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Schizophrenie

Synonyme im weiteren Sinne

  • Bewusstseinsspaltung
  • endogene Psychosen
  • schizophrene Psychosen
  • Psychosen aus dem schizophrenen Formenkreis

Definition

Um den Begriff der Schizophrenie zu verstehen, muss man zunächst einmal den Begriff Psychose klären. Eine Psychose ist ein Zustand, bei dem der Patient den Bezug zur Wirklichkeit (Realität) verliert. Normalerweise nehmen wir Menschen unsere Realität mit Hilfe unserer Sinne wahr und verarbeiten sie anschließend in unserem Denken. Im Rahmen einer Psychose, bzw. eines psychotischen Zustandes kann beides gestört sein.

Die Schizophrenie nun ist eine Form der Psychose, bei der zum einen die Sinneswahrnehmungen gestört sein können und es zu Halluzinationen kommen kann, zum anderen kann auch das Denken an sich schwer gestört sein. Die Verarbeitung von Wahrnehmungen können z.B. zu Wahnvorstellungen führen.

Alles in allem verlieren Menschen in einem psychotischen Zustand nach und nach den Bezug zur Realität und somit auch zu ihrem Leben. Sie können die ihnen zugetragenen Aufgaben (als Partner, Arbeitnehmer, Autofahrer etc.) zunehmend schwerer erfüllen.

Was Psychose bzw. Schizophrenie nicht meint, ist eine gespaltene Persönlichkeit bzw. multiple Persönlichkeitsstörung!

Lesen Sie mehr zum Thema unter: Persönlichkeitsstörung)


Symptome

Insgesamt kann das klinische Bild bzw. die Symptomatik von Patient zu Patient sehr verschieden sein. Obwohl es sich somit um eine Krankheit mit vielen Gesichtern handelt, gibt es eine Einteilung der klinischen Symptome in 3 Klassen:

  • Positivsymptomatik
  • Negativsymptomatik
  • Psychomotorische Symptomatik

Besonders spezifisch für eine Schizophrenie sind beispielsweise Störungen des eigenen Ich-Gefühls im Sinne einer Fremdsteuerung, bei dem die Betroffenen das Gefühl haben, ihre Gedanken wären nicht ihre eigenen, als würden ihnen Ideen eingegeben oder genommen. Auch Wahnerleben gehört zum Formenkreis der Schizophrenie, beispielsweise in Form einer Paranoia oder einem Größenwahn. Sehr typisch sind außerdem akustische Halluzinationen in der Form von kommentierenden, meist negativen Stimmen, möglicherweise noch begleitet durch andere Halluzinationen. Zudem ist in der Regel das Denken und logische Kombinieren eingeschränkt und das Umfeld und Erlebte kann nicht mehr richtig interpretieren werden. 

Der Affekt, also ihr emotionales Erleben, ist ebenso beeinträchtigt, wodurch sich die scheinbare Teilnahmslosigkeit erklärt. In manchen Kontexten ist aber auch unangemessenen Überreagieren und unverständliche Reaktionen möglich. Die Ausprägung dieser Symptome variiert je nach Schizophrenie-Form. Multiple Persönlichkeiten, wie sie häufig in Film und Fernsehen inszeniert werden, sind ein eher seltenes Erscheinungsbild der Schizophrenie.

Einige dieser oben beschriebenen Symptome sind sehr spezifisch für eine Schizophrenie, wohingegen manche Symptome eher begleitend auftreten. Aus diesem Grund teilt man diese in Symptome 1. Ranges und 2. Ranges ein. 

Symptome des 1. Ranges

Unter der Bezeichnung „Symptom des ersten Ranges“ versteht man Symptome, die einen klaren Hinweis auf das möglich Vorliegen einer Schizophrenie geben können, da sie für eine Schizophrenie sehr spezifisch sind.

Eines der häufigsten Symptome erster Ordnung stellt das Hören von Stimmen dar. Hierbei unterscheidet man zwischen dialogisierenden und kommentierenden Stimmen, sowie dem Gedankenlautwerden, also dem Gefühl, dass die eigenen Gedanken von einer anderen Person nachgesprochen würden. Letzteres bewirkt bei Betroffenen oft, dass sie das Gefühl bekommen, Gedanken anderer diktiert zu bekommen.
Weiterhin können leibliche Beeinflussungserlebnisse vorhanden sein, was beschreibt, dass Betroffene das Gefühl haben, jemand anderes würde Zugriff zu ihrem Körper haben und beispielsweise den Arm heben, obwohl sie dies nicht wollen. Viele Personen vergleichen diese Erlebnisse mit dem Gefühl eine Marionette zu sein.

Weitere Symptome des ersten Ranges sind Gedankeneingebungen, Gedankenausbreitungen, Gedankenentzug. Bei letzterem empfinden Betroffene das Gefühl, dass meist ein übersinnliches Wesen, wie der Teufel, ihnen ihre Gedanken stellen würde und sie deswegen keine klaren Gedanken mehr fassen könnten.
Zu diesem Symptomspektrum gehören weiterhin das Gefühl der Willensbeeinflussung und der Wahnwahrnehmung, dass also realen Wahrnehmungen eine wahnhafte Bedeutung beigemessen wird.

Symptome des 2. Ranges

Symptome des zweitens Ranges sind in Abgrenzung zu Symptomen des ersten Ranges nicht sehr spezifisch für das Vorliegen einer Schizophrenie. Wichtig zu verstehen ist, dass diese Rangunterteilung keine Aussage über die Schwere oder die Auswirkungen der einzelnen Symptome trifft, sondern alleine die Spezifität dieser Symptome für eine Schizophrenie beschreibt.
Ein Beispiel für ein solches Symptom stellen Halluzinationen dar, die auch bei anderen psychischen Erkrankungen auftreten können. Man unterscheidet hierbei zwischen akustischen, optischen und olfaktorischen Halluzinationen. Doch auch affektive Störungen können Teil des Symptomspektrums einer Schizophrenie sein. Zu diesen Störungen gehören beispielweise depressive Verstimmungen, eine übertriebene Euphorie, Ratlosigkeit oder eine sog. Parathymie, also einer Differenz zwischen dem Ausdruck und dem Gefühlten. Ein Beispiel für letzteres wäre, dass eine Person lacht, obwohl sie eigentlich große Traurigkeit verspürt.

Zudem können Wahnideen oder -vorstellungen bei den Betroffenen vorhanden sein.
Diese Wahnideen werden meist in Verknüpfungen mit den anderen Symptomen der Schizophrenie gebracht. So bilden sich beispielsweise Personen mit optischen Halluzinationen oft ein, im Sinne einer Wahnvorstellung, verfolgt oder durch eine höhere Macht bestraft zu werden.

