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Speiseröhrenkrebs

Alle hier gegebenen Informationen sind nur allgemeiner Natur, eine Tumortherapie gehört immer in die Hand eines erfahrenen Onkologen !!!

Synonyme

Ösophaguskarzinom, Ösophagustumor, Speiseröhrentumor, Ösophagus - Ca, Barett-Karzinom

Definition

Der Speiseröhrenkrebs (Speiseröhre = Ösophagus) ist eine bösartige, unkontrollierbar schnell wachsende Geschwulst, die von den Zellen der Speiseröhrenschleimhaut abstammt.
In 80-90% der Fälle besteht ein Zusammenhang zwischen einem jahrelangen Genuss von hochprozentigem Alkohol (Alkoholabusus) und dem Konsum von Zigaretten. Das Ösophaguskarzinom kann außerdem aus einem Barett-Ösophagus entstehen, welcher eine Folge der Refluxkrankheit (chronischem Sodbrennen) ist. Der Tumor verursacht erst spät Beschwerden, wenn er bereits weit fortgeschritten ist. Durch die späte Diagnose hat diese Krebsart eine sehr schlechte Prognose für die Patienten.

Abbildung Speiseröhrenkrebs

Der Tumor hat bereits einen großen Anteil des Speiseröhrendurchmessers verschlossen.
Hieraus resultieren Schluckbeschwerden.
Teilweise können Nahrungsbestandteile die Engstelle (Stenose) nicht mehr passieren.

Epidemiologie

Der Häufigkeitsgipfel des Speiseröhrentumors liegt zwischen dem 50 und 60 Lebensjahr, wobei Männer 2-3-mal häufiger von dieser Erkrankung betroffen sind als Frauen.
Insgesamt gesehen handelt es sich beim Ösophaguskarzinom um eine vergleichsweise seltene Krebserkrankung mit einer Gesamthäufigkeit von 10 Fällen auf 100.000 Einwohner.
In Europa ist das Ösophaguskarzinom unter den Gesamtkrebstoten mit 3,3% bei den Männern und 1,4% bei den Frauen vertreten. Frauen sind jedoch häufiger von einem weiter oben (Mund nah) sitzenden Speiseröhrenkrebs betroffen, der wiederum eine noch schlechtere Prognose hat, als die Magen näher gelegenen.

Häufigkeitsverteilung innerhalb der Speiseröhre:

  • Im Halsteil (zervikal) der Speiseröhre gelegene Tumoren 5-10%
  • Oberhalb der Aufgabelung der Luftröhre gelegene Tumoren (suprabifurkal) 45-55%
  • Unterhalb der Aufgabelung der Luftröhre gelegene Tumoren (infrabifurkal)
  • 40-50%

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Anatomie der Speiseröhre

Abbildung der Speiseröhre vom Kehlkopf bis zum Zwerchfell / Magen

  1. Ringknorpelenge
  2. Aortenenge (Ende der Bauchschlagader)
  3. Zwerfellenge
  1. Schilddrüse
  2. A. carotis (Halsschlagader)
  3. Luftröhre (Trachea)
  4. rechte Hauptbrochius (Bronchien)
  5. Speiseröhre
  6. Zwerchfell (Diaphragma)

Lesen Sie mehr zur Anatomie unter unserem Thema: Anatomie der Speiseröhre

 

  1. Speiseröhre
    (Halsabschnitt) -
    Oesophagus, Pars cervicalis
  2. Nasenhöhle - Cavitas nasi
  3. Mundhöhle - Cavitas oris
  4. Luftröhre (ca. 20 cm) - Trachea
  5. Speiseröhre
    (Brustabschnitt) -
    Oesophagus, Pars thoracica
  6. Speiseröhre
    (Bauchabschnitt) -
    Oesophagus, Pars abdominalis
  7. Mageneingang -
    Cardia
  8. Magenkörper -
    Corpus gastricum
  9. Rachen -
    Pharynx
  10. Schilddrüse -
    Glandula thyroidea

Eine Übersicht aller Abbildungen von Dr-Gumpert finden Sie unter: medizinische Abbildungen

Formen und Ursachen

Verschiedene Formen des Speiseröhrenkrebses und deren Ursachen:

Speiseröhrentumore treten generell bevorzugt an den physiologisch vorhandenen Engstellen der Speiseröhre auf.

