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CT Abdomen

Was ist ein CT-Abdomen?

Als CT bezeichnet man die sogenannte Computertomographie. Das ist ein Verfahren, welches genau wie die klassische Röntgenuntersuchung mit Röntgenstrahlung arbeitet. Jedoch wird nicht nur ein Bild aufgenommen, sondern eine Serie von Bildern, während sich der Computertomograph um den Patienten dreht.
Beim CT-Abdomen wird nur der Bauch- und Beckenraum des Patienten untersucht. Eine solche Untersuchung kann bei verschiedensten Erkrankungen und Verletzungen im Bauchbereich notwendig sein und ist vollkommen schmerzfrei. Sie liefert zudem eine äußerst genaue Darstellung der inneren Organe und Strukturen.

Die Vorbereitung eines CT Abdomen

Eine CT-Abdomen-Untersuchung wird, sofern es sich nicht um einen Notfall handelt, geplant und der Patient zu einem Vorbereitungsgespräch eingeladen.
Dabei sollten einige wichtige Punkte geklärt werden. Viele Patienten haben bereits bekannte Vorerkrankungen, wie Bluthochdruck oder Diabetes mellitus.
Diese müssen dem Arzt vor der Untersuchung bekannt sein. Besonders wichtig sind im Rahmen der CT-Untersuchung auch Erkrankungen der Schilddrüse oder der Nieren, sowie Allergien, da diese bei Kontrastmittelgabe problematisch werden können.
Auch eine aktuelle Medikamentenliste sollte dem Arzt zur Verfügung gestellt werden. Hinzu kommt bei Frauen eine eventuelle Schwangerschaft, da eine solche in den meisten Fällen eine CT-Untersuchung ausschließt.
Falls die Untersuchung Kontrastmittel erfordert, welches vom Patienten getrunken werden muss, wird der Arzt dem Patienten mitteilen, wann und in welchen Abständen dies geschehen soll.

Lesen Sie mehr zum Thema unter: Computertomographie

Muss man für ein CT-Abdomen nüchtern sein?

Ob und wie viel vor der Untersuchung gegessen werden darf hängt ganz von der zu untersuchenden Region ab. Wenn der Magen-Darm-Trakt untersucht werden soll, ist es häufig notwendig 8 Stunden vor der Untersuchung auf Nahrung zu verzichten. Bei einer Beurteilung der Harnwege und der Blase hingegen, darf jedoch auch vor der Untersuchung eine leichte Mahlzeit zu sich genommen werden.
Generell sollte am Tag der Untersuchung auf Alkohol verzichtet werden. Auch manche Medikamente dürfen wegen einer eventuellen Kontrastmittelgabe vor der Untersuchung nicht eingenommen werden. Dies wird aber in einem Vorgespräch mit dem behandelnden Arzt besprochen.

Der Ablauf des CT Abdomen

Das CT-Abdomen an sich geht sehr schnell von statten und ist vollkommen schmerzfrei. Der Patient legt sich auf eine spezielle Liege, welche in den Computertomographen hinein gefahren werden kann. Falls die Untersuchung Kontrastmittel erfordert, welches die Gefäße darstellen soll, wird dieses dem Patienten kurz vor Beginn der Untersuchung in die Vene verabreicht.
Die Röntgenassistenten verlassen für die eigentliche Untersuchung den Raum. Sie können dem Patienten Anweisungen über eine Gegensprechanlage geben. Für die Untersuchung des Bauchraumes liegt der Patient in den allermeisten Fällen flach auf dem Rücken und darf sich nicht bewegen. Die Liege wird in das Gerät hinein gefahren und von diesem umkreist.

Für manche Aufnahmen ist es nötig einzuatmen und/oder die Luft über eine bestimmte Zeit anzuhalten, damit sich das zu untersuchende Organ gut darstellt und die Bilder nicht verwackeln. Wann und wie lange das geschehen soll, wird dem Patienten aber immer während der Untersuchung mitgeteilt. Nach Ende der Untersuchung betreten die Röntgenassistenten wieder den Raum. Vom CT-Gerät geht nun keine Röntgenstrahlung mehr aus.

Die Auswertung des CT Abdomen

Die Auswertung der CT-Bilder macht ein Radiologe, dem zuvor vom behandelnden Arzt der Grund für die Untersuchung mitgeteilt wurde (z.B. Bauchschmerzen unklarer Herkunft). Dieser beurteilt dann die angefertigten Aufnahmen im Hinblick auf die Symptome des Patienten. Oft lässt sich schnell eine mögliche Ursache finden, z.B. bei Steinen in Gallenblase oder Niere.

