bemerkt. Zum einen kann dann ein Druckschmerz im rechten oberen Viertel des Bauches bestehen, welcher durch Tasten der Gallenblase unterhalb des rechten Rippenbogens und gleichzeitiges Einatmen provoziert werden kann.

Zum anderen kann es dort auch zu den für die Gallesteine typischen kolikartigen Schmerzen kommen. Diese zeichnen sich dadurch aus, dass sie anfallsartig aufkommen, zunächst stark zunehmen und dann wieder abklingen. Die Schmerzen entstehen dadurch, dass die Gallenblasenmuskulatur beim Abgehen der Gallensteine gegen einen hohen Widerstand arbeiten muss, da die Steine meist größer als der Gallenblasenausgang sind. Die Gallenblase zieht sich dabei wellenförmig in Richtung des Gallenblasengangs zusammen und kann durch den Widerstand verkrampfen. Die Schmerzen können dabei auch in die Schulter oder in den Rücken ausstrahlen. Das Auftreten einer Kolik steht in Zusammenhang mit dem Verzehr fettreichen Essens und der Aktivität des parasympathischen Nervensystems. Werden Gallensteine symptomatisch und verursachen Schmerzen, so ist eine Therapie dringend erforderlich.

Diagnose Gallensteine

Die Diagnose der Gallensteine kann unter anderem durch das Blutlabor gestellt werden. Ein Anstieg des direkten Bilirubin im Serum kann Hinweise geben auf einen Verschluss des Gallengangs.
Ob auch die Leber in Mitleidenschaft gezogen wurde, lässt sich anhand der Leberwerte / Laborwerte (z. Bsp. GOT) erkennen. Bei Leberschädigungen kommt es nämlich zu erhöhten Leberwerten. Auch Entzündungsparameter (z. Bsp. CRP) geben Aufschluss.

Der Ultraschall (Sonographie) stellt die schnellste und empfindlichste Methode dar, um Gallensteine nachzuweisen. Hierbei erkennt man die Steine aufgrund ihres Kalkgehaltes als weiße Flecken mit einem entsprechenden Schallschatten.
Der Nachweis von Gallensteinen kann problematisch sein.
Wenn sich die Gallensteine frisch gebildet haben, sind sie mit der Untersuchungsmethode der 1. Wahl, nämlich dem Ultraschall nicht erkennbar. Bei den typischen klinischen Anzeichen (kolikartige Schmerzen, die bis in die rechte Schulter ausstrahlen, Fettstühle, Abneigung gegen fettiges Essen, Gelbsucht) kann man dennoch fast sicher von einem Steinleiden ausgehen.
Erst wenn die Gallensteine eine entzündliche Reaktion der Wände der Gallenblase (Cholezytitis) oder der Gallenwege (Cholangitis) ausgelöst haben, und die entzündliche Reaktion zu einer Verkalkung des Gallensteines geführt hat, kann man die Gallensteine auch im Ultraschall erkennen.

Auch im Röntgenbild lassen sich Gallensteine erkennen. Ohne Gabe von Kontrastmittel können allerdings nur die kalkreichen Steine nachgewiesen werden. Steine, die wenig Kalk enthalten, können nach Kontrastmittelgabe anhand von Aussparungen gesehen werden.
Wegen der Kontrastmittelnebenwirkungen wird diese Untersuchung nur durchgeführt, wenn die folgende Methode zu keinem Ergebnis geführt hat.

Eine weitere Nachweismethode besteht in der endoskopischen Gallengangsdarstellung (ERCP). Hierzu wird ein Endoskop über die Speiseröhre, den Magen und den Zwölffingerdarm bis in die Austrittsstelle des Gallengangs vorgeschoben.
Durch Eindringen in den Gallengang können Steine nachgewiesen und gegebenenfalls entfernt werden.

Mehr zu diesem Thema finden Sie unter: Diagnose von Gallensteinen

Therapie Gallensteine

Eine Behandlung von Gallensteinen wird nur durchgeführt, wenn der Patient Beschwerden hat.

Für die Therapie des Gallensteinleidens / Gallensteine stehen folgende Möglichkeiten zur Verfügung:

  1. Schmerzlinderung (Analgesie) bei Gallenkolik durch Medikamente
  2. nichtchirurgische Gallensteinentfernung durch

    • Fragmentation der Gallensteine durch Stoßwellen
    • Bei 50% der Patienten kommt es zur Wiedererkrankung.
    • Auflösung (Lyse) der Steine durch MTBE (körpereigener Äther)
    • Medikamentöse Auflösung der Steine (Litholyse)

  3. Entfernung der Gallenblase (Cholezystektomie)
  4. ERCP

Die Schmerzlinderung geschieht durch Schmerzmittel (Metamizol = z.B. Novalgin ®) und / oder spasmolytische Medikamente zur Lösung der Gallenwegskrämpfe (Buscopan®).

