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Hüftgelenksarthrose

Synonyme

Arthrose des Hüftgelenkes, Hüftgelenksarthrose, Koxarthrose, Coxarthrose, Hüftarthrose, Arthrosis deformans, Osteoarthrose, Osteoarthritis deformans, Arthrosis deformans coxae, coxarthrosis

Vlg. auch Arthrose am Kniegelenk: Kniearthrose, Gonarthrose

Definition

Der Begriff “Hüftgelenksarthrose“ (= Koxarthrose oder auch Coxarthrose) umfasst alle degenerativen Erkrankungen im Bereich des Hüftgelenkes, die durch Erkrankung (z.B. angeborene Störung der Funktionseinheit Hüftkopf – Hüftpfanne oder Durchblutungs-, bzw. Stoffwechselstörungen, ...), Unfall (z.B. Schenkelhalsbruch) oder Verschleiß hervorgerufen werden.

Allen ursächlichen Erkrankungen gemein ist die zunehmende Zerstörung des Gelenkknorpels, die letztlich auch weitere Gelenkstrukturen wie Gelenkkapsel, Knochen und die zughörige Muskulatur schädigt.

Alter

In Fällen, bei denen die Ursache der Hüftgelenksarthrose unbekannt ist (= primäre Coxarthrose) entwickelt sich eine Hüftgelenksarthrose in der Regel erst im höheren Lebensalter (Malum coxae senile), somit meist erst nach dem 50.-60. Lebensjahr.
Häufig umfasst die Arthrose beide Seiten des Hüftgelenkes.

Hüftgelenksarthrosen, die auf nicht vollständig ausgeheilten Hüftgelenkserkrankungen oder anatomischen Varianten im Hüftkopf oder Pfannenbereich beruhen (= sekundäre Coxarthrose), treten in der Regel früher auf und beziehen sich meist nur auf eine Seite des Hüftgelenks.
Medizinisch bezeichnet man den einseitigen Gelenkbefall als monoartikulär.

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Autoren: Dr. med Nicolas Gumpert u. Dr. med Marc Jungermann

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Geschlechtsverteilung

Da Frauen häufiger unter einer Hüftdysplasie leiden und der Knorpel aufgrund seiner Beschaffenheit weniger belastbar ist als der männliche Knorpel, neigen Frauen eher zu Hüftgelenksarthrose als bei Männern.


Abbildung Hüfte

  1. Wirbelsäule
  2. Beckenschaufel (Os ilium)
  3. Hüftgelenk
  4. Hüftkopf
  5. Schenkelhals
  6. Symphyse
  7. kleiner Rollhügel (Trochanter minor)
  8. großer Rollhügel (Trochanter major)

Häufigkeit

Da letztlich der Verschleiß als Auslöser für die Hüftgelenksarthrose als Ursache gesehen werden muss, erscheint es nicht überraschend, dass das Risiko an einer Hüftgelenksarthrose zu erkranken mit zunehmendem Lebensalter steigt. Studien belegen, dass ab einem Alter von 70 Jahren etwa 70 bis 80 % Verschleißerscheinungen an der Hüfte und/oder anderen Gelenken aufweisen.

Ein wesentlicher Risikofaktor zur Entstehung, bzw. zur Beschleunigung einer bestehenden Hüftarthrose ist das Übergewicht (Adipositas).

Ursache

Es gibt unterschiedliche Ursachen für die Entstehung einer Koxarthrose.

Hinzu kommt, dass die Ursachen in den meisten Fällen nicht bekannt sind. Um die Arthrose hinsichtlich ihrer Ursache besser differenzieren zu können, unterscheidet man zwischen der primären und der sekundären Arthrose. Wenn sich eine Arthrose ohne ersichtlichen Auslöser entwickelt – und das ist in den meisten Fällen der Fall –, spricht man von einer primären Arthrose.

Als sekundäre Hüftgelenksarthrose bezeichnet man hingegen eine Arthrose, die aufgrund von Vorschädigungen, Fehlbelastungen, individuellen Entzündungsprozessen oder fehlerhaft angelegter Hüftpfanne (Hüftdysplasie) oder Schenkelhals (Impingement) entsteht.