Die Auswertung wird dann nochmal mit dem behandelnden Arzt besprochen und die weitere Vorgehensweise und mögliche Therapien mit dem Patienten abgeklärt.

Was kann man bei der Auswertung sehen?

Der Radiologe, der die Auswertung der CT-Aufnahmen durchführt, bekommt diese meist in digitalem Format. Auf dem Bildschirm können die Bilder dann kontinuierlich durchgesehen werden, als würde man sich von oben nach unten durch den Körper vorarbeiten. Dabei kann die Ausdehnung und Lage der einzelnen inneren Organe beurteilt werden. Zum Beispiel kann so eine Fehlbildung von Organen sehr gut dargestellt werden.
Zudem kann die Struktur und Dichte der Organe anhand der verschiedenen Graustufen ermittelt werden. Dies ist beispielsweise bei Tumoren sehr wichtig.  Diese besitzen häufig eine andere Struktur als das umliegende Gewebe und fallen durch andere Grautöne auf. Das gleiche gilt für Steine, wie sie häufig im Harntrakt vorkommen. Diese fallen häufig als deutlich sichtbare weiße Flecken auf. Auch Luft oder Flüssigkeit an falschen Stellen im Körper wird so frühzeitig bemerkt.

Risiken einer Computertomographie

Das CT im Allgemeinen erzeugt eine höhere Strahlenbelastung als eine herkömmliche Röntgenuntersuchung. Besonders im Bauch- und Beckenbereich liegen strahlensensible Organe, wie beispielsweise der Magen oder die Eierstöcke bei Frauen.

Deshalb ist darauf zu achten, dass die CT-Untersuchung, insbesondere die CT-Abdomen-Untersuchung, nur dann durchgeführt wird, wenn dies auch sinnvoll und notwendig ist.

Besonders bei Kindern, für die die Strahlung gefährlicher ist als für alte Menschen, sollte mit CT-Untersuchungen sparsam umgegangen werden. Nichtsdestotrotz dürfen die Risiken des CT nicht über den Nutzen gestellt werden.

Denn gerade im Notfallbereich ist eine solche Untersuchung absolut hilfreich und kann durch schnelles Erkennen von unter Umständen lebensbedrohlichen Zuständen das Leben des Patienten retten.

Wie hoch ist die Strahlenbelastung?

Die Strahlenbelastung des Menschen wird für gewöhnlich in Sievert, bzw. Milli-Sievert (mSv) angegeben. Um einen Vergleichswert zu haben wird die Strahlung, welcher der Mensch im Jahr natürlicherweise ausgesetzt ist, z.B. durch kosmische Strahlung, mit ca. 2-2,4mSv angegeben.
Die CT-Abdomen-Untersuchung gehört zu den eher strahlenintensiven Untersuchungen. Im Durchschnitt wird ein Mensch dadurch etwa 10 bis maximal 20mSv ausgesetzt.
Jedoch kann dieser Wert nicht komplett mit obigem verglichen werden, da die natürliche Strahlung den gesamten Körper betrifft, während die CT-Untersuchung nur einen geringen Teil des Körpers mit zusätzlicher Strahlung belastet.

Ausführliche Informationen finden Sie unter Strahlenbelastung bei der Computertomographie.

Die Dauer der Untersuchung

Eine CT-Untersuchung geht im Gegensatz zur MRT-Untersuchung recht schnell von statten.

Die Untersuchung an sich dauert meist nur wenige Minuten. Jedoch ist zu berücksichtigen, dass für viele Untersuchungen Kontrastmittel benötigt wird. Gerade im Bauchbereich muss das Kontrastmittel häufig getrunken werden und benötigt dann, je nachdem welches Organ beurteilt werden soll, ein bis zwei Stunden Zeit um zum Zielort zu gelangen.

Ebenfalls zu beachten ist beim CT-Abdomen, dass eventuell mehrere Serien an Aufnahmen durchgeführt werden müssen. Insgesamt dauert die Untersuchung aber selten länger als 20-30 Minuten.

Wie hoch sind die Kosten?

Die Untersuchung mittels CT gehört zu den teureren Untersuchungen. Gemäß GOÄ (Gebührenordnung für Ärzte) beträgt der einfache Satz für eine CT-Untersuchung im Bauchbereich 151,55€.

Dieser wird für gesetzlich versicherte Patienten berechnet. Bei privat versicherten Patienten kann der 1,8-fache Satz berechnet werden. Dieser beträgt im vorliegenden Fall 272,79€.

