Erkrankung der Leber (Innere Medizin)

Synonyme im weiteren Sinne

Medizinisch: hepar

Leberlappen, Leberzelle, Leberkrebs, Leberzirrhose, Fettleber, Leberschmerzen

Englisch: liver

Definition Leber

Die Leber ist das zentrale Stoffwechselorgan des menschlichen Körpers. Zu ihren Aufgaben gehört die nahrungsabhängige Speicherung, Umwandlung und Freisetzung von Zuckern und Fetten, der Abbau und die Ausscheidung körpereigener und medikamentöser Giftstoffe, die Bildung der meisten Bluteiweiße und der Gallenflüssigkeit, die Vitaminspeicherung sowie zahlreiche weitere Aufgaben.

Beim Menschen liegt die Leber im rechten Oberbauch direkt unter dem Zwerchfell und ragt mit seiner linken Leberlappenspitze bis zur Mitte des Oberbauchs. Beim Erwachsenen wiegt die Leber etwa 1400 – 1800 g und ist in vier große Lappen unterteilt: Lobus hepatis dexter - Lobus hepatis sinister - Lobus quadratus - Lobus caudatus. Die Lappen sind wiederum in weiter 8 Segmente unterteilt. Näheres zur Anatomie der Leber finden Sie hier.

Abbildung “Innere Organe”

  1. Schildknorpel / Kehlkopf
  2. Luftröhre (Trachea)
  3. Herz (Cor)
  4. Magen (Gaster)
  5. Dickdarm (Colon)
  6. Enddarm (Rektum)
  7. Dünndarm (Ilium, Jejunum)
  8. Leber (Hepar)
  9. Lunge, bzw. Lungenflügel

Übersicht Lebererkrankungen

Die Leber ist ein robustes Organ und kann ihre Aufgaben sogar noch erfüllen, wenn sie teilweise beschädigt ist. Sie kann sich auch selbst reparieren, aber nur wenn die Schäden nicht zu groß sind. Die Leber selbst enthält keinerlei Nerven und ist daher schmerzunempfindlich. Lediglich die bindegewebige Kapsel, welche die Leber umgibt, besitzt Nerven. Es kann zu einem diffusen Druckschmerz am rechten Oberbauch kommen, der als Folge der Spannung dieser Kapsel entstehen.

Typische Zeichen für eine Erkrankung der Leber sind die ständige Müdigkeit und der Leistungsabfall. Häufig leiden Menschen auch an Blutgerinnungsstörungen. Die Leber produziert wichtige Eiweiße für die Gerinnung, welche bei eingeschränkter Funktion nicht mehr hergestellt werden können. Um eine Lebererkrankung festzustellen wird das Blut untersucht. Gewisse Laborwerte können dem Arzt dabei helfen, die Ursachen der Lebererkrankung einzugrenzen.

Im folgenden Abschnitt werden die häufigsten Erkrankungen der Leber besprochen, welche vor allem von einem/r Internisten/in versorgt werden.

1. Gelbsucht
2. Hepatitiden A-E
3. Leberzirrhose
4. Fettleber
5. Leberkrebs
6. Autoimmune Lebererkrankungen
7. Eisenspeichererkrankung
8. Echinokokkose
9. Akutes Leberversagen

  1. Gelbsucht

Bei der Gelbsucht (Ikterus) färben sich die Haut, Schleimhäute und die Skleren (der weiße Teil des Auges) gelb. Die gelbe Farbe entsteht durch Ablagerung des Stoffes Bilirubin im Gewebe. Bilirubin ist ein Abbauprodukt des roten Blutfarbstoffes Hämoglobin. Demzufolge ist die Gelbsucht keine eigenständige Krankheit, sondern ein Symptom einer Erkrankung. Sie entsteht vor allem wenn viele rote Blutkörperchen zerfallen, der Abfluss der Galle blockiert ist, die Funktion der Leber gestört ist oder das Blut eine angeborene erhöhte Menge an Bilirubin aufweist. Die gelbliche Verfärbung der Haut, Schleimhäute und Skleren verschwindet, sobald die Ursache des Ikterus behoben worden ist.
Lesen Sie mehr zu diesem Thema unter: Gelbsucht

