Inhalt:
- Zähne putzen
- Synonyme
- Einleitung
- Rot nach Weiß Methode
- Bass Methode
- Rotationsmethode
- Falsche Putzmethode
- Wie oft sollen die Zähne geputzt werden?
- Systematik beim Zähneputzen
- Dauer des Zähneputzens
- Vermeidung von Putzschäden
- Brücken und herausnehmbarer Zahnersatz
- Zusammenfassung
- weiterführende Informationen
- Zahnpflegequiz
Zähne putzen
Synonyme
Zähneputzen, Zahnreinigng, Zahnpflege, Zahnseide, Zahnbürste
Einleitung
Bakterieller Zahnbelag (Plaque) ist die Ursache für Karies und Erkrankungen des Zahnhalteapparates. Die Prophylaxe dieser Erkrankungen besteht in der Entfernung dieser Beläge. Dazu dienen neben Zahnseide, Zahnhölzer und Zahnzwischenraumbürsten vor allem Zahnbürsten und Zahnpasta. Da die Beläge sehr fest auf der Zahnoberfläche sitzen ist eine gewisse Systematik notwendig. Dazu wurden verschiedene Putzmethoden entwickelt.
Rot nach Weiß Methode
Die Rot nach Weiß Methode beim Zähne putzen ist die gebräuchlichste Putztechnik. Sie ist vor allem für Kinder und Jugendliche und Erwachsene geeignet, bei denen die Gefahr einer Karies im Vordergrund steht. Bei dieser Methode stehen die Borsten der Zahnbürste senkrecht auf dem Zahnfleisch und werden mit leicht kreisenden Bewegungen zum Zahn hin bewegt. Der Vorteil dieser Putztechnik liegt in der leichten Erlernbarkeit. Der Nachteil ist, dass die Beläge unterhalb des Zahnfleisches nicht erreicht werden.
Bass Methode
Die Bass Methode ist vor allem für Patienten gedacht, die bereits Zahnfleischtaschen aufweisen, da mit dieser Methodik auch die Vertiefungen am Zahnfleischrand erfasst werden. Allerdings ist mit dieser Putztechnik ein höherer Zeitaufwand verbunden. Bei dieser Methode wird die Zahnbürste in einem Winkel von 45° am Zahn angelegt und mit rüttelnden Bewegungen werden die Zahnfleischtaschen gereinigt. Dabei ist zu achten, dass das Zahnfleisch nicht verletzt wird.
Rotationsmethode
Besonders für kleine Kinder ist die Rotationsmethode geeignet. Hierbei wird bei geschlossener Zahnreihe die Zahnbürste senkrecht aufgesetzt und es werden kreisende Bewegungen ausgeführt, dabei werden sowohl die Oberkiefer- als auch die Unterkieferzähne gleichzeitig erfasst. Allerdings werden die Beläge unterhalb des Zahnfleisches nicht gereinigt. Auch ist es natürlich bei geschlossener Zahnreihe nicht möglich mit dieser Methode die Innenflächen der Zähne zu erreichen.
Es gibt auch noch weitere Putzmethoden. Diese sind, wie zum Beispiel die Charter-Zahnputzmethode, relativ kompliziert und sollten deshalb in der Zahnarztpraxis gezeigt und geübt werden. Sie sind auch nur für besondere Fälle geeignet.
Falsche Putzmethode
Leider wird am häufigsten eine falsche Putztechnik angewendet. Dabei wird die Zahnbürste mit horizontalen Bewegungen an der Zahnreihe entlang geführt. Dieses so genannte „Schrubben „ hat mehrere Nachteile. Die Zahnbeläge werden in den Zahnzwischenraum befördert und nicht beseitigt. Unterhalb des Zahnfleischrandes befindliche Beläge werden nicht entfernt und bei Patienten, die bereits freiliegende Zahnhälse haben, kann es zu keilförmigen Defekten kommen.
Wie oft sollen die Zähne geputzt werden?

- gemeinsames Zähneputzen ist besonders für Kinder förderlich
Empfohlen wird das Zähne putzen nach jedem Essen. Dies ist jedoch nicht immer möglich. Am Morgen sollten die Zähne nach dem Frühstück geputzt werden. Mit der Ausnahme, wenn säurehaltige Speisen oder Getränke, wie zum Beispiel Orangensaft, zum Frühstück gehören. Dann könnte die oberste Schmelzschicht angegriffen werden, die dann beim Putzen abgelöst wird. Deshalb in diesen Fällen: Putzen vor dem Frühstück. Nach dem Abendbrot sollten die Zähne geputzt werden, damit nicht während der Nacht Bakterien in den Zahnbelägen den Schmelz angreifen können.
Systematik beim Zähneputzen
Um zu einer gründlichen Reinigung der Zähne zu kommen, ist ein systematisches Vorgehen notwendig. Rechtshänder beginnen hinten im linken Unterkiefer bis zur Mitte der Zahnreihe und dann auf der rechten Seite. Beim Oberkiefer wird rechts hinten begonnen und darauf auf der linken Seite. Es werden zunächst die Außenflächen geputzt und dann die Innenflächen der Zähne. Am Schluss werden die Kauflächen gereinigt. Linkshänder putzen in der umgekehrten Reihenfolge.
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Dauer des Zähneputzens
Je nachdem welche Putzmethode angewendet wird, ist die Dauer des Zähneputzens unterschiedlich. In der Literatur wird immer wieder eine Putzdauer von 3 Minuten angegeben. Dies ist eine sehr lange Zeit. Daher haben Erfahrungen gezeigt, dass die mittlere Putzdauer nur 1 Minute und weniger beträgt. Auch der Gebrauch einer elektrischen Zahnbürste verringert die notwendige Putzzeit nicht.
Vermeidung von Putzschäden
Unsachgemäßes Putzen der Zähne kann auch Schäden verursachen. Ein zu hoher Anpressdruck kann zu einem Abbau des Knochens führen und dadurch die Zahnhälse freilegen. Der Druck, mit dem die Borsten am Zahn entlang geführt werden, sollte daher nicht mehr als 200 Gramm betragen. „Schrubben“ , zumal mit harten Borsten, kann zu keilförmigen Defekten führen. Zu harte Borsten und zu hoher Druck kann zu Verletzungen des Zahnfleisches führen.
Brücken und herausnehmbarer Zahnersatz
Eine besondere Reinigung bedürfen Kronen und Zahnbrücken. Hier liegt die Aufmerksamkeit vor allem auf der Zahnhalsregion. Bei Brücken sollte die Reinigung sowohl mit der Zahnbürste als auch mit Zahnseide durchgeführt werden. Die Reinigung des herausnehmbaren Zahnersatzes wird natürlich außerhalb des Mundes durchgeführt, das Restgebiss aber normal geputzt.
Zusammenfassung
Für das richtige Zähneputzen stehen mehrere Putzmethoden zur Verfügung. Die Putzzeit sollte ,wenn möglich, 3 Minuten betragen und mit einer Systematik durchgeführt werden. Unbedingt ist das „ Schrubben „ zu vermeiden.
weiterführende Informationen
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- Ernährung für gesunde Zähne
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