Tumor

Synonyme

Krebs, Krebserkrankung, Onkologie, maligner Tumor, Geschwulst

Englisch: cancer

Definition

Medizinsch bezeichnet man die Fachrichtung, die sich mit Krebs, bzw. einer Tumorerkrankung befasst als Onkologie.
Der Fachbereich der Onkologie therapiert im wesentlichen bösartige Krebserkrankungen, die in allen Bereichen des menschlichen Körpers auftreten können und somit auch alle medizinischen Fachbereiche betreffen können.

Lesen Sie mehr zu diesem Thema unter: Chronische Erkrankung

Unter den Bezeichnung „Krebs“ (engl.: cancer) fallen alle Erkrankungen, die auf eine unkontrollierte Zellteilung in Geweben oder Organen zurückzuführen sind. Im Bereich der Tumore, der Geschwulste, unterscheidet man zwischen gut- und bösartig, d.h. zwischen benigne und maligne.

Dabei liegt der Unterschied zwischen beiden Formen darin, dass bösartige Tumore sich ungebremst vermehren und somit in umliegende Gewebe, sowie Blutbahnen und Lymphgefäße eindringen.
Von diesem Standpunkt aus erreichen sie über den Blutweg und den Lymphstrom andere Organe, in die sie ebenfalls eindringen können. Geschieht dies, spricht man von so genannten Metastasen, die auch als Tochtergeschwulst bezeichnet werden.
Vereinfacht könnte man sagen, dass bösartige Tumore keine Zellgrenzen anerkennen und somit ihren Wachstum bei Kontakt mit anderen Zellen nicht einstellen. Sie dringen “invasiv” in andere Organe und Gewebe ein.

Wichtiger Hinweis

Wichtige Informationen zur Tumorentstehung:
Alle hier gegebenen Informationen sind nur allgemeiner Natur, eine Tumortherapie gehört immer in die Hand eines erfahrenen Onkologen / Onkologie!!!


Statistik

Im Hinblick auf die Statistik ist zu sagen, dass prinzipiell alle Altersgruppen von Krebs betroffen sein können. Bei genauerer Erhebung kann man allerdings zwei so genannte Häufigkeitsgipfel erkennen, die sich zum einen im Entwicklungsbereich Kindheit / Jugend, zum anderen im Bereich Alter manifestieren.

Betrachtet man die Zahl der jährlichen Neuerkrankungen im innerdeutschen Raum, lässt sich allerdings aufzeigen, dass die meisten Neuerkrankungen im Alter von über 60 Jahren auftreten. Die Zahl der Neuerkrankungen in diesem Altersbereich liegt bei circa 75% aller etwa 340.000 Neuerkrankungen, somit bei etwa 255.000 jährlichen Neuerkrankungen.

Somit entfällt auf die unter 60 – jährigen ein Anteil von 25%, wovon ein nicht unerheblicher Anteil – wie bereits oben erwähnt auf Kinder und Jugendliche entfällt, die am häufigsten dann von Leukämien, Hirntumoren, Tumoren des Rückenmarks, bzw. Lymphknotenkrebs betroffen sind.

In Deutschland erkranken jährlich etwa 173.000 Frauen an Krebs, am häufigsten an Brustkrebs (ca 25%).

Männer erkranken am häufigsten am Prostatakarzinom. Prostatakrebs gilt somit als das häufigste Tumorleiden des Mannes.

Die durchschnittliche Heilungsquote eines Krebspatienten liegt bei etwa 30%. Davon entfallen auf die Behandlung durch Operation und Strahlentherapie, man spricht von einer so genannten lokoregionären Therapie („Stahl und Strahl“) etwa 90 %. Die restlichen 10 % entfallen dabei auf Therapieabweichungen, die individuell angepasst werden müssen.

Krebsauslöser

Immer wieder hört man davon, dass bestimmte Faktoren als krebsauslösend einkategorisiert werden. Nachfolgend sollen nun diverse Auslöser aufgezeigt werden, die nachgewiesen, also gesichert Krebs auslösen können.