Zunächst werden zwei Hauptformen dieser Krebsart unterscheiden:

Im oberen Teil der Speiseröhre wird die Schleimhautoberfläche überwiegend von Plattenepithel (Deckgewebe) ausgekleidet. Der untere Teil besteht zum größten Teil aus Drüsengewebe.

Dementsprechend entstehen je nach Ursprung der Zellart Plattenepithelkarzinome vorwiegend im oberen und Drüsentumore (Adenokarzinome) im unteren Abschnitt der Speiseröhre. Seltener gibt es eine besondere Form dieses Krebses, welche überwiegend in Längsrichtung in der Wand entlang wächst. Es zerstört die autonomen Nerven der Speiseröhre (Plexus myentericus Auerbach), sodass die Peristaltik ausgeschaltet ist und die Speiseröhre ein starres Gebilde darstellt. Diese Form nennt man hartes (scirrhöses) Speiseröhrenkarzinom.

  1. Als Risikofaktoren für das Plattenepithelkarzinom (60%) ist in erster Linie der jahrelange Konsum vom hochprozentigen Alkohol (Alkoholabusus) zu nennen. Potenziert wird die Krebs verursachende (karzinogene) Wirkung des Alkohols durch das Zigaretten - Rauchen. Diese beiden Schadstoffe werden im Bezug auf den Speiseröhrenkrebs häufig in einem Atemzug genannt, weil sie in den meisten Fällen gemeinsam konsumiert werden.
  2. Das Adenokarzinom (40%) entsteht in den meisten Fällen aus einem Barett-Ösophagus, einer Schleimhautumwandlung, die sich nach einer lange bestehenden Refluxkrankheit (chronischem Sodbrennen) entwickeln kann. Man nennt es deswegen auch “Barett-Karzinom“. Zu bedenken ist, dass bei weitem nicht aus jedem Barett-Ösophagus zwangsläufig ein Tumor entsteht. In den letzten Jahrzehnten verzeichnet man eine Zunahme der, durch die Refluxkrankheit bedingten Folgekrankheiten und somit auch des Adenokarzinoms der Speiseröhre.

Weitere Schadstoffe aus der Nahrung:

In der Nahrung kommen auch Krebs erregende (karzinogene) Substanzen vor. Zu nennen sind da chemische Verbindungen aus Nitrit (Salpeter, Pökelsalz) und bestimmten Eiweißstoffen (Aminen), sog. Nitrosamine. Nitrosamine entstehen unter anderem beim Grillen, Braten und teilweise entstehen sie im Magen aus besonders nitratreichen Lebensmitteln wie z.B. Spinat oder Kopfsalat.

Aflatoxine sind Schadstoffe die von bestimmten Schimmelpilzen in der Nahrung gebildet werden. Diese können nicht nur Tumore in der Speiseröhre verursachen sondern auch in anderen Organen, z.B. in der Leber.

Ähnliche Wirkungen werden dem Milchschimmel zugeschrieben, der bevorzugt Milchprodukte befällt.

Da nunmehr in Europa selten verschimmeltes Essen zu sich genommen wird, ist diese Ursache für den Krebs eher in den „Dritte Welt Ländern“ verbreitet. In einigen Weltregionen werden Betelnüsse von großen Teilen der Bevölkerung als Genussmittel gekaut. Dieser Schadstoff kann eine ganze Reihe von Krebserkrankungen verursachen, insbesondere im Mund- und Speiseröhrenbereich.

Nach einer Speiseröhrenverätzung mit Säuren oder Laugen kann der Speiseröhrenkrebs als eine Spätfolge des Schleimhautschadens entstehen.

Auch heiße Getränke und scharf gewürzte Speisen verursachen auf Dauer ähnliche Schleimhautreizungen und können die Entstehung eines Tumors begünstigen. So konnte in einigen asiatischen Ländern ein Zusammenhang zwischen dem Genuss heißer Getränke und Speisen und dem Auftreten des Speiseröhrenkrebses festgestellt werden.

Als Ursache der regionalen Unterschiede werden außerdem Vitaminmangel und mangelnde Hygiene diskutiert.

Erkrankungen die einen Speiseröhrenkrebs zur Folge haben können:

Über die Refluxkrankheit (chronisches Sodbrennen) als Ursache für die Tumorentstehung wurde bereits oben berichtet.

Eine verzögerte Nahrungspassage, stellt für die Schleimhaut eine Reizung dar. Bei solchen Erkrankungen, die die Passage verzögern, steigt das Risiko einen Speiseröhrentumor zu entwickeln. Dazu zählen Erkrankungen wie die Achalasie und Ösophagusdivertikel.
Bei der Achalasie handelt es sich um eine Verbreiterung der Speiseröhre vor dem Mageneingang. Bei einem Ösophagusdivertikel kommt es zu einer seitlichen Aussackung der Speiseröhrenwand.

Insbesondere nach Laugenverätzungen entstandene Schleimhautnarben können die Speiseröhre verengen (stenosieren), sodass viele Jahre danach ein Karzinom auf dem Boden dieser Narbe entstehen kann.

Nach einer lang zurückliegenden Bestrahlung, die die Speiseröhre mit betroffen hat steigt durch die Strahlenschäden das Risiko an einem Speiseröhrenkrebs zu erkranken.

Das Plummer-Vinson-Syndrom beschreibt eine Schleimhautveränderung (Schleimhautatrophie) im Bereich von Mund, Rachen und Speiseröhre.
Die Ursache dieses Syndroms ist ein lange bestehender chronischer Eisenmangel, der bevorzugt im fortgeschrittenen Alter auftritt. Das Syndrom erhöht das Risiko an einem Speiseröhrentumor zu erkranken.

In einigen Fällen kann man eine familiäre Häufung dieser Krebserkrankung zurückverfolgen. Hierbei spielt die genetische Vererbung eine wichtige Rolle.

Symptome

Symptome bei Patienten die eine Krebserkrankung im Bereich der Speiseröhre haben, können zum Beispiel Schluckschwierigkeiten, Schmerzen beim Schlucken, Heiserkeit, gehäuftes Auftreten von Husten und Gewichtsverlust sein.
Am typischsten für die Erkrankung sind die Schluckstörungen, sie treten jedoch in der Regel erst in einem fortgeschrittenen Stadium auf.

Lesen Sie mehr zum Thema: Symptome von Speiseröhrenkrebs

Symptome von Speiseröhrenkrebs im Frühstadium

Das Ösophaguskarzinom ist eine Erkrankung, die in den meisten Fällen in frühen Stadien keinerlei Beschwerden verursacht. Das macht es zu einer sehr tückischen Erkrankung.
Leider ist das generell bei Krebserkrankungen nicht selten der Fall. Eine Diagnosestellung im Frühstadium ist bei Speiseröhrenkrebs fast immer ein Zufallsbefund. Symptome wie Schluckbeschwerden und Heiserkeit treten oftmals erst in weit fortgeschrittenen Stadien der Erkrankung auf.

Anzeichen von Speiseröhrenkrebs

Krebserkrankungen der Speiseröhre zählen zu den Erkrankungen, die oftmals erst in einem bereits fortgeschrittenen Stadium Beschwerden verursachen. Das ist gerade in Hinblick auf die Heilungschancen verheerend.
Leitsymptom des Speiseröhrenkrebses ist eine Schluckstörung (Dysphagie). Diese kann sich verschiedenartig zeigen. Zum Beispiel zunächst durch ein Druckgefühl oder Brennen hinter dem Brustbein bei der Nahrungsaufnahme oder dem Gefühl, dass die Nahrung stecken bleibt.
In fortgeschrittenen Stadien kann aufgrund einer zunehmenden Verengung der Speiseröhre durch den Tumor bereits die Aufnahme flüssiger Substanzen zum Problem werden. Auch Heiserkeit ist ein Symptom, das Patienten mit Speiseröhrenkrebs häufiger beklagen.
Wie bei vielen anderen Krebserkrankungen auch, spielt auch beim Krebs der Speiseröhre die Gewichtsabnahme als Symptom eine nicht unwesentliche Rolle.
Ein Symptomkomplex der als „B-Symptomatik“ beschrieben wird umfasst typische unspezifische Symptome die im Rahmen einer Krebserkrankung häufig auftreten: Ein ungewollter Gewichtsverlust von mindestens 10% des ursprünglichen Körpergewichts innerhalb von 6 Monaten, anders nicht erklärbares Fieber über 38 °C und starkes nächtliches Schwitzen das ein Wechseln der Kleidung notwendig macht.
Diese B-Symptomatik tritt jedoch nicht nur bei Krebserkrankungen auf sondern auch bei infektiösen Erkrankungen wie der Tuberkulose. Lange nicht alle Patienten, die an einer bösartigen Tumorerkrankung leiden, weisen diesen Symptomkomplex auf, relativ häufig kommt er bei Patienten, die an einem Lymphdrüsenkrebs leiden, vor.

Diagnose

Die wichtigste Untersuchung zur Diagnosestellung eines Speiseröhrenkrebses ist die Spiegelung von Speiseröhre, Magen und Zwölffingerdarm (Ösophagogastroduodenoskopie).
Hierbei wird, entweder nach Betäubung des Rachens mittels eines lokale Betäubungssprays oder nach Verabreichung einer Schlafspritze, ein Schlauch durch den Mund und Hals in Speiseröhre, Magen und Zwölffingerdarm vorgeschoben. An dem Schlauch ist eine Kamera angebracht. Mithilfe dieser kann man sich die Organe anschauen.
Fällt ein Bereich auf, so kann aus diesem eine kleine Gewebeprobe (Biopsie) entnommen werden. Diese wird zur feingeweblichen Untersuchung geschickt. Bei dieser wird das Gewebestück zum Beispiel unter dem Mikroskop betrachtet, der Pathologe kann dann die Diagnose stellen. Oftmals kann bereits während der Spiegelung anhand des äußeren Aussehens des auffälligen Bereichs der Verdacht geäußert werden, dass hier eine bösartige Erkrankung vorliegt, eine sichere Diagnose ist jedoch immer erst unter dem Mikroskop möglich.
Gerade im Bereich von Magen und Zwölffingerdarm kann auch ein einfaches Geschwür (Ulcus) einem Tumor mal sehr ähnlich sehen. Zur weiteren Diagnostik kann die Endosonographie, eine Mischung aus Spiegelung und Ultraschall, zum Einsatz kommen. Mithilfe dieser kann zum Beispiel die Tiefenausbreitung ins umgebende Gewebe gut beurteilt werden. Dies ist oftmals wichtig um zu entscheiden, welche Therapiemöglichkeiten in Frage kommen.
Wichtig ist auch die Suche nach Tumor-Absiedelungen. Dies geschieht in der Regel mittels einer Computertomographie. Mögliche Metastasierungsorte eines Speiseröhrenkarzinoms sind vor allem Lymphknoten, Lunge und Leber.

Lesen Sie mehr zum Thema: Diagnose von Speiseröhrenkrebs

Therapie

Konservative Therapie bedeutet nicht-invasive Therapie, es erfolgt also kein operativer Eingriff.
Zu den konservativen Therapiemöglichkeiten beim Speiseröhrenkrebs zählen vor allem die Strahlentherapie (Radiotherapie) und die Chemotherapie oder eine Kombination aus beidem.
Welche Therapieart zum Einsatz kommt, hängt maßgeblich vom Tumorstadium ab und davon, wie alt der Patient ist und vor allem, in welchem gesundheitlichen Zustand er sich befindet.
Alleinige Anwendung von Strahlen- oder Chemotherapie ohne nachfolgende oder zuvor stattgehabte Operation findet oftmals nur bei einer palliativen Behandlung statt.
Palliativ bedeutet, dass eine Heilung nicht mehr möglich ist, die Beschwerden jedoch bestmöglich eingedämmt werden sollen. Mittels Strahlen- und Chemotherapie kann versucht werden, ein weiteres Größenwachstum des Tumors zu hemmen bzw. zu verlangsamen.
Ein neueres Verfahren ist die sogenannte photodynamische Therapie. Hierbei wird dem Patienten eine Substanz verabreicht, die sich relativ selektiv im Tumorgewebe anreichert. Anschließend wird das Tumorgewebe mit Licht einer bestimmten Wellenlänge bestrahlt. Dies führt zu einer sogenannten phototoxischen Reaktion, ein Teil der Tumorzellen wird zerstört. Dies wird in der Speiseröhre zum Beispiel angewendet, um starke Verengungen etwas zu verringern und die Nahrungspassage dadurch wieder zu verbessern.
Eine Kombination auf Strahlen- und Chemotherapie, die sogenannte Radiochemotherapie kommt jedoch nicht nur in einer palliativen Situation zum Einsatz. In einigen Fällen kann es hilfreich sein, den Tumor vor einer Operation mittels einer Kombination aus Strahlen- und Chemotherapie zu verkleinern damit die Operation erfolgversprechender ist. Man spricht dann von einer neoadjuvanten Radiochemotherapie.
Eine weitere konservative Therapiemöglichkeit ist das Einsetzen eines Metallröhrchens (Stent) in die Speiseröhre. Auch diese Therapie dient nur der Linderung von Symptomen und nicht der Heilung. Der Stent kann die Tumormasse ein Stück weit an den Rand drängen und damit das Schlucken wieder etwas erleichtern.

Lesen Sie mehr zum Thema: Therapie von Speiseröhrenkrebs

Operative Behandlung von Speiseröhrenkrebs

Wann ein Speiseröhrenkrebs operiert werden kann hängt vom Stadium des Krebses, dem Patientenalter und dem Gesamtzustand des Patienten ab.
Je nachdem, auf welche Höhe im Bereich der Speiseröhre der Tumor sitzt, kommen verschiedene Operationen in Frage.
Die Speiseröhre zieht durch den Brustkorb bis hinunter in den oberen Bauchraum. Sitzt der Tumor weit unten, so muss nur der Bauchraum eröffnet werden. Nicht selten ist jedoch ein sogenannter 2-Höhlen-Eingriff vonnöten, es müssen also Brust- und Bauchraum eröffnet werden um den Tumor entfernen zu können.
Befindet sich der Tumor am Übergang von der Speiseröhre zum Magen, kann eine zusätzliche Teilentfernung des Magens nötig sein. Meist ist eine teilweise oder vollständige Entfernung der Speiseröhre notwendig. In den meisten Fällen kann dann ein sogenannter Magenhochzug erfolgen. Das bedeutet wie der Name andeutet, dass er Magen aus dem Bauchraum hochgezogen und zu einer Art Schlauch verkleinert wird. Er dient dann als Speiseröhrenersatz. Falls der Magen nicht als Speiseröhrenersatz in Frage kommt, nutzt der Chirurg einen Teil des Dick- oder Dünndarms den er dann zwischen Magen und Speiseröhrenrest einbaut.
Nicht selten wird vor der Operation eine Kombination aus Strahlen- und Chemotherapie, die Radiochemotherapie angewandt. Hierdurch kann eine Verkleinerung des Tumors erreicht werden, die die Chancen erhöht, den Tumor mit der Operation vollständig entfernen zu können.
Seit einigen Jahren kann man Tumoren in einem sehr frühen Stadium mittels eines rein endoskopischen Verfahrens, also im Rahmen einer Magenspiegelung, entfernen. Hierbei wird das Tumorgewebe mit einer elektrischen Schlinge von der Schleimhaut „abgeschabt“.
Risiken der Operation können unter anderem Blutungen, Infektion mit Keimen, allergische Reaktion auf das Narkosemittel, Verletzungen durch die Operationsinstrumente, Verletzung benachbarter Organe und Schädigung von Nerven sein.

Komplikationen

Wenn der Tumor weit fortgeschritten ist, kann er durch sein Raum forderndes (invasives) Wachstum (Infiltration) in die Luftröhre (Trachea) hineinwachsen. Dadurch kann mitunter eine offene Verbindung zwischen den beiden Hohlorganen entstehen, eine so genannte ösophago-tracheale Fistel. Durch diese Fistel können Nahrungsbestandteile in die Lunge gelangen und so wiederholt (rezidivierend) schwere Lungenentzündungen verursachen. Besonders unter einer Strahlentherapie kann der Tumor regelrecht einschmelzen und so Fisteln ausbilden.

Beim Ösophagus-Ca kann es außerdem zu kleineren chronischen Blutungen kommen, die teilweise unbemerkt zu einem relevanten Blutverlust führen und so eine Blutarmut (Anämie) verursachen können. Bei größeren Blutungen aus dem Tumor kann es zu Erbrechen von Blut (Hämatemesis) kommen.

Metastasierung

Man kann zwei Formen der Metastasierung (Tumorausbreitung) beschreiben:

  1. Lymphogene Metastasierung:
    Die Lymphgefäße drainieren die Lymphflüssigkeit aus allen Stellen unseres Körpers und somit auch aus einem Speiseröhrentumor. Wenn dieser erstmal durch sein Wachstum Anschluss an ein Lymphgefäß hat passiert es, dass sich einige Tumorzellen vom Tumorzellverband lösen und mit dem Lymphstrom mitgerissen werden. Lymphnoten liegen im Verlauf eines Lymphgefäßes. Sie haben als ein Sitz der immunabwehr die Aufgabe Keime (Bakterien) abzufangen und zu bekämpfen. Die Tumorzellen setzen sich in den nächstgelegenen Lymphknoten fest und vermehren sich erneut.
    So entsteht eine Lymphknotenmetastase. Diese Metastasierungsform ist die häufigste Form bei dieser Krebsart.
  2. Hämatogene Metastasierung:
    Wenn der Tumor durch sein Wachstum Anschluss an ein Blutgefäß bekommt, können sich wie bei der lymphogenen Metastasierung, Zellen losreißen und über den Blutkreislauf im ganzen Körper verstreut werden. Am häufigsten setzen sich die Tumorzellen in der Leber, Lunge, Gehirn und Rippen fest und bilden die so genannten Fernmetastasen.

Lebenserwartung bei Speiseröhrenkrebs

Die Lebenserwartung bei Patienten mit Speiseröhrenkrebs ist in der Regel kurz. Das liegt insbesondere daran, dass die Krebserkrankung oftmals erst spät erkannt wird.
Insgesamt liegt die 5-Jahres-Überlebensrate, also die Anzahl an Patienten, die 5 Jahre nach Diagnosestellung noch leben, unter 20%.
Wird die Diagnose bereits in einem frühen Stadium gestellt und kann der Tumor vollständig entfernt werden, bessert sich die Prognose deutlich. Studien haben eine durchschnittliche Überlebensdauer von 9 Monaten nach Diagnosestellung herausgefunden. Dies ist jedoch ein durchschnittlicher Wert, hier werden also alle Stadien, auch die Endstadien, mit einbezogen. Patienten mit einem Speiseröhrenkrebs im Frühstadium haben oftmals eine deutlich höhere Lebenserwartung.

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