  1. Leberentzündung (Hepatitis)

Die Gründe einer Leberentzündung sind vielfältig. Vor allem Viren, aber auch Bakterie, Parasiten, Pilze, Alkohol oder andere Giftstoffe, Autoimmunerkrankungen oder eine Leberverfettung können zu einer akuten oder chronischen Entzündung der Leber führen. Die verschiedenen Hepatitiden sorgen für eine Leberzellzerstörung und Einwanderung von Entzündungszellen in die Leber. Lange Zeit kann eine Hepatitis unerkannt bleiben. Spätere Symptome sind Juckreiz oder ein Druckgefühl im Oberbauch, Gelbsucht, starke Müdigkeit oder Erbrechen. Die letzten drei Symptome treten eher bei schweren Fällen auf.
Die Leberentzündungen werden in zwei Kategorien unterteilt: die akute und chronische Hepatitis. Zu den akuten Hepatitiden zählen die Entzündungen, die nicht länger als sechs Monate andauern. Bei einer chronischen Leberentzündung zeigt sich ein langer Verlauf (> 6 Monate) und eine bindegewebige (fibröse) Vernarbung des Lebergewebes.
Eine frühe Diagnose ist für die folgenlose Ausheilung wichtig, denn nach dem Übergang in eine chronische Leberentzündung kann es letztendlich zu einer Leberzirrhose oder einem Leberkrebs kommen.
Lesen Sie mehr zu diesem Thema unter: Hepatitis

  1. Leberzirrhose (Schrumpfleber)

Bei der Leberzirrhose (Schrumpfleber) kommt es zu einem bindegewebigen und knotigen Umbau der Leber. Sie ist das Endstadium vieler chronischer Erkrankungen der Leber.
Eine Schrumpfleber wird durch eine Vielzahl von Faktoren ausgelöst, vor allem spielen Alkohol, Medikamente, Autoimmunhepatitis und Virushepatitiden (Leberentzündungen ausgelöst durch Viren) eine große Rolle. Durch den knotigen, bindegewebigen Umbau der Leberzellen können die kleinen Blutgefäße kein Blut mehr abtransportieren und das Blut staut sich vor der Leber an, insbesondere in der Pfortader. Es kommt zur sogenannten „portalen Hypertension“ = Bluthochdruck in der Pfortader. Es entstehen Umgehungskreisläufe, so dass das Blut nicht durch die Leber, sondern an ihr vorbei zum Herzen zurückfliest. Da die Leber eine große Rolle bei der Entgiftung und dem Stoffwechsel des Körpers spielt, gelangen bei fortgeschrittener Leberzirrhose giftige Stoffe ins Gehirn und führen zu Konzentrationsstörungen, Zittern, Muskelzuckungen, Gangunsicherheit, Schläfrigkeit und letztendlich zum Koma. Die Blutgefäße der Umgehungskreisläufe haben unstabile Wände, weshalb sie bei zu hohem Druck platzen und zu inneren Blutungen führen können. Der Prozess der Leberzirrhose ist nicht rückgängig zu machen, er kann lediglich gestoppt werden. Unbehandelt führt die Erkrankung zum Leberversagen.
Lesen Sie mehr zu diesem Thema unter: Leberzirrhose

  1. Fettleber

Neben der Entgiftung hat die Leber auch die Aufgabe Fette zu speichern und bei Bedarf wieder freizusetzen. Wenn die Leber jedoch zu viel Fett aufnehmen muss, ohne den notwendigen Speicherplatz zu besitzen, lagert sich das Fett zusätzlich in den Zellen der Leber ab, sie verfettet. Folgende Ursachen können zu einer Fettleber führen: übermäßiger Alkoholkonsum, Stoffwechselstörungen, Diabetes mellitus, Übergewicht, Medikamenteneinnahme.
Die Fettleber birgt die Gefahr einer Leberentzündung, welche bei lange andauerndem Bestehen zu einer Leberzirrhose oder Leberkrebs führen kann. Das Positive bei einer Fettleber ist, das sie sich vollständig zurückbilden kann, wenn der Betroffene seinen Lebensstil ändert. Verzicht auf Alkohol, Reduktion des Gewichtes, Weglassen unnötiger Medikamente, und gute Einstellung des Blutzuckers sind dabei Voraussetzungen, welche erfüllt werden müssen.
Lesen Sie mehr zu diesem Thema unter: Fettleber