Lesen Sie mehr zum Thema unter: Symptome einer Schizophrenie

Positivsymptomatik

Die Symptome vieler psychischer Erkrankungen werden in positive und negative Symptome eingeteilt. Der Begriff der Positivsymptomatik umfasst hierbei alle Symptome, die im Vergleich zum Normalzustand, hinzukommen

Bei der Schizophrenie gehören hierzu beispielsweise akustische und optische Halluzinationen, wie dem Hören von Stimmen. In Kombination mit den meist vorhandenen Wahnideen bzw. -vorstellung können diese zu einer völligen Verzerrung der Realität für die Betroffenen führen und die Lebensqualität drastisch senken.
Weitere Symptome, die der Positivsymptomatik zugerechnet werden können, stellen formale und inhaltliche Denkstörungen dar. Erstere werden von schizophrenen Patienten meist als eine Gedankenblockade oder als Raub von Gedanken durch eine höhere Macht beschrieben, was dazu führt, dass sie keine logischen Gedankengänge mehr verfolgen können. Im Gegensatz hierzu gehen inhaltliche Denkstörungen mit Wahnideen oder Ich-Störungen einher.
So werden häufig normale Umstände auf die Person selbst bezogen und es wird versucht eine Erklärung für diese zu finden, die meist für Außenstehende nicht nachzuvollziehen ist.

Weitere Positivsymptome sind:

  • Verhaltensveränderungen
  • Störungen im Gefühlsausdruck
  • assoziative Lockerung (Zerfahrenheit)
  • Perseverationen (Wiederholungen)
  • Neologismen (Wortneuschöpfungen)

Positivsymptome sind für das typische Bild einer Schizophrenie verantwortlich und vor allem in akuten Schüben ausgeprägt. Sie sprechen gut auf die gängigen antipsychotischen Medikamente  und sind deutlich besser therapierbar als Negativsymptome.

Negativsymptomatik

Im Gegensatz zur Positivsymptomatik, umfasst der Begriff der Negativsymptomatik alle Symptome, die mit dem Verlust von normalen körperlichen und geistigen Fähigkeiten einhergehen, wie zum Beispiel geistige Defizite oder Sprachverarmung.

Affektive Störungen sind diesem Symptomspektrum ebenfalls zu zurechnen. Diese gehen meist mit einer Minderung des Antriebs und einer Interessenlosigkeit einher, der dann auch zu sozialem Rückzug führen kann.
Im Bereich der geistigen Leistungsfähigkeit können häufig starke Einschränkungen vorliegen, die im Krankheitsverlauf zunehmen. Zudem besteht eine starke Verminderung der Konzentrationsfähigkeit und eine Sprachverarmung.
Tritt die Schizophrenie bereits im Kinder- und Jungenalter auf, können weiterhin Einschränkungen der Motorik, im Sinne einer Muskelschwäche und Koordinationsproblemen, beschrieben werden.

Medikamente wirken leider kaum auf diese Beschwerden, die Behandlung von Negativsymptomen ist daher äußerst schwierig.

Die Wahnvorstellungen

Bei der sog. Wahnvorstellung ist der Inhalt des Denkens (Vorstellungen, Überzeugungen) gestört. Die Patienten entwickeln im Rahmen des Wahns Ideen, von denen sie überzeugt sind (im Sinne von „wissen“), dass sie wahr sind, obgleich diese nicht der Wahrheit entsprechen. Sie treten mit ungeheurem Einsatz für ihre Vorstellungen und Ideen ein und lassen in der Regel keinen Widerspruch zu. Gelegentlich, jedoch keineswegs immer, erscheinen diese Vorstellungen auch für Außenstehende recht logisch und durchdacht, so dass man von einem regelrechten „Wahnsystem“ sprechen kann. Es gibt in der Schizophrenie einige „typische“ Wahninhalte.

  • Verfolgungswahn (Paranoider Wahn)
    Bei dieser Art von Wahnvorstellung, fühlen sich Patienten verfolgt, bedroht oder auch unterdrückt.
    Zum Beispiel: Vorbeifahrende Autos können hier plötzlich zum Geheimdienst gehören. Der Nachbar, der nicht grüßt, hat einen Lauschangriff vor. Der klingelnde Postbote wird auf einmal zum Auftragsmörder.Auf der Straße fühlt man sich ständig beobachtet oder verfolgt.
  • Größenwahn (Megalomanie):
    Inhalt dieses Wahns ist die Großartigkeit des Patienten.
    Zum Beispiel: Der Patient hält sich für den Retter der Welt, den genialsten Wissenschaftler, direkten Nachfahre von Napoleon oder Jesus oder eine andere übermäßig fähige Person.
  • Kontrollwahn:
    Hierbei kommt es zu der Vorstellung, dass sowohl eigene Handlungen, Gedanken oder auch Impulse durch andere „Mächte“ oder Menschen beeinflusst und kontrolliert werden.
    Zum Beispiel: Ein Patient, der seine Gedanken als fremd und verändert erlebt, kann der festen Überzeugung sein, dass sein Nachbar von gegenüber ihn mit einem Gerät „bestrahlt“. Auch körperliche Beschwerden wie Unruhe oder Magenschmerzen werden durch „Aktionen“ anderer Menschen erklärt.
  • Beziehungswahn:
    Beim Beziehungswahn sieht der Patient in bestimmten Handlungen, Situationen, Gegenständen oder auch Menschen eine für ihn wichtige Bedeutung.
    Zum Beispiel: Der Patient glaubt, dass Fernsehsendungen oder Radioübertragungen Texte für ihn persönlich übermitteln. Auch können Verkehrsschilder eine versteckte Botschaft haben, in welche Richtung sich der Patient bewegen soll.
  • Verarmungswahn
    Hier weiß der Kranke um seinen bevorstehenden finanziellen Ruin, obwohl die Gefahr realsistisch betrachtet nicht gegeben ist. Hierbei drehen sich die Sorgen im Besonderen häufig um die Versorgung der Angehörigen
  • Hypochondrischer Wahn:
    Hier weiß der Patient, dass er an mindestens einer schweren körperlichen Erkrankung leidet. Diese Erkrankung wird vom Patienten nicht selten als unheilbar und tödlich wahrgenommen. Negative Befunde und Versicherungen mehrerer Ärzte können ihn nicht von dieser Überzeugung abbringen.
  • Versündigungswahn:
    Der Kranke weiß, dass er sich gegen eine höhere oder niedere Macht versündigt hat. Handelt es sich um einen gläubigen Menschen, ist der Inhalt des Wahns häufig religiös geprägt. Gibt es keine besondere Spiritualität, kann sich die Versündigung auf weltliche Belange erstrecken.
  • Nihilistischer Wahn:
    Dies ist ein Wahn, der insbesondere von Außenstehenden als besonders verstörend empfunden wird. Hierbei leugnet der Kranke als Resultat seiner empfundenen Leere die Existenz als eigene Person und gegebenenfalls auch noch die Existenz der ihn umgebenen Welt.

Störungen im Denken und Sprechen

Bei vielen Schizophreniepatienten fällt eine auffällige Ausdrucksweise auf, welche zumeist auf ein verändertes formales Denken zurückzuführen ist. Formal bedeutet nicht was man inhaltlich denkt, sondern wie man denkt.
Zur besseren Erläuterung werden im Folgenden die häufigsten formalen Denkveränderungen aufgeführt.
Der Vollständigkeit halber soll erwähnt sein, dass solche formalen Denkstörungen natürlich auch bei anderen Störungen, wie z.B. der Manie, der Demenz etc. auftreten können.