Das Röntgenbild rechts oben zeigt Ihnen eine gesunde Hüfte. Man erkennt den Abstand zwischen dem Hüftkopf und der Hüftpfanne sehr gut. Dieser Abstand impliziert, dass sowohl die Pfanne als auch der Hüftkopf mit einer guten Knorpelschicht bezogen sind. Dies ist bei einer Arthrose nicht mehr der Fall. Die Knorpelschicht weist in einem solchen Fall teilweise erhebliche Schädigungen auf.

Nachfolgend aufgelistet finden Sie die häufigsten Ursachen, die für eine Entstehung einer Hüftgelenksarthrose verantwortlich gemacht werden können. In den meisten Fällen stehen Ihnen noch weitere Informationen zur Verfügung, die Sie über einen Link erreichen können.

  • Angeborene teil- oder komplette Verrenkung der Hüfte (Hüftluxation) bei angeborener Hüftdysplasie:
    Bei etwa 10% aller Neugeborenen liegt der Hüftkopf nicht korrekt in der Pfanne. Die Diagnose wird in der Regel durch eine Ultraschalluntersuchung gestellt. Je nach individuell unterschiedlichem Ausmaß der Hüftdysplasie ist eine Behandlung durch Spreizverband oder eine Operation notwendig, um Spätfolgen zu verhindern. Es ist hierbei von besonderer Bedeutung, dass dieses Krankheitsbild möglichst früh erkannt wird, da nur innerhalb der ersten beiden Lebensjahre eine Nachreifung des Pfannendaches (Verminderung oder Aufhebung der Hüftdysplasie) möglich wird. Bei ausbleibender Diagnose oder Nichtbehandlung entwickelt sich eine dauerhafte Hüftdysplasie mit ihren Spätfolgen.
     
  • Angeborene Formstörung (Hüftdysplasie):
    Man spricht von einer Hüftdysplasie bei Patienten, deren Hüftpfanne zu flach oder deren Schenkelhalswinkel zu steil (siehe auch die Anatomie vom Hüftgelenk) ist. Dies hat zur Folge, dass das Pfannendach den Hüftkopf nicht vollständig überdeckt, was in der Folge bedeutet, dass die Last nur von einem zu kleinen Teil des Gelenkes getragen wird.
    Dieses führt zum Frühverschleiß vom Hüftgelenk. Es erscheint daher einleuchtend, dass solche so genannten präarthrotischen Veränderungen (= Arthrose verursachenden Fehlstellungen) bei hochgradigen Befunden frühzeitig operativ korrigiert werden. Dies kann beispielsweise durch so genannte Umstellungsosteotomien geschehen.
    Beim Vergleich des Röntgenbildes einer Hüftdysplasie mit dem Röntgenbild einer gesunden Hüfte (siehe oben) werden gravierende Unterschiede erkenntlich. Dass dies nicht ohne Folgen sein kann, erscheint logisch. Im geschlechtsspezifischen Vergleich fällt auf, dass Frauen verhältnismäßig häufiger unter einer Hüftdysplasie leiden. Das Verhältnis zwischen Frauen / Männern liegt bei etwa 9:1.
     
  • Stoffwechselstörungen:
    Diabetes mellitus
    Durch Diabetes mellitus werden Ver- änderungen der Blutgefäße verursacht, die wiederum zu Durchblutungsstörungen im Bereich des Hüftkopfes führen. Die Folge aus dieser Minderversorgung ist beispielsweise eine Hüftkopfverformung oder im schlimmsten Fall das Absterben des Hüftkopfes (Hüftkopfnekrose, siehe unten).
    Weitere Informationen finden Sie unter unserem Thema: Diabetes mellitus