Zu diesen gesicherten Krebsauslösern gehören:

  • bestimmte Strahlungen, darunter (radioaktive Strahlung, ultraviolettes Licht, Röntgenstrahlen)
  • mutagene (Gene verändernde) Chemikalien, u.a. 3,4 Benzpyren, Aflatoxine, freie Radikale
  • Viren: HIV-Viren, Epstein-Barr-Viren (EBV), Hepatitis B und Hepatitis C Viren
  • Zusammenhang zwischen gewissen (Ernährungs-) gewohnheiten und bestimmten Krebserkrankungen (Raucher)
  • Psychische Ursachen kommen als Kofaktoren in Frage (Beispielsweise statistische Häufung von Kindesverlust bei Prostatakarzinomen)

Formen von Krebs mit den unterschiedlichsten krebsauslösenden Faktoren wurden schon früh dokumentiert. Nachfolgend soll aufgezeigt werden, welche Krebsarten unter Umständen bedingt durch den Beruf hervorgerufen werden können.

 

Krebsauslöser mit Entdeckungsjahr und Art:

Jahr der Beschreibung | Krebsart | Beruf

1775 | Hodenkrebs | Schornsteinfeger (Kontakt mit Ruß)

1820 | Hautkrebs | Braunkohlearbeiter

1879 | Lungenkrebs | Bergleute

1894 | Hautkrebs | Seeleute

1895 | Blasenkrebs | Arbeiter mit Kontakt zu Fuchsin

1902 | Hautkrebs | Röntgen-Personal

1912 | Lungenkrebs | Berufe mit Chromat-Kontakt

1922 | Skrotal- und Hautkrebs | Berufe mit Kontakt zu Schieferölen

1928 | Leukämie | Berufe mit Kontakt zu Benzen

1933 | Nasen- und Lungenkrebs | Berufe mit Kontakt zu Nickel

1933 | Lungenkrebs | Berufe mit Kontakt zu Asbest

1938 | Pleuramesotheliom | Berufe mit Kontakt zu Asbest

1954 | Peritonealmesotheliom | Berufe mit Kontakt zu Asbest

1972 | Lungenkrebs | Berufe mit Kontakt zu Haloether

1974 | Leberangiosarkom | Berufe mit Kontakt zu Vinylchlorid

Entstehung

Zellen besitzen die Fähigkeit zu Stoffwechselleistungen, Reizbeantwortung und Reduplikation. Sie gelten als die kleinste Bau- und Funktionseinheit eines Organismus. Normalerweise sind sowohl die Wachstums- als auch die Differenzierungs- und Reparaturvorgänge der einzelnen Zellverbände so aufeinander abgestimmt, dass das Überleben des Körpers und somit auch die Reproduktion der Gene gewährleistet ist. Jede Form der Zellteilung beispielsweise geschieht aus einem ganz bestimmten Grund.

Beispielartig sei hier die Möglichkeit des körpereigenen Wundverschlusses genannt, die ganz gezielt abläuft: Tritt eine Wunde auf, reagiert der Körper mit einer vermehrten Produktion so genannter Reparaturzellen. Sobald die Wunde verschlossen ist, wird diese Produktion normalisiert.

Die Fähigkeit, auf körpereigene Bedürfnisse zu reagieren, Produktionen zu starten und wiedereinzustellen, sind bei so genannten Krebszellen in dieser Form nicht mehr vorhanden. Die Zellverbände kommunizieren nicht mehr ordnungsgemäß miteinander.
Exemplarisch für „normale Zellen“ ist die so genannte Kontaktinhibition. Dies beschreibt die Fähigkeit von Zellen, einen Wachstumsstopp einzuleiten, sobald Zellen aneinander stoßen. Um nähere Informationen zu erhalten, klicken Sie hierzu auf meine Doktorarbeit zur Kontaktionhibition). Zusammenfassend bedeutet dies, dass der genetische Code für die Information: „Wachstumsstopp“ abhanden gekommen ist.