  • Assoziative Lockerung (Zerfahrenheit):
    Dies bedeutet, dass Patienten von „Höcksken auf Stöcksken“ kommen. Schon kleine Reize von Außen führen dazu, dass ein Patient den Faden verliert. Insgesamt wirkt der ganze Sprachfluss unzusammenhängend und nicht oder nur sehr schwer nachvollziehbar.
    Zum Beispiel: Ein Patient wird gefragt, ob er heute schon seine Medikamente bekommen habe. Er antwortet daraufhin: Nein, die will ich nicht...die haben immer so blöde Nebenwirkungen. Mein Schwager ist ja auch blöd. Der ist jetzt schon 2 Jahre mit meiner Schwester zusammen. Die 2 kommt vor der 3....vor dem Haus ist besser als hinter dem Haus etc.
  • Perseverationen (Wiederholungen):
    Bei dieser Art von Denkstörung werden einzelne Worte oder Sätze bzw. Satzteile ständig wiederholt. Es bedeutet aber auch das starre Festhalten eines Gedankenganges bzw. eine mangelnde Flexibilität im Denken.
  • Neologismen (Wortneuschöpfungen):
    Patienten „erfinden“ neue Worte und bauen sie als selbstverständlich in ihren Sprachfluss mit ein.
  • Störungen im Gefühlsausdruck
    Diese Art von Störung bezeichnet Auffälligkeiten, die viele Schizophrene zeigen. Sie haben häufig große Schwierigkeiten sich emotional der Situation angemessen zu verhalten. Eine traurige Nachricht etwa wird verlacht, eine schöne Situation kann zum verzweifelten Weinen führen. Insgesamt kann die gesamte Stimmungslage relativ unberechenbar sein. Es kann in relativ kurzer Zeit zu Freudenausbrüchen kommen, auf die Wutausbrüche folgen.

Halluzinationen

Unter Halluzinationen versteht man frei übersetzt „Fehlwahrnehmungen der Sinne“. Unsere 5 Sinne vermitteln uns Reize, mit denen wir uns mit der Umwelt auseinandersetzen. Im Rahmen der Schizophrenie kann es nun passieren, dass einer oder mehrere dieser Sinne nicht vorhandene Reize aufnehmen und übermitteln.

Die häufigste ist die „gehörte“ Halluzination (akustische Halluzination). Hierbei hören die Patienten entweder sog. gerichtete oder ungerichtete Halluzinationen. Ungerichtete Halluzinationen sind z.B. Knall- oder Motorengeräusche.
Gerichtete Halluzinationen sind häufiger und treten meist in Form von Stimmen auf. Hierbei muss man als Behandler ganz genau auseinanderhalten, was diese Stimmen zum Patienten sagen. Möglich ist zum einen, dass es zu einem Gespräch zwischen dem Patienten und der Halluzination kommt (dialogisierende Stimmen), zum anderen, dass die Stimmen nicht zu, sondern über den Patienten sprechen (kommentierende Stimmen).
Eine dritte Möglichkeit ist besonders problematisch. Dies sind die befehlenden Stimmen (imperative Stimmen). Oft haben Patienten einen sehr starken Drang diesen Befehlen nachzugeben, in der Hoffnung dann Frieden zu finden. Eine imperative Halluzination ist somit immer ein Grund für eine stationäre Behandlung, da es ein erhöhtes Selbstschädigungsrisiko gibt. (Zur Not auch gegen den Willen des Patienten. S. hierzu auch Thema Betreuungsrecht).

Die zweithäufigste Halluzination ist die „gesehene“ Hallizination (optische Halluzination). Hier können alle möglichen Dinge (Tiere, Menschen, Gegenstände) auftreten. Ein typisches und gut bekanntes Beispiel für eine optische Halluzination, sind die sog. „weißen Mäuse“ bei einem Alkoholentzugsdelir.
Seltener gibt es die geschmacklichen (gustatorischen) Halluzinationen deren Inhalt sich meist um Essen und Trinken dreht; die gerochenen (olfaktorischen) Halluzinationen, bei denen oft schlimme Gerüche (z.B. Rauch und Verwesungsgeruch) im Vordergrund steht oder die gefühlten (taktilen) Halluzinationen, bei denen oft „Insektenkrabbeln“, Elektrostöße oder Juckreiz beschrieben werden.
Bei schizophrenen Patient kann häufig schon vor dem Auftreten echter Halluzinationen eine verstärkte Wahrnehmung beobachtet werden. Farben werden als greller, Geräusche als lauter wahrgenommen.

Lesen Sie mehr zum Thema unter: Halluzinationen

Die Psychomotorik

Der Begriff der Psychomotorik beschreibt die durch psychische Vorgänge modulierbaren Anteile eines Bewegungsablaufs.

Im Rahmen psychischer Erkrankungen, wie etwa der Schizophrenie, kann es zu einer Störung dieser Verknüpfung zwischen Psyche und Bewegung kommen, was unterschiedlich Symptome zur Folge haben kann.
Hierzu gehört die Ausbildung von Bewegungsautomatismen, die sich in vielen verschiedenen Formen präsentieren können.  Zum Beispiel können Menschen den Automatismus entwickeln, alles Gehörte immer sofort nachsprechen zu müssen oder stets eine gegenteilige Bewegung durchzuführen, als die beobachteten Menschen.
Ein weiteres Symptom ist die Entwicklung von Ticks, also unwillkürlichen Muskelzuckungen, die sich rasch wiederholen. Ebenfalls kann eine starke ausgeprägte motorische Unruhe bestehen, wie dem ständigen hin und her Laufen in einem Raum beispielsweise.

Im Gegensatz zu den genannten Symptomen, die mit einer erhöhten Bewegung einhergehen, können Störungen der Psychomotorik auch mit einer starken Bewegungsarmut und Antriebsarmut einhergehen.

Informieren Sie sich hier zum Thema Ticks

Nervosität als Symptom

Die, bei den meisten schizophrenen Patienten vorkommende Nervosität wird der Negativsymptomatik zugrechnet und ist oft eines der ersten Zeichen der Manifestation einer Schizophrenie.

Die Entstehung dieser ausgeprägten Nervosität kann zum einen auf eine grundlegende Befindlichkeitsstörung zurückgeführt werden, die im Rahmen dieser Erkrankungen bestehen können. Doch auch andere möglicher Symptome der Schizophrenie, wie Halluzinationen, können zu einer Nervosität führen, da die Betroffenen nicht wissen, wie sie mit dieser Situation umgehen sollen. Des Weiteren ist bei vielen Patienten im Rahmen einer psychomotorischen Störung eine motorische Unruhe zu beobachten, die das Bild der Nervosität verstärken kann.

Auch eine ausgeprägte Unruhe ist sehr häufig bei schizophrenen Patienten vorhanden. Diese Unruhe entsteht zum einen aus einer Störung der Psychomotorik, die mit der Entwicklung von Ticks, Bewegungsautomatismen oder dem Drang zur ständigen Bewegung einhergehen kann.
Doch spielen auch psychische Aspekte bei der Entstehung der Unruhe eine große Rolle. So können schizophrene Patienten oft keine klaren Gedanken mehr fassen und entwickeln im Rahmen des Krankheitsverlaufs meist Wahnideen, die durch optische und akustische Halluzinationen verstärkt werden können.