  1. Leberkrebs

Bei der Leber gibt es sowohl gutartige als auch bösartige Tumore. Zu den gutartigen Geschwülsten zählen das gehäuft vorkommende Hämangiom, das Leberadenom oder die fokale noduläre Hyperplasie (=lokal knotige Substanzvermehrung in der Leber). Bei den bösartigen Lebertumoren wird zwischen dem Hepatozellulären Karzinom (HCC) und dem Cholangiozellulären Karzinom (CCC) unterschieden. Das Erste (HCC) entsteht in der Leber selbst. Bei dem anderen (CCC) handelt es sich um ein bösartiges Krebsgeschwür in den Gallengängen. Zusätzlich können sich Tochtergeschwülste (Metastasen) von anderen bösartigen Tumoren in die Leber einnisten.
Lebertumore sind besonders tückisch, da sie erst sehr spät eine Symptomatik entwickeln und somit entdeckt werden. Dazu zählen Gelbsucht, Übelkeit, Gewichtsabnahme, Wasserbauch, Schmerzen im Oberbauch. Eine Früherkennung ist besonders wichtig, um die Heilungschancen zu verbessern.

  1. Autoimmune Lebererkrankungen

Autoimmun bedeutet, dass sich die körpereigenen Abwehrzellen gegen den eigenen Körper richten. In diesem Falle greifen Abwehrzellen die Leber und Gallenwege an.
Es gibt drei Arten von Autoimmunerkrankungen der Leber:

  • Autoimmune Hepatitis: Es handelt sich hierbei um eine chronische Entzündung der Leber, die in jedem Alter, gehäuft aber bei Frauen auftritt. Zeichen dafür sind Müdigkeit, Juckreiz und diffuse Oberbauchbeschwerden. Die Diagnose ist eher ein Zufallsbefund, da bei Routineuntersuchungen vermehrt erhöhte Leberwerte vorkommen, welche weitere Untersuchungen veranlassen.
  • Primäre sklerosierende Cholangitis: Sie ist eine Entzündung der mittleren und großen Gallengänge. Die genaue Ursache der Krankheit ist nicht bekannt. Etwa 60% der Betroffenen leiden gleichzeitig an Colitis ulcerosa, eine chronisch entzündliche Darmerkrankung. Hier sind gehäuft Männer betroffen. Typische Beschwerden sind Juckreiz, Müdigkeit, Gelbsucht und Gewichtsverlust. Eine Folge der Erkrankung kann Gallengangskrebs sein. Die primäre sklerosierende Cholangitis kann nicht geheilt werden. Die Symptome wie Juckreiz oder Bauchschmerzen können aber behandelt werden.
  • Primäre biliäre Zirrhose: Die kleinen Gallengänge in der Leber sind bei dieser Krankheit länger als 6 Monate entzündet und können bei Fortbestehen der Erkrankung auf die gesamte Leber übergehen. Die Ursache der Erkrankung ist bis heute unbekannt. Zu 90% sind Frauen davon betroffen. Typische Zeichen sind Müdigkeit, Juckreiz, Leistungsabfall und Verdauungsstörungen. Die Krankheit kann nicht geheilt, aber die Symptome mit entsprechenden Medikamenten behandelt werden.
  1. Eisenspeicherkrankheit (Hämochromatose)

Die Krankheit zählt zu den häufigsten Erbkrankheiten. Der Körper nimmt dabei vermehrt Eisen aus der Nahrung auf und speichert es in der Leber, im Herzen und den Nieren ab. Es kann im Laufe der Zeit zu bindegewebigen, knotigen Veränderungen kommen, die sich zu einer Leberzirrhose entwickeln. Die Ursache der Eisenspeicherkrankheit kann nicht behandelt werden, jedoch hat man die Krankheit ganz gut im Griff. Ein frühzeitiger Beginn mit dem Aderlass (große Menge Blut abnehmen) bringt die Eisenwerte wieder in den Normbereich und verhindert die schweren Folgen wie Leberzirrhose oder Leberkrebs.