Aus unterschiedlichen Gründen ist das körpereigene Immunsystem in der Regel nicht dazu in der Lage, das unkontrollierte Wachstum der Zellen zu attackieren. Dies bedeutet, dass aus einzelnen Krebszellen ein zunächst örtlich begrenzter Tumor entstehen kann, der dann auch Gewebs-, bzw. Organgrenzen überwinden kann und eventuell sogar über Blut- und Lymphgefäße metastasiert.

Malignitätskriterien

Wie bereits oben erwähnt unterscheidet man zwischen gut- und bösartigen, d.h. zwischen benignen und malignen Tumoren. Nachfolgend sollen Kriterien aufgeführt werden, die die Abgrenzung zwischen den beiden Tumorformen verdeutlichen.

  • Das umgebende Gewebe, eventuell auch Gefäße sind von Krebszellen befallen, bzw. zerstört worden.
  • Eine Anaplasie des Tumorgewebes ist feststellbar. Unter Anaplasie versteht man den Übergang höher differenzierter („normaler“) Zellen in weniger differenzierte („Krebszellen“). Prinzipiell bedeutet dies, dass histologisch betrachtet die Spezialisierung der einzelnen Zellen mehr und mehr aufgehoben wird. Eine Anaplasie hat demnach zur Folge, dass wesentliche Eigenschaften des „normalen“ Gewebes nicht mehr vorhanden sind.
  • Anaplasie der Zellkerne. Die Zellkerne unterscheiden sich in ihrem Aussehen von den ursprünglichen Zellkernen, was unter anderem auf die häufiger stattfindende Zellteilung, zum anderen aber auch auf die geringere Spezialisierung (siehe oben) zurückzuführen ist.

Metastasierung (Absiedlung in andere Organe) durch die fehlende Kontaktinhibition (siehe oben).

Allgemeine Therapieansätze

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Krebs zu behandeln. Dabei kann nie stereotyp vorgegangen werden. Immer muss individuell entschieden werde, welche Behandlungsform für das Krankheitsbild in Frage kommen kann. Aus diesem Grund sollen hier nur Möglichkeiten zur Behandlung von Krebs vorgestellt werden. Welche Behandlungsform dabei individuell in Frage kommt, können nur behandelnde Ärzte beantworten. Auch Kombinationen verschiedener Therapieansätze sind denkbar.

Allgemeine Behandlungsmöglichkeiten bei Krebs:

  • Operation: Der lokalisierte Tumor wird entfernt. Um sicher zu gehen, dass Tumorzellen noch nicht in umliegende Gebiete eingedrungen sind, werden meistens benachbarte Lymphknoten mit entfernt.
  • Bestrahlung: Hierbei unterscheidet man zwischen verschiedenen Bestrahlungsformen. Folgende Formen sind möglich.
    • Bestrahlung mit radioaktiven Strahlen (durch radioaktives Jod)
    • mit Röntgen-Strahlen
    • mit Mikrowellen (Aufheizung des betroffenen Gewebes)
  • Medikamentenbehandlung:
    • Zytostase ("Chemotherapie")
    • Hormontherapie, z.B. Testosteronentzug beim Prostatakarzinom
    • Hemmung des Blutgefäßwachstums
    • Immuntherapie zur Steigerung der körpereigenen Immunkräfte, um Tumorzellen zu bekämpfen (= Immunantwort auf die Tumorzellen).
  • Palliative (unterstützende Behandlung)
    • Besserung des Allgemeinbefindens durch Schmerzbehandlung
    • Ausreichende Ernährung
    • Hemmung des Knochenabbaues
    • Steigerung der Blutbildung im Knochenmark
      Lesen Sie mehr zum Thema unter: Palliativmedizin
  • Alternative Behandlungsmethoden (umstritten)

Betrachtet man alle Krebsformen, so liegt die derzeitige Heilungsrate bei Krebs bei ca. 30 %. Nicht jede Krebsdiagnose bedeutet: 30 % Heilungschance, denn solange eine Krebskrankheit örtlich begrenzt bleibt, erhöhen sich die Heilungschancen deutlich. Leider könne sich Heilungschancen auch verringern. Dies ist unter Umständen dann der Fall, wenn der Tumor sich bereits über den Blut-, bzw. Lymphweg hinweg in mehrere Organen ausgebreitet hat (Streuung; Metastasierung).