All diese Faktoren führen dazu, dass Betroffene körperlich und geistig nie zu Ruhe kommen können.

Depressive Verstimmungen als Symptom

Der Anfang einer Schizophrenie geht in circa der Hälfte der Fälle mit einer gedrückten Stimmung bzw. depressiven Verstimmung einher.

Diese beruht vor allem auf einer allgemeinen seelischen und geistigen Verlangsamung, die mit der Entwicklung von Freudlosigkeit einhergehen kann. Manche Patienten berichten von dem Gefühl einer inneren Leere. Die Folge ist oft das Erkalten sozialer Kontakte mit Freunden oder der Familie, die bis zu einer kompletten sozialen Isolation führen kann.

Diese Symptomatik, kann anfangs leicht mit dem Vorliegen einer Depression verwechselt werden, was einer der Gründe dafür ist, dass Schizophrenien nur selten in einem solchen frühen Stadium diagnostiziert werden können.

Auch eine über das normale Maß hinausgehende Nachdenklichkeit ist zu beobachten. Diese wird den oben beschriebenen formalen Denkstörungen zugerechnet und bedeutet, dass sich die Gedanken immer wieder um das gleiche, unangenehme Thema drehen, ohne dass dabei eine Lösung gefunden wird.
Zudem suchen viele Patienten nach einer möglichen Erklärung für das Auftreten der Halluzinationen, was dann häufig in Wahnvorstellungen endet.

Erfahren Sie hier mehr zum Thema Depressionen.

Konzentrationsschwäche als Symptom

Die Entwicklung einer Konzentrationsschwäche ist ein sehr frühes Symptom einer beginnenden Schizophrenie und bei fast allen Patienten vorhanden.

Diese ist zum einen auf die allgemeine Befindlichkeitsstörung zurückzuführen, die bei vielen schizophrenen Patienten vorhanden ist. Doch auch der sogenannte Gedankenverlust über den viele Betroffene klagen kann hierfür ursächlich sein. Sie beschreiben dann, dass sie keine klaren Gedanken mehr fassen könnten, da jemand anderes, meist eine höhere Macht, ihnen die Gedanken raubt.
Zudem können die oft bestehenden akustischen und optischen Halluzinationen zu einer ständigen Reizüberflutung und Abgelenktheit führen, die dann zu einer schweren Konzentrationsschwäche führen.

Mehr zu diesem Thema hier nachlesen: Konzentrationsschwäche.

Schlafstörungen als Symptom

Die meisten Schizophrenie Patienten leiden im Verlauf der Erkrankung unter schweren Schlafstörungen, die das Resultat der vielen möglichen Symptome darstellt.
So kann die oft bestehende geistige und motorische Überaktivität dazu führen, dass Betroffene nicht zu Ruhe kommen können. Bei der häufigen Form der paranoiden Schizophrenie, leiden viele Patienten zudem unter Wahnideen, die mit einem Verfolgungswahn einhergehen und zu Schlafstörungen führen.
Weiterhin sind die möglichen akustischen Halluzinationen ein möglicher Grund für die Entwicklung von Schlafstörungen

Schlafstörungen werden auch bei einer Schizophrenie meist mit der Gabe von Schlafmitteln behandelt.

Lesen Sie hier mehr zum Thema Schlafstörungen.

Vernachlässigung der persönlichen Erscheinung

Die Vernachlässigung der persönlichen Erscheinung stellt neben anderen Symptomen, wie einer depressiven Verstimmung oder Gedächtnisstörungen, eine weiteres Frühsymptom einer beginnenden Schizophrenie dar und tritt bei circa. 20-40% der Betroffenen auf.

Dieses Symptom wird den allgemeinen Befindlichkeitsstörungen zugerechnet und geht mit dem Verlust von Hygiene einher.
Dies ist darauf zurückzuführen, dass viele schizophrene Patienten in sich gekehrt leben und das persönliche Erscheinungsbild eine immer geringere Rolle für sie spielt. Dieses Symptom wird durch eine zunehmende soziale Isolation meist verstärkt.

Lügen als Symptom

Es kommt bei schizophrenen Patienten sehr häufig vor, dass Außenstehende das Gefühl haben, angelogen zu werden, wenn der/die Betroffene seine Wahnvorstellungen schildert oder über gesehene oder gehörte Halluzinationen spricht.
Meist vergisst man hierbei jedoch wie real ein Mensch, der unter einer Schizophrenie leidet, solche Halluzinationen oder Stimmenwahrnehmungen empfindet. So können Betroffene meist nicht unterscheiden, ob etwas wirklich real ist oder nur Teil einer Halluzination
Diese Eindrücke werden durch die Entwicklung von Wahnvorstellungen verstärkt und ein übergeordneter Grund für die Wahrnehmungen gesucht, die dann für Außenstehende schnell wie eine Lüge wirken.

Im Gegensatz hierzu kann es jedoch auch vorkommen, dass schizophrene Patienten tatsächlich lügen, um das eigentliche Vorhandensein oder das Ausmaß der Erkrankung vor Angehörigen zu verschleiern. Dieses Phänomen ist meist am Anfang der Erkrankung stärker ausgeprägt.

Reizbarkeit als Syndrom

Eines der frühen Anzeichen einer beginnenden Schizophrenie können Befindlichkeitsstörungen, wie beispielsweise eine erhöhte Reizbarkeit, sein.
Dies ist vor allem bei der häufigsten Form der Erkrankung, der paranoiden Schizophrenie, der Fall, bei der die Entwicklung von Wahnvorstellungen und akustischen Halluzinationen im Mittelpunkt stehen.
Betroffene gewinnen hierbei schnell den Eindruck, dass sie von allen anderen Menschen angelogen werden und diese ihnen nicht glauben wollen, was sich dann als starke Reizbarkeit äußern kann

Symptome an den Augen

Viele schizophrene Patienten haben Probleme, einem sich langsam bewegenden Objekt kontinuierlich mit den Augen zu folgen und fallen durch schnelle und ruckartige Blickfolgen aus. Ob das rein auf die psychische Belastung oder spezifisch auf die Schizophrenie zurückgeführt werden kann, ist noch nicht eindeutig erwiesen. Zur Zeit laufen Studien zu diesem Thema, um eine Schizophrenie schon frühzeitig an den Augen erkennen zu können, zur heutigen Diagnostik gehört die Augenuntersuchung aber noch nicht.

Was können Residualsymptome sein?

Die Bezeichnung der Residualsymptome umfasst alle Symptome, die auch nach einer erfolgreichen Therapie bzw. der Ausheilung einer Krankheit noch bestehen.

Bei einer Schizophrenie ist dies meist nach einem akuten Schub der Fall. Allgemein kann man feststellen, dass hierbei die Negativsymptomatik deutlich dominanter gegenüber der Positivsymptomatik ist.
So ist bei vielen Patienten nach einem akuten Schub der Schizophrenie eine Persönlichkeitsveränderung in unterschiedlichem Maße zu erkennen, die oft mit einer depressiven Verstimmung und sozialen Rückzug einhergehen. Zudem können die Gedächtnis- und Konzentrationsstörung bei manchen Patienten auch dauerhaft vorhanden sein.

