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Ringelröteln
Synonyme
Erythema infectiosum, „5. Krankheit“
Englisch: Sticker´s disease
Definition
Die Ringelröteln zählen zu den Infektionskrankheiten viraler Ursache (also durch Viren ausgelöst), die vor allem im Kindesalter auftreten. Sie fallen in die Kategorie der Infektionskrankheiten, die mit einem flächigen Hautausschlag einhergehen. Ringelröteln ist eine selbstlimitierende Krankheit - sie klingt also von alleine ohne Therapie ab.
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Zusammenfassung
Ringelröteln ist eine Infektionskrankheit, die durch Viren hervorgerufen wird. Die Übertragung erfolgt durch Tröpfcheninfektion.
Sie erfolgt meist im Kleinkind- oder Schulkindalter und tritt bevorzugt in den Winter- und Frühjahrmonaten auf. Das Anfangsstadium ist durch Allgemeinsymptome gekennzeichnet. Nun folgt ein Ausschlag, der sich vom Gesicht auf den restliche Haut ausbreitet. Der Ausschlag juckt und hat eine typische Ringelform. Eine Therapie ist nicht notwendig. Eine Ansteckung kann nur im Zeitraum zwischen dem Beginn der Anfangsphase und dem Auftreten des Ausschlags stattfinden. Mit Komplikationen ist nur in seltenen Fällen zu rechnen, wobei Immunsupprimierte und Schwangere besondere Vorsicht walten lassen müssen.
Eine Impfung gibt es bis heute nicht, so dass die Expositionsprohylaxe, also sich von Infizierten fern zu halten, die einzig wirksame Maßnahme darstellt.
Ursachen
Der Erreger der Ringelröteln ist ein Virus: Parvovirus B19.
Dieses Virus ist weltweit vor allem in den gemäßigten Klimazonen verbreitet.
Das Virus findet seinen Weg in den Körper über die Atemwege. Hier vermehrt er sich in den Schleimhäuten.
Die Übertragung erfolgt von Mensch zu Mensch durch so genannte Tröpfcheninfektion. Die Krankheit wird also beispielsweise durch Niesen, Husten und ähnliches weitergegeben. Selten geschieht dies auch durch infizierte Hände oder Blutprodukte (Bluttransfusion). Ist der Ausschlag erst einmal aufgetreten, sind die Patienten nicht mehr ansteckend.
Inkubationszeit
Die Zeit von der Ansteckung bis zum Auftreten der ersten Symptome beträgt 6- 14 Tage. Meist ist die Infektion asymptomatisch (ohne Symptome). Nur bei weniger als einem Viertel der Infizierten tritt tatsächlich ein Hautausschlag auf.
Symptome
Als Vorbote im Anfangsstadium der Krankheit kommt es zu unspezifischen Krankheitssymptomen wie Fieber, Kopfschmerz und Katarrh.
Der dann folgende Ausschlag der Haut geht ohne Beschwerden einher. Zuerst wird das Gesicht befallen: Die Wangen röten sich intensiv und sind leicht angeschwollen. Das Munddreieck wird freigelassen. Insgesamt hat der Ausschlag im Gesicht die Form eines Schmetterlings. Die Haut in diesem Bereich juckt, spannt und ist warm.
1 bis 2 Tage später geht der Ausschlag auf den Körperrumpf und die Streckseiten der Arme und Beine über. Auch das Gesäß ist befallen. Später kommt es zu typischen girlandenförmigen Figuren, da die Rötung in der Mitte immer blasser wird und sich zum Rand hin weiterentwickelt. Diesem Aussehen verdanken sie ihren Namen „Ringelröteln“. Nach etwa einer Woche bis zehn Tagen sind sie wieder verschwunden. Häufig werden nach dem 7. Tag Gelenkschmerzen beobachtet.
Diagnose
Die Diagnose wird unter anderem mittels des Ausschlags gestellt. Aber vor allem das Blutbild gibt Hinweise. Es können Antikörper und Viren- DNA mittels spezieller Techniken (PCR) nachgewiesen werden.
Therapie
Wie für alle Virusinfektionen steht bis heute kein geeignetes Medikament zur Verfügung. Eine Behandlung ist jedoch auch nicht notwendig. Medikamente gegen Juckreiz können bei Bedarf verschrieben werden.
Komplikationen
Zu Komplikationen kommt es nur selten. Bei Immuninkompetenten beispielsweise kann es zu einem chronischen Verlauf kommen.
Infiziert sich eine Schwangere mit Ringelröteln, so führt diese Infektion in 10- 15 % der Fälle zu einer Schädigung des Fetus.
Prophylaxe
Gegen Ringelröteln gibt es bis heute keine Impfung. Der Kontakt zu Erkrankten sollte nach Möglichkeit gemieden werden. Da die Krankheit in der Regel ohne Komplikationen verläuft, ist eine Prophylaxe nur bei bestimmten Personen notwendig.
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Weitere Informationen
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