Allgemeine Krebsvorbeugung

Es gibt Möglichkeiten allgemeiner Krebsvorbeugung, die jeder Mensch selbst treffen kann. Leider kann man nicht behaupten, dass bei strikter Einhaltung der vorbeugenden Maßnahmen Zellen nicht entarten. Man kann aktiv allerdings das Risiko verringern, indem man folgende Aspekte beachtet:

  • Einstellen des Rauchens. Wie man mittlerweile auf allen Zigarettenpackungen lesen kann, ist das Rauchen in vielerlei Hinsicht schädlich. Rauchen ist vor allen Dingen aber die Hauptursache für die Erkrankung an Lungenkrebs. Darüber hinaus gefährden Raucher die Gesundheit der sie umgebenden Mitmenschen, die sofern sie selbst nicht rauchen zu Passivrauchern werden.
  • Auch der Verzehr von Alkohol kann Krebs erzeugen. Von einer Gefährdung sind besonders jene Menschen betroffen, die regelmäßig und über die Maßen hinweg Alkohol konsumieren. Unter Umständen kann sich eine dosierte Menge Alkohol günstig auf die Herzkranzgefäße auswirken und somit dem Herzinfarkt vorbeugen.
  • Übergewicht und falsche Ernährung:
    • Erhöhen Sie Ihren täglichen Verzehr an frischem Obst und Gemüse sowie an ballaststoffreichen Getreideprodukten.
    • Vermeiden Sie Übergewicht; sorgen Sie für mehr körperliche Bewegung und begrenzen Sie die Aufnahme fettreicher Nahrungsmittel (Darmkrebs).
  • Vermeidung von zu viel Sonnenlicht (Hautkrebs), vor allen Dingen ohne ausreichenden Sonnenschutz. Aus diesen Gründen sollte eine übermäßige Sonnenbestrahlung genauso vermieden werden wie Sonnenbrände; dies gilt insbesondere für Kinder.

Oben konnten Sie bereits erkennen, dass ggf. bestimmte Berufsgruppen krebserregenden Stoffen ausgesetzt sind / waren. Mittlerweile wurden viele Maßnahmen, in Form von Verhaltensmaßnahmen, Warnhinweisen, etc. ergriffen, um dies zu vermeiden. Es liegt in Ihrem Interesse, diese Warnungen Ernst zu nehmen. Schützen Sie sich vor krebserregenden Stoffen und halten Sie die Sicherheitsmaßnahmen strikt ein!

Krebsfrüherkennung

Die Heilungschance jeder Krebsform steigt, umso früher der Krebs diagnostiziert wurden. Für Frauen und Männer gibt es verschiedene Vorsorgeuntersuchungen, die ab einem bestimmten Zeitpunkt regelmäßig durchgeführt werden sollten.

Bei der Frau betreffen diese Vorsorgeuntersuchungen beispielsweise die gynäkologische Fachrichtung: Abstrich vom Gebärmutterhals als Früherkennungsuntersuchung auf den Krebs des Gebärmutterhalses, das Abtasten der Brust (regelmäßig auch in Eigenregie; selbst!) und damit ab einem bestimmten Alter verbunden: die Mammographie-Vorsorgeuntersuchungen.


Auch Männer sollten regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen durchführen lassen. Zu den häufigsten Untersuchungen zählen dabei die Untersuchung auf Blut im Stuhl und das Abtasten der Prostata.

Unabhängig vom Geschlecht ist die Vorsorgeuntersuchung für Darmkrebs ab einem bestimmten Alter wichtig. Informieren Sie sich – sofern noch nicht geschehen – bei Ihrem Hausarzt über entsprechende Vorsorgeuntersuchungen.

Lesen Sie mehr zum Thema: Wie erkennt man Darmkrebs?

Wie bereits kurz angesprochen, ist die Eigendiagnose stets sehr wichtig. Meist erkennt ein Patient selbst, dass mit ihm „etwas nicht stimmt“. Spätestens dann ist ein Arztbesuch ist empfehlenswert, wenn...