Nur bei einem kleinen Teil der Patienten ist nach dem Ausklingen eines akuten Schubs, keine Residualsymptomatik feststellbar.

Symptome bei Kindern

Die Schizophrenie ist im Kinder- und Jungenalter eine vergleichsweise seltene Erkrankung. Leider hängt die Prognose der Erkrankung maßgeblich vom Alter der Ersterkrankung ab und ist somit bei Kinder schlechter als bei Erwachsenen.

Die ersten Symptome der Schizophrenie bei Kindern sind häufig sehr unspezifisch, wie beispielweise Denkstörungen, und werden oft bagatellisiert und auf den Entwicklungsprozess zurückgeführt. Dies hat zur Folge, dass die meisten Schizophrenien im Kindesalter erst in einem späteren Alter korrekt diagnostiziert werden.
Weitere Frühsymptome der Schizophrenie können Störungen der körperlichen, geistigen und sozialen Entwicklung sein. So kann festgestellt werden, dass der Spracherwerb meist erst einige Monate bis Jahre später als bei anderen Kindern eintritt, sowie mittlere bis schwerer Koordinationsprobleme und eine Muskelschwäche vorhanden sind. Hinzu kommen affektive Schwankungen, wie eine ausgeprägte Reizbarkeit, bizarres Verhalten oder das Gefühl der Antriebslosigkeit. Es besteht zudem oft ein Defizit an sozialen Interesse.

Neben diesen Frühsymptomen kann sich jedoch auch im Verlauf der Erkrankung das gesamte Symptomspektrum der Schizophrenie, wie Halluzinationen, Wahnvorstellungen, das Hören von Stimmen, usw. ausbilden.

Gibt es einen sicheren Test auf Schizophrenie?

Einen wirklich sicheren Test gibt es für keine Erkrankung der psychiatrischen Medizin. Speziell die Schizophrenie ist keine einheitliche Krankheit, denn jeder Patient hat eine ganz individuelle Ausprägung und zeigt andere Symptome. Psychologische Auffälligkeiten mittels eines Tests zu objektivieren ist daher schwierig und bei so komplexen Erkrankungen wie der Schizophrenie schlichtweg unmöglich. Die Diagnose erfolgt stattdessen über die Erfassung typischer Symptome und dem Ausschluss anderer Ursachen. Daher muss zunächst eine ausführliche körperliche und neurologische Untersuchung sowie mindestens eine Bildgebung des Gehirns erfolgt sein, bevor Tests zur Erfassung einer Schizophrenie durchgeführt werden können. Auch ein Drogenmissbrauch als Ursache für die Symptome muss ausgeschlossen werden. Die dann durchgeführten Tests erfassen auch nicht direkt die Schizophrenie, sondern eher typische Denkstörungen, wie sie bei dieser Erkrankung vorkommen können. Es gibt daher keinen wirklichen Schizophrenie-Test oder Fragebogen, wie es beispielswiese bei Depressionen der Fall ist, sondern nur allgemeine Prüfungen der kognitiven Leistung und des psychischen Befindens.

Lesen Sie mehr zum Thema unter: Wie kann  man auf eine Schizophrenie testen?

Was ist von Online-Tests zu halten?

Da es wie bereits aufgeführt keinen verlässlichen Schizophrenie-Test gibt, kann die Erkrankung auch nicht durch Online-Tests ausreichend erfasst werden. Die meisten schizophrenen Patienten glauben ohnehin nicht krank zu sein, und würden daher auch keinen solchen Test von sich aus machen. Trotzdem können solche Online-Angebote hilfreich sein, beunruhigende Symptome an sich selbst oder einem Angehörigen zu erkennen, richtig einzuordnen und von einem Arzt abklären zu lassen. Online-Tests können somit keine verlässliche Diagnose liefern, aber den Betroffenen oder ihren Angehörigen in die richtige Richtung führen und ihn somit zu einer professionellen Hilfe leiten.

Welche Behandlungen gibt es?

Die Behandlung einer Schizophrenie ist schwierig, da es keine ursächliche Therapie gibt. Hauptansätze sind daher Medikamente, genauer Antipsychotika (früher als Neuroleptika bezeichnet), und Psycho- bzw. Verhaltenstherapie, um die Symptome zu lindern. Leider realisieren die wenigsten Patienten, dass sie krank sind, und sind daher schwer zu einer längerfristigen Therapie zu motivieren. Man erreicht den Patienten nur dann, wenn er durch seine Symptome Probleme im Alltag hat, also von einer Therapie auch subjektiv profitiert, und er dem Behandler vertraut.

Den besten Erfolg erzielt man durch Medikamente. Diese wirken vor allem auf die sogenannten Plus-Symptome, wie z.B. Wahn und Halluzinationen. Negativ-Symptome, wie z.B. Antriebslosigkeit und Apathie, werden durch die Medikamente leider kaum beeinflusst. Auch die Nebenwirkungen sind ein großes Problem der Antiposychotika, allen voran die Störungen des Bewegungsablaufes, wie z.B. Zuckungen oder unwillkürliche Bewegungen, die auch nach Absetzen der Medikamente bestehen bleiben können. Daher versucht man heute, auf weniger stark wirksame Medikamente zurückzugreifen, da sie deutlich weniger Nebenwirkungen aufweisen, und die Behandlung durch Psychotherapien zu ergänzen.

Lesen Sie mehr zum Thema unter: Therapie einer Schizophrenie

Welche Medikamente können helfen?

Hochpotente, also sehr wirkungsvolle Medikamente sind beispielsweise die typischen Antipsychotika wie Ben- oder Haloperidol. Diese wirken sehr gut und sehr schnell, haben aber das große Problem der motorischen Nebenwirkungen wie z.B. unfreiwilliges Zucken und Grimassieren, sodass sie heute nur noch für kurze Zeit gegeben werden sollten. Die neuen atypischen Medikamente Clozapin und Risperidon wirken etwas anders und haben daher besser beherrschbare Nebenwirkungen, sind dabei aber trotzdem sehr wirksam und heute die 1. Wahl in der Therapie der Schizophrenie.

Weniger potente Substanzen sind beispielsweise das Quetiapin oder das Pipamperon, die eher beruhigend als antipsychotisch wirken und aufgrund des besseren Nebenwirkungsprofils bei leichteren Krankheitsverläufen bevorzugt werden. Zwar treten somit heute kaum noch schwere, nicht beherrschbare Begleiterscheinungen auf, Nebenwirkungen sind aber auch bei den neueren Medikamenten häufig. Alle Patienten müssen daher engmaschig untersucht und kontrolliert werden.

Ist eine Schizophrenie heilbar?

Den Ärzten stehen keine ursächlichen Behandlungsmethoden zur Verfügung, die Medikamente und Psychotherapien dienen lediglich der Symptomkontrolle und der Rückfallprophylaxe. Man geht davon aus, dass sich ca. ein Drittel aller Patienten nach dem ersten Schub wieder vollständig erholt und damit geheilt ist, ein Drittel mindestens einen Rückfall erleidet und das letzte Drittel eine chronische Schizophrenie entwickelt. Eine frühe Therapie wirkt sich günstig auf die Prognose aus, da sich die Psychose dann nicht vollständig ausbilden kann und das Risiko für Residuen sinkt, aber eine Heilung wird dadurch nur unterstützt, nicht direkt erzielt.