  • Gicht
    Patienten, die unter Gicht leiden, weisen einen erhöhten Harnsäuregehalt im Blut auf. Liegt der Harnsäuregehalt bei etwa 8 mg / dl oder höher, ist die Wahrscheinlichkeit einer Ablagerung so genannter Harnsäurekristalle (= Uratkristalle) im Gelenk sehr wahrscheinlich. Diese Kristalle zerstören die eigentlich glatte Oberfläche des Gelenkes. Kristalle lagern sich ab, wenn der Harnsäuregehalt im Blut zu hoch ist, es kann zu einem Gichtanfall kommen.
    Weitere Informationen finden Sie unter unserem Thema: Gicht
  • bakterielle Coxitis:
    Hierunter fallen bakteriell verursachte Infektionen des Hüftgelenkes. Das Auftreten einer bakteriellen Coxitis ist theoretisch bei allen Menschen möglich, allerdings ist die Wahrscheinlichkeit an einer bakteriellen Koxitis zu erkranken besonders bei Kindern und Patienten mit einem künstliches Hüftgelenk deutlich erhöht.
    Bei Kindern kann sie beispielsweise durch eine Verschleppung eines Infektherdes über den Blutweg entstehen. So kann beispielsweise eine Mandelentzündung durch Verschleppung über den Blutweg eine bakterielle Koxitits oder chronische Knocheneiterung (Osteomyelitis) verursachen.
    Lesen Sie bitte hierzu auch das Thema Osteomyelitis.
     
  • Epiphyseolysis capitis femoris
    (bei Kindern und Jugendlichen, bei Jungen etwa zwischen 12. und 16. Lebensjahr, bei Mädchen in der Regel zwischen dem 10. und 14. Lebensjahr):
    Beim Kind ist der Hüftkopf durch die so genannte Wachstumsfuge (= Knorpelfuge) getrennt. Dies bedeutet, dass der Hüftkopf und der Schenkelhals noch nicht durchgehend knöchern verbunden sind. Tritt in der Wachstumsfuge zwischen Femurhals und –kopf eine Lockerung auf, kann sich daraus eine Trennung und Verschiebung ergeben. Das bedeutet, dass bei Belastung der Schenkelhals nach vorn oben (= ventral kranial) wandert, der Hüftkopf allerdings in der Hüftpfanne festgehalten wird. Eine akute Epiphysenlösung stellt stets einen der wenigen Notfälle in der Orthopädie dar.

    Das bedeutet: Die Epiphyse muss schnellstmöglich reponiert werden. Das bedeutet der abgerutschte Hüftkopf muß schnell wieder in seine ursprüngliche Lage gebracht werden. Dabei kann ein operatives Vorgehen, mit Reposition und Fixation des Hüftkopfes notwendig werden. Bei Frühdiagnose und operativer Therapie mit entsprechender Korrektur, ist die Diagnose als gut einzustufen. Ein bleibender Schaden kann insbesondere bei einer späten Diagnose nicht immer ausgeschlossen werden. Das bedeutet, dass besonders wenn darüber hinaus noch eine Hüftkopfnekrose auftritt, eine frühe sekundäre Coxarthrose droht. Mehr Informationen  zu diesem Thema finden Sie bei der Epiphyseolysis capitis femoris.
     
  • Gelenkchondromatose
    Hierbei handelt es sich um eine Umwandlung von Schleimhautgewebe in Knorpelzellen, die Knorpelkugeln bilden, die als freie Gelenkkörper die Mechanik des Gelenkes stören.
     
  • Hüftkopfnekrose (HKN):
    Bei einer Hüftkopfnekrose handelt es sich um eine örtliche Durchblutungsstörung des Hüftkopfes. Durch die Durchblutungsstörung kommt es zu einer Verformung des Hüftkopfes. Durch die folgende Inkongruenz von Hüftkopf und Hüftpfanne kommt es kurzfristig zur Entwicklung einer Hüftarthrose.
     
  • Morbus Perthes:
    Durchblutungsstörungen des kindlichen Hüftkopfes mit zunehmender Verformung des Hüftkopfes. Der Morbus Perthes ist mit der Hüftkopfnekrose vergleichbar. Da er aber während der Wachstumsphase auftritt, können Inkongruenzen durch das noch bestehende Wachstum wieder ausgeglichen werden.
     