  1. Echinokokkose

Es gibt zwei Arten: Die alveoläre Echinokokkose und die zystische Echinokokkose. Bei der Alveolären handelt es sich um einen Befall der Leber mit Fuchsbandwürmern (Echinococcus multilocularis). Die Überträger des Parasiten sind Füchse, Hunde und Katzen. Die Infektion kann die Leber zerstören und muss frühzeitig behandelt werden. Die Zystische Echinokokkose wird durch den Hundebandwurm (Echinococcus granulosus) übertragen. Nach oraler Aufnahme durchdringen die Parasiten die Darmwand und gelangen über die Pfortader in die Leber. Wenn möglich sollten die Echinokkokose chirurgisch entfernt werden. Alternativ kann sie mit dem Arzneimittel Albendazol behandelt werden.

  1. Akutes Leberversagen

Wie der Name schon sagt, handelt es sich um eine akut auftretende Funktionsstörung der Leber. Häufig hervorgerufen durch Viren oder Giftstoffe z.B.: des Knollenplätterpilzes, Drogen oder anderen Chemikalien. Die Patienten bekommen Gelbsucht, haben vermehrt Blutungen, da die Gerinnung nicht richtig funktioniert, werden schläfrig oder fallen ins Koma. Eine sofortige Therapie muss eingeleitet werden. Die Ursache muss, wenn möglich, behoben werden. Bei starker Schädigung der Leber ist der einzige Ausweg eine Lebertransplantation.

Internistische Erkrankungen der Leber

Im Folgenden können Sie die Liste aller Themen einsehen, die bereits zu Erkrankungen der Leber, die dem medizinischen Gebiet der Inneren Medizin zuzuordnen sind, erschienen sind:

  • Anatomie Leber Die Leber befindet sich auf der rechten Körperseite unterhalb des Zwerchfells rechts neben dem Magen. Mehr zur Anatomie der Leber erfahren Sie unter diesem Thema.
  • Entzündung der Gallenblase Die Gallenblase ist direkt an die Leber angegliedert und speichert die von der Leber produzierte Gallenflüssigkeit. Bei sehr schmerzhaften Entzündungen kann eine operative Entfernung notwendig werden.
  • Entzündung der Leber Eine Entzündung der Leber kann durch verschiedene Viren und Bakterien hervorgerufen werden und sowohl einen akuten als auch einen chronischen Verlauf nehmen.
  • Fettleber Die übermäßige Einlagerung von Fetten in die Leber wird als Leberzellverfettung oder als Fettleber bezeichnet. Häufigste Ursache für für eine Leberverfettung ist übermäßiger Alkoholkonsum. Bei adäquater Lebensweise ist eine vollständige Rückbildung einer Fettleber möglich.
    • Ernährung bei einer Fettleber Die Ernährungsempfehlungen bei einer Fettleber oder Fettleberhepatitis zielen auf verschiedene Dinge ab. Bei vielen Patienten mit einer Leberverfettung liegt eine Überernährung oder ein metabolisches Syndrom vor.
  • Gallenblase Die Gallenblase speichert die von der Leber produzierten Verdauungssäfte ab. Durch das Zusammenziehen der Gallenblase werden diese Verdauungssäfte bei Nahrungsaufnahme freigesetzt.
  • Schmerzen der Gallenblase Schmerzen der Gallenblase sind ein häufiges Symptom im Rahmen von Lebererkrankungen und äußern sich meist in Form von diffusen kolikartigen Oberbauchschmerzen. Ursachen können sowohl Gallensteine als auch eine daraus resultierende Gallenblasenentzündung sein.
  • Gallenblasenentzündung Bei der Gallenblasenentzündung handelt es sich, wie der Name bereits sagt, um eine Entzündung der Gallenblase. Ursache ist meist das Gallensteinleiden. Bei der Gallensteinentzündung setzten sich Gallensteine in Bewegung und bleiben in Engpässen stecken und verursachen Schmerzen. Frauen sind von der Gallenblasenentzündung häufiger betroffen als Männer.
    • Diagnose einer Gallenblasenentzündung Die Diagnostik der Gallenblasenentzündung erfolgt mittels Ultraschall, Blutuntersuchung und weiteren. Besonders Frauen sind von der Gallenblasenentzündung betroffen.
    • Therapie der Gallenblasenentzündung Bei der Gallenblasenentzündung wird unterschieden in konservative und operative Therapiemöglichkeiten. Bei den operativen Therapiemöglichkeiten der Gallenblasenentzündung wird der Gallenstein entfernt.
    • Komplikationen einer Gallenblasenentzündung Bei der Gallenblasenentzündung können mehrere Komplikationen auftreten. Zu den häufigsten Komplikationen der Gallenblasenentzündung zählt die Bauchspeicheldrüsenentzündung
  • Gallenblasenkrebs Der Gallenblasenkrebs ist eine Tumorart, die verhätnismäßig selten vorkommt. In vielen Fällen verursacht der GallenbLasenkrebs späte Symptome. Mehr zum Gallenblasenkrebs unter diesem Thema.
  • Gallangangskrebs
  • Gallensteine Als Gallensteine bezeichnet man Ablagerungen (Konkremente) in der Gallenblase (Cholezystolithiasis) oder den Gallengängen (Choleangiolithiasis). Die Bildung dieser Gallensteine beruht auf einer Veränderung der Gallezusammensetzung. Man unterscheidet cholesterinhaltige Steinen (ca. 90%) von bilirubinhaltige Steinen (ca. 10%).
    • Therapie von Gallensteinen Die Therapie des Gallensteine ist vielfältig. Gallensteine, die kaum oder keine Symptome auslösen bedürfen keiner Therapie. Eine Ausnahme stellen die Gallensteine dar, die besonders groß sind. Überschreiten die Gallensteine eine kritische Größe von 3 cm im Durchmesser, ist davon auszugehen, dass sie in absehbarer Zeit Symptome auslösen und zu einem Gallensteinleiden führen.
    • Diagnose von Gallensteinen Der Arzt wird bei der Diagnose Gallensteine zunächst versuchen anhand einer gezielten Fragestellung die Ursachen der vom Patienten beschriebenen Schmerzen/ Gallensteine herauszufinden. Darüber hinaus werden bei der Diagnose der Gallensteine bildgebende Verfahren eingesetzt.
    • Symptome bei Gallensteinen 75% der Gallensteine verursachen keine Symptome. Meist sind die Gallensteine zu klein oder verbleiben unauffällig in der Gallenblase. Die restlichen 25% der Gallensteine können entweder die Gallenblase nicht passieren, d.h. sie haben eine Größe, die einen Durchtritt in das Gallengangssystem unmöglich macht.
  • Gallensteinleiden Das Gallensteinleiden ist eine sehr häufige Erkrankung. Man geht davon aus, dass 15% aller Frauen und 7,5% aller Männer Träger von Gallensteinen sind. 75% verursachen aber keine Beschwerden, werden z.T. nicht entdeckt und müssen auch nicht behandelt werden. Symptomatische Steine werden meist mit Gallenblase durch laparoskopische Operationen entfernt. Ursache von Gallensteinen sind meist Alter, weibliches Geschlecht, Übergewicht, mangelnde Bewegung, cholesterinreiche und balaststoffarme Ernährung.
  • Gelbsucht Als Gelbsucht bezeichnet man eine nicht schmerzhafte Gelbfärbung der Haut, der Leder-, bzw. Bindehaut der Augen und der Schleimhäute. Sie entsteht, wenn der Bilirubingehalt im Körper auf Werte über 2 mg/dl ansteigt.Die Ursachen können entweder prähepatisch,intrahepatisch oder posthepatisch sein.
    • Therapie der Gelbsucht Als Gelbsucht bezeichnet man eine nicht schmerzhafte Gelbfärbung der Haut, der Leder-, bzw. Bindehaut der Augen und der Schleimhäute. Sie entsteht, wenn der Bilirubingehalt im Körper auf Werte über 2 mg/dl ansteigt.Die Ursachen können entweder prähepatisch,intrahepatisch oder posthepatisch sein. Es gibt unterschiedliche Therapieansätze die Gelbsucht zu behandeln. Im Vordergrund steht die Behandlung der Grunderkrankung.
  • Hepatitis Eine Hepatitis ist eine Entzündung der Leber. Es gibt unterschiedliche Ursachen für das Auftreten einer Hepatitis. Eine Hepatitis kann durch Viren, Medikamente, Alkohol u.a. hervorgerufen werden. Die Komplikationen einer Hepatitis werden durch den Funktionsausfall der Leber bestimmt.
    • Hepatitis A Die durch das Hepatitis-A-Virus verursachte Leberzellentzündung ist meisten harmlos. Die Hepatitis A ist eine so genannte Schmierinfektion, dessen Infektionsquelle der Kot von Infizierten darstellt (fäkal-oraler Übertragungsweg). Die Hepatitis A wird niemals chronisch und kann mittels einer Impfung gegen das Hepatitis-A-Virus einfach verhindert werden.
      • Symptome einer Hepatitis A Ca. die Hälfte der Hepatitis A Infektionen verlaufen nur mit diskreten Symptomen und hinterlassen keine gesundheitlichen Folgen. Die andere Hälfte der Erkrankten bekommen die im Folgenden beschriebenen Symptome einer Virushepatitis, die zwar in allen Ausprägungen auftreten können, wobei aber die fulminante Verlaufsform äußerst selten ist.
      • Ursachen einer Hepatitis A Hepatitis A ist eine entzündliche Lebererkrankung, die durch das Hepatitis A Virus (HAV) verursacht wird. Das Hepatitis A Virus wird fäkal-oral, über Schmier- oder Kontaktinfektion übertragen. Das Virus ist sehr umweltresistent und überlebt auch unter schlechten Bedingungen.
      • Impfung gegen Hepatitis A Man kann gegen eine Hepatitis A impfen. Es gibt zwei verschiedene Arten zu impfen: aktiv oder passiv. Bei der aktiven Impfung werden dem Körper Virusbestandteile gespritzt, gegen den er dann aktiv Antikörper bildet. Bei der passiven Impfung werden direkt Antikörper gegen das Hepatitis A Virus gespritzt.
    • Hepatitis B Die vom Hepatitis-B-Virus verursachte Hepatitis B ist eine meldepflichtige Leberentzündung. Bei ca. 90% der Infizierten mit Hepatitis B heilt die Erkrankung folgenlos aus. Komplikationen einer chronischen Hepatitis B Virusinfektion können eine Leberzirrhose und ein Leberzellkarzinom sein.
      • Impfung gegen Hepatitis B Seit 1995 ist eine Impfung gegen die Hepatitis B Erkrankung in Deutschland von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlen. Diese Empfehlung gilt für alle Säuglinge und Kleinkinder sowie für Personen, die sich einer Gruppe zuordnen lassen, in der ein vermehrtes Risiko besteht, sich mit dem Hepatitis B Virus zu infizieren.
      • Symptome einer Hepatitis B Die Symptome einer Hepatitis B Infektion verlaufen zunächst in ähnlicher Form einer Erkältung. Zu den Symptomen zählen Abgeschlagenheit, Appetitlosigkeit, Kopfschmerzen, Muskel und Gelenkbeschwerden. Im weiterem Verlauf der Erkrankung entwickeln sich Symptome einer Gelbsucht.
      • Therapie der Hepatitis B Die Hepatitis B bedarf nicht immer einer spezifischen Therapie. Absonsten in die Interferon-Therapie bei der Behandlung der Hepatitis B erfolgversprechend.
      • Ursachen einer Hepatitis B Die Ursachen der Hepatitis B Virus Übertragung erfolgt parenteral (wörtlich übersetzt: am Darm vorbei), d.h. über Blut und andere Körperflüssigkeiten wie etwa Sperma, Vaginalsekret oder Muttermilch. Besonders häufig kommen die Ursachen der Hepatitis B Infektionen daher in bestimmten Risikogruppen und bei der Entbindung vor.
    • Hepatitis C Die Hepatitis C ist eine Virusentzündung der Leber mit dem Hepatitis-C-Virus. Chronische Infektionsverläufe sind bei der Hepatitis C besonders häufig. Die Hepatitis C wird im Blut durch Antikörpernachweis diagnostiziert.
      • Symptome einer Hepatitis C Die Symptome einer Hepatitis C-Infektion sind sehr unterschiedlich. Im häufigsten Fall bleibt die Infektion symptomlos, es können aber auch grippeartige Beschwerden bis zur Gelbsucht und Leberversagen auftreten.
      • Ursachen einer Hepatitis C Hepatitis C ist eine entzündliche Erkrankung der Leber, die durch das Hepatitis C Virus (HCV) verursacht wird. Das Hepatitis C Virus wird parenteral (wörtlich übersetzt: am Darm vorbei) übetragen, also über Blut und andere Körperflüssigkeiten. Besonders häufig kommen Infektionen daher in bestimmten Risikogruppen vor, wie medizinisches Personal oder Drogenabhängige.
    • Hepatitis D Eine Hepatitis D kann nur im Zusammenhang mit einer Hepatitis B-Infektion auftreten, da dem Hepatitis D-Virus die Hülle zum Andocken fehlt und es das Hepatitis B-Virus als Helfer braucht. Die Infektion kann entweder gleichzeitig oder danach erfolgen. Die Symptome ähneln einer Hepatitis A, d.h. grippeartige Beschwerden, Übelkeit, Durchfall und Gelbsucht.
    • Hepatitis E Das Hepatitis E-Virus wird fäkal-oral übertragen, d.h. über verunreinigte Lebensmittel oder kontaminiertes Trinkwasser. Die Beschwerden einer Hepatitis E ähneln einer Infektion mit Hepatitis A-Virus. Das sind u.a. grippeartige Symptome, Übelkeit, Durchfall und Gelbsucht. Mittlerweile gibt es eine Impfung gegen Hepatitis E, bei der es sich um eine aktive Immunisierung handelt.
  • Homöopathie bei Erkrankungen der Leber Bei den verschiedenen Erkrankungen der Leber kann der Stoffwechsel und die Funktion positiv durch homöopathische Arzneimittel beeinflusst werden.
  • Leber Funktion Die Leber hat eine wichtige Ffnktion im menschlichen Organismus. Die Leber wird auch Entgiftungsorgan bezeichnet, da Sie giftige Stoffwechselprodukte eliminieren kann. Die regelhafte Funktion der Leber ist überlebenswichtig.
  • Leberfibrose Die Leberfibrose ist ein Symptom verschiedenster Grunderkrankungen. Sie ist nicht reversibel und kann in einer Zirrhose enden.
  • Leberinsuffizienz Unter einer Leberinsuffizienz versteht man eine Einschränkung der Stoffwechselfunktionen der Leber. Eine Leberinsuffizienz tritt sehr häufig im Rahmen chronischer Lebererkrankungen wie der alkoholischen Leberzirrhose oder chronischer Virushepatitiden auf, kann aber auch Ausdruck einer akuten, beispielsweise toxischen, Schädigung der Leber sein.
  • Leberkrebs Leberkrebs gehört in aller Regel zu den bösartigen Erkrankungen der Leber. In frühen Stadien ist durch verschiedene therapeutische Maßnahmen Heilung des Leberkrebses möglich.
  • Leberversagen Die maximale Ausprägung einer Leberinsuffizienz mit partiellem Verlust der Stoffwechselfunktionen nennt man Leberversagen. Das terminale Leberversagen mit komplettem Verlust der Stoffwechselfunktionen ist eine lebensbedrohliche Situation, die einer sofortigen Therapie, je nach der dafür verantwortlichen Grunderkrankung, bedarf.
  • Leberzirrhose Die Leberzirrhose ist eine schwere Erkrankung der Leber die mit zahlreichen Begleiterkrankungen wie Gerinnungsstörungen und Flüssigkeitsverteilungsstörungen. Die häufigsten Ursachen für eine Zirrhose sind die Virushepatitis und die alkoholbedingte Leberzirrhose. Weitere Urachen sind Autoimmun und Stoffwechselerkrankungen.
    • Symptome einer Leberzirrhose Die Leberzirrhose ist eine schwere Erkrankung der Leber die mit zahlreichen Begleiterkrankungen wie Gerinnungsstörungen und Flüssigkeitsverteilungsstörungen. Die häufigsten Ursachen für eine Zirrhose sind die Virushepatitis und die alkoholbedingte Leberzirrhose. Weitere Urachen sind Autoimmun und Stoffwechselerkrankungen. Die Symptome der Leberzirrhose sind anfangs Müdigkeit und Leistungsminderung. In den fortgeschrittenen Stadien kommt die Gelbsucht hinzu. Diagnostische Maßnahmen wie die Sonographie, Computertomographie und die Labordiagnostik geben Auskunft über die Schwere der Lebererkrankung und können die Diagnose einer Leberzirrhose sichern. Schließlich kann eine Biopsie die endgültige Diagnose sichern.
    • Therapie der Leberzirrhose Die Leberzirrhose ist eine schwere Erkrankung der Leber die mit zahlreichen Begleiterkrankungen wie Gerinnungsstörungen und Flüssigkeitsverteilungsstörungen. Die häufigsten Ursachen für eine Zirrhose sind die Virushepatitis und die alkoholbedingte Leberzirrhose. Weitere Ursachen sind Autoimmun und Stoffwechselerkrankungen. Die Symptome der Leberzirrhose sind anfangs Müdigkeit und Leistungsminderung. In den fortgeschrittenen Stadien kommt die Gelbsucht hinzu. Diagnostische Maßnahmen wie die Sonographie, Computertomographie und die Labordiagnostik geben Auskunft über die Schwere der Lebererkrankung und können die Diagnose einer Leberzirrhose sichern. Schließlich kann eine Biopsie die endgültige Diagnose sichern. Die Therapie der Leberzirrhose richtet sich nach der Zirrhose auslösenden Grunderkrankung des Menschen. Prognostisch sterben 50% der Leberzirrhotiker innerhalb der ersten 5 Jahren wenn sie weiterhin trinken. Kommen noch Begleiterkrankungen dazu steigt die Sterblichkeit auf 75%.
  • Morbus Wilson Morbus Wilson ist eine genetisch Erkrankung, bei der es aufgrund einer Störung im Kupferstoffwechsel zu einer verstärkten Einlagerung von Kupfer in unterschiedlichen Organen kommt. Der Morbus Wilson führt zu einer fortschreitenden Schädigung der betroffenen Organe und kann zum Tode führen.
  • Pfortaderhochdruck Bei einem Pfortaderhochdruck (Portale Hypertension) handelt es sich um einen chronisch erhöhten Druck in der Pfortader (Vena portae). Diese Druckerhöhung entsteht durch eine Behinderung des Blutflusses durch die Pfortader bzw. die Leber, was verschiedene Ursachen haben kann. In 80% der Fälle ist eine Leberzirrhose die Ursache, die wiederum in den meisten Fällen durch Alkoholmissbrauch verursacht wird.
  • Primär biliäre Zirrhose Eine Primär biliäre Zirrhose handelt ist eine chronische cholestatische Erkrankung der Leber, bei der von einer Autoimmunentstehung ausgegangen wird.
  • Leberschmerzen - Was steckt dahinter, und was hilft dagegen? Die Leber ist für die nahrungsabhängige Speicherung Freisetzung und Umwandlung von Fetten und Zucker verantwortlich. Des weiteren ist die Leber für die Ausscheidung und Entgiftung körpereingener und medikamentöser Giftstoffe verantwortlich. Leberschmerzen können bedingt sein durch eine Fettleberhepatitis durch zu hohen Alkoholkonsum.
  • Erhöhte Leberwerte Leberwerte werden in der Regel als Routinelabor bei Gesundheitsuntersuchungen abgenommen. Oder immer dann, wenn die Vermutung nahe liegt, dass die Leber erkrankt sein könnte. Es gibt drei Leberwerte, die regelmäßig und auch routinemäßig abgenommen werden. Man fasst sie auch unter den Transaminasen zusammen.
  • Leberwerte Bei Leberwerten handelt es sich um Laborwerte, die im Rahmen einer Blutentnahme bestimmt werden können und die den Zellen der Leber entstammen. Sie können Auskunft über mögliche Erkrankungen oder Veränderungen der Leber geben, weswegen bei einer Erhöhung eine weitere Abklärung erfolgen sollte. Auch der übermäßige Konsum von Alkohol kann zu einem Anstieg der Leberwerte führen.
Autor: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 21.03.2017
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