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Röteln

Synonyme im weitesten Sinne

Rubeola, Rötelninfektion, Ringelröteln, Rötelnvirus, Rötelnexanthem, Rötelnausschlag

English:

German measles, Rubella

Definition

Die Röteln sind eine virale Infektionserkrankung des Kinder- und Jugendalters,
die mit einem hellroten und klein-fleckigen Hautausschlag einhergeht. In der Regel verläuft die Infektionserkrankung mild und ohne Komplikationen.
Tritt eine Rötelninfektion jedoch in der Schwangerschaft auf, kann es zu bleibenden Schäden beim Kind kommen, da die Organentwicklung v.a. in der Frühschwangerschaft durch das Virus beeinträchtigt wird.
Die Infektion wird durch das Rubellavirus verursacht, welches zur Gruppe der Rubiviren gehört und ein Virus ist, das aus RNA (Ribonukleinsäule) besteht.


Epidemiologie / Vorkommen

Das weltweit verbreitete Virus wird aerogen (über die Luft) durch Tröpfchen übertragen, z.B. beim Husten, Niesen oder durch direkten Speichelkontakt beim Küssen.

Die Röteln sind eine sogenannte „Kinderkrankheit“, jedoch ist zu beobachten, dass sich auf Grund der ungenügenden Durchimpfung der Bevölkerung der Altersgipfel der Erkrankung ins Jugendliche- und Erwachsenenalter verschiebt.
In ca. 50% der Erkrankungsfälle zeigen die Patienten keine klinischen Zeichen (körperliche Merkmale) der Rötelninfektion, wie z.B. das charakteristische Röteln-Exanthem (=Hauterscheinung, Hautausschlag), weshalb man in diesen Fällen von einem subklinischen Verlauf der Infektionserkrankung spricht.

Hinweis: Ansteckungsgefahr

Die Ansteckungsgefahr beginnt ca. eine Woche vor dem Ausbruch der Hauterscheinungen und endet weitere sieben Tage nach dessen Auftreten.

Ursache / Entstehung

Das Virus tritt über die Schleimhäute des Atemtrakts in den Körper ein, erreicht die Lymphknoten des Kopf-Hals-Bereiches und vermehrt sich dort.

Als Reaktion des Körpers auf die Virusvermehrung können die Lymphknoten anschwellen und schmerzen. Zur Lymphknotenschwellung kommt es ca. fünf bis sechs Tage nach dem Eintritt des Virus in den Körper.

Nach weiteren 10 Tagen sind die Viren durch die Blutzirkulation im Kreislaufsystem zur Haut transportiert worden und rufen dort das für die Rötelnerkrankung typische Exanthem (Hautausschlag) auf. Dieses hält für vier bis fünf Tage an.
Der Infizierte scheidet die Rötelnviren über das Sekret des Nasen-Rachen-Raumes, mit der Ausatemluft, dem Urin und Stuhlgang aus.

Symptome

Vor dem Auftreten des Exanthems sind grippale Symptome wie Fieber, Glieder- und Kopfschmerzen oder Lichtempfindlichkeit möglich.

Das Exanthem ist hellrot und kleinfleckig, wobei die einzelnen Hauterscheinungen nicht ineinander übergehen (=nicht konfluierendes Exanthem), und vor allem am Körperstamm sowie den Armen und Beinen lokalisiert.

Die Körpertemperatur ist im Krankheitsverlauf, wenn überhaupt, nur mäßig erhöht.

Ältere an Röteln erkrankte Patienten, d.h. Jugendliche und Erwachsene, sind oftmals von einer vorübergehenden Gelenkentzündung (=Arthritis) mit schmerzhaften Bewegungseinschränkungen betroffen.

In den meisten Fällen kommt es nach dem Auftreten des Exanthems innerhalb weniger Tage zur Genesung des an Röteln Erkrankten.

Symptome

Vor dem Auftreten des Exanthems sind grippale Symptome wie Fieber, Glieder- und Kopfschmerzen oder Lichtempfindlichkeit möglich.