  • Osteoradionekrose:
    Darunter versteht man das Absterben des Hüftkopfes aufgrund von Durchblutungsstörung (Hüftkopfnekrose) infolge einer Bestrahlung eines hüftgelenksnahen Bereiches in der Tumortherapie.
     
  • Protrusio acetabuli:
    Darunter versteht man das Vorwölben der Hüftpfanne in das Becken. Diese Erkrankung findet man häufiger bei Erkrankungen des rheumatische Formenkreises (rheumatoide Arthritis / Rheuma).
     
  • Rheumatoide Arthritis (Rheumatismus, chronische Polyarthritis):
    Die rheumatoide Arthritis beginnt an der Innenhaut der Gelenke (= Synovia). Durch den chronischen Entzündungsprozess werden Substanzen freigesetzt, die das eigenen Gelenk angreifen und letztlich auch zerstören. Detailliertere Informationen finden Sie unter der Rubrik Rheuma / rheumatoider Arthritis.
     
  • Verletzungen des Hüftgelenkes oder Hüftluxation:
    Knochenbrüche im Bereich der Hüftpfanne (Acetabulumfraktur) oder des Schenkelhalses (Schenkelhalsfraktur) und Verrenkungen nach Unfällen im Hüftbereich

Risikofaktoren


Röntgenbild Hüftgelenk

  1. Hüftpfanne

  2. Hüftkopf

  3. Schenkelhals

  4. aufgebrauchter Gelenkspalt

Diagnose

Was sollte untersucht werden, um eine Hüftgelenksarthrose zu diagnostizieren?

Klinische Diagnostik:

Apparative Diagnostik:

Notwendige Untersuchungen:

 


Im Einzelfall nützliche Untersuchung:

Folgen der Coxarthrose / Hüftarthrose

In der Regel beschränkt sich eine Arthrose auf ein oder mehrere Gelenke, wobei sie in den meisten Fällen zunächst über Jahre hinweg symptomfrei verläuft. Auch wenn man eine Koxarthrose, also den Verschleiß des Hüftgelenkes bereits auf dem Röntgenbild diagnostizieren kann, sind Schmerzen oder schmerzbedingte Bewegungseinschränkungen usw. nicht zwangsläufig vorhanden.

Krankheitsspezifisch steht zunächst die zunehmende Zerstörung des Hüftgelenkes im Vordergrund. Es treten erste Risse im Gelenkknorpel auf, die sich zunehmend erweitern und in Folge durch kleine absterbende Knorpelabriebpartikel eine Gelenkhautentzündung (Synovitis) auslösen. Sie ist es, die dann beim Patienten teilweise sehr starke Schmerzen verursacht. Eine Arthrose alleine ist nicht schmerzhaft! Durch den zunehmenden Druck, der auf dem Gelenk lastet versucht dasselbe en Druck durch eine größere Gelenkfläche zu vermindern. Dadurch kommt es zu Knochenanbauten. Die Konsequenzen der Veränderungen durch Zerstörung und Verformung im Bereich der Hüftpfanne sowie Kapselschrumpfung und Knochenanbau schlägt sich in einer schmerzhaften Funktionsminderung nieder.

Das Röntgenbild weist einen aufgebrauchten Gelenkknorpel auf, den man durch das Nichtvorhandensein eines Gelenkspaltes erkennt. Die Veränderungen werden besonders dann deutlich, wenn man sie mit dem Röntgenbild einer gesunden Hüfte (weiter oben) vergleicht.

Prognose

Natürlicher Verlauf

Der Verlauf einer Koxarthrose unterliegt vieler Variablen, die es nicht erlauben für den Einzelfall eine exakte Prognose zu stellen:

Fest steht allerdings, dass der Arthrosegrad mit der Dauer der Erkrankung zunimmt.


Prognose nach bestimmten therapeutischen Verfahren

Therapie

Als generelle Ziele der verschiedenen Therapiemöglichkeiten gelten: Die Minderung der Schmerzen und damit verbunden die Verbesserung der "Lebensqualität". Dazu zählt in erster Linie die Erhaltung, bzw. die Verbesserung der Beweglichkeit (Lösen von Spannungszuständen, Normalisieren der Muskelfunktionen), der Gehleistung und die Verzögerung des Fortschreitens der Koxarthrose.