  • ... eine ungewöhnliche Schwellung bemerkt wird.
  • ... eine Wunde nicht abheilt.
  • ... Ihnen Veränderungen beispielsweise an einem Muttermal auffallen (veränderte Größe, Form oder Farbe).
  • ... Ihnen Veränderungen beim Stuhlgang oder beim Urinieren auffallen.
  • ... Sie unbegründet Gewicht verlieren
  • ... Sie einen Knoten im Brustbereich ertasten.

Fachbereich

Der Fachbereich, der sich medizinisch mit Tumorerkrankungen befaßt wird als Onkologie bezeichnet.

Häufig vorkommende Knochentumore (gutartig und bösartig):

Muttergewebe Knorpel

Benigne Tumore:

Maligne Tumore:

Muttergewebe Knochen

Benigne Tumore:

Maligne Tumore:

Tumor-like Lession:

  • Fibröse Dysplasie
  • Juvenile Knochenzyste
  • Aneurysmatische Knochenzyste

Muttergewebe Knochenmark

Benigne Tumore:

Maligne Tumore:

Muttergewebe ungeklärt

Benigne Tumore:

  • Riesenzell-Tumor

Maligne Tumore:

  • Riesenzell-Tumor

Knochentumore

Plasmozytom

Ein multiples Myelom, was auch synonym als Plasmozytom bezeichnet wird, ist eine bösartige Erkrankung (Tumor) der B - Lymphozyten, die zu den weißen Blutkörperchen gehören..

Die B-Lymphozyten sind Bestandteil des menschlichen Abwehrsystems und kommen vorwiegend in den Lymphknoten und im Blut vor.

Das Plasmozytom gehört nach Definition zu den Non-Hodgkin-Lymphomen mit niedriger Malignität (Bösärtigkeit) und zeichnet sich durch Bildung von fehlerhaften Immunglobulinen aus.
Weitere Inofrmationen finden Sie unter unserem Thema: Plasmozytom

Morbus Paget

Bei dem Morbus Paget handelt es sich um eine lokalisiert auftretende Osteopathie (= Knochenerkrankung). Im Rahmen dieser Erkrankung kommt es zu übermäßigem Knochenumbau. Dieser Umbau führt letztlich zu einer abnormen Knochenstruktur. Durch diese Knochenumbauten und abnormen Knochenstrukturen werden die betroffenen Knochen anfällig für Brüche und Deformationen.

Das Krankheitsbild des Morbus Paget kann ab dem 40. Lebensjahr in Erscheinung treten, das Durchschnittsalter liegt bei 60 Jahren. Da die Erkrankung in der Regel keine besonderen oder „typischen“ Beschwerden hervorruft, wird sie in den meisten Fällen „zufällig“ diagnostiziert.

Zu Beginn der Erkrankung lässt sich eine erhöhte Aktivität der so genannten Osteoklasten (= Zellen, die Knochensubstanzen abbauen) nachweisen.

Man unterscheidet einen asymptomatischen und einen symptomatischen Verlauf der Erkrankung. Unter einem asymptomatischen Verlauf versteht man, dass die Erkrankung als so genannter „Zufallsbefund“ diagnostiziert wurde und kein Hauptmanifestationsort fest gemacht werden kann. Patienten mit einem symptomatischen Verlauf haben Schmerzen insbesondere am Stütz- und Bewegungsapparat (besonders: Wirbelsäulenbeschwerden).
Weitere Informationen finden Sie unter: Morbus Paget

Osteosarkom

Das Osteosarkom ist der häufigste bösartige Knochentumor überhaupt und kommt besonders häufig im Wachstumsalter (10. bis 25. Lebensjahr), aber kommt auch bei Älteren vor.
Besonders häufig sind die Wachstumsfugen der langen Röhrenknochen betroffen. Typische Lokalisationen sind das Kniegelenk, Elle und Speiche, die Wirbelsäule und der Gesichtsschädel.
Weitere Informationen finden Sie unter: Osteosarkom

Ewing-Sarkom

Bei dem Ewing-Sarkom handelt es sich um einen vom Knochenmark ausgehenden Knochentumor, der zwischen dem 10. und 30. Lebensjahr auftreten kann. Hauptsächlich betroffen sind meist nur Kinder und Jugendliche bis zum 15. Lebensjahr. Das Ewing – Sarkom tritt seltener auf als das Osteosarkom.