Durch Antipsychotika lässt sich das Rückfallrisiko von über 80% auf unter 20% senken und therapierte Patienten sind in der Regel schubfrei, wenn die Behandlung früh genug begonnen wurde. Ob diese Schubfreiheit aber durch die Medikamente erzielt wurde, die die Symptome lediglich in Schach halten, oder ob die Patienten tatsächlich geheilt sind, lässt sich erst im längerfristigen Verlauf sagen. Günstige Prognosefaktoren sind das weibliche Geschlecht, eine gute soziale Integration, kurze und akut beginnende Schizophrenieschübe und eine frühe Therapie. Negative Faktoren hingegen sind das männliche Geschlecht, eine schlechte psychosoziale Situation und ein schleichender Erkrankungsbeginn mit ausgeprägter Negativsymptomatik und verzögerter Behandlung.

Verlauf

Eine Schizophrenie verläuft sehr individuell. Man kennt bezüglich des Verlaufes die sog. „1/3“-Regel, die besagt, dass bei einem Drittel der Patienten die Symptome einmal und dann nicht wieder auftreten. Ein zweites Drittel hat wiederkehrende „Schübe“ und ein Drittel verbleibt in einem sog. „Residualzustand“, in dem es zwar keine akute Positivsymptomatik (s.u.) mehr gibt, jedoch einen allgemeinen und dauerhaften Leistungsabfall.
Häufig verläuft die Erkrankung in den unten erwähnten 3 Phasen, die eine sehr unterschiedliche Länge aufweisen können. Sie kann aber auch ohne diese Phase chronisch verlaufen.

Man unterscheidet drei verschiedene Krankheitsphasen.

  • Das Prodromalstadium:
    In dieser Phase liegen noch keine klassischen Symptome (s.u.) der Schizophrenie vor. Vielmehr sinkt zunächst einmal die allgemeine Leistungsfähigkeit. Der Betroffene hat zunehmend mehr Schwierigkeiten sich auf seine Arbeit oder sonstige Aufgaben des alltäglichen Lebens zu konzentrieren. Es verliert häufig sein Interesse für seine Mitmenschen, seine Arbeit, aber auch an seinem Erscheinungsbild und Körperhygiene. Häufig kommt es zu einem deutlichen sozialen Rückzug, einer Zunahme an Ängsten und Schlafstörung. Gelegentlich klingen vielleicht schon Wahnideen (s.u.) an oder es fällt ein zunehmend verwirrtes Denken auf.
  • Das floride (blühende) Stadium:
    In dieser Phase, die die eigentliche Krankheitsphase darstellt, treten die unten aufgeführten Symptome auf. Diese Symptome müssen fast ständig während eines Monats oder länger auftreten, um die Diagnose Schizophrenie zu vergeben. In manchen Fällen wird diese Phase durch psychosozialen Stress ausgelöst.
  • Die Residualphase
    Diese dritte Phase erinnert von der Symptomatik her an die Phase des Prodromalstadiums. Es treten in der Regel keine akuten Symptome mehr auf, doch ist der Patient noch nicht wieder der „Alte“. Es kommt häufig zu einer Art Erschöpfungszustand mit einem vermehrten Schlafbedürfnis und zu Depressionen (postpsychotische Depression). Diese Phase kann nur kurz andauern, mit dem Ergebnis, dass der Patient wieder annähernd seine alte Leistungsfähigkeit zurück erlangt und wieder ein Leben wie vorher führen kann.
    Es kann aber auch sein, dass er weiterhin unter „Restsymptomen“ leidet und in der Residualphase verbleibt. Dieser Patient hat leider eine geringere Wahrscheinlichkeit auf ein vollständiges Abklingen der Symptomatik. Oft wird beobachtet, dass nach Jahren der Residualsymptomatik eine weitere floride Phase folgt, die dann wieder in das Residuum übergeht.
    Es ist schwer vorherzusagen, welcher Patient sich nach einem ersten psychotischen Schub wieder einigermaßen „erholt“ (volle Remission) und wer weiterhin schwer beeinträchtigt bleibt im Leben.
    Die Forschung hat gezeigt, dass die Wahrscheinlichkeit für einen günstigen Verlauf höher ist, wenn die Person vor der Erkrankung ein erfolgreiches Leben führte (hohes prämorbides Niveau der Rollenerfüllung), wenn der Störung ein belastendes Ereignis vorausging, wenn sie abrupt einsetzte ohne lange Prodromalphase oder wenn sie im mittleren Alter auftrat.

Was können Anzeichen für eine bevorstehende Schizophrenie sein?

Die meisten psychiatrischen Erkrankungen beginnen mit einer sogenannten Prodromalphase, in der schon erste Auffälligkeiten am Patienten auftreten, aber noch keine typischen Symptome ausgeprägt sind. Dieses Stadium kann schon Jahre vor der eigentlichen Psychose beginnen. Die ersten Anzeichen sind dabei meistens keine Wahnvorstellungen oder andere typische Charakteristika einer Schizophrenie, sondern eher Negativsymptome, wie beispielsweise Depressivität und sozialer Rückzug. Die Patienten sind unruhig, von Sorgen geplagt und ihr Denk- und Konzentrationsvermögen beeinträchtigt, ihre Wahrnehmung verzehrt sich immer mehr und sie verlieren den Bezug zur Realität. Sie spüren häufig eine näher kommende Bedrohung, die später dann im Rahmen der Psychose in einen Wahn übergehen kann.

Leider sind die ersten Anzeichen sehr unspezifisch und könnten genauso Ausdruck anderer Probleme und Erkrankungen sein, beispielsweise einer Depression. In vielen Fällen berichten die Angehörigen im Rückblick, der Patient wäre bereits Jahre vor der Psychose seltsam geworden und hätte sich immer weiter zurückgezogen. Spezifischere Anzeichen kommen dann erst Monate bis Wochen vor Ausbruch der Psychose zum Ausdruck, wenn sich ein Wahn abzeichnet oder Halluzinationen auftreten.

Häufigkeit und Dauer schizophrener Schübe

Die Häufigkeit und Dauer eines akuten schizophrenen Schubs sind sehr unterschiedlich. Beginnt der Schub hochakut und ist der erste dieser Art, lässt er sich gut medikamentös behandeln und klingt nach wenigen Wochen komplett ab. Dann stehen die Chancen gut, dass es zu keinen weiteren Symptomen kommt. Patienten mit häufigeren Schüben, die eher schleichend beginnen, müssen häufig monatelang behandelt werden und haben ein hohes Risiko, einen weiteren Schub zu erleiden. Die schlechteste Prognose haben Patienten mit stark ausgeprägter Negativsymptomatik, da diese häufig auch mit Medikation bestehen bleibt.