Meist ist es wichtig, die so genannten „Störfaktoren“ auszuschalten. Darunter fallen beispielsweise Achsenfehlstellungen, einseitige Überlastungen, Übergewicht oder auch Stoffwechselstörungen. Dies ist unter Umständen nicht immer leicht.

Konservative Therapie

Medikamentöse Therapie

Diese Therapieform therapiert nicht die Ursache. Die medikamentöse Behandlung dient vielmehr der Reduktion der Schmerzen und der Entzündungshemmung.
Hierfür gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Man kann systemisch und lokal mit diversen Substanzgruppen therapieren. Dies soll nachfolgend näher erläutert werden.

Physikalische Therapie

Die Möglichkeiten der physikalischen Maßnahmen sind sehr vielfältig. Nachfolgend sind einige denkbare Maßnahmen aufgelistet:

Orthopädietechnische Maßnahmen

Operative Therapie

Heutzutage werden Operationen zum einen zur Verhütung einer drohenden Deformierung, aber auch zur Schmerzbekämpfung, bzw. zur Wiederherstellung durchgeführt.

Allgemeine Indikationskriterien

Die Auswahl des Operationsverfahrens ist dabei in erheblichem Maße von den Indikationskriterien abhängig. Es stehen demzufolge verschiedene Operationsverfahren zur Verfügung.

Häufige Operationsverfahren

Hierunter fallen:

Heutzutage wird die Versteifung (= Arthrodese) der Hüfte nur noch in speziellen Fällen durchgeführt. Durch die Versteifung wird primär eine Schmerzfreiheit erreicht. Eine ggf. unumgängliche Hüftendoprothese einzubauen erweist sich allerdings als sehr schwierig, wenn die Hüfte bereits im Vorfeld versteift wurde.

Wie man anhand der Beschreibungen feststellen kann, sind die unterschiedlichen Umstellungsosteotomien nur sehr individuell einsetzbar. Immer müssen bestimmte Voraussetzungen vorliegen.

Man kann somit festhalten, dass Gelenk erhaltende Operationen der Korrektur von Fehlstellungen eines oder beider Gelenkkörper eingesetzt werden. Dabei soll im Bereich des Hüftgelenks vor allem die mechanische Beanspruchung verbessert und das Fortschreiten der Arthrose verzögert werden. Die Erfolgschancen einer Umstellungsosteotomie sind höher, wenn die Gelenk erhaltende Operation im frühen Arthrosestadium stattfindet. Somit sinken die Erfolgschancen bei zunehmendem Arthrosestadium.

Mögliche Folgen und Komplikationen

Als allgemeine Risiken und Komplikationen gelten:

Spezielle / spezifische Folgen:

Komplikationen

Gelenkersatz (künstliches Hüftgelenk)

Im Rahmen einer Endoprothesenoperation erfolgt zunächst eine komplette Entfernung aller zerstörter Gelenkanteile. Diese entfernten Gelenkanteile werden dann durch künstliche ersetzt. Dies hat zur Folge, dass die Patienten in der Regel schmerzfrei werden.

Mittlerweile sind Hüftprothesen als solches recht lange „haltbar“, wenngleich Wechseloperationen besonders häufig bei jungen und aktiven Patienten stattfinden. Daher sollte der Operationszeitpunkt sorgsam gewähklt werden. Wenn die Lebensqualität jedoch erheblich, z.B. durch nächtliche Schmerzen eingeschränkt ist, sollte eine Hüftprothesenoperation erfolgen.

Zu bedenken ist auch, dass mit steigender Implantationsdauer das Lockerungsrisiko ansteigt.

Man kann daher festhalten:
Jüngere Patienten mit schwerer Koxarthrose sollten eine Operation auf sich nehmen, wenn alternativ alle konservativen Therapieoptionen ausgeschöpft wurden.

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