Brauche ich Kontrastmittel?

Auch die Frage, ob Kontrastmittel für die CT-Abdomen-Untersuchung notwendig ist, hängt von der Art der Untersuchung ab. Jedoch ist das gerade im Bereich des Bauches oder Beckens sehr häufig der Fall. Denn sowohl die Darstellung der Verdauungsorgane, als auch die der Harnwege erfolgt wesentlich genauer, wenn eine Kontrastierung vorgenommen wird. Im Bereich des Magen-Darm-Traktes kann dies teilweise sogar allein durch das Trinken von Wasser bereits ausreichend sein.
Dann muss kurz vor der Untersuchung etwa ein halber Liter Wasser in kurzer Zeit getrunken werden. Kontrastmittel in die Vene (i.v.-Kontrastmittel) kommt vor allem dann zum Einsatz, wenn Gefäße beurteilt werden sollen, aber auch die Ausscheidung des Kontrastmittels über die harnableitenden Wege kann so genau beurteilt werden.

Lesen Sie mehr zum Thema: Kontrastmittel

Was ist ein LowDose-CT

Als LowDose-CT bezeichnet man eine CT-Untersuchung die ein geringeres Strahlenrisiko aufweist als die herkömmliche Untersuchung.
Diese wird besonders häufig bei der Suche von Harnsteinen im Rahmen von Koliken eingesetzt. Gerade weil Harnsteine häufig wiederholt auftreten, ist es wichtig, die Strahlung durch die jeweils durchgeführten CT-Untersuchungen möglichst gering zu halten. Die zur Steinsuche durchgeführte Art der CT-Untersuchung ist jedoch im Normalfall sehr strahlenintensiv.
Mithilfe der LowDose-Technik kann die Strahlung auf die einer herkömmlichen Bauchraum-Übersichtsaufnahme gesenkt werden. So kann die Gefahr für den Patienten, später Strahlenschäden davon zu tragen, minimiert werden.

Lesen Sie mehr zum Thema unter: Low-dose-CT

Welche Organe sieht man?

Bei der CT-Abdomen-Untersuchung können die Organe des Verdauungssystems beurteilt werden. Dazu gehören die Speiseröhre, der Magen, der Dünndarm und der Dickdarm. Auch Milz, Bauchspeicheldrüse, Leber und Gallenblase können mit der CT-Untersuchung dargestellt werden.
Im Bereich der Gallenblase sind vor allem Gallensteine sehr deutlich zu sehen.
Ein weiterer wichtiger Bereich ist das harnableitende System. Hier ist neben den Nieren und den Harnleitern auch die Blase zu erkennen.
Neben den Organen können zusätzlich auch Gefäße, vor allem die Arterien, beurteilt werden. Gerade die großen Gefäße im Bauchraum, z.B. die Aorta, können so gut auf Aussackungen (Aneurysma) hin untersucht werden.

Was ist ein Hydro-CT-Abdomen?

Ein Hydro-CT beschreibt eine spezielle Art der Untersuchung, bei welcher Wasser als Kontrastmittel verwendet wird. Besonders Magen und Darm können mit einem Hydro-CT gut beurteilt werden. Dafür muss der Patient kurz vor Beginn der Untersuchung ca. 500ml Wasser trinken. Häufig wird zusätzlich ein krampflösendes Medikament verabreicht, welches die Magen-Darm-Tätigkeit senkt.
Das Wasser wirkt als sogenanntes negatives Kontrastmittel, das heißt es färbt Magen und Darm auf den Aufnahmen dunkel an. Dadurch kann die Wand der Organe besonders gut dargestellt werden und Auffälligkeiten besser erkannt werden.

Muss ich mich bei der Untersuchung ausziehen?

Im Normalfall muss nur die Kleidung ausgezogen werden, die sich im Untersuchungsfeld befindet. Dies ist besonders wegen metallischen Knöpfen und Reißverschlüssen nötig, denn diese können die Aufnahmen unter Umständen stören. Beim Abdomen-CT muss meist die Hose ausgezogen werden, bei Frauen muss teilweise auch der BH abgelegt werden.
In manchen Kliniken oder Praxen können Stoffhosen oder Shirts jedoch auch angelassen werden. Dies ist aber individuell mit der jeweiligen Praxis, bzw. Klinik abzuklären.

 

Weitere Informationen

Weitere Informationen zum Thema finden Sie unter: 

Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 12.11.2019
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