Dauer einer schizophrenen Phase

Die Dauer einer schizophrenen Phase ist stark vom Patienten, seinem bisherigen Krankheitsverlauf und der Therapie abhängig.  Werden Medikamente eingenommen und handelt es sich um den ersten Schub, können die Symptome meist in wenigen Wochen kontrolliert und Rückfälle vermieden werden. Leidet der Patient schon länger an der Schizophrenie und nimmt womöglich keine oder nur unregelmäßig Medikamente, kann sich die Psychose in ihrem Vollbild ausprägen und Monate bis Jahre bestehen bleiben. Bei manchen Patienten geht der akute Schub sogar in eine chronische Schizophrenie über, die sich nicht wieder komplett zurückbildet und einige Symptome dauerhaft bestehen bleiben.

Ursachen der Schizophrenie

Warum ein Mensch schizophren wird, ist nach wie vor nicht genau geklärt. Man weiß, dass die Gene einen großen Einfluss auf die Krankheitsentstehung haben müssen, da viele Patienten Verwandte mit der gleichen Diagnose haben. Studien zufolge erhöht sich das Erkrankungsrisiko um das 5- bis 15-fache, wenn ein erstgradig Verwandter an einer Schizophrenie leidet. Man vermutet daher, dass genetische Faktoren dabei die wichtigste Rolle spielen. Die verursachenden Gene regulieren unter anderem den Stoffwechsel verschiedener Botenstoffe im Gehirn, allen voran Dopamin, weswegen man ein Ungleichgewicht dieser Signalstoffe für viele Symptome der Schizophrenie verantwortlich macht und antipsychotische Medikamente mit Wirkung auf die Dopamin-Rezeptoren einsetzt. Unabhängig davon haben sich aber auch Schädigungen des Gehirns oder eine gestörte Hirnentwicklung bei vielen Patienten als mitursächlich nachweisen lassen. Da aber nicht jeder mit solchen Risikofaktoren schizophren wird, vermutet man, dass noch weitere Umstände, z.B. die Umwelt, eine Rolle spielen müssen. Ist also eine gewisse genetische und biologische Disposition vorhanden, könnten Faktoren wie Stress oder Drogenmissbrauch die Symptome auslösen.

Welche Probleme haben Schizophrene in der Partnerschaft?

Die Auswirkungen einer Schizophrenie auf die Beziehung des Patienten sind sehr komplex und stark abhängig davon, wie schwer die Psychose ist. Im besten Fall kann der Partner in die Therapie miteingebracht werden, der Patient wird optimal medikamentös eingestellt oder sogar geheilt und das Paar ist hinterher stärker verbunden als vorher. Im schlimmsten Fall hingegen zieht sich der Patient immer weiter zurück, erfährt einen kompletten Wesenswandel und entfremdet sich zunehmend von seinem Partner oder bezieht ihn in die Erkrankung mit und wird somit zu einer enormen Belastung. Unabhängig vom genauen Verlauf ist die Mitbetreuung des Partners immer wichtig, der in der Regel sehr unter der Erkrankung seines geliebten Menschen leidet.

Wie hoch ist die Vererbbarkeit der Schizophrenie?

Die genetische Belastung scheint der größte Risikofaktor für die Entwicklung einer Schizophrenie sein. Hat man keine schizophrenen Verwandten, liegt das Erkrankungsrisiko bei unter 1%. Sind Verwandte zweiten Grades betroffen, so erhöht sich das Risiko auf 3-5%, und bei Verwandten ersten Grades sogar auf 9-12%. Sind beide Eltern betroffen oder der eineiige Zwilling, so hat man ein Risiko von 50%. Man geht daher davon aus, dass über 80% aller Schizophrenieerkrankungen mehr oder weniger genetisch bedingt sind. Allerdings machen diese Gene die Person lediglich anfällig für die Schizophrenie und ohne belastende Umweltfaktoren erkranken auch Menschen mit hohem genetischen Risiko in der Regel nicht.

Welche Schizophrenieformen unterscheidet man?

Die drei Hauptformen sind die paranoide, die hebephrene und die katatone Schizophrenie. Die paranoide Form kennzeichnet sich vor allem durch Wahnvorstellungen und zugehörige Symptome. Bei der hebephrenen Schizophrenie hingegen stehen nicht Wahn und Halluzinationen im Vordergrund, sondern eine Affektminderung. Dies zeigt sich im teilnahmslosen, läppischen Verhalten des Patienten. Die katatone Schizophrenie zeigt sich durch eine völlige Abschottung des Patienten, der nicht spricht und sich nicht bewegt. Diese Form ist am schwierigsten zu behandeln.

Was ist eine paranoide Schizophrenie?

Die paranoide Schizophrenie ist die häufigste Schizophrenie-Form. Hierbei ist das Hauptsymptom die Paranoia, also ein Wahn, meistens begleitet durch akustische Halluzinationen, z.B. in Form von Stimmen im Kopf. Diese Stimmen sind meistens kommentierend und abwertend, urteilen also über den Patienten und seine Handlungen und zermürben ihn somit mehr und mehr. Die Paranoia ist im Volksmund als Verfolgungswahn bekannt, allerdings bedeutet das Wort grob übersetzt lediglich „gegen den Verstand“ und bezeichnet im medizinischen Sinn jegliche Form von Wahnvorstellungen, weswegen zur paranoiden Schizophrenie nicht immer zwingend ein Verfolgungswahn gehören muss. Viele Patienten entwickeln auch einen Größenwahn oder eine Kombination verschiedener Wahnvorstellungen. In den meisten Fällen besteht der Wahn in der Fehlinterpretation anderer Personen, der Patient empfindet das Verhalten seiner Mitmenschen als feindselig, als wären alle gegen ihn und wollten ihm etwas Böses, es kommt also in der Tat zu einer Art Verfolgungswahn. Dieser zeigt sich initial als Ängstlichkeit und einem generellen Misstrauen, kann sich aber auch zu komplexen Verschwörungstheorien entwickeln.

Was versteht man unter einer Schizophrenia simplex?

Wie bereits erwähnt gibt es sehr viele unterschiedliche Formen der Schizophrenie. Es ist daher auch nicht klar, ob es sich dabei wirklich immer um dieselbe Krankheit handelt, oder ob die Schizophrenie nicht nur ein Überbegriff für viele verschiedene Psychosen ist, die noch genauer untersucht und differenziert werden müssen. Die Schizophrenia simplex ist eine dieser Formen, die in den meisten Fällen nur sogenannte Negativsymptome aufweist und sich daher stark von den typischen Schizophrenie-Formen abgrenzt. Das bedeutet, dass die Patienten hauptsächlich affektgemildert sind, also apathisch und teilnahmslos wirken, aber nur in seltenen Fällen an Wahnvorstellungen oder Halluzinationen leiden. Sie fallen daher hauptsächlich durch ihr inadäquates Verhalten auf, die Patienten wirken irgendwie seltsam und zurückgezogen. Leider nimmt die Schwere der Symptome mit der Zeit zu und ist nur sehr schwer zu therapieren, da die gängigen Medikamente vor allem auf die Positivsymptome wirken. Die Prognose der Schizophrenia simplex ist daher auch heute noch ungünstig.

Was ist ein schizophrenes Residuum?