Das Exanthem ist hellrot und kleinfleckig, wobei die einzelnen Hauterscheinungen nicht ineinander übergehen (=nicht konfluierendes Exanthem), und vor allem am Körperstamm sowie den Armen und Beinen lokalisiert.

Die Körpertemperatur ist im Krankheitsverlauf, wenn überhaupt, nur mäßig erhöht.

Ältere an Röteln erkrankte Patienten, d.h. Jugendliche und Erwachsene, sind oftmals von einer vorübergehenden Gelenkentzündung (=Arthritis) mit schmerzhaften Bewegungseinschränkungen betroffen.

In den meisten Fällen kommt es nach dem Auftreten des Exanthems innerhalb weniger Tage zur Genesung des an Röteln Erkrankten.

Hinweis: Charakteristika der Röteln

Charakteristisch für eine Rötelninfektion sind der Hautausschlag und geschwollene Lymphknoten am Hals, im Nacken und hinter den Ohren;

Diagnose

Die klinischen Symptome sind oft nicht für eine Rötelnerkrankung charakteristisch. Da der Nachweis des Virus selbst schwierig ist, nimmt man einen Röteln-Antikörper-Nachweis vor:

Sind IgM-Antikörper (S. Immunsystem) gegen das Rötelnvirus im Blut vorhanden, deutet dies auf eine aktuelle Rötelninfektion hin, ist aber nicht beweisend, da die IgM-Antikörper-Konzentration auch durch andere Viruserkrankungen gesteigert werden kann oder lange Zeit nach einem durchgemachten und abgeklungenen Infektt noch erhöht sein kann (bis zu einem Jahr nach der Rötelnerkrankung).

Zur Bestätigung bzw. dem Ausschluss einer Rötelnerkrankung sollten zwei Blutabnahmen im Abstand von 14 Tagen erfolgen und eine Testung auf den IgG-Antikörper gegen Röteln vorgenommen werden.

Dieses Verfahren wird vor allem in der Schwangerschaft angewendet:

Besteht der Verdacht auf eine Rötelninfektion des ungeborenen Kindes, erfolgen zwei Blutentnahmen zur IgG-Konzentrationsbestimmung (=IgG-Titer-Bestimmung).

Zeigt sich anhand der bestimmten Werte eine Immunität der Mutter gegen das Virus, so ist die Infektion des Ungeborenen Kindes ausgeschlossen.

Zum Nachweis der Rötelninfektion beim Kind ist eine invasive Methode nötig:

Mittels Fruchtwasserpunktion und -untersuchungen oder einer kindlichen Blutentnahme im Leib der Mutter kann der Nachweis auf vorhandene Nukleinsäure (Erbgut des Virus) des Virus beim Kind vorgenommen werden.

Hinweis: Meldepflicht

Die Erkrankung und das Versterben eines Kindes an der Rötelnembryopathie ist meldepflichtig.

Differentialdiagnose / Ausschlusserkrankungen

Die Rötelnerkrankung muss gegen andere Krankheiten abgegrenzt werden, die ebenfalls zu einem rötlichen Hautausschlag führen. Hierzu gehören die Masern, das Dreitagefieber (=Erythema subitum) und die Ringelröteln (=Erythema infectiosum).

Außerdem ist eine Unterscheidung zu Erkrankungen, die mit Lymphknotenschwellungen einhergehen, nötig. Hierbei muss man an folgende Erkrankungen denken: Pfeiffersche Drüsenfieber (=infektiöse Mononukleose) oder eine Zytomegalie-Infektion.

Die Rötelnembryopathie muss zu anderen, vorgeburtlichen (=intrauterinen) Infektionen abgegrenzt werden. Infektionen des Kindes vor der Geburt können z.B. durch Toxoplasmen, Varizellen/Windpocken-Virus, Listerien oder das Zytomegalie-Virus hervorgerufen werden.


Weiterführende Informationen

Weitere Informationen zum Thema Röteln:

  • Therapie Röteln

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