Magenerkrankungen

Synonyme im weiteren Sinne

altgriechisch: Stomachos
griechisch: Gaster
lateinisch: Ventriculus
Englisch
: stomache

Lesen Sie auch:


Erkrankungen

Magenerkrankungen

Gastritis

Die Magenerkrankung Gastritis ist eine akute oder chronische Magenschleimhautentzündung. Bei den chronischen Gastritiden beschreibt man mit der Einteilung Typ A, B, C die Ursachen gleich mit:

  • Typ A:
    Autoimmune Gastritis: Bei dieser
    Magenerkrankung richten sich Antikörper gegen die körpereigenen Magenstrukturen und zerstören diese. Diese Erkrankung gehört zu den Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises, wie auch z.B. die rheumatoide Arthritis
  • Typ B:
    Bakterielle Gastritis: Das Bakterium Helicobacter pylori verursacht Erosionen auf der Magenschleimhaut, welche sich zu einem Magengeschwür (Ulkus) entwickeln können.
  • Typ C:
    C
    hemisch bedingte Gastritis: Bei dieser
    Magenerkrankung ist die Ursache meistens eine dauerhafte Schmerzmedikation mit Medikamenten wie Aspirin (Acetylsalicylsäure) , NSAR (z.B. Ibuprofen, Diclofenac, Naproxen) und / oder ein vermehrter Alkoholkonsum.


Gastroduodenale Ulcuskrankheit / Magengeschwür

Ein Ulkus ist ein gutartiges Magengeschwür, welches sehr tief in die Schleimhaut hineinreicht, bis mindestens in die Lamina muscularis mucosae. Eine gefährliche Komplikation der Ulkuskrankheit/ Magengeschwür tritt auf, wenn das Geschwür ein größeres Gefäß verletzt und es so zu einer lebensgefährlichen Blutung kommt.
Die typische Stelle in der ein Magengeschwür auftritt, ist die kleine Kurvatur (Curvatura minor) des Antrums. Die häufigsten Ursachen eines Ulkus sind Schmerzmedikamente wie Aspirin, NSAR, das Bakterium Helicobacter pylori und andere Stressfaktoren.
Weitere Informationen zu diesem Thema erhalten Sie unter: Magengeschwür

Magenkrebs

In Deutschland ist der Magenkrebs der siebthäufigste bösartige (maligne) Tumor. Auf die ganze Welt gesehen ist er sogar der zweithäufigste Tumor. Diese Tumorart bleibt bis in die späten Stadien oft klinisch stumm (asymptomatisch) und hat somit eine sehr schlechte Prognose, da eine frühzeitige Behandlung oft verpasst wird. Als wichtigste Risikofaktoren für den Magenkrebs gelten die Besiedlung der Magenschleimhaut mit dem Bakterium Helicobakter pylori und in der Nahrung vorkommende Nirtosamine.
Am häufigsten kommt diese Magenerkrankung im Bereich des Antrum, des Pylorus und der kleinen Kurvatur vor, jedoch kommt er auch in 25% der Fälle am Mageneingang (Cardia) vor.
Weitere Informationen zu diesem Thema erhalten Sie unter: Magenkrebs

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Autor: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 06.05.2012