Wie die meisten psychiatrischen Erkrankungen verläuft auch die Schizophrenie mehr oder weniger schubförmig. Das bedeutet, dass die Symptome auch ohne Therapie irgendwann von alleine zurückgehen, aber auch wiederkommen können. Viele Patienten sind nach einem einmaligen Schub symptomfrei und praktisch geheilt, aber leider kommt es nicht bei allen zur vollständigen Remission, also dem kompletten Abklingen aller Symptome. Wenn nach einer schweren schizophrenen Phase also gewisse Auffälligkeiten zurückbleiben, bezeichnet man dies als schizophrenes Residuum. In den meisten Fällen verläuft die Positivsymptomatik wie z.B. Wahn und Halluzinationen schubförmig, verschwindet also wieder komplett, während Negativsymptome wie z.B. Apathie und Teilnahmslosigkeit auch zwischen den Schüben als Residuen bestehen bleiben können. Leider können sich diese mit jedem Schub verschlechtern und sind kaum zu therapieren. Bei chronischen Verläufen der Schizophrenie sind die Residuen daher ein großes Problem.

Lügen bei schizophrenen Patienten

Schizophrene Patienten sind psychisch krank, aber nicht dumm. Sie wissen, dass sie mit ihren Überzeugungen auf Ablehnung stoßen und fangen irgendwann an, den Menschen das zu sagen, was sie hören wollen. Mit solchen Lügen verschleiern sie einerseits ihre Symptome, andererseits versuchen sie, potentiellen Verfolgern und feindselig gesinnten Personen zu entgehen. Psychiater geben sich daher große Mühe, ohne Wertung auf den Pateinten einzugehen und ein Vertrauensverhältnis aufzubauen, um nicht angelogen zu werden.

Ist die Lebenserwartung bei einer Schizophrenie reduziert?

Eine Schizophrenie ist zwar keine primär körperliche Krankheit, wirkt sich aber enorm auf die psychische und somit sekundär auch auf die körperliche Gesundheit aus, z.B. auf das Herz und die Gefäße. Unbehandelt ist eine Schizophrenie schlichtweg zermürbend. Besonders gefährlich ist zudem das Risikoverhalten, das Patienten in ihrem Wahn zeigen, z.B. riskantes Autofahren, wenn sie sich verfolgt fühlen. Auch Selbstmord ist bei schizophrenen Patienten ein Problem, wenn sie keinen anderen Ausweg mehr sehen. So macht die Schizophrenie an sich zwar nicht primär körperlich krank, die Lebenserwartung ist aber vor allem bei der langjährigen Form aufgrund der psychischen Belastung und Unfällen bzw. Suiziden um mehrere Jahre bis Jahrzehnte verringert.

Warum sind Schizophrene künstlerisch begabter?

Viele schizophrene Patienten wenden sich der Kunst zu, um ihre Emotionen ausdrücken zu können. Kunsttherapie ist ein beliebter Ansatz bei allen psychischen Erkrankungen, da sie den Patienten nachweislich hilft, und eine ausgeprägte Schizophrenie mit Halluzinationen liefert der Person verständlicherweise eine Unmenge an Inspiration. Was dabei heraus kommt ist daher in der Regel nicht nur einer etwaigen Begabung geschuldet, sondern vor allem Ausdruck des Gefühlslebens des Patienten. Die Kunst ist daher meistens lediglich ein Spiegel der Schizophrenie, einer hoch komplexen und faszinierenden Erkrankung.

Schizophrenie und Alkohol - verträgt sich das?

Viele Substanzen haben ein gewisses psychogenes Potential, können also Psychosen auslösen oder verstärken. Dies trifft vor allem auf Drogen zu, aber auch Alkohol kann durch seine berauschende Wirkung die Symptome verschlimmern. Als Nervengift können Alkohol und andere Drogen zudem das Gehirn schädigen, was sich ebenfalls ungünstig auf die Schizophrenie auswirkt. Zudem vertragen sich die meisten antipsychotischen Medikamente nicht mit Alkohol. Für schizophrene Patienten gibt es daher viele Gründe, die Finger vom Alkohol zu lassen.

Psychose und Schizophrenie - was ist der Unterschied?

Der Mediziner teilt psychiatrische Erkrankungen in mehrere Kategorien ein, beispielsweise in Neurosen (z.B. Zwangsstörung) und Psychosen (z.B. Schizophrenie). Diese Begriffe haben im Volksmund eine eher unspezifische Bedeutung und werden häufig synonym oder im falschen Kontext verwendet. Eine Schizophrenie ist daher ein Krankheitsbild, die Psychose nur ihr Überbegriff, die Schizophrenie ist also eine von vielen Psychosen. Die Einteilung und Nomenklatur psychiatrischer Erkrankungen ist sehr komplex und viele der medizinisch neutralen Begriffe sind im Volksmund mit Vorurteilen belastet, sodass Patienten sich mit ihrer Diagnose häufig als „verrückt“ abgestempelt fühlen. Zudem sind die Bezeichnungen, die in der Allgemeinbevölkerung bekannt sind, häufig zu ungenau. Viele Ärzte benutzen daher eher den Begriff der schizophrenen Psychose anstatt dem Begriff der Schizophrenie und kategorisieren das Krankheitsbild anhand seines Subtyps noch weiter, um das individuelle Erscheinungsbild möglichst genau zu beschreiben und den Patienten nicht zu diskriminieren.

Lesen Sie mehr zum Thema unter: Psychose

Schizophrenie und Depression - welchen Zusammenhang gibt es?

Wie bereits beschrieben, führt eine Schizophrenie unbehandelt langfristig zu einer massiven psychischen und körperlichen Zermürbung. Die dabei entstehenden Beschwerden erfüllen in vielen Fällen alle Kriterien einer Depression. Die schizophrenen Symptome lassen sich jedoch häufig nur schwer von denen einer Depression abgrenzen, gerade die Negativsymptome sind bei beiden Erkrankungen ähnlich. Es wird daher eine hohe Dunkelziffer an Depressionen unter schizophrenen Patienten vermutet, genaue Zahlen zur Häufigkeit variieren je nach Studie. Diagnostiziert wird sie häufig als postschizophrene Depression nach einem akuten Schub, die länger anhalten kann als eine gewöhnliche Depression und mit einem hohen Suizidrisiko verbunden ist. Die Differenzierung zwischen Schizophrenie und Depression ist daher wichtig, da sich die Therapie unterscheidet und dem Patienten schnellstmöglich geholfen werden sollte. Erfolgt eine frühzeitige Behandlung, ist die Prognose der postschizophrenen Depression gut, die meisten Patienten erholen sich wieder davon, wenn auch erst nach vielen Monaten bzw. wenigen Jahren.

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Schizophrenie und Autismus - welchen Zusammenhang gibt es?

Noch bis 1980 wurde der Autismus als Unterform der Schizophrenie betrachtet, als eine Art kindliche Variante der Erkrankung. Heute weiß man, dass es sich um getrennte Krankheitsbilder handeln, die sich nicht nur im Alter der Patienten unterscheiden. Beide Erkrankungen sind jedoch sehr variabel sind und manche Formen ähneln sich sehr. Zudem gibt es Patienten, die Charakteristika beider Erkrankungen zeigen. Ob in solchen Fällen zwei Diagnosen zu stellen sind oder es womöglich Mischformen aus Autismus und Schizophrenie gibt, ist noch nicht geklärt.

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Qualitätssicherung durch: Christoph Barthel      |     Letzte Änderung: 14.02.2018
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