Lokalisiert ist das Ewing – Sarkom in den langen Röhrenknochen (Femur und Tibia), sowie im Becken oder den Rippen. Prinzipiell können aber alle Knochen des Rumpf- und Extremitätenskeletts betroffen sein, eine Metastasierung vor allem in den Lungenflügeln ist möglich.
Weitere Informationen finden Sie unter: Ewing - Sarkom

Osteoidosteom

Bei einem Osteoidosteom handelt es sich um eine gutartige Tumorveränderung des Skeletts.
IM Röntgenbild zeigt sich typischerweise eine örtliche Knochenverdichtung im Bereich des harten Röhrenknochens mit einem zentralen Hohlraum (Nidus). Charakteristisch werden nächtliche Schmerzen, die gut auf Aspirin ansprechen beschrieben.
Weitere Informationen finden Sie unter: Osteoidosteom

Osteochondrom

Das Osteochondrom ist der häufigste gutartige Knochentumor. In den meisten Fällen geht er von der Wachstumsfuge aus und bildet knollenförmige Knochenauswüchse aus hartem Knochenmaterial (Kortikalis), der von einer Kappe mit hyalinem Knorpel überzogen ist.
Weitere Informationen finden Sie unter: Osteochondrom

Osteosarkom

Das Chondrosarkom ist ein bösartiger Tumor, der sich von Knorpelzellen ableitet.

In seltenen Fällen kann ein Chondrosarkom auch an verschiedenen Stellen gleichzeitig auftreten. In diesen Fällen spricht man von einer Chondrosarkomatose.

Nach dem Osteosarkom ist das Chondrosarkom der häufigste maligne (bösartige) Knochentumor.
Weitere Informationen finden Sie unter: Chondrosarkom

Enchondrom

Ein Enchondrom ist ein Tumor aus ausgereiften Knorpelzellen, der in die Markhöhle (weiche Anteil des Knochens) einwächst. Die Dignität (Gut- oder Bösartigkeit) der Chondrome ist unterschiedlich, mit der generellen Regel: je stammnäher der Sitz des Tumors, um so malignitätsverdächtiger. Ca. 2 Drittel aller Enchondrome findet man im Bereich der Hand.
Die multiple Enchondromatose wird als Entwicklungs- und Verkalkungstörung angesehen und gilt somit als geschwulstartige Gewebsfehlbildung (tumor-like-lesion). Die Entartungsrate zu sekundären Chondrosarkomen ist hoch. Sonderformen: Ollier'sche Krankheit (bei halbseitiger Form des Chondrombefalles) und das Mafucci-Syndrom bei gleichzeitigem Auftreten multipler kleiner Hämangiome.
Weitere Informationen finden Sie unter: Enchondrom

Muskeltumore

Rhabdomyosarkom

Unter einem Rhabdomyosarkom versteht man ein seltenes Weichteilsarkom, dessen Ursprung in der quergestreiften Muskulatur (rhabdo = Querstreifung; Myo- = Muskel) ausgeht. Es handelt sich bei dem Rhabdomyosarkom um eine (Unter-) Form des Sarkom, welches man nach Knochen-, Weichteil- oder Bindegewebskrebs einkategorisiert.
Weitere Informationen finden Sie unter unserem Thema: Rhabdomyosarkom

Tumor Gynäkologie

Brustkrebs

Bei dem Brustkrebs (Mammakarzinom) handelt es sich um eine bösartige Geschwulst (maligner Tumor) der weiblichen oder männlichen Brust.
Der Brustkrebs kann entweder von den Ausführungsgängen der Drüsen (Milchgänge = duktales Karzinom) oder aber von dem Gewebe der Drüsenläppchen (lobuläres Karzinom) ausgehen
Weitere Informationen finden Sie unter unserem Thema: Brustkrebs

