+++ NEWS - "Jetzt geht's um die Wurst!" +++

NEWS - Gesundheit

28.10.2015
Autor: Dr. med. Nicolas Gumpert
email: news@dr-gumpert.de

Jetzt geht's um die Wurst - Wie gefährlich ist unser Fleischkonsum?

Die internationale Krebsforschungsargentur IARC warnt vor einem erhöhtem Krebsrisiko beim hohen Konsum von verarbeitetem und rotem Fleisch.


Erhöht Fleisch das Krebsrisiko?

Ob nun die Bratwurst auf dem Markt, der Kasseler zum Sonntagessen oder der Schinken zum Frühstück - eine Auswertung von 800 Studien der WHO (World Health Organisation) ergab nun, dass verarbeitetes und rotes Fleisch krebserregend ist - und damit in der gleichen Risikogruppe wie beispielsweise Tabakwaren und Pestizide.

Entscheidend sei hierbei vor allem die Menge an Wurst und rotem Fleisch welche konsumiert wird. Laut der IARC steige das Risiko an Darmkrebs zu erkranken hierbei um etwa 18% je 50g konsumierter Wurst pro Tag. Laut dem IARC Experten Dr. Kurt Straif sei das individuelle Risiko an Darmkrebs zu erkranken für den Einzelnen relativ gering, würde allerdings mit erhöhtem Konsum von rotem und verarbeitetem Fleisch ansteigen. Zudem betont er, dass mit globalen gesundheitlichen Risiken zu rechnen seien, da sehr viele Menschen verarbeitetes Fleisch konsumieren.

Doch was ist verarbeitetes und rotes Fleisch?

Unter verarbeitetem Fleisch fasst die IARC alle Fleischprodukte zusammen, die entweder geräuchert, gepökelt, geschmacklich verändert und anderweitig haltbar gemacht wurden. Dazu zählen konkret Wurst, eingeschlossen auch Geflügelwurst, aber auch Kasseler oder Fleischsaucen.

Rotes Fleisch beschreibt sämtliches Muskelfleisch von Säugetieren wie zum Beispiel Schwein, Rind, Kalb, Lamm und ähnliche. Hierbei ist Geflügel nicht betroffen.

Was bedeutet die Risikogruppe

Wurst ist nun durch die IARC in die Gruppe 1 eingeordet, rotes Fleisch in die Gruppe 2A - aber was bedeutet das eigentlich?

Die Gruppen beschreiben nicht das eigentliche Krebsrisiko, sondern die Sicherheit, dass ein Krebsrisiko überhaupt vorliegt. Somit steht Gruppe 1 eigentlich für “krebserregend” und Gruppe 2A für “wahrscheinlich krebserregend”.

Das bedeutet also, dass der Zigarettenkonsum nicht genau so gefährlich ist wie der Konsum von Fleisch, sondern nur, dass beide sicher krebserregend sind. Hier ist wieder die Menge und Intensität des Stoffes entscheidend.

Sollte man nun gar keine Wurst mehr essen?

Trotz dieser beunruhigenden Erkenntnis der WHO muss der Wurstliebhaber nun nicht komplett auf verarbeitetes und rotes Fleisch verzichten.

Die IARC betonte vor allem, dass die Menge des konsumierten Fleisches entscheidend bei der schwere des Risikos sei.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung und Gesundheit empfiehlt beispielsweise in der Woche nicht mehr als 300-500g Fleisch und Wurst zu essen und gleichzeitig auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung zu achten.

Zudem enthält Fleisch viele wertvolle Nährstoffe, Vitamine und Mineralien und kann, in Maßen konsumiert, einen positiven Einfluss auf die Ernährung haben.

Für weitere Tipps im Thema Ernährung lesen sie doch hier weiter: Ernährung.

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Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 30.09.2016
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