Hornhaut des Auges

Synonym

Keratoplastik

Englisch: corneal crafting

Aufbau der Hornhaut

Die Hornhaut besteht aus mehreren Schichten (Aufbau). Das mehrschichtige Hornhautepithel schützt die Hornhautoberfläche und wehrt Keime ab.
Gemeinsam mit der Tränenflüssigkeit bildet es die glatte brechende Oberfläche des optischen Systems. Die basalen Epithelzellen sind in einer Basalmembran verankert, die in die sogenannte Bowman-Membran (eine dickere und derbe Schicht) übergeht und zur Stabilität der Hornhaut beiträgt.

Das Hornhautstroma wird durch parallele Schichten kollagener Fasern gebildet und ist aufgrund seiner regelmäßigen und engen Gitterstruktur durchsichtig.

Auf der Innenseite der Hornhaut / Cornea befindet sich das einschichtige Hornhautendothel. Seine Basalmembran ist ebenfalls von elastischen Fasern durchzogen und wird Descement-Membran genannt. Das Hornhautendothel dichtet das Hornhautstroma gegenüber dem Kammerwasser ab. Eingedrungene Flüssigkeit wird in die Vorderkammer zurückgepumt.

Die Hornhaut ist nach tieferen Verletzungen nicht in der Lage sich neu zu bilden. Der Aufbau der Hornhaut bleibt dauerhaft geschädigt.

Abbildung: Horizontalschnitt durch den linken Augapfel, von unten gesehen
  1. Hornhaut - Cornea
  2. Lederhaut - Sclera
  3. Regenbogenhaut - Iris
  4. Strahlenkörper - Corpus ciliare
  5. Aderhaut - Choroidea
  6. Netzhaut - Retina
  7. Vordere Augenkammer -
    Camera anterior
  8. Kammerwinkel -
    Angulus irodocomealis
  9. Hintere Augenkammer -
    Camera posterior
  10. Augenlinse - Lens
  11. Glaskörper - Corpus vitreum
  12. Gelber Fleck - Macula lutea
  13. Blinder Fleck -
    Discus nervi optici
  14. Sehnerv (2.Hirnnerv) - Nervuis opticus
  15. Hauptsehlinie - Axis opticus
  16. Achse des Augapfels - Axis bulbi
  17. Seitlicher gerader Augenmuskel - Musculus rectus lateralis
  18. Innerer gerader Augenmuskel - Musculus rectus medialis

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Aufgaben der Hornhaut

Die Hornhaut (Cornea) umkleidet den vorderen Augenabschnitt. Dabei handelt es sich um eine ca. 550 Mikrometer bis 700 Mikrometer dünne durchsichtige Schicht, die mit dem bloßen Auge des Betrachters nicht zu erkennen ist. Zunächst dient die Cornea als Frontlinse, d.h. sie trägt mit einer eigenen Brechkraft zum Abbilden des Bildes auf die Netzhaut bei. Ihre Brechkraft beträgt 43 Dioptrie. Neben ihrem Beitrag zum Sehen hat die Cornea aber auch eine schützende Funktion. So kann sie den im Auge erzeugten Augeninnendruck abfedern. Die Hornhaut ist ein sehr wichtiger Anteil des optischen Apparates, auf den nicht verzichtet werden kann.

Erkrankungen der Hornhaut: Hornhautverkrümmung

Eine Hornhautverkrümmung wird auch als Astigmatismus bezeichnet. Dabei handelt es sich um eine harmlose und sehr weit verbreitete Hornhautanomalie, die bei etwa 70% aller Brillenträger zu beobachten ist.
Wörtlich übersetzt bedeutet Astigmatismus soviel wie „Punktlosigkeit“ Auf Deutsch nennt man den Astigmatismus auch „Stabsichtigkeit“.
Eine normale und gesunde Hornhaut besitzt in allen Richtungen ihres Radius eine gleichmäßige Krümmung.
Bei Menschen mit Astigmatismus, der in der Regel angeboren ist, und sich im Laufe des Lebens auch nicht mehr zurückbildet, ist die Hornhaut nun in der einen Richtung etwas stärker gekrümmt als in der anderen. Dadurch werden die ins Auge treffenden Lichtstrahlen nun nicht mehr punktförmig, sondern eher als Striche auf der Netzhaut abgebildet.
Die horizontalen Lichtstrahlen werden stärker gebrochen als die vertikalen. Dadurch vereinigen sich die Strahlen nicht in einem einzigen scharfen Brennpunkt auf der Netzhaut. Stattdessen entstehen zwei unterschiedliche stabförmige Brennlinien: das Bild erscheint leicht verzerrt.
So erklärt sich auch die Bezeichnung „Stabsichtigkeit“.
Sehr oft ist der Astigmatismus in Kombination mit anderen Brechungsfehlern des Auges zu beobachten, also zum Beispiel in Kombination mit Kurz- oder Weitsichtigkeit.
Ist der Astigmatismus einmal erkannt und diagnostiziert, kann man ihn ganz einfach mit Brillen, Kontaktlinsen oder auch einer refraktären Operation an der Hornhaut beheben.

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Qualitätssicherung durch: Dr. med Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 26.10.2016
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