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Therapie einer Hysterie

Therapie

Die Therapie der Hysterie beginnt gewissermaßen bereits mit der ersten Kontaktaufnahme. Meist werden Konversionsstörungen erst nach Monaten und der Konsultation aller möglichen Spezialisten entdeckt. Grund hierfür ist häufig, dass der Verdacht, das Leiden des Patienten sei „nur psychisch bedingt“, dazu führt, dass sich der Ratsuchende weder verstanden noch ernst genommen fühlt. Aus diesem Grund ist es wichtig, den Patienten nur vorsichtig auf diese Möglichkeit anzusprechen und dafür die richtigen Worte zu wählen. Der Patient darf sich nicht als „schuld an der Krankheit“ wahrgenommen fühlen.

Außerdem sollte in der Anamnese der Hysterie nicht nur nach dem Wesen der körperlichen Symptome, sondern auch nach möglichen aktuellen Problemen oder z.B. einer psychiatrischen Vorgeschichte gefragt werden. Bei einem begründeten Verdacht auf Konversionsstörungen müssen rechtzeitig Spezialisten wie Psychiater in den Prozess der Diagnose und der Therapie miteinbezogen werden. Dem Patienten wird im besten Fall auch nichts verheimlicht. Die Wortwahl ist besonders entscheidend, ebenso wie ein vertrauensvolles Verhältnis zwischen Arzt und Patient.

Viele Patienten, denen lange nicht geholfen werden konnte, sind sogar eher erleichtert, wenn sie schließlich tatsächlich eine Diagnose gestellt bekommen. Die Therapie besteht vor allem aus Psychotherapie, also therapeutischer Gesprächsführung. Auch Verhaltenstherapie, die versucht, positive Verhaltensweisen zu trainieren, kommt zum Einsatz. Medikamente, wie Antidepressivum sollten, wenn überhaupt, dann nur zeitweise und dann auch nur bei depressiven Zügen der Patienten verschrieben werden.

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Eine Übersicht aller Themen aus dem Gebiet der Psychiatrie finden Sie unter Psychiatrie A-Z

Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 17.12.2018
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