Eierstockkrebs

Bei dem Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom) handelt es sich um eine bösartige (maligne) Geschwulst der Eierstöcke, die einseitig oder auch beidseits auftreten kann.
Man unterscheidet die Art vom Eierstockkrebs anhand seines feingeweblichen (histologischen) Bildes. Somit unterteilt man die Tumoren in epiheliale Tumoren, Keimzelltumoren sowie Keimstrang – und Stromatumoren.
Weitere Informationen finden Sie unter: Eierstockkrebs

Gebärmutterhalskrebs

Dieser Tumor / Krebs, im stellt den zweit häufigsten Tumor nach dem Brustkrebs bei der Frau dar. 20% aller neu aufgetretenen Krebserkrankungen ist der Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom).
Ursächlich wird angenommen, dass der Gebärmutterhalskrebs durch Warzenviren (Humane Papilloma Virus) ausgelöst wird.
Weitere Informationen finden Sie unter: Gebärmutterhalskrebs

Tumor Innere Medizin

Bauchspeicheldrüsenkrebs

Der Bauchspeicheldrüsenkrebs = Pankreaskarzinom (duktales Adenokarzinom der Bauchspeicheldrüse) ist der mit Abstand häufigste Krebs der Bauchspeicheldrüse. Er gehört zur den bösartigen Neubildungen (Neoplasien). Gutartige Geschwulste (zu denen beispielsweise das seröse Zystadedom zählt) oder andere bösartige Formen (muzinöses Zystadenokarzinom, Azinuszellkarzinom) sind sehr selten.
Meistens tritt der Bauchspeicheldrüsenkrebs im vorderen Bereich, dem sog. Kopf der Bauchspeicheldrüse, auf (siehe Anatomie der Bauchspeicheldrüse (Pankreas)).
Weitere Informationen finden Sie unter unserem Thema: Bauchspeicheldrüsenkrebs.

Darmkrebs

Der Darmkrebs ist ein bösartig entartetes, unkontrolliert wachsendes Geschwulst, das von den Zellen der Dickdarmschleimhaut hervorgeht.
In den meisten Fällen entwickelt sich der Darmkrebs im Bereich des Dickdarms.
Weitere Informationen finden Sie unter unserem Thema: Darmkrebs

Lesen Sie mehr zum Thema unter: Dickdarmkrebs Symptome

Magenkrebs

Der Magenkrebs (Magenkarzinom) ist die bei Frauen fünfthäufigste und bei Männern die vierthäufigste Krebsart. Das Magenkarzinom ist eine bösartig entartete, unkontrolliert wachsende Geschwulst, die von den Zellen der Magenschleimhaut abstammt. Als Ursachen für Magenkrebs werden unter anderem Nitrosamine aus der Nahrung, Nikotin und Helicobacter-pylori diskutiert.
Der Tumor verursacht in den meisten Fällen erst spät Beschwerden, wenn er bereits weit fortgeschritten ist. Durch die späte Diagnose wird der Magenkrebs oft auch erst spät behandelt, so dass diese Krebsart eine recht ungünstige Prognose für die Patienten hat.
Weitere Informationen erhalten Sie unter unserem Thema: Magenkrebs

Nierenkrebs

Bei fast allen Nierentumoren handelt es sich um sogenannte Nierenzellkarzinome. Diese bösartigen Tumoren (Malignome) sind relativ unempfindlich gegen eine Chemotherapie und können einen sehr unterschiedlichen Verlauf nehmen. Beim Nierenkrebs handelt sich meistens um einen Tumor des älteren Patienten (meist zwischen 60 und 80 Jahren).
Weitere Informationen finden Sie unter: Nierenkrebs