Durch die Stoßwellentherapie wird versucht durch Fragmentierung der Gallensteine deren spontanen Abgang hervorzurufen.
In der Regel wird etwa 2 Wochen vorher mit der medikamentösen Litholyse (Steinauflösung) begonnen. Es wird für eine erhöhte Konzentration von Gallensäuren gesorgt, um somit das Cholesterin aus den Gallensteinen zu lösen.

MTBE (Methyl-tert-buthyl- Äther) ist ein cholesterinlösender Äther und wird in Form von Spüldrainagen in der Gallenblase eingesetzt. Die Spüldauer ist abhängig vom jeweiligen Steinvolumen.

Die Cholezystektomie (Entferung der Gallenblase) ist die häufigste Therapieform des Gallensteinleidens. Hierzu wird vorwiegend eine Bauchspiegelung (die sog. Laparoskopie) mit einem Endoskop durchgeführt. Bei dieser minimal- invasiven Operation ist die Genesung der Patienten entsprechend rasch.

Durch eine ERCP können mit Hilfe eines Endoskops Gallensteine gefunden und entfernt werden.

Die Therapie des Gallensteinleidens hängt von der Position des Steines ab:

  • Wenn er den Ausgang der Gallenblase verstopft (die häufigste Position), wird dies mittlerweile durch eine komplette Entfernung der Gallenblase (Cholezystektomie) behandelt.
    Die Gallenblase hat ja lediglich Speicherfunktion, die nicht lebensnotwendig sind, weshalb der Körper auch ohne sie auskommen kann. Der frühere Therapieansatz der Zerstörung mittels Schallwellen (Stoßwellentherapie) hat sich dauerhaft als nicht sinnvoll erwiesen, da es kam zum regelmäßigen Wiederauftreten von Gallensteinen kam.
  • Wenn Gallensteine den direkten Kanal zwischen Leber und Dünndarm verlegen, muss man sich eine andere Möglichkeit überlegen, da der Gang nicht entfernt werden kann. In diesem Fall wird meist versucht, mit Hilfe eines Endoskops durch den Mund über Magen und Dünndarm in die Gallengänge zu gelangen (ERCP siehe oben) um dann quasi vor Ort den Stein entfernen zu können.

Meist bleibt der Stein an der Engstelle bei der Mündung des Gallengangs in den Dünndarm stecken. Da Gallengang und der Ausführungsgang der Bauchspeicheldrüse gemeinsam in den Zwölffingerdarm münden, staut sich auch der Cocktail an Verdauungseiweißen aus der Bauchspeicheldrüse an. Das kann dann wiederum eine akuten Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis) auslösen.

Mehr zum Thema finden Sie unter: Therapie von Gallensteinen

Homöopathische Ansätze der Therapie finden Sie auch unter: Homöopathie bei Gallensteinen

OP Gallensteine

Eine OP kann bei besonders vielen oder großen Gallensteinen, sowie bei starken Schmerzen durchgeführt werden und erfolgt unter Vollnarkose.

Eine operative Entfernung der Gallensteine kommt insbesondere dann in Betracht, wenn der Betroffene symptomatisch ist, das bedeutet Schmerzen hat. Eine OP kann bei stabilem Zustand des Betroffenen geplant stattfinden oder aber im Notfall auch sofort durchgeführt werden. Sind keine Beschwerden vorhanden, kann eine OP dennoch infrage kommen, wenn folgende Eigenschaften der Steine gegeben sind: es sind mehrere Steine vorhanden, der Gallenstein ist besonders groß, sodass er die ganze Gallenblase ausfüllt oder es liegt eine Porzellangallenblase vor, welche ein gewisses Entartungsrisiko birgt.

Bei der Entfernung der Gallensteine durch eine OP stehen verschiedene Methoden zur Auswahl, welche je nach Verfassung des Patienten und Einschätzung der Gallensteine zum Einsatz kommen. Zum einen kann eine laparoskopische OP, das heißt nach Schlüsselloch-Technik, mit Entfernung der kompletten Gallenblase durchgeführt werden. Dabei werden über in der Regel vier kleine Schnitte in die Bauchdecke die Instrumente für die Operation in den Bauchraum eingeführt und können somit trotz minimaler Zugangswege dennoch die Gallenblase vollständig entfernen. Alternativ zu den Zugangswegen bei der klassischen laparoskopischen OP können die OP-Instrumente, die sogenannten Trokare, bei Frauen auch über die Scheide in den Bauchraum eingeführt werden, welche dann auf der Bauchdecke keine Narben hinterlassen. Bei komplizierteren Gallensteinen, etwa bei sehr großem Durchmesser der Steine, kann in manchen Fällen eine offene OP notwendig werden. Der Zugang kann entweder am rechten Rippenbogen gewählt werden oder auf der Längsmittellinie des Bauches. Auch hier wird wieder die komplette Gallenblase inklusive der Steine entnommen.

Allen Methoden gemeinsam ist die Durchführung in Vollnarkose. Sind die Steine noch klein und verursachen schon Symptome beim Betroffenen, so kann man im Rahmen einer sogenannten ERCP (Endoskopisch retrograde Cholangiopankreatikographie) –Untersuchung, bei welcher mit dem Endoskop auch den Gallengang erreicht werden kann, durch Spaltung des Ringmuskels der Gallenblase auch auf diese Wiese die Gallensteine abfangen und entfernen. Die klassische und am meisten angewendete OP bei Gallensteinen ist jedoch immer noch die laparoskopische OP. Wie bei jeder OP so gibt es auch hier gewisse Komplikationen, wie Blutungen, Verletzung von umliegendem Weichteilgewebe, Entzündung und Wundheilungsstörung. Diese sind aber alle sehr selten. Die Prognose nach der OP ist gut, in der Regel verweilen die Patienten eine Woche nach der OP noch im Krankenhaus.

Zertrümmern von Gallensteinen

Zur Behandlung von symptomatischen Gallensteinen kann eine Zertrümmerung dieser durch eine gezielte extrakorporale Stoßwellentherapie in Betracht gezogen werden. Hierfür müssen jedoch einige Kriterien erfüllt werden damit die Therapie durch Zertrümmerung ihren gewünschten Effekt zeigt. Zum einen sollten die Steine frei von Kalk sein und ein bestimmtes Volumen sowie eine Anzahl von drei Steinen nicht überschreiten. Zum anderen erfolgt nach der Zertrümmerung der Steine ein Abtransport der Steinreste, welcher nur von statten gehen kann, wenn die Gallenblase eine effiziente Peristaltik hat, das heißt sich wellenförmig zusammenzieht und entspannt. Des Weiteren sollte gewährleistet sein, dass die Gallenblase nicht entzündet ist.

Beim Zertrümmern der Gallensteine wird eine Anzahl von 2000 bis 3000 Stoßwellen binnen einer Stunde von außen auf den Körper gezielt auf die Steine ausgesendet, wodurch diese im Idealfall in kleine Einzelteile zerfallen. Hierfür ist keine Narkose, allenfalls eine Schmerztherapie nötig. Im Anschluss daran können Medikamente, wie Gallensäure, zur Förderung der Gallensteinauflösung gegeben werden. Ansonsten werden die zertrümmerten Gallensteine auf natürliche Weise über die ableitenden Harnwege mit dem Urin ausgeschieden. Die Prognose ist im Normalfall sehr gut, wobei mit einer Steinneubildung in etwa 10% gerechnet werden sollte.

Rehabilitation

Kann ich ohne Gallenblase leben?

Die Entfernung der Gallenblase hat im Allgemeinen keine Nachteile. Möglicherweise wird das eine oder andere Nahrungsmittel schlechter vertragen als früher, daher sollte auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung geachtet werden.

Komplikationen

Entzündungen der Gallenblase (Cholezystiasis), Perforationen (Riss) der Gallenblase oder sekundäre Leberveränderungen (Leberzirrhose) können möglicherweise als Komplikationen auftreten.
Durch einen eventuellen Aufstau von Galle kann es zu vermehrter Flüssigkeitsansammlung in der Galle (Gallenblasenhydrops) kommen.
Wenn der gemeinsame Ausführungsgang von Gallenblase und Bauchspeicheldrüse verlegt ist, kommt es zu einer Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis).

Prophylaxe

Eine eigentliche Prophylaxe des Gallensteinleidens gibt es nicht.
Übergewicht, ballaststoffarme und fettreiche Kost begünstigen jedoch das Auftreten dieser Erkrankung.
Daher sollte auf das Körpergewicht geachtet, ballaststoffreich und fettarm gegessen werden. Auch auf Kaffee und Gebratenes sollte im Hinblick auf die Gefahr einer folgenden Gallenkolik verzichtet werden.

Prognose

Chirurgische Entfernungen der Gallenblase (Cholezystektomie) bergen, abgesehen von den allgemeinen Narkose- und Operationsrisiken, im Großen und Ganzen verhältnismässig geringe Gefahren.
Bei allen nichtchirurgischen Therapien allerdings ist die Rate der Wiedererkrankung (Rezidivrate) mit 30 – 50% relativ hoch.

Weitere Informationen

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Autor: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 09.02.2017
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