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Die Hüfte

Erklärung

Hier finden Sie die wichtigsten anatomischen Grundlagen einer gesunden Hüfte und eine Übersicht alle wesentlichen Hüfterkrankungen mit einer kurzen Definition der Erkrankung.

Anatomie der gesunden Hüfte

Beim Hüftgelenk handelt es sich wie auch beim Schultergelenk um ein Kugelgelenk. Kugelgelenke haben den Vorteil, dass sie sich dreidimensional bewegen können. Der Hüftkopf lagert in der Hüftpanne des Beckens.Gegen ein Auskugeln ist das Hüftgelenk durch die stärksten Bänder der Körpers gesichert. Der Hüftkopf, wie auch die Hüftpfanne ist von einer dicken Knorpelschicht überzogen. Die Gelenkschleimhaut (Synovia) bildet Glenkflüssigkeit, die zur ”Schmierung” konstant in das Gelenk abgegeben wird. Der Winkel zwischen Schenkelhals und Schaft beträgt im Normalfall 127° und ist damit als ideal anzusehen. Am Ende des Schenkelhalses setzten an zwei Knochenvorsprüngen (Trochanter major und minor) größe Muskelgruppen an, die für die Beweglichkeit der Hüfte entscheidende Bedeutung haben.



3D - CT - Becken

1. Wirbelsäule
2.
Beckenschaufel (Os ilium)
3. Hüftgelenk
4.
Hüftkopf
5.
Schenkelhals
6.
Symphyse
7.
kleiner Rollhügel (Trochanter minor)
8.
großer Rollhügel (Trochanter major)

Sie finden weiterführende Informationen zu diesen Hüfterkrankungen:

Hüftarthrose

Der Begriff “Hüftgelenksarthrose“ (= Koxarthrose oder auch Coxarthrose) umfasst alle degenerativen Erkrankungen im Bereich des Hüftgelenkes, die durch Erkrankung (z.B. angeborene Störung der Funktionseinheit Hüftkopf – Hüftpfanne oder Durchblutungs-, bzw. Stoffwechselstörungen, ...), Unfall (z.B. Schenkelhalsbruch) oder Verschleiß hervorgerufen werden.

Allen ursächlichen Erkrankungen gemein ist die zunehmende Zerstörung des Gelenkknorpels, die letztlich auch Gelenkstrukturen (Gelenkkapsel, Knochen) und die zughörige Muskulatur befällt.
Weitere Informationen erhalten Sie unter: Hüftgelenksarthrose


Hinweis

Wir möchten an dieser Stelle auf das von Dr. Nicolas Gumpert und Dr. Marc Jungermann verfasste Buch “Die optimale Therapie der Hüftarthrose” hinweisen.
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Hüftgelenkstotalendoprothese

Unter einer Hüftprothese (künstliches Hüftgelenk) versteht man den Ersatz des Gelenks durch künstliche Elemente. Dabei besteht das künstliche Hüftgelenk aus den gleichen Teilen wie das menschliche Hüftgelenk. Während der Prothesenimplantation wird Gelenkpfanne des Beckens durch eine “Künstliche” ersetzt. Der Schenkelhals und der Hüftkopf wird durch den Prothesenanteil des Oberschenkelknochens (Schaft) mit aufsitzendem “Kunst-Kopf” ersetzt.
Weitere Informationen erhalten Sie unter: künstliches Hüftgelenk

Schenkelhalsbruch

Bei einem Schenkelhalsbruch / Schenkelhalsfraktur bricht das obere Ende des Oberschenkelknochens (Femur) knapp unterhalb des Oberschenkelkopfes (Hüftkopf), meist aufgrund eines Sturzes auf die seitliche Hüfte.
Weitere Informationen erhalten Sie unter: Schenkelhalsbruch

Hüftkopfnekrose

Unter Hüftkopfnekrose sind alle erworbenen Erkrankungen des Hüftkopfes zu verstehen, die durch eine Ischämie (Mangeldurchblutung des Hüftkopfes) zu einer unterschiedlich großen, meist partiellen Absterben des Hüftkopfes führen und die in ihrem Endstadium in eine Koxarthrose (Hüftgelenksarthrose) übergehen können.
Weitere Informationen erhalten Sie unter: Hüftkopfnekrose

Morbus Perthes

Beim M. Perthes handelt es sich um eine Durchblutungsstörung des kindlichen Hüftkopfes unbekannter Ursache.
Weitere Informationen erhalten Sie unter: M. Perthes

Epiphysiolysis capitis femoris

Bei der Epiphysiolysis capitis femoris handelt  es sich um eine Ablösung und Abgleitung des Schenkelhalskopfes in der Wachstumsfuge vom Schenkelhals meist im frühen Pubertätsalter.
Weitere Informationen erhalten Sie unter: Epiphysiolysis capitis femoris

Hüftdysplasie

Bei einer Hüftdysplasie handelt es sich um eine kindliche Reifungsstörung mit Störung der Pfannendachverknöcherung. In der weiteren Entwicklung kann der Hüftkopf aus der Pfanne auskugeln = luxieren und sich eine Hüftluxation entwickeln.
Eine Hüftdysplasie ist ein Hochrisikofaktor für die Entwicklung einer Hüftarthrose (Coxarthrose). Durch das fehlende Pfannendach (Erker) wird die Gewichtsübertragung vom Oberschenkel (Femur) auf das Becken durch fehlende Kongruenz der Gelenkpartner ungünstig
Weitere Informationen erhalten Sie unter: Hüftdysplasie

ISKD - Nagel

Der ISKD - Nagel ist zur Verlängerung des Beines entwickelt worden. Mit dem ISKD-Nagel kann sowohl der Unterschenkel (Schienbein, Tibia) wie auch der Oberschenkleknochen (Femur) verlängert werden.
Beim ISKD-Nagel handelt es sich um ein Implantat, wer in den Röhrenknochen von Schienbein (Tibia) und Oberschenkelknochen (Femur) implantiert werden kann.
Der Verlängerungsnagel ist so aufgebaut, dass zwei ineinander verschiebliche Nagelanteil sich gegenseitig verlängern können.
Die Distraktion (Verlängerung) wird nach dem Ratschenprinzip ausgelöst durch 3° alternierende (gegenseitige) Rotation
160 Rotationsbewegungen ergeben 1 mm Distraktion (täglich erwünschtes Verlängerungsziel)
Weitere Informationen erhalten Sie unter unserem Thema: ISKD - Nagel

Kurzschaftprothese

Im Rahmen der technischen Entwicklung in der Orthopädie werden immer weitere Prothesenmodell entwickelt, die das Ziel haben, möglichst wenig Knochenmaterial während der Hüftoperation zu entfernen, um bei einer möglichen Wechseloperation gute Voraussetzungen zu finden, um eine neue Prothese wieder sicher verankern zu können. Neben der Kappenprothese (McMinn-Prothese), eignet sich die Kurzschaftsprothese für eine knochensparende Implantation.
Weitere Informationen erhalten Sie unter unserem Thema: Kurzschaftprothese

Coxitis fugax

Eine Coxitis fugax wird auch als Hüftschnupfen bezeichnet und ist eine entzündung des kindlichen Hüftgelenkes. Eine Coxitis fugax heilt in der Regel unter einen angemessenen Therapie folgenlos aus.
Weitere Informationen erhalten SIe unter unseren Thema: Coxitis fugax.