Speiseröhrenkrebs

Der Speiseröhrenkrebs (Speiseröhre = Ösophagus) ist eine bösartige, unkontrollierbar schnell wachsende Geschwulst, die von den Zellen der Speiseröhrenschleimhaut abstammt.
In 80-90% der Fälle besteht ein Zusammenhang zwischen einem jahrelangen Genuss von hochprozentigem Alkohol (Alkoholabusus) und dem Konsum von Zigaretten. Das Ösophaguskarzinom kann außerdem aus einem Barett-Ösophagus entstehen, welcher eine Folge der Refluxkrankheit (chronischem Sodbrennen) ist. Der Tumor verursacht erst spät Beschwerden, wenn er bereits weit fortgeschritten ist. Durch die späte Diagnose hat diese Krebsart eine sehr schlechte Prognose für die Patienten.
Weitere Informationen finden Sie unter: Speiseröhrenkrebs

Tumor HNO

Stimmlippenkrebs

Der Stimmlippenkrebs (Stimmlippenkarzinom) ist eine bösartige (maligne) Tumorerkrankung der Stimmlippen. Eines der hauptsächlichen Krankheitszeichen (Symptome) ist die Heiserkeit.
Da der Stimmlippenkrebs eine relativ gute Prognose besitzt, kann durch eine frühzeitige Entdeckung eine Heilung erreicht werden!
Weitere Informationen finden Sie unter: Stimmlippenkrebs

Zungenkrebs

Der Zungenkrebs beschreibt ein bösartigen, seltenen Tumor, der von der Zunge ausgeht. Die Schleimhaut der Zunge besteht aus unverhorntem Plattenepithel. Da die meisten Tumore daraus entstehen, werden die Zungentumore als Plattenepithelkarzinome bezeichnet.
Mehr zum Thema Zungenkrebs

Kein Tumor

Osteomyelitis

Die Osteomyelitis (Mehrzahl Osteomyelitiden) ist eine infektiöse Entzündung eines Knochens. Meist ist auch die Knochenhaut (Periost) in die Entzündung miteinbezogen. Ursachen sind offene Knochenbrüche und Operationen am Skelett, die zur Kontamination mit Bakterien führen. Die Einschwemmung von Erregern über den Blutweg oder die Fortleitung eines benachbarten Infektionsherdes sind seltenere Auslöser. Neben bakteriellen Osteomyelitiden treten in seltenen Fällen auch solche von Pilzen und Viren verursachte auf. Die aktute Erkrankung kann bei nicht angemessener Therapie chronisch werden und zu sehr langwierigen Verläufen führen.
Weitere Informationen finden Sie unter: Osteomyelitis

Angioblastome

Das Angioblastom/ Hämangioblastom wächst typischerweise gemeinsam mit der großen Zyste, die an der Wand den eigentlichen Tumor als kleinen soliden Anteil beinhaltet.
In der mitwachsenden Zyste ist eine Flüssigkeit enthalten und diese können zu mehreren als sogenannte Syringen im Bereich des Rückenmarks auftreten.
Weitere Infos zum Thema Angioblastom

Therapieansätze

Strahlentherapie

Einer von verschiedenen Therapieansätzen in der Tumortherapie ist die sogenannte Strahlentherpie.
Bei der Strahlentherapie werden erbgutschädigende Strahlen eingesetzt, die besonders suf sich schnell teilende Zellen eine schädigende Wirkung besitzen.
Daher kann die Strahlentherapie gut bei schnell wachsenden Tumoren, aber auch als Nachbestrahlung zur Vernichtung sogenannter Mikrometastasen angewendet werden.

Mehr Informationen zu diesem Thema erhalten Sie unter: Strahlentherapie

Alle Themen aus dem Bereich Tumor

Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 12.07.2017
Für Sie passende Themen
Ihre Meinung ist uns wichtig

Dr-Gumpert.de ist ein Projekt, das mit viel Engagement vom Dr-Gumpert.de Team betrieben wird. Im Vergleich zu anderen Seiten ist vielleicht nicht alles so perfekt, aber wir gehen persönlich auf alle Kritikpunkte ein und versuchen die Seite stets zu verbessern.
An dieser Stelle bedanken wie uns bei allen Unterstützern unserer Arbeit.
Wenn Ihnen diese Seite gefallen hat, unterstützen auch Sie uns und drücken Sie: